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Beiträge von Gismo123
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Nur einen Tag nach seiner offiziellen Präsentation beim FC Schalke 04 hat Trainer Felix Magath mit den Aufräumarbeiten begonnen.

In Einzelgesprächen teilte der 55 Jahre alte Fußball-Lehrer den bisherigen Co-Trainern Michael Büskens und Youri Mulder sowie Torwart-Trainer Oliver Reck, dem Konditions- und Reha-Trainer Christos Papadopoulos und dem Ökotrophologen Christian Frank mit, dass er keinen Wert auf ihre Dienste legt. Recks ohnehin auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert, alle anderen wurden freigestellt. Auch Konditionstrainer Rouven Schirp gehört ab sofort nicht mehr zur Lizenzspielerabteilung. Das teilte der Fußball- Bundesligist mit.
Besonders bitter ist die Demission für das Schalker «Urgestein» Mike Büskens. Ihm wurde zwar angeboten, künftig wieder die zweite Mannschaft zu übernehmen. Doch das lehnte der 41-Jährige ab, der seit 17 Jahren in verschiedenen Funktionen für den Club tätig war. Von 1992 bis 2002 - mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 2000 - spielte Büskens (insgesamt 370 Bundesliga-Spiele) als Profi für die Königsblauen und gehörte zur legendären Mannschaft, die 1997 den UEFA-Pokal gewann. Anschließend war er drei Jahre lang Spieler und Co-Trainer der zweiten Mannschaft, die er 2005 dann hauptverantwortlich übernahm. Seit 2008 war der gebürtige Düsseldorfer Assistent von Fred Rutten, den er als Interimscoach nach dessen Entlassung bis zum Ende der abgelaufenen Saison vertrat.
«Solche Maßnahmen zu treffen und dann auch auszusprechen, ist nie leicht, zumal man allen bisherigen Mitarbeitern gute Arbeit bescheinigen muss», sagte Magath. Er bat aber um Verständnis «für meinen Wunsch, mit meinen langjährigen Mitarbeitern auch hier auf Schalke tätig sein zu können. Eine solche Umstrukturierung halte ich für notwendig, um der Mannschaft neue Impulse geben zu können. Ich bin davon überzeugt, dass dieses die personelle Konstellation ist, die wir benötigen, um künftig Erfolg zu haben», erläuterte Magath. Kritik, «dass wir diese Entscheidungen zu einem sehr späten Zeitpunkt getroffen haben», akzeptiere er. Dies sei aber wegen des Titelrennens mit dem VfL Wolfsburg «leider nicht anders möglich» gewesen.
Die Co-Trainer der Knappen sind fortan Seppo Eichkorn (52) und Bernd Hollerbach (39). Mit ihnen arbeitete Magath bereits ebenso erfolgreich beim Meister Wolfsburg zusammen wie mit Konditions-Trainer Werner Leuthard (47) und Reha-Trainer Markus Zetlmeisl (42). Vom bisherigen Schalker Betreuerstab wurden nur die Physiotherapeuten Karl-Heinz Ohland und Holger Genius sowie Zeugwart Enrico Heil übrernommen. Noch vakant sind die Positionen des Mannschaftsarztes und des Torwart-Trainers.
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Der Hamburger SV und Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer trennen sich. Das ist das Ergebnis einer erneuten Krisensitzung.

«Der Aufsichtsrat hat einvernehmlich einer Auflösung des Vertrages mit Dietmar Beiersdorfer zugestimmt», sagte Horst Becker, Vorsitzender der Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten. Beiersdorfer und Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann hatten sich in den vergangenen Tagen einen erbitterten Führungsstreit geliefert. Es ging um unterschiedliche Auffassungen in der Personalpolitik des Vereins und um die Abgrenzung der jeweiligen Kompetenzbereiche. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Beiersdorfer war seit August 2002 Sportchef des HSV. Gemeinsam mit Hoffmann hat er den Verein in sechs Jahren fünfmal in den Europacup geführt.
Der Sportdirektor hatte den Aufsichtsrat in der vergangenen Woche um Hilfe gebeten, da ihn Hoffmann mehrfach brüskiert und sich ohne Absprache in die sportliche Planung eingeschaltet haben soll. Zum Einlenken war der gebürtige Franke nach den Erfahrungen aus mehreren Streitigkeiten mit Hoffmann in der Vergangenheit nicht mehr bereit. «Wir bedauern die Trennung von Herrn Beiersdorfer sehr und bedanken uns für seine Arbeit», sagte Becker. «Jetzt müssen wir aber in die Zukunft schauen und Ruhe in den Verein bringen.»
Zwar hat der HSV als Tabellenfünfter erneut das internationale Geschäft in der bevorstehenden Saison erreicht, Hoffmann sieht aber Defizite auf sportlichem Gebiet, die er seinem Sportchef anlastet. Ob Beiersdorfers Abschied weitere Konsequenzen im Verein nach sich ziehen wird, ist ungewiss. Vertreter der von Beiersdorfer aufgebauten Scouting-Abteilung und des Nachwuchsbereiches hatten sich zuvor solidarisch mit dem Sportdirektor erklärt und ebenfalls einen Rückzug erwogen, falls es zur Trennung kommt.
Der Streit hatte die gesamte Planung der neuen Saison nahezu zum Erliegen gebracht. Zehn Tage vor dem Trainingsauftakt der Mannschaft gibt es noch keine Neuverpflichtung. Stattdessen haben Spieler (Mladen Petric, Paolo Guerrero) mehrfach mit einem Wechsel zu einem anderen Verein kokettiert. Trainer Bruno Labbadia, dessen Verpflichtung 17 Tage zuvor in Eintracht zwischen Hoffmann und Beiersdorfer beschlossen worden war, läuft die Zeit für geordnete Personalplanungen davon.
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Mit 70 Minuten Verspätung ist Felix Magath wegen eines Staus auf der Autobahn A 2 zu seinem offiziellen Dienstantritt beim FC Schalke 04 erschienen, aber dann drückte er verbal mächtig aufs Gaspedal.

«Jeder, der Erfolg will, kann keinen besseren Verein finden als Schalke 04. Nach Bayern München ist Schalke sicher der bedeutendste Verein in Deutschland. Diesen Club nach einer schwachen Saison wieder zum Erfolg zu führen, ist eine große Herausforderung. Ich freue mich, dass ich jetzt hier anpacken kann», sagte der 55 Jahre alte Fußball-Lehrer drei Tage vor dem Trainingsauftakt des Bundesligisten. Langfristig sei das Ziel, Schalke wieder als Nummer zwei «hinter dem FC Bayern zu etablieren».
