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Beiträge von Gismo123

  • Prinz Zidan sticht König Kaká aus

    • Gismo123
    • 17. Juni 2009 um 05:16

    Ägyptens kleiner Fußball-Prinz stahl sogar dem «königlichen» Kaká die Show. Nicht nur die Umarmung mit dem neuen 65-Millionen-Mann von Real Madrid nach der unglücklichen 3:4-Niederlage gegen Brasilien erfüllte Mohamed Zidan mit viel Stolz.


    Auch die Auszeichnung zum «Spieler des Spiels» tat ihr übriges. Der Verlierer Zidan bekam bei der Wahl zurecht den Vorzug vor dem gleichfalls zweifachen Torschützen und Matchwinner Kaká. «Das ist eine große Ehre. Ich bin glücklich über diesen Preis», berichtete Zidan strahlend.

    Der nur 1,76 Meter große Angreifer von Borussia Dortmund setzte in Bloemfontein das erste Bundesliga-Highlight beim Confederations Cup. Wie aufgedreht wirbelte er mit seinem Sturmpartner Mohamed Aboutrika Brasiliens müde Abwehrrecken um Kapitän Lucio vom FC Bayern München durcheinander und traf im Free State Stadium sogar mit dem Kopf. «Wir haben ein großes Spiel gezeigt», kommentierte Zidan: «Es ist eine Schande, dass wir in den letzten Minuten noch verloren haben.»

    Am zweifachen Torschützen lag es nicht. «Sind Sie der neue Zidane?», fragte ein afrikanischer Reporter in der Pressekonferenz. Der Vergleich mit dem großen Franzosen machte Zidan etwas verlegen. «Ich bin stolz, einen Namen wie er zu haben. Zinedine Zidane war der größte Spieler, ich habe ihn bewundert. Aber ich will mir hier einen eigenen Namen in der Welt machen», betonte der Zidan ohne den Buchstaben «e» am Namensende.

    Ägyptens Verband legte offiziell Einspruch gegen die Rote Karte für Mohamed Al Muhamadi und den Elfmeter ein, den Kaká in letzter Minute verwandelt hatte. Schiedsrichter Howard Webb (England) habe nach dem Handspiel von Al Muhamadi auf der Torlinie erst auf Intervention des vierten Offiziellen Matthew Breeze seine erste Entscheidung Eckball korrigiert. «Seit wann gibt es einen Elfmeter aufgrund von TV-Bildern», schimpfte Ägyptens Co-Trainer Shawki Gharib über den nicht regelkonformen Video-Beweis. Die FIFA sah dies anders und lehnte die Beschwerde ab. Referee Webb habe seine Entscheidung nach Rücksprache mit seinem Assistenten Mike Mullarkey getroffen. Dieser habe einen freien Blick auf die fragliche Szene gehabt, teilte der Weltverband mit. «Eine gründliche Analyse» habe ergeben, «dass die fragliche Entscheidung durch Teamwork des Schiedsrichters mit seinem Assistenten erfolgt ist», hieß es weiter.

    Eine angebliche Boykott-Drohung der Ägypter für die nächste Partie gegen Weltmeister Italien in Johannesburg war mit dem Einspruch offenbar nicht verknüpft. «Darüber ist uns nichts bekannt», sagte FIFA-Sprecher Nicolas Maingot noch vor der Beschwerde-Ablehnung. In Ägypten sind Einsprüche gegen Spielwertungen in der nationalen Liga an der Tagesordnung, um Schiedsrichter für folgende Spiele einzuschüchtern.

    Entscheidungen nach Video-Beweis sind nach den FIFA-Statuten nicht erlaubt. Eine ähnliche Kontroverse hatte es nach der Roten Karte gegen Frankreichs Zinedine Zidane im WM-Endspiel 2006 gegen Italien gegeben. Damals war der Platzverweis erst nach Intervention des vierten Offiziellen ausgesprochen worden, der den Kopfstoß Zidanes am Spielfeldrand eventuell auf einem TV-Gerät oder über die Stadion-Leinwand wahrgenommen hatte.

    Zidan beklagte sich nicht. Er genoss das Rampenlicht auf der Weltbühne Confed-Cup nach einem schweren ersten Jahr in Dortmund. Als Schaufenster für einen Vereinswechsel aber betrachtet er die WM-Generalprobe nicht. «Ich bin glücklich in Dortmund. Die Borussia ist ein großer Club in der Bundesliga. Ich bin wegen Jürgen Klopp aus Hamburg dorthin gegangen. Ich habe sieben Tore geschossen, auch wenn ich nicht immer gespielt habe. Es gibt aber keinen Grund für mich, über einen Wechsel nachzudenken. Ich habe einen Vierjahresvertrag unterschrieben und glaube an meine Zukunft in Dortmund.» Weniger gesprächig war Zidan nur, als die Rede auf seine attraktive Freundin kam, die ägyptische Schauspielerin Mai Ez El-Din. Die Hochzeit soll schon in Planung sein. «Das ist privat», bemerkte Zidan lächelnd.

    Das Lachen vergangen war bis zum Tor-Happy-End den Brasilianern. Kapitän Lucio prangerte eine zu hohe Belastung der Top-Spieler an. «Es ist zu viel, wir sind keine Maschinen.» Vor dem Confed-Cup mussten Kaká & Co. zunächst noch für zwei WM-Qualifikationsspiele nach Südamerika jetten. Auch Nationaltrainer Carlos Dunga übte darum Nachsicht: «Die Spieler sind müde. Sie brauchen Schlaf.»

    © DPA

  • Scharfe Kritik an Millionen-Transfers im Fußball

    • Gismo123
    • 17. Juni 2009 um 05:15

    Auch eine Woche nach den Transfers der Fußball- Stars Cristiano Ronaldo und Kaká für zusammen mehr als 150 Millionen Euro zu Real Madrid hat sich die Diskussion um die Höhe von Ablösesummen nicht gelegt.


    «Wir müssen wieder mehr Rationalität reinbekommen. Die Summen, die da im Moment durch die Gegend fliegen, sind keinem Menschen auf der Straße mehr zu vermitteln. Rechnen Sie allein mal die 94 Millionen für Ronaldo plus die kolportierten 11,5 Millionen Netto-Gehalt - das wird mir zu absurd», sagte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der «Bild».

    Rummenigge, der auch Vorsitzender der Europäischen Club-Vereinigung (ECA) ist, nahm bereits Kontakt mit UEFA-Präsident Michel Platini auf. «Wir werden in Sachen Financial Fairplay neue Regeln aufstellen müssen», sagte Rummenigge. Auch der ehemalige Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld sieht solche Transfers als problematisch für einen fairen Wettbewerb an. «Man sollte die Investitionen selbst bezahlen können. Ich finde es sehr fraglich, wenn sich der Verein überschuldet. Real macht ja wieder mehr Schulden, als sie schon haben. Das finde ich etwas unseriös», sagte der heutige Schweizer Nationaltrainer in einem Interview der «tz». «Wenn sich Vereine maßlos überschulden können, ist das Wettbewerbsverzerrung.»

    Der frühere Nationalspieler Günter Netzer bezeichnete die Entwicklung als «krank» und «ethisch-moralisch nicht mehr vertretbar». «Ich verurteile, dass so hohe Summen gezahlt werden. Das ist nicht mehr meine Welt», sagte Netzer den «Stuttgarter Nachrichten». Betriebswirtschaftlich hält der TV-Experte derartiges Finanzgebaren ebenfalls für kaum noch seriös. Viele Clubs seien «mit ihrer Finanzkraft an der äußersten Grenze angelangt».

