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Beiträge von Gismo123

  • Löw verteidigt Asien-Mission nach 1:1 in China

    • Gismo123
    • 30. Mai 2009 um 07:25

    Joachim Löw verteidigte auch nach der misslungenen China-Premiere tapfer seine heikle Asien-Mission - an den Wahrheiten auf dem Platz kam aber auch er nicht vorbei.


    «Die Spieler wollten schon, konnten aber nicht wie gewohnt», erklärte der Bundestrainer nach dem mageren 1:1 (1:1) seines führungslosen Rumpf-Teams vor trostloser Kulisse im «Shanghai Stadium». Die Motivation habe nicht gefehlt, aber ohne Leitfiguren wie Kapitän Michael Ballack und ausgelaugt von einer langen Saison, den Strapazen der Anreise und der Zeitumstellung war bei der deutschen Fußball- Nationalmannschaft einfach nicht mehr drin.

    «In Offensive und Defensive waren wir im Handeln nicht auf allerhöchstem Niveau», gestand Löw. Sein Aushilfskapitän Philipp Lahm, der in einem seiner schwächsten Länderspiele ein Sinnbild für die Probleme und offenkundigen Mängel war, stimmte zu: «Man konnte voraussehen, dass wir nicht richtig fit sein können», sagte der Münchner: «Das hatten wir uns anders vorgestellt.»

    Die von der Bundesliga erhoffte positive Werbung für Fußball «Made in Germany» konnte die zusammengewürfelte und auch noch im System veränderte Verlegenheitself gegen die hochmotivierten Chinesen nicht leisten. Lukas Podolski (7. Minute) verhinderte mit seinem 33. Länderspieltor, durch das er in der ewigen DFB-Bestenliste auf Platz elf mit dem legendären Fritz Walter gleichzog, wenigstens eine die weitere Reise zusätzlich erschwerende Niederlage. Der herausragend haltende Torhüter Robert Enke hielt das 1:1 am Ende fest. Hao Junmin (5.) hatte den Hannoveraner, der wie eine echte Nummer 1 agierte, vor nur rund 25 000 Zuschauern in der riesigen Schüssel des «Shanghai Stadiums» in Führung gebracht.

    Spielprägende Figuren wie Michael Ballack, Miroslav Klose und Per Mertesacker wurden beim EM-Zweiten spürbar vermisst - über die Nachrücker wollte der DFB-Coach aber nicht den Stab brechen. «Von Gewinnern oder Verlierern zu sprechen, wäre heute fehl am Platze», sagte Löw. Schon am 30. Mai fliegt die DFB-Auswahl nach Dubai, wo die Nationalspieler am 2. Juni gegen die Vereinigten Arabischen Emirate sich in der Wüsten-Hitze ein letztes Mal vor dem verdienten Urlaubsbeginn quälen müssen.

    «Natürlich haben wir uns das anders vorgestellt. Wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die spritziger war», sagte der nun seit 15 Länderspielen und insgesamt 795 Minuten torlose Mario Gomez. Seine Flaute wollte der Neu-Münchner nicht überbewerten. «Dass ich nicht getroffen habe, ist kein Problem. Ich habe es versucht, aber es sollte nicht sein. Irgendwann wird es schon wieder passieren.» Auch Löw sprach Gomez weiterhin sein «absolutes Vertrauen» aus.

    Bahnbrechende Erkenntnisse auf dem Weg zur WM 2010 in Südafrika lieferte die Partie nicht, doch Löw glaubt weiterhin an für ihn wichtige Fingerzeige. «Wir müssen gewappnet sein, wenn es um die Wurst geht», sagte er. «Ich bin ein experimentierfreudiger Trainer in einer Phase wie jetzt.» Arne Friedrich und Rückkehrer Robert Huth durften sich im Abwehrzentrum beweisen - als Dauerlösung empfahl sich das Duo auf Anhieb nicht. Erstmals seit der EM rückte Lahm wieder auf die rechte Abwehrseite, weil Löw links den Wolfsburger Marcel Schäfer sehen wollte. «Ich hatte das Gefühl, dass er gute Ansätze mitbringt.» Neuling Christian Gentner stand sogar in der Startelf.