Braun gebrannt nach insgesamt vier Wochen Urlaub in Puerto Rico und voller Tatendrang präsentierte sich Magath, der erst vor 30 Tagen mit dem VfL Wolfsburg sensationell die deutsche Meisterschaft gefeiert hatte. Nach der nervenaufreibenden Saison habe er erstmal «drei Wochen komplett abschalten und den Kopf frei kriegen» müssen. «Seit etwa einer Woche beschäftige ich mich mit Schalke, aber ich muss mir nun erst vor Ort ein Bild von der Mannschaft machen», sagte Magath, der als drittes Mitglied neben Josef Schnusenberg (Präsident) und Peter Peters (Geschäftsführer) in den Vorstand aufrückte und als Manager über alle Kompetenzen im sportlichen Bereich verfügt.
«Es war mein ausdrücklicher Wunsch, einen Vertrag über diese lange Laufzeit von vier Jahren abzuschließen. Denn zuletzt haben wir schlechte Erfahrungen mit dem Trainer-Hopping gemacht. Damit muss ein für alle Mal Schluss sein», sagte Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies, der den Magath-Deal eingefädelt hatte. Er traut ihm die Herkulesaufgabe zu, fordert wie sein Wunschtrainer aber auch Geduld bei den Fans ein. «Felix Magath ist kein Messias. Aber er ist ein erstklassiger, sehr hart arbeitender Trainer. Wir suchen nicht den kurzfristigen Erfolg, sondern wollen für Nachhaltigkeit sorgen. Ich halte die Aufgabe auf Schalke für hoch kompliziert, aber auch für eine der schönsten», sagte Tönnies.
In den Gesprächen mit Tönnies sei ihm vor dem Engagement beim «Verein mit dem höchsten Emotionspegel und der größten Leidenschaft» schon «etwas mulmig» geworden, gestand Magath. «Aber ich bin noch zu jung, um mich auf die faule Haut zu legen. Es ist vielleicht meine schwierigste Mission und ich bin mir auch bewusst darüber, dass ich hier scheitern könnte», räumte er ein. «Aber ich habe keine Angst, denn ich bin überzeugt, dass sich harte Arbeit immer auszahlt. Wie lange es dauert, weiß ich nicht. Ich bin ja kein Hellseher.»
Magath bringt sein nahezu gesamtes Trainerteam aus Wolfsburg mit, zu dem Seppo Eichkorn, Bernd Hollerbach und Werner Leuthard gehören. «Das sind ganz wichtige Leute für mich, die ihren Anteil am Erfolg beim VfL hatten», stellte der Chefcoach klar. Was aus Schalkes Co- Trainern Michael Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck wird, ließ Magath noch offen. «Einen Torwarttrainer habe ich nicht mitgebracht.»
Magath kündigte eine «Umstrukturierung» des Revierclubs an, die angesichts der finanziellen Lage («Schalke ist nicht auf Rosen gebettet, das ist mit klar») längere Zeit in Anspruch nehmen könnte. Der 55-Jährige machte deutlich, dass er bereit sei, «mit jedem auf Schalke zusammenzuarbeiten: Aber nach meinen Vorstellungen». Zuletzt habe er nicht den Eindruck gehabt, «dass hier alle an einem Strang gezogen» haben. Unter seiner Führung müssten aber alle «in eine Richtung marschieren», betonte er. «Es gibt viele Wege zum Erfolg. Aber ich kenne nur einen, und der geht über das Wort Arbeiten.» Ein deutliches Signal an die Spieler, mit denen er sich in den kommenden Tagen und Wochen intensiv beschäftigen will. Personalentscheidungen hat er noch nicht getroffen, aber: «Ich werde allen sagen, was ich erwarte. Und wer den Weg mitgehen will, kann es tun. Wenn einer das nicht will, muss man sich trennen.»
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Die deutschen Fußball-Junioren haben erstmals seit 27 Jahren das Halbfinale einer U-21-Europameisterschaft erreicht und dürfen nach dem 1:1 (1:1) gegen England weiter vom ersten Titelgewinn träumen.

Allerdings beendete die Mannschaft von Trainer Horst Hrubesch die Gruppenphase nach dem mäßigen Unentschieden im Klassiker gegen Angstgegner England auf Platz zwei und muss sich in der Vorschlussrunde in Helsingborg mit dem Sieger der Gruppe A auseinandersetzen, der noch ermittelt wird.
Vor 6000 Besuchern brachte der Leverkusener Gonzalo Castro (5. Minute) die insgesamt nicht überzeugende DFB-Auswahl in Halmstad früh in Führung, die Jack Rodwell (29.) für Gruppensieger England verdientermaßen egalisieren konnte. Immerhin kassierte keiner der sieben vorbelasteten Deutschen eine Gelbe Karte, so dass Hrubesch weiter aus dem Vollen schöpfen kann.
«Ich hadere damit, dass wir früh das 1:0 machen und dann einfach nicht weiterspielen wollen. Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht», sagte Hrubesch nach dem Abpfiff. «Wir sind froh, dass wir unser Minimalziel erreicht haben», meinte Kapitän Sami Khedira vom VfB Stuttgart. «Allerdings war die Art und Weise, wie das Ergebnis zustande kam, nicht okay. Dennoch sind wir stolz auf das, was wir erreicht haben.»
In das Duell mit den schon für die Vorschlussrunde qualifizierten Briten schickte der Coach jene Elf, die in der zweiten Halbzeit gegen Finnland den 2:0-Sieg herausholte. So fand sich neben Dennis Aogo auch A-Nationalspieler Marko Marin beim Anpfiff auf der Bank wieder. Für den Gladbacher begann Änis Ben-Hatira. Und das Match gegen die von Trainer Stuart Pearce auf gleich zehn Positionen veränderten England-Elf begann für die deutschen Youngster nach den schwachen ersten Halbzeiten gegen Spanien und Finnland endlich einmal optimal. Nach Jerome Boatengs Traumpass nutzte Castro allein vor Keeper Scott Loach die Riesenchance eiskalt und vollendete zum frühen 1:0.
In der Folge fand aber die Insel-Elf, die von den bisherigen acht Vergleichen mit der DFB-Auswahl nur einen verloren hat, besser ins Spiel. Allerdings agierten die Deutschen in dieser Phase zu abwartend und fast ein bisschen überheblich, so dass der technisch versierte und kämpferisch starke Gegner mehr und mehr Oberwasser bekam. Einen Kopfball von Kapitän Craig Gardner konnte Keeper Manuel Neuer noch parieren (17.), doch zwölf Minuten später sorgte Rodwell per Kopf für das erste Gegentor der DFB-Jungstars. Deren Defensivabteilung war bei Gardners Eckball zum ersten Mal bei diesem Turnier nicht im Bilde.