    Selbst der bei Real Madrid unter Vertrag stehende Nationalspieler Christoph Metzelder verfolgt die Transfer-Offensive seines Clubs mit gemischten Gefühlen. Einerseits freut er sich zwar über jeden Weltstar, der sein Team verstärkt, andererseits kann auch er die gigantischen Ablösesummen nicht gutheißen. «Madrid hat hohe Ziele, muss am besten immer ein Offensiv-Spektakel bieten und daher investieren. Persönlich kann ich diese Dimensionen aber nicht nachvollziehen, gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten», sagte der DFB-Auswahlakteur.

    Für den Wechsel des Portugiesen Ronaldo von Manchester United will Real Madrid die Rekordsumme von bis zu 94 Millionen Euro zahlen. Der Transfer ist aber noch nicht endgültig perfekt. Der Brasilianer Kaká vom AC Mailand kostet die Madrilenen 65 Millionen. Presseberichten zufolge erhält Real von der Großbank Santander und der Großsparkasse Caja Madrid einen Kredit von zusammen rund 150 Millionen Euro. Als Garantie sehen die Geldinstitute die TV-Übertragungsrechte der Erstliga-Spiele für sieben Jahre, die dem Club etwa 1,1 Milliarden Euro sichern. Spaniens Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado zeigte sich angesichts des Kredits «überrascht», da die Banken wegen der Finanzkrise den Geldhahn weitgehend zugedreht haben. «Wenn die Geldinstitute für so etwas liquide sind, sollten sie auch kleinen und mittleren Unternehmen sowie Privatleuten Geld leihen.»

    Am 16. Juni beschäftigte Real Madrid gar das spanische Parlament. Die kleine katalanische Linkspartei ICV brachte den Antrag ein, mit dem Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero zur europaweiten Initiative zur Begrenzung der Profi-Gehälter bewegt werden soll. Die Regierung müsse zudem dafür sorgen, dass die Clubs zunächst ihre Steuerschulden begleichen, ehe sie Millionen für Kicker ausgeben. Die Initiative hat angesichts der Mehrheitsverhältnisse zwar kaum Aussicht auf Erfolg. Mehrere Abgeordnete schlossen sich aber der Meinung an, die astronomischen Summen verstießen auch angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise gegen jegliche Ethik und Moral. Fußball-Clubs seien jedoch wie Privatunternehmen anzusehen, es herrsche freie Marktwirtschaft. Die konservative Abgeordnete Celia Villalobos: «Wenn ein Club mit einem 100 Millionen Euro schweren Neuzugang Selbstmord begehen will, ist das sein Problem, nicht das Problem der Spanier.»

    Ex-Weltklassestürmer Emilio Butragueno, bei Real nun «Direktor für Beziehungen zu den Institutionen», hatte die Transfers kürzlich so verteidigt. «Oft ist das Billige teuer und das Teure schließlich billig. Aus fußballerischer Sicht gibt es nicht den geringsten Zweifel, dass Ronaldo und Kaká unter den Besten der Welt sind und der Mannschaft enorm weiterhelfen werden. Wirtschaftlich ist die Frage, ob es ratsam ist, viel Geld in zwei Spieler dieser Kategorie zu stecken, oder in sechs Spieler, die gut, aber keine Superstars sind.»

    © DPA

  • EM-Gastgeber Schweden besiegt Weißrussland 5:1

    • Gismo123
    • 17. Juni 2009 um 05:13

    Gastgeber Schweden ist dank Torjäger Marcus Berg erfolgreich in die Europameisterschaft der U-21-Fußball-Junioren gestartet.


    Zum Auftakt der Gruppe A setzte sich die Auswahl um den dreimaligen Torschützen vom niederländischen Ehrendivisonär FC Groningen mit 5:1 (3:1) gegen Weißrussland durch. Vor 21 000 Zuschauern im ausverkauften Stadion von Malmö waren die Gäste durch Sergej Kisliak (33. Minute) in Führung gegangen. Die spielerisch starken Schweden drehten den Rückstand aber durch Tore von Rasmus Elm (34.), Berg (36., 44., 81.) und Gustav Svensson (87.). Schweden trifft als nächstes auf Italien, Weißrussland auf Serbien.

    © DPA

  • DFB-Junioren verschenken Sieg beim EM-Auftakt

    • Gismo123
    • 16. Juni 2009 um 05:57

    Trotz eines verschenkten Sieges gegen den hohen Titelfavoriten Spanien dürfen Deutschlands Fußball-Junioren nach dem 0:0 bei der U-21-Europameisterschaft auf den ersten Halbfinaleinzug seit 27 Jahren hoffen.


    Die ebenfalls hochgehandelte DFB-Elf zeigte in ihrem Auftaktspiel in Göteborg vor 15 500 Zuschauern im Gamla Ullevi-Stadion beim Unentschieden eine vielversprechende Leistung, auch wenn das Team von Trainer Horst Hrubesch nach der Pause hochkarätige Chancen vergab. Ein Auftakterfolg wäre möglich gewesen, denn in der Abwehr stand die deutsche Mannschaft sicher. «Nach der Halbzeit hatten wir zwei Hundertprozentige, die du einfach machen musst» sagte Hrubesch.

    Sein Team trifft in zwei weiteren Gruppenspielen auf Finnland und auf England. Das Auftaktspiel in Gruppe B in Halmstad hatten die Engländer mit 2:1 gegen die Finnen gewonnen. Cattermole (15.) und Richards (53.) erzielten in Halmstadt im ersten Spiel der Gruppe B die Tore für die Engländer. Per Foulelfmeter gelang Sparv (33.) der zwischenzeitliche Ausgleich. Am 22. Juni sind die Engländer Gegner der deutschen U21-Nationalmannschaft. «Ich bin zuversichtlich, dass wir die nächsten zwei Spiele gewinnen und ins Halbfinale kommen» meinte Kapitän Sami Khedira.

    Als erstmals bei dieser U21-EM die deutsche Nationalhymne erklang, standen die Spieler Arm in Arm auf dem Rasen. «Sie sind sehr, sehr motiviert. Alle glauben dran, den Titel zu holen», meinte Bundestrainer Joachim Löw vor dem Anpfiff. «Die Jungs haben gut gearbeitet, richtig gut mitgezogen», sagte U21-Coach Hrubesch und hatte das Motto ausgegeben: «Einfach Spaß haben.»

    Nach dem Wechsel kam die deutsche Elf besser ins Spiel. Der Wolfsburger Dejagah (51.) vergab frei stehend aus 15 Metern. Elf Minuten später war Özil im Pech, als er Keeper Asenjo umspielte, den Ball aus spitzem Winkel aber nicht im Tor unterbringen konnte. Der Bremer vergab dann auch die ganz große Chance zum Sieg, als er Spaniens Keeper frei stehend nicht überwinden konnte. «Ich musste unbedingt ein Tor machen, das ist mir leider nicht gelungen», sagte Özil. In der Nachspielzeit wäre dann Änis Ben-Hatira beinahe noch erfolgreich gewesen.

    Hrubesch konnte im ersten Endrundenspiel seit drei Jahren sein stärkstes Aufgebot präsentieren. Im Angriff entschied sich der DFB- Coach für die spielstarken Mesut Özil und Ashkan Dejagah und gegen den kopfballstarken Sandro Wagner. Bei den Spaniern bildete der 18 Jahre alte Nachwuchsstar Bojan Krkic vom Champions-League-Sieger FC Barcelona die einzige Spitze und sorgte gleich in den Anfangsminuten für Gefahr in der deutschen Abwehrreihe, die vor allem über die linke Seite mit Sebastian Boenisch, der sich in der 38. Minute am Knöchel verletzte und durch Marcel Schmelzer ersetzt wurde, anfällig war. Dort wirbelte der kleine Sisi im rechten Mittelfeld der Spanier und war kaum zu halten.