    Der Rückgriff auf das 4-2-3-1-System sollte Stabilität geben, es kostete aber Durchschlagskraft. «Es ist wichtig, mal zum 4-4-2 zu variieren. Auf hohem Niveau greift man mit zehn Mann an und verteidigt mit zehn», bemerkte Löw zur aufflammenden Taktik-Debatte. Beim Tor von Podolski nach Vorarbeit von Bastian Schweinsteiger klappte das ausnahmsweise. Man sei nicht am Willen gescheitert, sondern an fehlender Frische, meinte Lahm: «Jeder ist gelaufen, so wie es ging. Aber von der Spritzigkeit sind wir hinterhergerannt.»

    Am Ende musste Enke mit guten Reaktionen bei Distanzschüssen der Chinesen, denen Löw «Komplimente» für ihr couragiertes Spiel machte, noch eine Niederlage verhindern. Der insgesamt blasse Schweinsteiger (84.) vergab die große Einladung der Gastgeber zum Siegtreffer, als er den Ball freistehend am Tor vorbeischlenzte. Ein Sieg wäre des Guten aber auch zuviel gewesen, gestand Pechvogel Gomez: «Es war ein verdientes Unentschieden.»

    © DPA

  • Ärger vor Finale: Labbadia droht mit Abschied

    • Gismo123
    • 30. Mai 2009 um 07:24

    Rudi Völler stärkte Bruno Labbadia demonstrativ den Rücken, doch der Leverkusener Trainer sorgte vor dem 66. DFB-Pokalfinale mit einem Rundumschlag und unverhohlenen Drohungen für Zündstoff.


    Der Bayer-Coach sagte einen Tag vor dem Endspiel, dass es eine «Kampagne» gegen ihn gebe. «Sicher ist: Es müssen sich einige Voraussetzungen ändern», wird er in der «Süddeutschen Zeitung» zitiert. Vor allem mit Manager Michael Reschke gebe es momentan keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit: «Fakt ist, dass wir eigentlich von Anfang an keine gemeinsame Arbeitsebene fanden.»

    Am Mittag hatte es noch halbwegs harmonisch bei den Bayer-Verantwortlichen ausgesehen, aber am Nachmittag war es mit der Ruhe vorbei. Labbadia störte mit seinen forschen Aussagen die Vorbereitung auf das letzte Saisonspiel, mit dem Bayer - genau wie Gegner Werder Bremen - die verkorksten Spielzeit noch retten kann. «Ein 'Weiter so' kann es ja für beide Seiten nicht geben», sagte Labbadia.

    Dabei hatte Völler kurz zuvor noch eine Lanze für Labbadia gebrochen. «Wir sind überzeugt, dass er tolle Arbeit macht», erklärte Völler. Dies sei ein klares Bekenntnis zu Chefcoach, versicherte er auf Nachfrage: «Absolut.» Labbadia kündigte hingegen an, dass es nach dem Pokalendspiel ein Treffen zu seiner Zukunft geben werde, «mit Sportchef Rudi Völler, Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser und mir. Nur wir drei. Wir werden alles klar analysieren.»

    Holzhäuser wollte den Rundumschlag nicht überbewerten. «Das nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, haben wir nie gesagt» erklärte Holzhäuser auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Ich sehe es als Reaktion auf die Kritik an ihm. Eine Kampagne gegen ihn gibt es nicht.»

    Bei den Bremern ging es hingegen gewohnt ruhig zu, auch wenn für Werder der Titel genauso wichtig ist. Die Europa League wäre dabei ein positiver Nebeneffekt, über den Werder-Clubchef Klaus Allofs sagte: «Finanziell ist die Europa League kein Ruhekissen wie die Champions League», erklärte Allofs. Gute Kasse machen beide Clubs zumindest im nationalen Pokal: 3,25 Millionen Euro waren vor dem Finale schon überwiesen, dem Gewinner winken weitere 2,5 Millionen.