Nach der Pause konnte der deutsche Nachwuchs die Partie wieder offener gestalten, allerdings mangelte es vor allem im Angriff weiter an der Durchschlagskraft. Nennenswerte Chancen blieben Mangelware. Zudem entwickelte sich die immerhin spannende Begegnung immer mehr zu einer Nervenprobe. Hrubesch reagierte und brachte Marin für den weitgehend wirkungslos gebliebenen Ben-Hatira in die Partie. Beim zweimaligen U-21-EM-Champion war inzwischen der bereits im A-Team erprobte Jungstar Theo Wallcott vom FC Arsenal auf dem Feld. Gegen die hochmotivierte englische B-Elf rettete Schlussmann Neuer bei der besten Chance gegen Richard Stearman den wertvollen Punkt (77.).
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19 Tore und 105 000 Euro: Das Benefizspiel der Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker und Philipp Lahm bot in Hannover jede Menge Spaß, Sport und Unterhaltung für einen guten Zweck.

Kicker wie Lukas Podolski, Piotr Trochowski, Robert Enke oder René Adler hatten ihren Sommerurlaub unterbrochen und lieferten sich mit TV-Prominenz vor 10 000 Fans ein flottes Match. 11:8 nach Elfmeterschießen siegte letztlich das Team Mertesacker. Der Erlös, zu dem Lahm als Verlierer einer Wette 10 000 Euro beisteuerte, fließt in die Per-Mertesacker- und in die Philipp-Lahm-Stiftung. Diese unterstützen unverschuldet in Not geratene junge Menschen und fördern den sportlichen Nachwuchs.
«Wenn man Fußballschuhe anhat und nicht spielt, ist das schon sehr schwer», sagte Initiator Per Mertesacker. Der Bremer Abwehrspieler musste wegen eines Bänderrisses am Spielfeldrand zuschauen, lag mit seiner Aufstellung aber goldrichtig: «Wir haben einen guten Sturm mit Pocher und Podolski.» Comedian Oliver Pocher verwandelte im Trikot mit der Nummer «96» einen Elfmeter und ließ sich in der zweiten Hälfte mit einer Gelb-Roten-Karte vom Platz stellen. «Ich bin ganz weit oben an meiner Leistungsgrenze angekommen», rief Pocher, ehe er zum Klitschko-Kampf nach Gelsenkirchen fuhr.
In der siegreichen Mannschaft kickten zudem die Bremer Profis Naldo und Clemens Fritz sowie die National-Torhüter Enke und Adler. Zum Team «Philipp Lahm & Friends» gehörten unter anderem Zvjezdan Misimovic (VfL Wolfsburg), Trochowski (Hamburger SV) und TV- Moderatorin Mirjam Weichselbraun, die «zum allerersten Mal auf einem Fußballfeld» stand. Ihre Gegenspielerin Filiz Heilmann hingegen ist «Zweitliga-Profi» - sie spielt seit Jahren für MTV Mellendorf und behauptete sich auch zwischen den männlichen Kollegen.
Enormen Einsatz zeigte Entertainer Elton, der allerdings gegen Naldo und Adler keine Chance hatte. Als er sich nach einem Fehlschuss das Trikot vom Oberkörper riss, sah er die Gelbe Karte. Mehr als vier Minuten ließ Schiedsrichter Rainer Hahne nachspielen, ehe es endlich 8:8 stand und die Zuschauer im Stadion von Arminia Hannover das gewünschte Elfmeterschießen sahen.
Auf dieses Ergebnis hatte Comedian Guido Cantz getippt: «Ich bin am Abend vorher bereits um 22 Uhr ins Bett gegangen und habe keinen Schnaps getrunken». 96-Keeper Enke ließ im Stadion des Lokalrivalen Arminia Hannover keinen Ball mehr ins Netz und sicherte der Mannschaft «Best of Mertesacker und Pocher» den Sieg bei der dritten Auflage des Benefizspiels.
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1899 Hoffenheim hat das Wettrennen um den argentinischen Jungstar Franco Zuculini gewonnen, dafür droht der Fußball-Bundesligist das Tauziehen um seinen Stürmer Demba Ba zu verlieren.

Zwei Tage nach dem Machtwort des Vereins, wonach ein Transfer des Senegalesen zum Liga-Rivalen VfB Stuttgart nicht zur Debatte stehe, eröffnete Ba mit einer öffentlichen Gegendarstellung den nächsten Akt in dem sommerlichen Wechsel-Theater.
Er habe sich mit Trainer Ralf Rangnick und Co-Trainer Peter Zeidler getroffen, «und sie sind einverstanden, dass ich gehe. Sie sind natürlich nicht glücklich darüber, aber sie haben gesagt, dass sie nichts mehr dagegen tun werden. Stuttgart und Hoffenheim werden sich jetzt treffen und den Transfer klären», sagte Ba in der «Bild am Sonntag». Der VfB soll bereit sein, eine Ablösesumme von 12 bis 13 Millionen Euro zu zahlen.
Hoffenheims Manager Jan Schindelmeiser dementierte Bas Aussagen umgehend. «Es gibt von unserer Seite keinen neuen Stand. Wir wollen Ba nicht abgeben, das haben wir ihm auch mitgeteilt. Er hat noch zwei Jahre Vertrag in Hoffenheim, und wir bitten darum, dies zu respektieren», sagte Schindelmeiser der Deutschen Presse- Agentur dpa.
Doch Ba, der in der Bundesliga-Premierensaison 14 Treffer für die Hoffenheimer erzielte, denkt offenbar gar nicht daran, weiter im Kraichgau auf Torejagd zu gehen. «Ich möchte Champions League spielen», betonte der 24-Jährige. Dass der Angreifer seine Wünsche öffentlich artikuliert, kann Schindelmeiser zwar verstehen. «Ich halte es aber nicht für klug.» Angesichts der Dissonanzen mit Ba muss sich der Verein die Frage stellen, ob es überhaupt Sinn macht, den vehement auf einen Wechsel drängenden Torjäger mit aller Macht halten zu wollen. Schindelmeiser wollte sich dazu nicht äußern.
Während die Zeichen im Fall Ba wohl doch auf Trennung stehen, haben die Hoffenheimer nach dem Brasilianer Maicosuel in dem 18- jährigen Argentinier Franco Zuculini einen weiteren talentierten Ballzauberer aus Südamerika verpflichtet. Der Jung-Nationalspieler, der auch von Werder Bremen und anderen europäischen Top-Vereinen heftig umworben wurde, kommt für 4,6 Millionen Euro vom Racing Club Avellaneda aus Buenos Aires.