    Die deutsche Elf wirkte gegen die technisch versierten und ballsicheren Iberer zunächst sehr verhalten. Die spanischen Junioren bauten ihre Überlegenheit aus und hatten durch Marc Torrejon in der 32. Minute die beste Chance zum Führungstreffer, doch der Verteidiger traf nur die Querlatte. Auf der Gegenseite hatte Özil nach einer Einzelleistung die erste Chance für die DFB-Elf, scheiterte aber aus kurzer Distanz (35.). Kurz vor dem Pausenpfiff traf Marko Marin aus 18 Metern nur den Außenpfosten - es war der Startschuss für die vielversprechende zweite Hälfte.

    © DPA

  • EM-Champion Spanien startet mit Sieg in Confed-Cup

    • Gismo123
    • 15. Juni 2009 um 05:20

    Europameister Spanien hat zum Auftakt des Confederation Cups in Südafrika Nobody Neuseeland schwindelig gespielt und sich endgültig zum Turnierfavoriten gekürt. Bei der 5:0 (4:0)-Torgala in Rustenburg war Fernando Torres der Mann des Abends.


    Der Stürmerstar des FC Liverpool legte mit einem Blitz-Hattrick (6./14./17. Minute) die Grundlage zum Sieg der «Furia Roja», die ihre imposante Rekordserie auf 33 Länderspiele ohne Niederlage ausbaute. Vor nur 15 000 Fans im Royal Bafokeng Stadion vollendeten Cesc Fabregas (24.) und David Villa (48.) den Start nach Maß für den EM-Champion, der in Gruppe A die Führung vor Gastgeber Südafrika und Irak übernahm, die sich im schwachen Eröffnungsspiel 0:0 getrennt hatten. Die Neuseeländer warten dagegen auch bei der dritten Confed-Cup-Teilnahme nach 1999 und 2003 auf ihren ersten Punktgewinn.

    «Das war ein großartiger Einstand für unsere Mannschaft. Meine Tore waren große Momente für mich», jubelte Torjäger Torres nach seinem glänzenden Auftritt. Trainer Vicente del Bosque war mit dem guten Turnierstart zufrieden, relativierte aber: «Wir haben noch sehr starke Gegner vor uns und brauchen nicht zu glauben, dass wir die Besten sind. Hoffentlich läuft es gegen Irak ähnlich, hoffentlich.»

    Die Iberer, die sich mit einer Safari auf ihr Auftaktmatch bei dieser Mini-Weltmeisterschaft eingestimmt hatten, legten auch ohne ihren verletzten Top-Akteur Andres Iniesta los wie die Feuerwehr. Der nicht zu bremsende Torres schockte die gnadenlos überforderte Hintermannschaft des Ozeanienmeisters mit seinen Länderspiel-Toren 20 bis 22. Die Treffer des Liverpool-Legionärs wurden ebenso schön über die starke linke Seite vorbereitet wie Fabregas' Zugabe. Damit waren die «Kiwis», die mit im Schnitt 1,85 Metern das größte Team dieses Turniers stellen, in knapp 25 Minuten auf Normalmaß geschrumpft.

    Auch nach dem Wechsel war der Weltranglisten-82., der den Gegner nahezu ungestört Schalten und Walten ließ, aber selbst nur zweimal auf das Tor von Iker Casillas zielte, chancenlos. Vor allem Glen Moss zwischen den Pfosten des Außenseiters war zu bemitleiden. Wie schon zuvor wurde er auch beim fünften Gegentreffer von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Verteidiger Andy Boyens schlug bei einer Hereingabe unbeholfen über das runde Leder und gestattete Villa sein 29. Länderspieltor. Damit ist er nun gemeinsam mit Fernando Hierro zweitbester spanischer Torschütze hinter Raul (44).

    Der starke Juan Capdevila (58.) und Villa (59.) ließen in der Folge weitere gute Einschussmöglichkeiten für den nun Kräfte sparenden Weltranglisten-Ersten aus, bei dem Albert Riera Spielmacher Iniesta gut ersetzte. Auch Vicente del Bosque ist unterdessen weiter auf Rekordkurs: Der Nachfolger von EM-Coach Luis Aragones weist mit elf Siegen in Serie den besten Einstand eines Trainers weltweit auf.

    Im Ellis Park-Stadion von Johannesburg hofften die Fans, darunter Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma, vergebens auf ein großes Spiel. Stattdessen bekamen sie im ersten Turnierspiel einen faden Kick zwischen Südafrika und Irak zu sehen.

    «Wir haben das Spiel die ganze Zeit kontrolliert und hatten gute Chancen, ein Tor zu schießen. Jetzt müssen wir uns auf Neuseeland vorbereiten, da müssen wir noch mehr angreifen», sagte Südafrikas brasilianischer Trainer Joel Santana mit Blick auf das zweite Spiel am 17. Juni. Der zum Mann des Tages gekürte Teko Modise ergänzte: «Ein Unentschieden ist okay für das erste Spiel. Wir haben einfach zu viele Chancen vergeben.» Damit spielte er vor allem auf die kuriose Szene an (83.), als sich ausgerechnet Stürmer Bernard Parker als Toreverhinderer erwies und einem Kopfball seines Teamkollegen Kagisho Dikgacoi kurz vor Überschreiten der Linie im Wege stand.

    Zufrieden war Trainer-Weltenbummler Bora Milutinovic mit dem Auftritt seiner Iraker: «Ich bin glücklich über diesen Punkt. Er ermöglicht uns, uns für das Halbfinale zu qualifizieren. Wir können dieses Ergebnis jetzt zwei Tage lang genießen.» Dann bekommt es die Mannschaft des Serben mit dem Gruppen-Favoriten Spanien zu tun.

    48 827 Zuschauer in der fast voll besetzten Arena sorgten mit ihren Vuvuzelas genannten Tröten für einen ohrenbetäubenden Lärm, diese ausgelassene Stimmung übertrug sich allerdings nicht auf den Rasen. Denn nach einem farbenfrohen afrikanischen Reigen bei der Eröffnungsfeier ließen die beiden Mannschaften zum Turnierstart jeglichen Spielwitz und Kreativität vermissen.

    © DPA

  • Halllllöchen

    • Gismo123
    • 15. Juni 2009 um 05:12

    Willkommen zurück boss26

  • Irak verdirbt Südafrika die Party: 0:0 zum Auftakt

    • Gismo123
    • 14. Juni 2009 um 19:57

    Die Vuvuzela-Klänge der Fans sind noch nicht verstummt, doch Südafrikas Fußball-Party hat gleich zum Auftakt des Confederations Cups einen Dämpfer erhalten. Der WM-Gastgeber von 2010 kam zum Auftakt der Mini-Weltmeisterschaft nicht über ein 0:0 gegen Asien-Meister Irak hinaus.


    Damit erlitt der Gastgeber einen Rückschlag im Kampf um den Einzug ins Halbfinale. Auf ein großes Spiel hofften die Fans im Ellis Park-Stadion von Johannesburg, darunter Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma, vergebens. Stattdessen bekamen sie im ersten Turnierspiel einen faden Kick zu sehen. In der zweiten Partie der Gruppe A stehen sich in Rustenburg Europameister Spanien und Ozeanien-Champion Neuseeland gegenüber.