    Der fünfmalige Pokal-Gewinner aus Bremen (1961, 1991, 1994, 1999 und 2004) genießt bei Labbadia auch sportlich Hochachtung. «Werder hat alles, was eine Klassemannschaft haben muss. Und ein Club, der in zwei Finals steht, hat Topqualität», sagte der Bayer-Coach, unter dessen Ägide Leverkusen nach dem Pokal-Coup 1993 erstmals wieder einen Titel gewinnen könnte. Sein Kollege Thomas Schaaf glaubt, dass sein Team die Niederlage im UEFA-Cup-Finale (1:2 gegen Donezk) verarbeitet hat. «Es war eine Enttäuschung, den Pokal nicht hochheben zu können», sagte Schaaf, «doch wir hatten eine Woche Zeit und die positive Stimmung ist zurückgekehrt.»

    Außerdem kann Werder im mit 72 964 Zuschauern ausverkauften Olympiastadion noch einmal auf Ballzauberer Diego (zu Juventus Turin) und Frank Baumann (Karriere-Ende) bauen und muss nur auf Per Mertesacker und Daniel Jensen verzichten. «Ich hoffe, dass die beiden ihren Abschied krönen können», sagte Schaaf über Diego und Baumann. Kapitän Baumann sieht bei dem Duell mit der jungen Bayer-Truppe die Hanseaten in diesem Alles-oder-Nichts-Endspiel im Vorteil. «Beide Mannschaften konnten die Erwartungen in dieser Saison nicht erfüllen. Deshalb ist ein gewisser Druck da», meinte er. «Speziell wir haben jedoch gezeigt, dass wir mit solchen Situationen gut umgehen können.»

    Die enormen Leistungsschwankungen der beiden Topclubs in dieser Spielzeit hat das Pokal-Finale zur sportlichen Wundertüte gemacht: Keiner weiß, was drin ist. «Bundesliga und Pokal muss man klar trennen. Jetzt sind wir im Finale, und das könnte der Wendepunkt sein», meinte Völler und erwartet einen attraktiven Schlagabtausch: «Im DFB-Pokalendspiel stehen die beiden spielstärksten Mannschaften Deutschlands. Dies klingt vielleicht komisch, weil sie Neunter und Zehnter in der Bundesliga wurden.» Für ihn habe Bayer den Titel verdient, «weil wir Titelverteidiger FC Bayern rausgeworfen haben».

    Doch die Leverkusener zeigten in dieser Saison zwei Gesichter. Mit Offensivfußball aus einem Guss avancierte die Werkself am 13. Spieltag zum Tabellenführer. In der Rückrunde stürzte sie brutal ab, gewann nur ein «Heimspiel» im Düsseldorfer Exil und landete auf Platz neun. Die Bremer fuhren mit Rang zehn sogar die schlechteste Platzierung in der Ära von Schaaf ein, zeigten aber zumindest im Pokal einige Male Zauberfußball. Vor allem gegen den Hamburger SV, den sie aus UEFA- und DFB-Pokal warfen. «Wir dürfen nicht so ängstlich sein», nannte Bremens Torwart Tim Wiese eine Lehre aus dem verlorenen UEFA-Cup-Endspiel. Zumal die Pokal-Bilanz gegen Bayer 04 makellos ist: Seit 1976 gab es in vier Begegnungen vier Siege.

    Die voraussichtlichen Mannschaften:

    Bayer 04 Leverkusen: Adler - Castro, Friedrich, Sinkiewicz, Kadlec - Vidal, Rolfes - Renato Augusto, Barnetta - Kießling, Helmes

    Werder Bremen: Wiese - Fritz, Prödl, Naldo, Boenisch - Baumann - Frings, Özil - Diego - Hugo Almeida, Pizarro

    Schiedsrichter: Fleischer (Sigmertshausen)

    © DPA

  • Paderborn mit guten Karten: 1:0 gegen Osnabrück

    • Gismo123
    • 30. Mai 2009 um 07:23

    Der SC Paderborn hat den Grundstein für die Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga gelegt. Der Drittliga-Dritte gewann das Relegations-Hinspiel gegen den VfL Osnabrück mit 1:0 (0:0).