Die Vertragsdauer will Schindelmeiser erst bekanntgeben, «wenn der Vertrag unterschrieben ist. Wir sind gebrannte Kinder», sagte der 1899-Manager. Zweifel habe er jedoch nicht, denn sowohl Zuculinis Vater als auch Vereins-Präsident Rodolfo Molina hätten bei den Verhandlungen einen sehr guten Eindruck gemacht.
Zuculini gilt als großes Talent und Liebling von Nationaltrainer Diego Maradona. Der Weltmeister von 1986 sagt dem Mittelfeldspieler eine große Zukunft voraus und verhalf ihm am 20. Mai im Länderspiel gegen Panama (3:1) zum Auswahl-Debüt. Eventuell bringt Zuculini seinen 16 Jahre alten Bruder Bruno mit, der ebenfalls als großes Talent gilt. «Wir haben dem Vater freigestellt, ob der Bruder mitkommt. Wenn ja, würden wir uns freuen und alle Voraussetzungen schaffen», erklärte Schindelmeiser.
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Die USA haben mit einer unglaublichen Tore-Aufholjagd den Einzug ins Halbfinale des Confederations Cup doch noch geschafft.
Die Amerikaner um den Mönchengladbacher Bundesliga-Profi Michael Bradley bezwangen in Rustenburg das ohne den verletzten Dortmunder Mohamed Zidan angetretene Ägypten mit 3:0 (1:0). Die US-Boys zogen beim WM-Testlauf in Südafrika in der Gruppe B dank brasilianischer Schützenhilfe neben dem Afrikachampion auch noch an Fußball-Weltmeister Italien vorbei. «Das ist unglaublich. Wir wussten, wozu wir in der Lage sind. Aber es ist schon eine große Überraschung. Es ist einfach toll für uns», sagte der frühere Münchner Landon Donovan.
Bei 4:6 Toren gab ein einziger Treffer den Ausschlag für die USA gegenüber den punktgleichen Italienern (3:5). Auch Ägypten (4:7) fehlte bei drei Punkten nur ein Tor zum Halbfinal-Einzug. Charly Davies (21. Minute), Bradley (63.) und Clint Dempsey (71.) erzielten vor 23 140 Zuschauern im Royal Bafokeng Stadion die Tore für die zuvor im Turnier zweimal bezwungenen und eigentlich schon abgeschlagenen Amerikaner, die nun am 24. Juni im Halbfinale in Bloemfontein Europameister Spanien herausfordern. «Das wird eine ganz schwere, aber reizvolle Aufgabe», sagte Donovan.
Die Amerikaner zeigten eine tolle Moral und überrumpelten die Ägypter, die nach dem 1:0 gegen Italien auf den Halbfinal-Einzug spekuliert hatten. Ägyptens Trainer Hassan Shehata machte seinem Ruf als Rotationsliebhaber alle Ehre und veränderte das Team der Italien-Bezwinger gleich auf vier Positionen. Gezwungen war er, Bundesliga-Profi Zidan wegen dessen Oberschenkelverletzung durch Ahmed Abdelghani zu ersetzen. Dem Angreifer boten sich in den ersten drei Minuten zwei Chancen zur Führung.
Bradley (13.) scheiterte für die USA frei stehend am wieder gut aufgelegten ägyptischen Schlussmann Esam El Hadari. Kurz darauf wurde der Held des Italien-Spiels aber zum Unglücksraben. Bei Davies Führungstreffer aus spitzem Winkel machte er eine reichlich ungeschickte Figur und zog sich zudem noch eine Kopfverletzung zu. Mit einem dicken Turban konnte er aber die Partie fortsetzen. Mutig und erfolgreich warf sich El Hadari kurz darauf dem durchgebrochenen Donovan (29.) entgegen.
Nach einer von Berichten um eine angebliche Sex-Party nach dem Italien-Spiel beeinträchtigten Vorbereitung gaben sich die Ägypter trotzdem nicht auf. Entscheidenden Druck auf das US-Tor konnten sie aber vor dem Halbzeitpfiff nicht mehr ausüben. Nach dem Seitenwechsel nutzen die Amerikaner die große Chance, die Führung auszubauen und selbst noch den Halbfinal-Kurs einzuschlagen konsequent. Hani Said (51.) klärte zunächst einen Schuss von Jozy Altidore auf der Linie. Doch Bradley und Dempsey machten mit ihren Toren das Fußball-Wunder perfekt.
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Super Seleção, arrivederci Italia! Der fünfmalige Champion Brasilien hat Fußball-Weltmeister Italien in hohem Bogen aus dem Confederations Cup geworfen und freut sich nun auf die Halbfinal-Party mit der «Bafana Bafana».

Luis Fabiano vom FC Sevilla leitete vor 42 000 Zuschauern im Loftus Versfeld Stadion von Pretoria das 0:3 (0:3)-Debakel der Squadra Azzurra mit seinem Doppelschlag innerhalb von fünf Minuten (37./42.) ein, mit einem Eigentor «krönte» Italiens Linksverteidiger Andrea Dossena (45.) die erschreckend schwache Vorstellung der Europäer. Während Cup-Verteidiger Brasilien als Sieger der Gruppe B am 25. Juni im Halbfinale auf Gastgeber Südafrika trifft, mogelte sich das US-Team dank des 3:0 über Ägypten sensationell noch an den Italienern vorbei.
«Leider sind wir raus, das tut sehr weh. Aber man sollte Ruhe bewahren und nicht junge Spieler für solche Spiele fordern. Denn da ist auch Erfahrung gefragt», sagte Chefcoach Marcello Lippi. «Wir wussten, dass Brasilien stark ist, während wir uns in einer nicht gerade brillanten Form präsentiert haben.» Kapitän Fabio Cannavaro, der sein 126. Länderspiel für Italien bestritt und mit Rekordhalter Paolo Maldini gleichzog, meinte: «Das tut uns sehr weh. Aber wir kommen in einem Jahr zur WM zurück - und dann wird man sehen.»
Lippi hatte seine Elf nach dem peinlichen 0:1 gegen Ägypten auf vier Positionen umgestellt, doch der Weltmeister knüpfte nahtlos an die schlechte Vorstellung an und kassierte die höchste Länderspiel- Niederlage gegen Brasilien seit 33 Jahren. Die Südamerikaner hatten Italien schon im WM-Finale 1970, auf den Tag genau vor 39 Jahren, und im WM-Endspiel 1994 als Verlierer vom Platz geschickt.
Während Bayern-Torjäger Luca Toni den Vorzug vor Giuseppe Rossi erhielt und erstmals in der Startformation stand, musste Gennaro Gattuso auf der Bank Platz nehmen; für ihn rückte Riccardo Montolivo ins rechte Mittelfeld. Bei den Brasilianern spielte der Ex-Leverkusener Juan wieder Manndecker. Allerdings nur 25 Minuten - dann musste er verletzt vom Rasen. Luisao kam für ihn.