    «Wir haben das Spiel die ganze Zeit kontrolliert und hatten gute Chancen, ein Tor zu schießen. Jetzt müssen wir uns auf Neuseeland vorbereiten, da müssen wir noch mehr angreifen», sagte Südafrikas brasilianischer Trainer Joel Santana mit Blick auf das zweite Spiel am 17. Juni. Der zum Mann des Tages gekürte Teko Modise ergänzte: «Ein Unentschieden ist okay für das erste Spiel. Wir haben einfach zu viele Chancen vergeben.» Damit spielte er vor allem auf die kuriose Szene an (83.), als sich ausgerechnet Stürmer Bernard Parker als Toreverhinderer erwies und einem Kopfball seines Teamkollegen Kagisho Dikgacoi kurz vor Überschreiten der Linie im Wege stand.

    Zufrieden war Trainer-Weltenbummler Bora Milutinovic mit dem Auftritt seiner Iraker: «Ich bin glücklich über diesen Punkt. Er ermöglicht uns, uns für das Halbfinale zu qualifizieren. Wir können dieses Ergebnis jetzt zwei Tage lang genießen.» Dann bekommt es die Mannschaft des Serben mit dem Gruppen-Favoriten Spanien zu tun.

    48 827 Zuschauer in der fast voll besetzten Arena sorgten mit ihren Vuvuzelas genannten Tröten für einen ohrenbetäubenden Lärm, diese ausgelassene Stimmung übertrug sich allerdings nicht auf den Rasen. Denn nach einem farbenfrohen afrikanischen Reigen bei der Eröffnungsfeier ließen die beiden Mannschaften zum Turnierstart jeglichen Spielwitz und Kreativität vermissen.

    Die zunächst ohne den Ex-Dortmunder Steven Pienaar angetretene Gastgeber konnten ihre Nervosität vor der großen Kulisse nicht abstreifen und leistete sich zu viele Fehler im Aufbau. Der von Milutinovic defensiv eingestellte Außenseiters wirkte sogar bisweilen gefälliger in der Spielanlage. Das Tor von Itumeleng Khune, der den Vorzug vor dem Bielefelder Rowen Fernandez erhalten hatte, konnte der Asien-Meister von 2007 aber nicht in Gefahr bringen. Dabei präsentierte sich die Abwehr der Südafrikaner um den hölzern wirkenden 2,00-Meter-Mann Matthew Booth längst nicht sattelfest.

    Ein Schuss von MacBeth Sibaya, den der irakische Schlussmann Mohammed Kassid mit den Fingerspitzen zur Ecke lenkte (14.), war die ganze Offensiv-Ausbeute einer enttäuschenden ersten Halbzeit. Im zweiten Durchgang zog Santanas Team zwar das Tempo an, doch spätestens an der Strafraumgrenze waren die Südafrikaner meist mit ihrem Latein am Ende. Die Iraker beschränkten sich gegen Ende einer Partie, die keinen internationalen Ansprüchen genügte, vorwiegend darauf, das Spielgerät von ihrem Gehäuse fernzuhalten.

    © DPA

  • Milan buhlt weiter um Dzeko - VfL lässt Tür offen

    • Gismo123
    • 14. Juni 2009 um 19:56

    Im Transferpoker um Stürmer Edin Dzeko werden die Karten zwischen dem VfL Wolfsburg und dem AC Mailand neu gemischt. Der italienische Serie A-Club gibt nach dem Nein des deutschen Fußball-Meisters zu einem Wechsel das Buhlen um den 23 Jahre alten Bosnier nicht auf.


    «Eine neue offizielle Anfrage gibt es nicht, aber mir wurde signalisiert, dass Mailand das Thema noch nicht beendet hat. Wir würden die Tür zu einem Gespräch nicht zuschlagen», erklärte VfL-Geschäftsführer Jürgen Marbach.

    Auf ein erstes Fax aus Mailand hatten die Wolfsburger in der Vorwoche schriftlich geantwortet und Dzeko für unverkäuflich erklärt. Die Mailänder wollen angeblich 30 Millionen Euro für den Torjäger zahlen, der beim VfL einen Vertrag bis 2011 hat. Laut der «Gazzetta dello Sport» soll Mailands Vizepräsident Adriano Galliani in den nächsten Tagen nach Wolfsburg kommen, um mit den VfL-Verantwortlichen zu sprechen. «Dann soll er sich rechtzeitig melden. Wir harren in Ruhe der Dinge und haben alle Zeit der Welt», sagte Marbach.

    Die Niedersachsen streben ihrerseits eine Vertragsverlängerung zu besseren Bezügen mit Dzeko an und wollen deshalb noch einmal persönlich mit dem Profi sprechen. «Dzeko ist 23 Jahre alt und es geht bei dieser Entscheidung um seine Zukunft. Wir sind ein Verein, der diese wichtige Frage nicht nur mit Beratern besprechen will», argumentierte der Wolfsburger Geschäftsführer.

    Dzeko selbst befindet sich derzeit im Urlaub. Er soll erst eine Woche nach dem offiziellen Trainingsbeginn am 22. Juni zur Mannschaft des neuen VfL-Trainers Armin Veh stoßen.

    © DPA

  • Begehrter David Villa: 42, 50 oder mehr Millionen?

    • Gismo123
    • 14. Juni 2009 um 15:06

    EM-Torschützenkönig David Villa ist nach den Rekord-Transfers von Cristiano Ronaldo und Kaká zu Real Madrid der begehrteste Fußballprofi auf dem Transfermarkt.


    Während der Stürmer beim Confederations Cup in Südafrika seit Tagen jeglichen Kommentar dazu verweigert, meldeten die spanischen Sporttageszeitung «Marca» und «As», dass die Verhandlungen zwischen dem FC Valencia und den «Königlichen» abgebrochen worden seien. Eigentlich sollte der Wechsel in den nächsten Tagen über die Bühne gehen, nun aber habe Valencias Präsident Manuel Llorente 50 Millionen Euro Ablöse statt der bereits vereinbarten 42 verlangt.

    Wahlweise habe Villas Club, der sich mit dem Stadionneubau völlig übernommen und an die 600 Millionen Euro Schulden hat, 30 Millionen und als «Beigabe» Real-Angreifer Alvaro Negredo, dessen Marktwert auf 18 Millionen geschätzt wird, verlangt. Milliardär und Real-Präsident Florentino Perez, der die größte Einkaufstour der Fußball-Geschichte gestartet hat, ist nun angeblich an Diego Forlan interessiert. Der Uruguayer von Atlético Madrid hatte als Torschützenkönig der Primera División mit 32 Treffern Samuel Eto'o (30) vom Meister, Pokalsieger und Champions-League-Gewinner FC Barcelona und Villa (28) hinter sich gelassen.

    Wenn Villa dieser Tage beim Training den kurzen Weg von der Kabine zum Mannschaftsbus geht, hat er wahlweise Kopfhörer auf den Ohren oder spricht abwesend in sein Handy. Journalisten ignoriert er nach dem Motto: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Das Wechseltheater in der spanischen Liga ist natürlich ein großes Thema im Quartier von Villa und Co. im idyllischen Golf-Ressort «Hunters Rest» bei Rustenburg. Bei der Pressekonferenz des Europameisters am Samstagabend - ohne den Stürmerstar - hieß es deshalb: «Nur Fragen zum Turnier und nicht zum Transfermarkt.» Kapitän und Torwart Iker Casillas von Real fand das eher belustigend: «Mir ist es egal, worüber wir sprechen.»

    Laut «Marca» soll mittlerweile auch der FC Chelsea Interesse an Villa angemeldet haben. «Villa maravilla» (Villa, das Wunder) hat bisher etwa drei Millionen Euro im Jahr verdient. Der Sohn eines Bergarbeiters aus Asturien wird künftig noch wesentlich mehr «Kohle» scheffeln. Der heute 27-Jährige war 2005 für zwölf Millionen von Real Saragossa nach Valencia gewechselt und erzielte in seiner ersten Saison gleich 25 Treffer. Damals verlängerte sein Club den Vertrag vorzeitig um drei Jahre bis 2013 - ist aber gezwungen, seine Stars zu verkaufen. Die Ablösesumme soll einst sogar auf abenteuerliche 126 Millionen Euro festgeschrieben worden sein. Aber im Fußball ist eben alles Verhandlungssache.