    In einer langen Zeit schwachen Partie erzielte Frank Löning in der 78. Minute das entscheidende Tor für die 2008 abgestiegenen Ostwestfalen. Vor 15 000 Zuschauern in der ausverkauften Paragon-Arena bestimmte die Mannschaft von Trainer Andre Schubert über weite Strecken das Spiel, verpasste jedoch einen deutlicheren Erfolg. Die stark ersatzgeschwächten Osnabrücker müssen am Pfingstmontag um den Klassenverbleib zittern.

    Trotz des Erfolgs wurde Paderborns Sercan Güvenisik nach dem Schlusspfiff von seinen Kollegen getröstet. Vollkommen freistehend hatte der Türke aus zwei Metern in der Nachspielzeit den Ball am Osnabrücker Tor vorbeibugsiert und damit seine dritte Großchance vergeben. «Wir hätten noch das 2:0 oder 3:0 machen müssen. Das ist zu wenig, die Enttäuschung ist groß», sagte Torschütze Löning. Auf Osnabrücker Seite wurde Darlington Omodiagbe zur tragischen Figur. Der Innenverteidiger rutschte in der 78. Minute aus und ebnete Löning den Weg zum Tor. «Wir werden zu Hause eine andere Mannschaft sehen und offensiver spielen», kündigte Andreas Schäfer an.

    In der zerfahrenen Auseinandersetzung war beiden Mannschaften die Nervosität zu Beginn deutlich anzumerken. Nur zaghaft beherzigten die Paderborner die Vorgabe ihres Trainers, sich vor dem klassenhöheren Kontrahenten nicht zu verstecken. Ein erster Warnschuss von Daniel Brückner aus 20 Metern segelte jedoch deutlich über das Osnabrücker Tor (16.). Nach schönem Doppelpass mit Jovan Damjanovic scheiterte Enis Alushi acht Minuten später aus halbrechter Position am herausstürmenden VfL-Torwart Tino Berbig. Bei den immer mutiger auftretenden Ostwestfalen sorgte erneut Damjanovic für Gefahr: Erst legte sich der Serbe den Ball selbst vor, verzog anschließend allerdings per Volleyabnahme (39.).

    Osnabrück ließ hingegen besonders in der ersten Halbzeit jegliche spielerischen Glanzlichter vermissen. Bei den stark ersatzgeschwächten Niedersachsen machte sich das Fehlen von Spielmacher Pierre de Wit (Kreuzbandriss) und Antreiber Paul Thomik (Knöchel-Operation) bemerkbar. Immer wieder segelten planlos aus dem Halbfeld geschlagene Flanken durch den Paderborner Strafraum. «Wir kommen mit dem letzten Aufgebot hier hin, da kann man nicht erwarten, dass wir acht Torchancen herausspielen», sagte VfL-Coach Claus-Dieter Wollitz. Überraschenderweise hatte er Stürmer Thomas Reichenberger, mit sieben Toren treffsicherster Osnabrücker dieser Saison, zunächst nur auf der Bank gelassen und erst kurz vor Schluss eingewechselt.

    © DPA

  • Nürnberg vor Aufstieg: 3:0 gegen Cottbus

    • Gismo123
    • 29. Mai 2009 um 12:41

    Der 1. FC Nürnberg kann sich auf die große Sause einrichten: Der Traditionsclub aus Franken hat das Tor zu seinem siebten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga ganz weit aufgestoßen.


    Im Hinspiel der ersten Relegation seit 18 Jahren gewann der «Club» beim letzten im Oberhaus verbliebenen Ost-Verein Energie Cottbus mit 3:0 (1:0) und hat damit die besten Karten vor dem Rückspiel am 31. Mai.