Angetrieben von den überragenden Kaka und Robinho begann die Seleção furios und hielt das hohe Tempo lange durch. Bei den vielen leichtfüßigen Offensivaktionen fast im Minuten-Takt hätte der Rekord-Weltmeister viel früher in Führung gehen müssen: Während Maicon nach einem herrlichen Heber von Robinho noch im Abseits stand (3.), traf der von Fabiano herrlich freigespielte Ramires nur das Lattenkreuz (6.). Abwehrchef Fabio Cannavaro konnte Kaká, der für 65 Millionen vom AC Mailand zu Real Madrid wechselt, erst in letzter Sekunde abblocken (11.).
Nach einem Steilpass von Kaka kam Fabiano noch einen halben Schritt zu spät vor Italiens Torhüter Gianluigi Buffon (15.). Ein abgefälschter Schuss von Lucio landete am Pfosten, den Nachschuss schnappte sich Buffon (34.). Nach der Pause wurde das Spiel der Italiener besser - weil Brasilien einen Gang zurückschaltete. Toni brachte kein Bein auf den Boden und schlich nach 57 Minuten frustriert vom Platz.
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Partyschreck Sebastian Vettel hat WM-Spitzenreiter Jenson Button bei seiner Heim-Fete die Show gestohlen und die Formel-1-Titeljagd neu eröffnet.

Mit seinem zweiten Saisonerfolg beendete der Heppenheimer ausgerechnet im «Home of British Motor Racing» von Silverstone die Siegesserie von Lokalmatador Button, der vor 90 000 Zuschauern mit Rang sechs sein schlechtestes Saisonergebnis ablieferte. «Ein Traum wird wahr», jubelte Vettel via Boxenfunk. Teamgefährte Mark Webber machte wie schon in China den Doppelerfolg für das Red-Bull-Team perfekt. Dritter wurde Button-Kollege Rubens Barrichello im zweiten BrawnGP vor Felipe Massa (Ferrari) und Nico Rosberg (Williams).
In der Weltmeisterschaft liegt Button nach dem achten Saisonrennen dennoch mit 64 Punkten weiter klar vorn. Der Brasilianer Barrichello ist mit 41 Zählern als Zweiter nun nur noch zwei Punkte vor Vettel. «Ein fantastischer Job. Brillant», lobte Red-Bull-Teamchef Christian Horner seinen von der Pole Position gestarteten Jungstar, der zum dritten Mal in seiner Karriere auf die oberste Stufe des Siegertreppchens kletterte - zum ersten Mal allerdings bei einem Rennen auf trockener Strecke. «Hut ab in diesem Alter», meinte Fußball-Nationalspieler Michael Ballack, der als Ferrari-Gast sein erstes Formel-1-Rennen an der Strecke sah.
Der ziemlich ereignislose Grand Prix verschaffte dem Formel-1- Zirkus eine willkommene Atempause inmitten der Grabenkämpfe zwischen der Teamvereinigung FOTA und dem Weltverband FIA um die Zukunft der Königsklasse. Vettel und sein Red-Bull-Team dominierten die Abschiedsvorstellung der Traditionsstrecke von Silverstone nach Belieben und hoffen nun auf eine Wende im bislang vom Brawn-Team bestimmten WM-Kampf.
Nach sechs Button-Siegen in den ersten sieben Rennen waren die bislang schier übermächtigen Brawn-Boliden diesmal chancenlos. Zum ersten Mal verpasste der WM-Führende in diesem Jahr eine Podiumsplatzierung und lag am Ende 46 Sekunden hinter Vettel. «Wir hatten Riesenprobleme, die Reifen auf Temperatur zu bekommen», bekannte Teamchef Ross Brawn.
Frustrierend verlief das Wochenende für Weltmeister Lewis Hamilton. Der McLaren-Mercedes-Pilot, der sein Heimrennen im Vorjahr nach grandioser Regen-Gala gewonnen hatte, musste aus der letzten Reihe starten, rutschte bei der Aufholjagd mehrfach von der Strecke und fuhr als 16. über die Ziellinie. Erneute Enttäuschungen mussten auch BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach) als 15. und Force-India-Fahrer Adrian Sutil als 17. verkraften. Toyota-Pilot Timo Glock (Wersau) verpasste als Neunter die Punkteränge.
Souverän verteidigte Vettel beim Start die Führung vor Barrichello und Webber. Mit spielerischer Leichtigkeit zog der Hesse seinen Rivalen auf und davon, fuhr fast eine Sekunde pro Runde schneller als die Konkurrenz. Nach wenigen Umläufen auf dem 5,141 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs hatte der Red-Bull-Fahrer seine Verfolger bereits aus dem Rückspiegel verloren. Dabei war Vettel mit dem schwersten Auto der Top-Ten-Fahrer unterwegs. Schon bei seiner Fahrt auf die vierte Pole Position seiner Karriere hatte er das meiste Benzin aller Piloten im letzten Qualifikations-Abschnitt an Bord.
Die Red-Bull-Strategie ging voll auf. «Unser Auto ist eine Sensation. Wir mussten nicht einmal ans Limit gehen», verriet Berater Helmut Marko. Mit einem runderneuerten Boliden konnte auch Vettel- Teamkollege Webber glänzen. Nach der ersten Runde der Boxenstopps hatte der Routinier Barrichello Platz zwei abgejagt und konnte fortan Vettel den Rücken freihalten.
Eine starke Vorstellung bot auch Williams-Mann Rosberg. Am Start verbesserte er sich um eine Position auf Rang sechs, mit einer klugen Strategie fuhr er bis zur Mitte des Rennens auf Platz vier vor und nahm sogar einen Podestplatz ins Visier. Doch beim zweiten Reifenwechsel musste der Wiesbadener den Brasilianer Massa vorbeiziehen lassen, der sich von Startplatz elf durchs Feld gepflügt hatte.
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Vier Tage vor dem Trainingsauftakt beim FC Schalke 04 hat der neue Trainer Felix Magath voller Tatendrang eine Umstrukturierung des Revierclubs angekündigt.

«Ich weiß nicht, wie lange das dauert. Darum habe ich für vier Jahre unterschrieben. Aber selbstverständlich ist der Titel das Ziel. Ich will mit Schalke Meister werden», sagte der 55 Jahre alte Fußball-Lehrer im Interview mit der «Bild am Sonntag» vollmundig.
Der Verein müsse sich «neu orientieren» und «umstrukturiert» werden. «Schalke hat ja oft genug die bittere Erfahrung machen müsse, dass es zum Schluss zum Titel nicht gereicht hat. Deshalb hat man mich wahrscheinlich geholt», betonte Magath, der bei den Königsblauen wie schon beim Meister VfL Wolfsburg als Manager und Chefcoach in Personalunion arbeiten wird.