    Mit einem Hattrick beim 6:0-Testspielsieg in Aserbaidschan hatte Villa vergangenen Woche wieder einmal geglänzt. Mit 28 Trefferm in 44 Länderspielen stehen in der ewigen Torschützenliste der Iberer nur noch Raul (44 in 102), Fernando Hierro (29 in 89) und Fernando Morientes (27 in 47) vor ihm. Dass der begehrte Angreifer nach England wechselt, kann sich kaum einer vorstellen. «Ich möchte in Spanien bleiben», hatte der bodenständige Profi kürzlich gesagt.

    © DPA

  • Stürmer Zidan: Von der BVB-Bank auf die Weltbühne?

    • Gismo123
    • 14. Juni 2009 um 15:05

    Vom Teilzeitarbeiter zum Stürmerstar auf der Weltbühne des Fußballs? Bei Borussia Dortmund ist Mohamed Zidan immer noch nicht richtig angekommen, doch beim Confederations Cup in Südafrika kann der 27 Jahre alte Ägypter nun auf sich aufmerksam machen.


    «Ich weiß, dass ich ein wichtiger Spieler in unserer Nationalmannschaft bin. Die Konkurrenz ist allerdings enorm groß, und natürlich entscheidet letztlich nur die Leistung. Aber die bringe ich beim BVB, auch wenn ich nicht immer in der Anfangsformation stehe», sagte Zidan vor dem Auftaktspiel in Bloemfontein gegen den fünfmaligen Weltmeister Brasilien.

    Nach dem Ausfall von Angreifer Amr Zaki, dessen Vertrag beim englischen Premier-League-Club Wigan Athletic am Saisonende ausgelaufen ist, sind die Chancen des Bundesliga-Profis auf einen Einsatz weiter gestiegen. «Wir werden mit großem Engagement in den Wettbewerb gehen und wollen gute Leistungen bringen, so wie man es vom Afrika-Meister erwarten darf», sagte Zidan in einem dpa-Gespräch.

    Werden die in der WM-Qualifikation nach der Niederlage in Algerien weit zurückgeworfenen Ägypter nur ein Spielball für die Gruppenfavoriten Brasilien und Italien? «Ganz bestimmt nicht. Wir kennen unsere Stärke, und sollte uns der eine oder andere unterschätzen, ist das ja nicht von Nachteil», sagte Zidan. «Natürlich versuche ich, meine Erfahrung einzubringen. Aber da bin ich nicht der einzige: Wir haben viele erfahrene Spieler in unserer Mannschaft.»

    In seiner letzten Szene der diesjährigen Bundesliga-Saison saß der Ägypter nach der verspielten UEFA-Cup-Teilnahme der Borussia auf dem Rasen und sein Trainer Jürgen Klopp brüllte ihn an, er solle sich zur Dopingkontrolle aufmachen. Richtig groß rausgekommen ist der 1,73 Meter kleine Zidan in Dortmund ebenso wenig wie zuvor beim Hamburger SV oder bei Werder Bremen. Dabei hatte er einst unter Klopp in Mainz geglänzt. Dass der BVB den 22-maligen Nationalspieler im Tausch mit Mladen Petric vom HSV geholt hat, haben die Fans dem Verein nie verstanden - auch wenn der Ägypter mit seinem Tor zum 1:1 auf Schalke punktete. In 29 Spielen traf Zidan diese Runde siebenmal, allerdings spielte er selten vom Anpfiff an.

    Als einer der wenigen in Europa spielenden Ägypter genießt er in seiner Heimat Starstatus. «Ich habe sehr enge Kontakte in meine Heimat, zu meiner Familie genau so wie zum ägyptischen Fußball. So oft es geht, bin ich auch in Ägypten, und ich erhalte hier in Deutschland auch regelmäßig Besuch aus der Heimat», sagte Zidan. Jetzt soll die Dienstreise nach Südafrika der nächste Schritt zum Glück sein.

    © DPA

  • Real macht ernst: Verhandlungen mit Ribéry

    • Gismo123
    • 14. Juni 2009 um 15:03

    Real Madrid macht ernst. Der spanische Fußball- Rekordmeister hat seine Denkpause im Millionen-Poker um Franck Ribéry beendet und will sein Starensemble mit Bayern Münchens Mittelfeld-Star verstärken.


    Zinedine Zidane, Berater des neuen Real-Präsidenten Florentino Perez, bestätigte der französischen Tageszeitung «Le Dauphine liberé», dass es bereits konkrete Verhandlungen mit dem 26-jährigen französischen Nationalspieler gebe. «Er ist ein großartiger Spieler, der bei Real zweifellos einen Platz hat», sagte Zidane: «In solch einer Mannschaft zu spielen, ist eine Chance, die man meiner Meinung nicht ablehnen kann».

    Nach dem bevorstehenden Weltrekord-Wechsel von Christiano Ronaldo für 93 Millionen Euro und dem 65-Millionen-Euro-Einkauf von Kaka arbeiten die «Königlichen» an ihrem nächsten Transfer-Coup. «Wenn man schon die besten Spieler der Welt in einer Mannschaft vereinen will, kostet das eben eine Menge Geld», sagte Zidane zur Personalpolitik der Madrilenen. Noch vor Tagen hatte Präsident Perez das Werben um Ribéry für beendet erklärt. «Er gehört den Bayern und die Bayern wollen ihn nicht verkaufen», sagte der millionenschwere Bauunternehmer.

    Zidane unternimmt nun einen neuen Vorstoß und machte seinem Landsmann Appetit auf einen Wechsel zu Real. «Nach seiner Zeit in München wäre das eine ideale Gelegenheit für Franck. Jetzt muss er sich äußern», sagte der dreimalige Weltfußballer und Weltmeister von 1998, der 2001 für 71,6 Millionen Euro von Juventus Turin nach Madrid gewechselt war. Bayern München schließt Verhandlungen mit Real nicht aus. «Wir werden nur unter ganz bestimmten Umständen reden. Und zwar, wenn sie bereit sind, ganz verrückte Dinge zu tun», hatte sich Manager Uli Hoeneß kürzlich geäußert.

    Beim Wettbieten um Ribéry, für den die Bayern angeblich mindestens 60 Millionen Euro verlangen, ist Real aber nicht allein. Auch der FC Barcelona hat starkes Interesse an dem Dribbelkünstler gezeigt. Nach Informationen des in Barcelona erscheinenden Fachblattes «Sport» hat der Franzose bereits einen Vorvertrag mit dem Champions-League-Sieger abgeschlossen. Manchester United soll englischen Zeitungen zu Folge ebenfalls an Ribéry interessiert sein. Neben dem Franzosen Karim Benzema (Olympique Lyon) steht der Bayern-Star angeblich auf der Wunschliste von ManU-Manager Alex Ferguson, der für Ribéry 75 Millionen Euro ausgeben wolle.

    © DPA

  • Zählen mit Zahlen-Bildern

    • Gismo123
    • 14. Juni 2009 um 14:53

  • Ronaldo Ablöse 93 Millionen Euro :ist er das Wert ??