    «Die Butter lassen wir uns nicht mehr vom Brot nehmen. Wir haben jetzt gute Voraussetzungen, unser Saisonziel zu erreichen», sagte FCN-Präsident Michael A. Roth. Auch Trainer Michael Oenning meinte: «Ich glaube nicht, dass wir uns in unseren kühnsten Träumen ausgemalt haben, hier 3:0 zu gewinnen. Zu Hause werden wir den Sack dann zumachen. Oenning warnte aber vor zu früher Feierlaune. Bei den Cottbusern herrschte angesichts des drohenden dritten Abstieges dagegen Entsetzen: «Man kann verlieren, aber nicht so. Wir haben uns in Fußball-Deutschland blamiert. Jetzt müssen wir wohl eher für die 2. Liga planen», stellte Präsident Ulrich Lepsch fest. Trainer Bojan Prasnikar gab eine Durchhalteparole aus: «Wir haben noch 90 Minuten. Im Fußball ist alles möglich.»

    Isaac Boakye mit einem abgefälschten Glücksschuss (12. Minute) und seinem zweiten Tor kurz vor Schluss (89.) sowie Christian Eigler (55.) erzielten die Treffer für die in der zweiten Halbzeit klar überlegenen Gäste. «Wir wären schon mit einem Unentschieden zufrieden gewesen», gestand Verteidiger Stefan Reinartz. Die nach dem Abpfiff sich vor Freude in die Arme fallenden Franken durften sich vor 22 500 Zuschauern im ausverkauften Stadion der Freundschaft allerdings auch bei ihrem überragenden Torwart Raphael Schäfer bedanken. «Das Tor hat viel gewendet. Wir wussten, das Spiel nach vorn liegt Cottbus nicht, insofern hat uns das gut in die Karten gespielt», sagte Schäfer.

    Die Cottbuser schleppten sich dagegen niedergeschlagen und jeglicher Illusionen beraubt in die Kabine. «Es ist ist schwer, jetzt Worte zu finden nach so einem Desaster. Wir sind völlig auseinandergefallen , meinte Keeper Gerhard Tremmel: «Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber die Aussichten sind ganz schlecht.» Die Fans skandierten beim Abgang der Profis enttäuscht: «Außer Tremmel könnt Ihr alle gehen.» Bei Stiven Rivic lagen die Nerven blank, der Mittelfeldspieler beschimpfte vor der Kabine die Journalisten. Mariusz Kukielka stellte fest: «Alle sind furchtbar nervös und stinksauer. Als wir das Tor kassiert haben, was alles vorbei.» Verteidiger Daniel Ziebig sprach sogar vom «schlimmsten Tag, den ich je erlebt habe. Man kann gegen Bayern 0:4 verlieren und gegen Schalke 0:5, das ist nicht schlimm. Aber das war gar nichts.»

    Dabei hatte Cottbus losgelegt wie die Feuerwehr: Nach nur 30 Skeunden verfehlte Rivic den «Club»-Kasten. In der siebten Minute parierte Schäfer einen Schuss des Chinesen Jiayi Shao spektakulär. Selbst das glückliche Führungstor der Nürnberger, bei dem Ivan Radeljic den Boakye-Schuss für Tremmel unhaltbar ins lange Eck abfälschte, konnte die Hausherren nicht bremsen. Doch ohne den weiter nicht zur Verfügung stehenden Dimitar Rangelow setzte sich die Cottbusser Misere vor dem gegnerischen Tor fort: Ausbeute mangelhaft.

    Spielmacher und Standard-Spezialist Ervin Skela fand ebenfalls in Schäfer seinen Meister (22.), Shao zielte mit einem Kopfball nicht genau genug (25.). In Emil Jula fiel dann ausgerechnet noch der letzte gesunde Stürmer aus. Nach dem Wechsel erwiesen sich die Angriffsbemühungen des Bundesliga-16. gegen den Zweitliga-Dritten nur noch als Strohfeuer. Stattdessen überwand Eigler Tremmel nach schönem Pass von Daniel Gygax. Die Chance zum dritten Nürnberger Treffer vergab Zweitliga-Torschützenkönig Marek Mintal (68.), ehe Boakye nach Mintals Zuspiel Maß nahm.