Nachdem er im Urlaub in Puerto Rico zunächst einige Tage den großen Erfolg mit den «Wölfen» verarbeitet hatte, habe er sich intensiv mit den Planungen für die kommende Saison beschäftigt. «Ich habe mir Unterlagen und Verträge faxen lassen und Schalke studiert», erläuterte Magath, der nun - gut erholt - seiner schwierige Mission in Gelsenkirchen entgegenfiebert. «Ich freue mich auf Donnerstag. Dann geht's auf Schalke endlich los!»
Der Coach ist sich im Klaren darüber, dass alle zunächst eine «Eingewöhnungszeit» bräuchten. Und er schloss nicht aus, dass Schalke seine letzte Trainer-Station wird: «Ja, das ist möglich. Ich bin auf Schalke auf vier sehr schwierige Jahre eingestellt, die viel Kraft kosten werden. Aber wer weiß schon, was in vier Jahren ist.»
Zu konkreten Personalplanungen, Neueinkäufen oder Perspektiven einzelner Profis beim finanziell derzeit nicht gerade auf Rosen gebetteten Club äußerte Magath sich nicht, betonte aber: «Ich habe es immer so gehalten, dass ich zunächst mit den Spielern arbeite, die da sind. Alle haben die gleiche Chance. Dann wird man sehen, wer wirklich mitzieht und hundert Prozent für den Erfolg gibt», kündigte Magath einen verschärften Konkurrenzkampf an.
Ein Verkauf von Torhüter Manuel Neuer habe für ihn von Anfang an nicht zur Debatte gestanden. «Wir wollen selbst nach oben - und Neuer ist der beste Torwart Deutschlands.» Mit Spielern wie Stürmer Kevin Kuranyi und dem zum US-Verband gewechselten Jermaine Jones, die ihre Chancen auf die Nationalmannschaft «durch unbedachte Aktionen minimiert» hätten, will Magath Gespräche führen. Beide müssten akzeptieren, wenn Bundestrainer Joachim Löw sie nicht aufstelle. «Da darf man nicht gleich beleidigt sein. Darüber werden wir sprechen.»
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Klitschko hat richtig gut geboxt, war nur schade das der Trainer vom Chagaev das Handtuch geworfen hat. Naja, Runde zehn wäre er eh auf die Bretter gegangen aber egal.
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Ägyptens mutige Fußball-Pharaonen haben Weltmeister Italien düpiert und für einen Paukenschlag beim Confederations Cup gesorgt. Mohamed Homos machte mit seinem Tor in der 41. Minute in Johannesburg den sensationellen 1:0 (1:0)-Erfolg des Afrika-Meisters perfekt.

«Ich danke Gott, dass ich dieses Tor erzielen durfte», sagte der Schütze ergriffen. Durch den Sieg im 100. Spiel der Turniergeschichte und den ersten Erfolg gegen die Squadra Azzurra um ihren glücklosen Edel-Joker Luca Toni verhinderten die Ägypter vor 52 150 Zuschauern im Ellis Park den vorzeitigen Halbfinal-Einzug der Topfavoriten Brasilien und Italien. Beim WM-Testlauf in Südafrika kommt es nun in den letzten Gruppenspielen zum brisanten Showdown um die Semifinal-Teilnahme.
«Wir haben nichts gemacht, was wir machen wollten», ärgerte sich Italiens Trainer Marcello Lippi. «Wir waren nicht aggressiv genug und haben nicht genug Initiative gezeigt. Aber die Jungs haben den Willen zurückzukehren. Heute ist es ihnen nicht gelungen, weil deren Torwart einfach toll war.» Tatsächlich hielt Essam El Hadary mit seinen Paraden gegen Vincenzo Iaquinta (54./70.) und Andrea Pirlo (74.) in der zweiten Halbzeit den Sieg fest.
Italien (3 Punkte) muss im Giganten-Duell mit Rekordchampion Brasilien (6) gewinnen. Sonst droht das Aus schon nach der Vorrunde. Die Ägypter (3) haben zum Abschluss der Gruppenphase gegen die USA (0) das vermeintlich leichtere Spiel und können das Semifinale mit einem Sieg aus eigener Kraft erreichen. Wie schon beim unglücklichen 3:4 gegen Brasilien zeigten die Ägypter keinen Respekt vor großen Namen und ärgerten mit ihrer cleveren und mutigen Spielweise den nächsten Turnierfavoriten.
Fabio Cannavaro kehrte nach auskurierter Wadenverletzung in die Abwehrformation der Squadra Azzurra zurück. Bei nun 125 Länderspiel- Einsätzen kann der Kapitän im Gruppen-Endspiel gegen Brasilien Paolo Maldini als Italiens Rekord-Nationalspieler einholen. Für Toni begann die Partie mit einer weiteren persönlichen Confed-Cup-Enttäuschung. Sogar bei drei Angreifern war für den Bayern-Profi kein Platz in der Anfangself. Giuseppe Rossi wurde für seine beiden Treffer gegen die USA mit einem Startplatz belohnt und hatte in der 12. Minute mit einem Schuss knapp über das Tor auch die erste Chance.
Die Ägypter setzten mit dem Dortmunder Mohamed Zidan, der sich nach einer halben Stunde am Oberschenkel verletzte und dennoch bis zur 56. Minute durchhielt, selbst auf Offensive. Gefährlicher waren aber vorerst die Italiener. Iaquinta (24.) und Rossi (26.) versuchten sich mit Distanzschüssen, scheiterten aber an El Hadary. Abd Rabbou Hosni (40.) zwang auf der Gegenseite Gianluigi Buffon zu einer Parade. Der Kopfball von Homos nach dem anschließenden Eckball war für den Italien-Keeper unhaltbar.
In der zweiten Halbzeit verstärkten die Italiener wie schon bei ihrer ersten südafrikanischen Aufholjagd gegen die USA den Druck. Toni und Riccardo Montolivo wurden als Offensivverstärkung eingewechselt. Doch zum Mann des Abends avancierte El Hadary, der alles hielt, was auf seinen Kasten kam.
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Mit einem Doppelschlag durch Benedikt Höwedes und Ashkan Dejagah haben die deutschen Fußball-Junioren beim 2:0 (0:0)-Sieg gegen Finnland das Tor zum Halbfinale der U 21-Europameisterschaft in Schweden weit aufgestoßen.

Durch das 2:0 gegen Finnland beendete das Team von DFB-Trainer Horst Hrubesch seine Torflaute und feierte nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Spanien den ersten Turniersieg. Der Schalker Abwehrspieler Höwedes (59.) und Dejagah von Meister VfL Wolfsburg (61.) besiegelten innerhalb von gut 120 Sekunden einen Erfolg, den sich die Mannschaft vor 5000 Zuschauern in Halmstad aber erst durch eine deutliche Leistungssteigerung im zweiten Durchgang verdiente.