    • Gismo123
    • 13. Juni 2009 um 15:41

    Ich finde das ganze echt übertrieben.
    Woanders Hungern Menschen und da wird soviel Geld verschleudert.
    Traurig das es im Fussball nur noch um Millionen geht.
    Wenn die Spieler mal kein bock zu spielen haben spielen sie richtig schlecht, aber ihre Millionen bekommen sie trotzdem noch. Naja

  • Zählen mit Zahlen-Bildern

    • Gismo123
    • 13. Juni 2009 um 07:00

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    • Gismo123
    • 13. Juni 2009 um 02:36

  • Startschuss: Confed-Cup als großer WM-Testlauf

    • Gismo123
    • 12. Juni 2009 um 19:18

    Jetzt gilt's, Südafrika! Mit dem Anpfiff des Confederations Cups hebt sich am Kap der Guten Hoffnung der Vorhang für den großen Probelauf zur Fußball-WM 2010.


    Und FIFA-Präsident Joseph Blatter nimmt die lange heftig kritisierten Gastgeber kurz vor dem ersten Anstoß nochmals eindringlich in die Pflicht. «Es ist definitiv an der Zeit, dass es richtig losgeht, nicht nur im Hinblick auf die Organisation in Südafrika, sondern auch, um sicherzustellen, dass das Land seine Aufgabe erfüllen kann und wird», forderte Blatter.

    Gleichzeitig wehrte sich der Schweizer gegen die zu kritische Haltung gegenüber dem Ausrichter des ersten Fußball-Großereignisses auf dem afrikanischen Kontinent. «Warum zum Teufel gibt es immer ein Fragezeichen hinter dem Fußball. Lasst uns an die Menschen glauben. Wir vertrauen Afrika», sagte er. Die Generalprobe für das Mega-Event im Sommer 2010 mit den Großkalibern Brasilien, Italien und Spanien als Zugpferden setzt den FIFA-Chef in öffentlich demonstrierte Verzückung. «Ich bin sicher, das wird ein großartiger Wettbewerb, insbesondere angesichts der großen Namen, die teilnehmen.»

    In Südafrika steigt das Fußball-Fieber für das Test-Turnier vom 14. bis 28. Juni unaufhörlich. Mit einem bunten afrikanischen Fest der Freude soll das durch große Planungsprobleme angekratzte Image aufpoliert und den weltweiten Zweifeln an der Organisationsfähigkeit Einhalt geboten werden. Vor der Eröffnungspartie des heimischen «Bafana Bafana»-Teams gegen Asienmeister Irak im Johannesburger Ellis Park übt sich der Regenbogenstaat in nationaler Geschlossenheit.

    Die landesweit zu einem bestimmten Zeitpunkt von Tausenden gleichzeitig angestimmte Nationalhymne oder das kollektive Tragen von Trikots soll für ein Gemeinschaftsgefühl sorgen und den Geist der politischen Umwälzungen vor 15 Jahren neu beleben. «Er ist eine Botschaft von Südafrika an den afrikanischen Kontinent und von dort aus an die ganze Welt», beschrieb Blatter in für ihn typisch pathetischen Worten die Bedeutung des Turniers.

    Noch wird überall letzte Hand angelegt, gehämmert und geschraubt. Doch die Infrastruktur in den vier Confed-Cup-Stadien in Johannesburg, Pretoria, Rustenburg und Bloemfontein wird wohl rechtzeitig turnier-tauglich sein. «Die Stadien sind top. Hier kann ich mein erstes Kompliment machen», sagte Blatter.

    Das Transportsystem mit Minibussen als Hauptverkehrsmitteln entspricht allerdings nicht europäischen Gewohnheiten und wird vor allem den erwarteten 5000 ausländischen Besuchern Geduld und Improvisationstalent abverlangen. Unwägbar bleibt das große Problemthema Sicherheit.

    Die Kriminalitätsrate ist unverändert erschreckend hoch. WM- Chefplaner Danny Jordaan verweist aber gebetsmühlenartig auf die ohne Zwischenfälle abgehaltenen Sport- Großereignisse wie Africa Cup und Rugby-WM. Blatter betonte, dass für die Sicherheit der Staat zuständig sei. Die Zusammenarbeit mit der neuen Regierung unter Präsident Jacob Zuma laufe vorbildlich.

    Ob die hauptsächlich in der schwarzen Bevölkerung verbreitete Fußball-Begeisterung die Menschen auch in die Stadien leiten wird, bleibt noch abzuwarten. 450 000 der 640 000 Tickets wurden verkauft, ein hoher Prozentsatz aber an einen Sponsor. Für das Eröffnungsspiel waren am Freitag noch 1000 Karten zu haben. Kein Spiel, nicht einmal der Vorrunden-Kracher zwischen Titelverteidiger Brasilien und Weltmeister Italien am 21. Juni in Pretoria, ist bislang ausverkauft.

    Von Sonntag an soll endgültig der Sport die Schlagzeilen bestimmen. Europameister Spanien mit den Topstars Xavi und Fernando Torres bestreitet sein Auftaktspiel gegen Ozeanien-Meister Neuseeland. Die weiteren Turnierfavoriten steigen am Montag ein. Brasiliens Starensemble um Kaká und die Bundesliga-Profis Lucio und Josue bekommt es mit Ägypten zu tun, für die der Dortmunder Mohamed Zidan im Südafrika-Aufgebot ist. Italien mit dem Wahl- Münchner Luca Toni spielt gegen die USA, die gleich drei Deutschland- Legionäre (Michael Bradley, Heath Pearce, Luis Robles) im Kader haben. Eine Serie wollen alle acht Teams brechen: Noch nie konnte ein Confed-Cup-Sieger im folgenden Jahr auch den WM-Pokal gewinnen.

    Die Mini-WM zum Sommerausklang im afrikanischen Winter ist für die Teams in jedem Fall ein Millionenspiel. Die FIFA hat ein Gesamtpreisgeld von umgerechnet 12,5 Millionen Euro ausgelobt. Der Turniersieger wird mit 2,7 Millionen Euro belohnt, der unterlegene Finalist kassiert 2,3 Millionen. Der Sieger des Spiels um Platz drei bekommt 1,9 Millionen Euro, der Verlierer 1,6 Millionen. Die vier Verbände, deren Teams nach den Gruppenspielen ausscheiden, erhalten jeweils eine Million Euro.

    © DPA

  • Daum-Nachfolger Soldo: «Gehe meinen eigenen Weg»

    • Gismo123
    • 12. Juni 2009 um 19:16

    Das Blitzlichtgewitter schien Zvonimir Soldo fast ein wenig unangenehm. Mit einem schüchternen Lächeln absolvierte der neue starke Mann des 1. FC Köln seinen ersten offiziellen Auftritt im RheinEnergieStadion.


    Doch je intensiver der 41-jährige Kroate über seine Rolle als Nachfolger des abgewanderten Chefcoachs Christoph Daum sprach, desto stärker wuchs der Bundesliga-Trainernovize in sie hinein. Und dabei hat er ganz klare Vorstellungen. «Wir wollen mehr Punkte holen als in der vergangenen Saison, und wir wollen zu Hause eine Macht werden», nannte Soldo seine Ziele beim FC, mit dem er einen Vertrag bis Juni 2011 einging.

    Daums Fußstapfen sind ihm dabei nicht zu groß: «Nein. Ich schätze Daum als absoluten Fachmann, aber ich gehe meinen eigenen Weg.» Dass die Prämissen für Soldo nicht einfach sind, bekannte der langjährige Kapitän des VfB Stuttgart frank und frei: «Als Aufsteiger hast du es im zweiten Jahr immer schwer.» Doch zusammen mit dem neuen Co-Trainer Michael Henke und Rückkehrer Lukas Podolski will er sich der Aufgabe stellen: «Lukas ist eine Riesen-Verstärkung. Und wir haben hier ein tolles Stadion, ein tolles Publikum. Für mich ist das eine große Herausforderung. Ich weiß schon, was ich hier machen werde.»