    © DPA

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    • Gismo123
    • 29. Mai 2009 um 12:37

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    • 28. Mai 2009 um 12:15

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    • Gismo123
    • 25. Mai 2009 um 06:52

  • Wolfsburg ist neuer deutscher Fußball-Meister

    • Gismo123
    • 23. Mai 2009 um 20:06

    Der VfL Wolfsburg ist zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte deutscher Fußball-Meister. Das Team von Trainer Felix Magath sicherte sich am letzten Spieltag der 46. Bundesliga-Saison durch ein 5:1 gegen Werder Bremen den Titel.


    Neben den «Wölfen» spielt in der kommenden Saison Rekordchampion Bayern München in der Champions League, der das «Endspiel um Rang zwei» gegen den VfB Stuttgart mit 2:1 gewann. Die Schwaben wurden dadurch Dritte und können noch die «Königsklasse» über die Qualifikation erreichen, da Hertha BSC mit 0:4 beim Absteiger Karlsruher SC verlor. Neben dem KSC muss Arminia Bielefeld den bitteren Gang ins Unterhaus antreten, für Energie Cottbus stehen gegen den Dritten der 2. Liga Relegations-Partien an.

    Für den UEFA-Cup-Nachfolger Europa League hat sich neben dem Vierten aus Berlin der Hamburger SV in letzter Minute durch das 3:2 bei Eintracht Frankfurt qualifiziert. Borussia Dortmund blieb nach dem 1:1 bei Borussia Mönchengladbach nur der sechste Platz.

    Wer im Titel-Fernduell nervöse Wolfsburger erwartete, wurde früh eines Besseren belehrt. Beim Abschied von Meistermacher Magath verwandelten Zvjezdan Misimovic (6.) und Torschützenkönig Grafite (15.) schon in der Anfangsviertelstunde die Volkswagen-Arena in ein Tollhaus. Die Meisterparty konnte beginnen, erst recht als Bremens Prödl (26.) per Eigentor auf 3:0 erhöhte. Das Gegentor durch Diego (31.) störte im VfL-Lager da niemanden. Grafite mit seinem 28. Saisontor und Angriffspartner Dzeko (74.) machten den Festtag perfekt.

    Im 600 Kilometer entfernten München wurden die Wolfsburger Tore weniger erfreut aufgenommen. Dafür jubelte im Millionen-Spiel gegen den VfB der Münchner Anhang, nachdem Stuttgarts Verteidiger Khalid Boulahrouz (16.) seinen Keeper Jens Lehmann überwand. Mark van Bommel (60.) sicherte dem Rekordmeister dann endgültig die Champions-League- Teilnahme. Mario Gomez' Tor (63.) war für den VfB zu wenig.

    Während an der Isar die Bayern und die Stuttgarter zufrieden sein konnten, gab es in Karlsruhe trotz des 4:0-Siegs der Hausherren bei beiden Clubs nur lange Gesichter. Denn die Tore von Sebastian Freis (33.), Maik Franz (40.) und Joshua Kennedy (62./71.) reichten dem KSC nicht für die Rettung in letzter Minute. Und bei der Hertha herrschte ebenfalls Trauer, nachdem die Chance auf die Königsklassen- Qualifikation auf der Zielgeraden vergeben wurde.

    Auch in Bielefeld wurde gelitten. Dabei schien es nach der Führung durch ein Eigentor von Hannovers Mario Eggimann (2.) zunächst so, als ob «Feuerwehrmann» Jörg Berger die Arminia würde retten können. Doch Jiri Stajner (57.) und Sergio Pinto (84.) schockten die Gastgeber mit ihren Treffern - und leisteten den Cottbusern Schützenhilfe. Artur Wichniareks Treffer zum 2:2-Endstand nutzte den Bielefelder nichts mehr.