Bei vier Punkten reicht der deutschen Elf im letzten Spiel der Gruppe B am 22. Juni gegen England ein Remis, um in die Vorschlussrunde einzuziehen. Die Briten gewannen auch ihre zweite Partie gegen Spanien mit 2:0 und sind mit sechs Zählern weiter Tabellenführer.
«Ich war mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden. In der zweiten Hälfte hat man aber gesehen: Wenn wir dagegenhalten, sind wir in der Lage Tore zu machen. Beim zweiten Tor hat man gesehen, was wir normal spielen können», sagte Hrubesch nach dem ersten Sieg der U 21 unter seiner Regie in diesem Jahr. Auch Torschütze Höwedes war erleichtert: «Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme. Danach haben wir den Ball besser laufen lassen und verdient zwei Tore gemacht.» Andreas Beck blickte bereits voller Vorfreude voraus: «Jetzt haben wir vier Punkte, jetzt kommt's zum großen Knaller gegen England.»
Drei Tage nach dem torlosen Remis zum Start war die DFB-Auswahl auch im zweiten Turnierspiel zunächst meilenweit von den eigenen Ansprüchen entfernt. «Wir tun uns schwer. Es fehlt an Aggressivität», kritisierte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff den enttäuschenden Auftritt in den ersten 45 Minuten. Doch dann brach Abwehrspieler Höwedes den Bann und erzielte per Kopf nach Freistoß-Flanke des bis dahin schwachen Mesut Özil das erste deutsche Turnier-Tor. Zwei Minuten später brauchte der von Özil mustergültig freigespielte Dejagah den Ball nur noch über die Linie zu schieben und sorgte für befreiten Jubel auf der deutschen Bank.
Danach hatte es im Duell gegen die kampfstarken Finnen fast eine Stunde lang nicht ausgesehen, denn in der Offensive lief rein gar nichts zusammen. Özil, der im Abschlusstraining wegen Rückenbeschwerden gefehlt hatte, konnte bis auf seine beiden Torvorlagen kaum Impulse geben. Wenigstens stand die Defensive gewohnt sicher und ließ nichts zu. Der ganze Frust über die eigene schwache Leistung entlud sich bei Marko Marin in einem Foul am finnischen Keeper, das zum Glück für den Gladbacher nur mit Gelb geahndet wurde. Auch Özil, Marcel Schmelzer und der nach der Pause eingewechselte Patrick Ebert holten sich Verwarnungen ab.
Die erste Halbzeit des von DFB-Sportdirektor Matthas Sammer als «Charaktertest» bezeichneten Spiels ging klar an die Suomis, die durch einen Volleyschuss von Jukka Raitala (9.) die beste Chance besaßen. Manuel Neuer lenkte das Geschoss aus gut 25 Metern mit beiden Fäusten ab. Die Finnen, die am Montag mit 1:2 gegen England verloren hatten, spielten weiter druckvoll. Die Hrubesch-Elf tat sich dagegen äußerst schwer, selbst spielerische Akzente zu setzen.
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Habe auch das 3Play wie Dodi, bin damit auch eigentlich sehr zufrieden.
Sprachquali ist soweit gut, merke da keinen großen unterschied.Empfehlen kann ich es auf jedenfall.
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Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.
Viel Glück und Gesundheit wünsch ich dir. -
Die Klitschko-Brüder werden erst Ruhe geben, wenn sie sich alle vier Weltmeistergürtel um den Leib schlingen dürfen. Noch jagen sie ihrem Traum von der uneingeschränkten Familien-Regentschaft in der Königsklasse des Profi-Boxens hinterher.

Wladimir Klitschko besitzt die Gürtel der International Boxing Federation (IBF) und der World Boxing Organization (WBO), sein Bruder Vitali den Titel des World Boxing Council (WBC). Doch einer der vier wichtigen Verbände fehlt - und spätestens da beginnt das Chaos.
Das Prunkstück der World Boxing Association (WBA) gibt es gleich zweimal: der Russe Nikolai Walujew aus dem Berliner Sauerland-Stall hat es und der Usbeke Ruslan Chagaev von der Hamburger Universum Promotion auch. «Unser Ziel ist es, alle vier Titel in der Familie zu haben. Der Gürtel der WBA fehlt uns noch, und ich will nicht freiwillig auf die Erfüllung des Traums verzichten», sagt WBC-Weltmeister Vitali Klitschko.
In der mit 60 000 Zuschauern gefüllten Veltins-Arena von Gelsenkirchen will Wladimir Klitschko dem großen Ziel ein Stück näher kommen. Seine Gürtel der IBF und WBO stehen auf jeden Fall zur Disposition. Ob es auch um den WBA-Titel geht, will der Verband bis zum Kampftag klären. Unabhängig vom «Richterspruch» und dem Ergebnis zwischen Klitschko und Chagaev bleibt «Russen-Riese» Walujew einer der beiden WBA-Weltmeister. Ungeklärt ist auch, ob der Sieger des «Knockouts auf Schalke» sich spätestens im nächsten Jahr den 2,13-Meter-Mann vorknöpfen darf.
Dass der jüngere Klitschko bei einem Sieg in Gelsenkirchen bereits als WBA-Champion den Ring verlässt, ist nicht zu erwarten. Die WBA würde sich mit einer gegenteiligen Entscheidung immer tiefer ins Dilemma manövrieren. Denn Chagaev gilt bislang nur als «Weltmeister in der Pause» (champion in recess), Walujew jedoch als Weltmeister ohne Einschränkungen. Zu der absurden Titelaufsplittung kam es, weil Chagaev nach seinem Sieg über Walujew vor zwei Jahren zweimal nicht zum Rückkampf (Verletzung, Krankheit) antreten konnte. In 26 Monaten hat Chagaev nicht eine Pflichtverteidigung bestritten, vorgeschrieben ist jedoch mindestens eine pro Jahr. Der dritte Anlauf gegen Walujew vor wenigen Tagen in Helsinki wurde von finnischen Ärzten gestoppt, weil Chagaev Träger des Hepatitis-B-Antigens ist. In Deutschland darf er boxen, in anderen Ländern nicht.