    Das machte Soldo, mit Kroatien Weltmeisterschafts-Dritter von 1998, dann auch deutlich: «Ich bin ein Arbeiter, ich beschäftige mich gern mit Strategie und Disziplin, und ich werde sehr kommunikativ mit meinen Spielern sein, besonders dann, wenn es nicht so gut läuft.» All dies überzeugte die FC-Gremien so, dass sie einstimmig das Plazet für Soldo gaben. «Ein erfolgreicher Trainer muss eine hohe Identifikation mit dem Verein und eine unglaubliche Hingabe und Begeisterung für den Fußball haben. Und er muss die Gabe haben, uns alle auf dem Weg mitzunehmen, den wir gemeinsam beschreiten wollen», schilderte FC-Manager Michael Meier das Anforderungsprofil des Daum-Erben - und Soldo erfüllt es nach Ansicht Meiers optimal.

    Schon als Führungsspieler in Stuttgart und Kroatiens Nationalteam habe Soldo Qualitäten bewiesen, «mit denen er immer bestochen hat», sagte Meier anerkennend. Felix Magath bezeichnete seinen früheren Spieler Soldo als «absoluten Strategen und Fußball-Besessenen», der in Köln Wunschkandidat war und zehn Tage nach der überraschenden Daum-Demission den Bundesliga-Premierenmeister (1964) in eine neue Ära führen soll. Mit der Verpflichtung Soldos, der in Köln seinen Fußball-Lehrerschein machte und später mit Dinamo Zagreb in Kroatien Meister und Pokalsieger war, wendet sich der FC vom Trainer- Establishment ab und schlägt einen neuen Kurs ein.

    Soldo kennt Köln, wo er nach seiner 2006 nach 301 Bundesliga-Spielen mit Stuttgart beendeten aktiven Karriere für kurze Zeit zu Hause war: «Ich habe hier sieben Monate gelebt und viel Spaß gehabt. Damals habe ich gesehen, welchen Stellenwert der FC in dieser Stadt und bei diesen Leuten hat.» Deshalb zögerte er nicht lange, als der Anruf von Meier kam. «Ich war überrascht, aber jetzt bin ich Trainer hier», sagte er. Seine erste Übungseinheit beim Tabellen-Zwölften der Saison 2008/2009 wird er am 25. Juni gemeinsam mit Henke leiten, der zuletzt bei Bayern München als Chefanalytiker und Leiter der Spieler-Beobachtung tätig war.

    © DPA

  • Jermaine Jones spielt künftig für die USA

    • Gismo123
    • 12. Juni 2009 um 19:15

    Aus Frust über seine mehrmalige Ausbootung hat Jermaine Jones seine kurze Karriere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beendet. Der 27 Jahre alte Profi vom Bundesligisten FC Schalke 04 will künftig international für die USA spielen.


    In den USA sieht Jones die größere Perspektive für sich. «Ich habe mich für die USA entschieden, weil ich das Gefühl hatte, dass ich ins deutsche Nationalteam nicht so recht hineinpasse. Dabei glaube ich, dass ich von der Leistung her auch für Deutschland spielen könnte», erläuterte der Mittelfeldspieler im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa seinen überraschenden Entschluss. «Für mich beginnt jetzt ein neues Kapitel, auf das ich mich sehr freue.»

    In einer Presseerklärung bestätigte der DFB einen Bericht von «Sport Bild online», wonach Jones künftig das US-Trikot tragen werde. Der in Frankfurt am Main geborene Sohn einer Deutschen und eines amerikanischen Soldaten besitzt beide Staatsbürgerschaften. Da er noch in keinem Pflichtspiel für die A-Auswahl des DFB zum Einsatz kam, hatte er gemäß den neuen Satzungen des Weltverbandes FIFA noch die Möglichkeit, für die Amerikaner aufzulaufen.

    «Ich hatte schon länger Kontakt zum US-Verband. Er hatte früher schon angefragt. Aber erst durch die neuen Beschlüsse wurde die Tür wieder geöffnet», sagte Jones, der gemeinsam mit seinem Berater Roger Wittmann «schon vor einer Weile» den Wechsel-Antrag bei der FIFA einreichte. «Jetzt warten wir auf die Antwort. Aber die ist Formsache», sagte Jones. Auch mit dem Sohn des derzeitigen US-Coaches Bob Bradley, dem Mönchengladbacher Nationalspieler Michael Bradley, habe er häufiger «über das Thema» gesprochen. Zurzeit ist der Borussen-Profi mit seinem Vater und dem Team beim Confederations Cup in Südafrika, wo die USA am 15. Juni auf Italien treffen.

    «Wir haben die Entscheidung von Jermaine Jones zur Kenntnis genommen und akzeptieren sie. Ich wünsche ihm viel Glück für seine sportliche Zukunft», sagte Bundestrainer Joachim Löw kurz und knapp über den Schalker Shootingstar, der es für den DFB nur auf drei Einsätze in Test-Länderspielen brachte: Am 6. Februar 2008 gegen Österreich in Wien, am 27. Mai 2008 gegen Weißrussland in Kaiserslautern und am 19. November 2008 gegen England in Berlin. Er gehörte zwar zum erweiterten EM-Kader 2008, wurde dann aber nicht für die EURO berücksichtigt. Und als Löw den Kader für die Asienreise nach Ende der Bundesliga-Saison benannte, war der kampfstarke Mittelfeldspieler wieder außen vor, obwohl etliche Stammkräfte wegen Verletzungen oder der Teilnahme am DFB-Pokalfinale fehlten. «Auf der Position haben wir zurzeit keinen Bedarf», so Löw.

    Für Jones war das ein weiteres klares Signal, dass der Cheftrainer im Hinblick auf die WM 2010 in Südafrika nicht mit ihm plant. «Wir haben mehrfach betont, wie sehr wir uns darüber freuen, dass wir mehrere Spieler mit Migrationshintergrund in den Reihen der deutschen Nationalmannschaft haben. Dies entspricht der gesellschaftlichen Entwicklung in unserem Land, und das spiegelt auch unsere Nationalmannschaft wider», betonte DFB-Manager Oliver Bierhoff zwar, lieferte zugleich auch einen Hinweis auf Spannungen zwischen ihm, Löw und Jones. «Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass jemand, der das DFB-Trikot trägt, sich klar zur Nationalmannschaft und Deutschland bekennt. Wenn ein Spieler das nicht so sieht, ist das seine Entscheidung, die wir respektieren», meinte Bierhoff.

    Jones hatte nach eigenem Bekunden zuletzt keinen Kontakt mehr zu dem Leitungsduo. Offenbar konnten weder Bierhoff noch Löw dem Schalker die Gründe für seine Nicht-Berücksichtigung ausreichend gut vermitteln. Jones sagte im dpa-Gespräch, dass man in der DFB-Elf eher auf «andere Typen» setze. «Da gibt es Torsten Frings und Michael Ballack. Die anderen sind eher ruhige Typen. Ich sage oft direkt, was ich denke. Ich glaube, das ganze Paket hat nicht gepasst», vermutet Jones, der aber betont, dass es «keinen Streit» gab. «Ich will auch nicht nachkarten. Wir sind erwachsene Leute. In den USA wollen sie etwas aufbauen, Fußball wieder populärer machen. Es ist für mich ein Neuanfang. Vielleicht sehen wir uns bei der WM in Südafrika wieder.»

    © DPA

  • Russen bereit für Showdown mit DFB-Elf

    • Gismo123
    • 11. Juni 2009 um 13:45

    Guus Hiddink war begeistert, Hansi Flick beeindruckt: Mit einer bärenstarken Vorstellung beim 3:0-Sieg in Finnland hat Russland der deutschen Nationalmannschaft vor dem Showdown im Herbst den Fehdehandschuh zugeworfen.