    Die Hannoveraner Schützenhilfre wurde in der Lausitz dankend angenommen. Und die Elf von Bojan Prasnikar tat ihrerseits alles, um die beiden Relegationsspiele gegen Nürnberg oder Mainz zu erreichen und eventuell doch noch die Rettung zu schaffen. Emil Jula (50./69.) und Stiven Rivic (64.) schossen gegen den Pokalfinalisten Bayer Leverkusen das 3:0 heraus.

    Sicher gerettet sind indes die Mönchengladbacher. Im Duell der Borussen kam die Elf von Trainer Hans Meyer zu einem 1:1 gegen Dortmund. Dante (57.) brachte die Hausherren in Führung, Jakub Blaszczykowski glich für den BVB aus. Damit verpassten die Dortmunder den Sprung ins internationale Geschäft.

    Den sicherte sich der HSV dank eines Last-Minute-Treffers von Piotr Trochowski, der eine Berg-und-Talfahrt der Hanseaten zu einem versöhnlichen Abschluss führte. Im Fernduell mit dem BVB tat der HSV anfangs das in seiner Macht Stehende, um Rang fünf zu erklimmen. Kapitän David Jarolim (22.) und Ivica Olic (58.) trafen zum scheinbar beruhigenden 2:0, doch die Eintracht-Profis wollten ihrem scheidenden Trainer Friedhelm Funkel einen schönen Abschied bereiten. Alexander Meier (61.) und Caio (64.) trafen für die Frankfurter. Dies war zu wenig für die Hessen, da Trochowski den HSV doch noch jubeln ließ.

    In den einzigen beiden Partien, in denen es um nicht mehr viel ging, verlor der FC Schalke 04 mit 2:3 gegen Herbstmeister 1899 Hoffenheim und der 1. FC Köln und der VfL Bochum trennten sich 1:1.

    © DPA

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    • Gismo123
    • 23. Mai 2009 um 11:58

  • Finale Furioso: Ein Top-Favorit, zwei Außenseiter

    • Gismo123
    • 23. Mai 2009 um 11:57

    Am Ende einer sensationellen Saison will der VfL Wolfsburg das Wunder seiner ersten deutschen Fußball-Meisterschaft der Vereins-Geschichte vollenden, den Rivalen bleibt nur die Hoffnung auf eine wundersame Wende.


    Schon ein Punkt gegen Werder Bremen würde den «Wölfen» (66) höchstwahrscheinlich reichen, um die Meisterschale in Empfang zu nehmen. «Aber darauf werden wir uns nicht verlassen. Wir spielen auf Sieg», betonte VfL-Coach Felix Magath vor der Entscheidung, die im Fernsehen in 172 Ländern übertragen wird. Die Verfolger Bayern München und VfB Stuttgart (je 64) treten zum Duell an, dessen Sieger direkt in die Champions League einzieht. Der Verlierer könnte aber sogar noch hinter Hertha BSC (63) auf Rang vier abrutschen. Am Tabellenende machen Borussia Mönchengladbach, Arminia Bielefeld, Energie Cottbus und der Karlsruher SC den rettenden 15. Rang, Relegationsplatz 16 und zwei Direkt-Absteiger unter sich aus.

    Das Original der Meisterschale kommt nach Wolfsburg, nun wollen die VfL-Asse dafür sorgen, dass die begehrte Trophäe mindestens ein Jahr in der Autostadt bleibt. Grafite (26 Tore) und Edin Dzeko (25) würden dafür sogar auf die Torjägerkrone verzichten. «Wenn jemand anderer die Tore macht und wir Meister werden, wäre das genauso schön wie selbst zu treffen», sagte Dzeko. Die Vorzeichen sind prima: Der VfL ist in dieser Saison daheim noch unbezwungen, hat 15 der 16 Partien gewonnen, zuletzt gegen Hoffenheim (4:0) und Dortmund (3:0) überzeugend. «Wenn wir wieder so spielen, dann bin ich mir sicher, wir werden gewinnen», so Nationalspieler Marcel Schäfer.