Vor zehn Monaten durfte «Russen-Riese» Walujew gegen einen anderen Rivalen zur erfolgreichen Titeleroberung in den Ring klettern, während der Usbeke im Krankenbett zum «Weltmeister in der Pause» degradiert worden war. Das Verwirrspiel dauert seither an. Lösung offen. Unvorstellbar, dass Klitschko bei einem Sieg den merkwürdigen Pausen-Titel Chagaevs übernehmen würde. «Dann wäre Niko Walujews Image beschädigt. Wie soll man den Zuschauern erklären, dass es neben dem populären Dreifach-Weltmeister Klitschko noch Niko gibt. Wir würden vermutlich weniger Eintrittskarten verkaufen und die Fernseh- Übertragung wäre in Gefahr», sagt Sauerland-Geschäftsführer Christian Meyer.
«Ich bin der stärkste Mann im Schwergewicht», behauptet Wladimir Klitschko und ist überzeugt, dass nur er der nächste Walujew-Rivale sein kann. Auf die lange Bank schieben können die Klitschkos das Unternehmen «4 Gürtel» nicht. Vitali wird im Juli 38, da ist das Karriereende im Ring absehbar. Er könne die Titel großzügig mit seinem Bruder teilen, meint Wladimir. «Da wäre ich auch nicht eifersüchtig oder neidisch.»
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Der unendliche Millionen-Poker um Franck Ribéry wird immer verrückter. Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München hat einen Bericht der «Sport Bild» über die Freigabe für den Franzosen als falsch und unwahr zurückgewiesen.
In einer Presseerklärung weisen die Bayern auf eine einstimmige Entscheidung des Vorstands hin, wonach Ribéry nicht zum Verkauf steht. «Es gab und gibt keinerlei Beschluss des Aufsichtsrates, der das Thema eines Verkaufs des Spielers Franck Ribéry beinhaltet», teilte die Führungsetage der Bayern mit. Ungeachtet des Wirbels um den Dribbelkünstler lässt Real Madrid nicht locker. Spaniens Rekordmeister Real Madrid bietet inzwischen 55 Millionen Euro für Ribéry.
Nach Informationen der «Sport Bild» soll der französische Nationalspieler trotz des jüngsten Machtworts von Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge die Bayern bei einer entsprechenden Ablöse verlassen dürfen. «Wir haben bei der letzten Sitzung das Thema Ribéry besprochen und sind uns alle einig: Wenn er unbedingt gehen will, werden wir uns mit dem Thema beschäftigen», zitierte die Zeitschrift Präsident und Aufsichtsrats-Chef Franz Beckenbauer. Dazu stellte der Vorstand in seiner Erklärung fest: «Der Transfer eines Spielers bedarf gemäß der Geschäftsordnung des Vorstandes der FC Bayern München AG keiner Genehmigung durch den Aufsichtsrat.»
Während Ribéry samt Familie und Berater auf der Balearen-Insel Ibiza Ferien macht, geben die Bayern im Transfer-Theater um den 26 Jahre alten Franzosen immer neue Rätsel auf. Erst sprach sich Rummenigge entschieden gegen eine vorzeitige Auflösung des bis 2011 gültigen Vertrags aus: «Wir haben nicht die Absicht, Ribéry zu verkaufen.» Jetzt sollen die Münchner angeblich wieder zu Verhandlungen bereit sein. Darauf sollen sich der Vorstand mit Rummenigge, Geschäftsführer Karl Hopfner und Manager Uli Hoeneß auf der Aufsichtsratssitzung im Mai verständigt haben.
Mit Real, dem FC Barcelona, FC Chelsea und Manchester United sind vier europäische Topclubs hinter dem kleinen Franzosen her. Madrid lässt nicht locker und erhöhte laut spanischer Sportzeitung «AS» sein Angebot. Präsident Florentino Perez will 55 Millionen Euro für Ribéry locker machen, als Draufgabe sollen die Niederländer Wesley Sneijder und Rafael van der Vaart nach München wechseln. Ribéry soll der dritte und letzte Mega-Deal von Perez sein. Mit Hilfe eines 150-Millionen-Euro-Kredits zweier spanischer Großbanken holte der Baulöwe bereits die Weltstars Cristiano Ronaldo (94 Millionen) und Kaká (65 Mio.) in die spanische Hauptstadt.
Auch wenn mittlerweile sogar schon von 100 Millionen Euro Ablöse die Rede ist, würde Beckenbauer Ribéry nur ungern ziehen lassen. «Mit Diego verlässt bereits eine Attraktion die Liga», sagte der Bayern- Präsident, «wenn Ribéry folgt, muss ich sagen: So viele Höhepunkte bleiben der Liga dann nicht mehr. Die ganz Liga würde leiden.» Auch Bayerns Chef-Berater Paul Breitner hofft auf den Verbleib des Dribbelkünstlers. «Für mich wäre es das Schönste, wenn Ribéry beim FC Bayern bliebe», sagte er der «Bild»-Zeitung. Ribéry sei wohl genauso viel Wert wie Kaká, so Breitner, aber ihm fehle «jegliches Gefühl, wenn ich die Summen für Ronaldo und Kaká in Relation zu irgendwelchen anderen Spielern setze».
Um Luca Toni müssen sich die Bayern offenbar keine Sorgen mehr machen. In der Münchner «tz» dementierte sein Berater Tullio Tinti alle Spekulationen über einen Wechsel des italienischen Weltmeisters. «Luca ist Spieler des FC Bayern und wird dies bleiben. Er bleibt zu 100 Prozent bei Bayern. Die Gerüchte sind erfunden», erklärte Tulli. Toni war zuletzt mit Fenerbahce Istanbul, Barcelona sowie den beiden Mailänder Clubs Inter und AC in Verbindung gebracht worden.
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Der juristische Streit zwischen Jürgen Klinsmann und Bayern München geht in die nächste Runde. Der Vertrag des am 27. April entlassenen Trainer beim deutschen Rekordmeister ist nicht aufgelöst und alle Verhandlungen über eine Beendigung des Kontrakts sind bisher gescheitert.

«Wir haben keine Einigung erzielt», sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß in der «Sport Bild». Die Bayern wollen statt einer Millionen-Abfindung lieber das Gehalt weiterzahlen. Klinsmann soll pro Jahr eine Summe von unter fünf Millionen Euro kassieren.
Die von den Bayern gewünschte Lösung hätte den Vorteil, dass der Vertrag bis 2010 ohne Entschädigung aufgelöst werden könnte, wenn Klinsmann einen neuen Arbeitgeber findet. Prämien würde der frühere Bundestrainer nur kassieren, wen der neue Trainer Louis van Gaal für ihn kommende Saison Titel gewinnt.
Seit der Entlassung des 44-Jährigen haben die Bayern nur noch Kontakt zu Klinsmanns Anwalt. Einige Spieler würden sich gerne von ihrem Ex-Trainer verabschieden. «Damals war es der falsche Zeitpunkt. Jetzt werde ich mich mal bei ihm melden», sagte Bayerns Nationalspieler Philipp Lahm.
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