    «Wir haben spielerisch sehr gut agiert. Es war eine ziemlich klare Sache. Das hatte ich nicht erwartet, denn normalerweise ist Finnland zu Hause sehr stark. Es ist immer eine große Leistung, in Helsinki zu gewinnen. Wir gehen gut gelaunt in die Sommerpause», lobte Russlands Startrainer Hiddink seine Elf.

    Dank des souveränen Erfolges blieb die «Sbornaja» (15 Punkte) der DFB-Auswahl (16) in der Europa-Gruppe 4 auf den Fersen und fordert den Vize-Europameister am 10. Oktober in Moskau im Endspiel um die direkte WM-Qualifikation. «Die Russen haben ein topmodernes Spiel gezeigt, das war sehr beeindruckend. Wir wissen, dass es in Moskau schwer wird, glauben aber, dass wir die Russen schlagen können. Das haben wir schon beim 2:1 in Dortmund eindrucksvoll bewiesen», sagte DFB-Co-Trainer Flick.

    Vor 38 000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion von Helsinki boten die von über 4000 Fans unterstützten Gäste eine Demonstration ihrer Stärke. Andrej Arschawin vom FC Arsenal glänzte als umsichtiger Ballverteiler, der nach zwei Jahren in die «Sbornaja» zurückgekehrte Alexander Kerschakow von Dynamo Moskau feierte mit zwei Toren (26./54.) ein großartiges Comeback. «Alexander der Große», titelte die Zeitung «Sport-Express» über den Doppel-Torschützen.

    Auch Hiddink war voll des Lobes. «Kerschakow hat gezeigt, wie wertvoll er für das Team sein kann. Er ist ohne Zweifel einer der Helden des Abends», sagte der Niederländer. «Die Mannschaft hat sich in meiner Abwesenheit weiter entwickelt. Sie strahlt Selbstbewusstsein aus und spielt mit einem klaren Konzept», erklärte der umjubelte Matchwinner. Konstantin Syrianow (73.) setzte den Schlusspunkt für den EM-Halbfinalisten.

    Flick, der die Partie gemeinsam mit Chef-Scout Urs Siegenthaler beobachtet hatte, war vom Auftritt des Verfolgers angetan. «Die Russen sind technisch sehr stark und alle schnell. Sie hatten eine enorme Präsenz auf dem Platz, hohes Tempo im Spiel und waren den Finnen klar überlegen. Das 3:0 war mehr als verdient», meinte der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw.

    Vor dem Finale um den Gruppensieg spielt die DFB-Auswahl am 12. August und 9. September noch zweimal gegen Aserbaidschan mit Ex- Bundestrainer Berti Vogts, die Russen müssen zu Hause gegen Liechtenstein (5. September) und in Wales (9. September) ran. Hiddink wollte den Blick daher auch noch nicht auf das direkte Duell der Favoriten richten. «Wir müssen erst diese beiden Spiele gewinnen, dürfen da nicht stolpern. Danach denken wir dann an Deutschland», sagte Hiddink.

    Katzenjammer herrschte dagegen bei den Finnen, die als Dritter mit 10 Punkten aus dem WM-Rennen sind. «Wenn wir zweimal gegen Russland mit 0:3 verlieren, sagt das alles über den Klassenunterschied aus», meinte Jari Litmanen nach der von Ausschreitungen begleiteten Partie. Vor und nach dem Spiel kam es zu Schlägereien und Steinwürfen zwischen Hooligans aus beiden Ländern. Die Polizei nahm 30 Russen und 5 Finnen fest.

    © DPA

  • «Festa Brasileira» total - Maradona am Boden

    • Gismo123
    • 11. Juni 2009 um 13:44

    Wenige Tage vor Beginn des Confederations Cups schwebt Brasilien im siebten Fußball-Himmel. Dank des 2:1-Sieges im Spitzenspiel gegen Paraguay hat das Team von Carlos Dunga in der südamerikanischen WM-Qualifikation die alleinige Tabellenführung erobert.


    Vier Spieltage vor Turnierende haben die «Gouchos» damit das Ticket für Südafrika 2010 praktisch in der Tasche. «Wir brauchen nur drei Punkte. Confed ist schön, aber die Quali hat Priorität», sagte Dunga. Was die «Festa Brasileira» komplett machte, war die Schadenfreude. Denn Diego Maradona, in Rio und Sao Paulo «Staatsfeind Nummer eins», verlor mit seinen Argentiniern in Ecuador 0:2 und muss nun um die WM-Qualifikation und auch um seinen Job zittern.

    Nach dem 4:0 in Uruguay war es der erste Doppeltriumph Brasiliens in einer Qualifikations-Woche seit sechs Jahren. Dabei hatte der Abend im Arruda-Stadion in Recife für die Hausherren nicht gut begonnen, denn Roberto Cabanas brachte die Gäste in der 25. Minute per abgefälschtem Freistoß in Führung. Vor 56 000 Zuschauern drehte der Rekordweltmeister aber durch Treffer von Robinho (40.) und Nilmar (49.) den Spieß um. Toll war die Leistung der wieder ohne die Veteranen Ronaldo und Ronaldinho angetretenen Brasilianer nicht. Das war nicht begeisternd», stellte das Sportportal «Globoesporte» fest.

    Was die Fans in Brasilien in einen Freudentaumel stürzte, war die Niederlage von Erzrivale Argentinien in Quito. «Drei Punkte aus den letzten drei Spielen, das ist eine Krise», schrieb das Blatt «Folha de Sao Paulo». In der ersten Hälfte vergaben Superstar Lionel Messi und Fernando Gago hundertprozentige Chancen, Carlos Tevez scheiterte sogar mit einem Foulelfmeter an Tormann Elizaga (28.). Nach der Pause wurde die «Albiceleste» dann in 2800 Metern Höhe regelrecht überrollt. Als Walter Ayovi (72.) und Pablo Palacios (83.) trafen, wurden Erinnerungen an die 1:6-Schlappe in Bolivien vor wenigen Wochen wach. Messi fiel überhaupt nicht auf, Bayern-Profi Demichelis brachte keine Ruhe in die Abwehr, und auch der eingewechselte Routinier Juan Verón konnte keine Akzente setzen.

    «Wir werden uns qualifizieren, einmal muss der Ball ja reingehen», sagte Maradona. Leicht wird das nicht, denn die Argentinier liegen mit 22 Zählern nur auf Platz vier, der gerade noch ein Direkt-Ticket für Südafrika bedeutet. Aber Ecuador als Fünfter (20) ist dicht dran. «Mannschaft der Stunde» ist Chile. Die Andenkicker bezwangen Bolivien in Santiago 4:0, liegen mit 26 Punkten auf Platz zwei vor Paraguay (24) und sind ihrer ersten WM-Teilnahme seit 1998 sehr nahe. Jean Beausejour (43.), Marco Estrada (73.) und Alexis Sánchez (77./89.) erzielten die Tore. Zehntausende feierten auf den Straßen von Santiago, aber der frühere argentinische Nationalcoach Marcelo Bielsa warnte: «Geben wir nicht das Geld aus, das wir noch nicht haben.»

    Der nächste Doppelspieltag geht erst im September über die Bühne. Bis dahin wird Maradona wohl viele schlaflose Nächte verbringen, zumal gleich das Giganten-Duell gegen Brasilien in Buenos Aires ansteht. «Wir haben uns innerhalb der Gruppe dazu verpflichtet, Brasilien zu schlagen», sagte «Dieguito». Aber Gegner Robinho kontert: «Mit einem Sieg machen wir den Quali-Sack zu».

    © DPA

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