    Magath hat alle VfL-Akteure fit, auch Kapitän Josué (Gelbsperre abgesessen) ist wieder dabei. «Er ist für unser Spiel von eminenter Bedeutung», sagte der Coach. Bremen dagegen kommt mit dem Schock der 1:2-UEFA-Cup-Finalpleite gegen Donezk, will aber Charakter zeigen. «Wir wollen in Wolfsburg nichts abschenken», versprach Keeper Tim Wiese. Aber: Bei Werder ist auch das DFB-Pokalfinale in einer Woche gegen Bayer Leverkusen «im Hinterkopf», gab Sebastian Boenisch zu.

    Dennoch hoffen der fast entthronte Titelverteidiger FC Bayern und der 2007-Champion VfB Stuttgart noch auf ein Wunder - die Angst vor einem Scheitern im Millionen-Endspiel um Rang zwei ist aber größer. Denn die Gefahr, als Verlierer des brisanten «Süd-Gipfels» auf Platz vier und damit aus den Champions-League-Plätzen zu fallen, ist realer als die Wahrscheinlichkeit eines «Wölfe»-Blackouts. «Was in Wolfsburg passiert, ist Casino», bemerkte Bayern-Manager Uli Hoeneß, der seinen Alptraum klar benannte: «Der UEFA-Cup wäre fatal.»

    Um im Kampf ums direkte Königsklassen-Ticket allen Rechenspielen aus dem Weg zu gehen, benötigen Bayern wie Schwaben einen Sieg. Denn Hertha BSC lauert. «Wir haben die Chance, etwas Außergewöhnliches zu erreichen. Ich spreche nicht vom Titel, sondern von Platz zwei», so Markus Babbel, der seine Arbeit als Teamchef ohne Trainerschein ausgerechnet in seiner Heimatstadt München krönen würde. Für Bayern wäre Rang zwei allenfalls ein Trostpreis im Jahr des gescheiterten Klinsmann-Experimentes. «Mit der Champions-League-Qualifikation hätten wir ein wichtiges Ziel erreicht», meinte Vorstandschef Karl- Heinz Rummenigge. Jupp Heynckes würde mit einem Sieg seine Fünf- Spiele-Mission zu einem akzeptablen Ende führen. An mehr mag er nicht glauben: «Alle Trümpfe liegen bei Wolfsburg. Allerdings schlug der Fußball schon die tollsten Kapriolen.»

    Im Kampf um den Klassenverbleib kommt aus dem gefährdeten Quartett nur einer ungeschoren davon: Borussia Mönchengladbach (30) hat die besten Chancen vor Arminia Bielefeld, Energie Cottbus (je 27) und dem Karlsruher SC (26). Der KSC kann nur über die Relegationsspiele die Rettung schaffen, Borussia Mönchengladbach wohl nicht mehr direkt absteigen. «Wir haben uns in eine gute Ausgangslage gebracht und haben alles selbst in der Hand», sagte Gladbachs Kapitän Filip Daems.

    Während die Konkurrenten allesamt zur Vorbereitung in ein Kurz- Trainingslager aufbrachen, haben die Karlsruher ihre Abläufe vor der Partie gegen Hertha BSC nicht geändert. «Wir bereiten uns auf ein ganz normales Bundesliga-Spiel vor und versuchen, uns so gut wie möglich zu präsentieren. Dann schauen wir, was auf den anderen Plätzen passiert ist», sagte Trainer Edmund Becker. Der KSC muss auf Patzer der Rivalen Bielefeld und Cottbus hoffen, um Platz 16 noch zu erreichen. Cottbus baut gegen Leverkusen auf seine Heimstärke, Bielefeld hat vor dem letzten Spiel gegen Hannover gar noch den Coach gewechselt: «Feuerwehrmann» Jörg Berger soll die Arminia retten.

    © DPA

  • dodi 04 hat heute Geburtstag

    • Gismo123
    • 23. Mai 2009 um 11:24

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag alter Zwilling ;)

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    • Gismo123
    • 22. Mai 2009 um 14:43

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    • Gismo123
    • 22. Mai 2009 um 05:03

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    • Gismo123
    • 20. Mai 2009 um 21:08

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