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Schumi verteilt Mercedes-Millionen
Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher sitzt in einem fünfköpfigen Gremium, das in den kommenden fünf Jahren 60 der insgesamt 100 Millionen Dollar Strafgelder von McLaren-Mercedes weltweit an verschiedene Projekte im Motorsport verteilt. Dies gab das World Motor Sport Council (WMSC) des Automobil-Weltverbandes FIA nach einer Sitzung in Paris bekannt.
Sicherheitsprogramme für junge Fahrer
Zu dieser Summe sowie dem Abzug aller WM-Punkte in der Konstrukteurswertung war der deutsch-britische Formel-1-Rennstall in der vergangenen Saison nach seiner Verurteilung in der Spionageaffäre verurteilt worden. Zu der Kommission gehören neben dem nicht mehr aktiven Schumacher auch FIA-Präsident Max Mosley, der US-Amerikaner Nick Craw als Repräsentant der nationalen Verbände sowie Jean Todt (Ferrari) und Norbert Haug (McLaren-Mercedes) als Vertreter der beiden an der Affäre beteiligten Rennställe. Mit den 60 Millionen Dollar sollen besonders drei Bereiche gefördert werden: Sicherheitsprogramme für junge Rennfahrer und Helfer sowie die Sicherheit der Rennstrecken.
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Schlafräume und Lounge-Bereich für die Bayern-Profis
Fans warten auf die Stars des FC Bayern
Schlafgemächer für die Profis, drohendes Abseits für die Fans: Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München will sich unter dem neuen Trainer Jürgen Klinsmann verstärkt abschotten und seinen Profis eine Rundumbetreuung ermöglichen. "Die Spieler sollen hier auf dem Gelände einfach Ruhe finden", erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview der "Sport Bild" das geplante Konzept, das von der kommenden Saison an realisiert werden soll. "Das ist eine neue Kultur für die Bundesliga."
Öffentliches Training in der Allianz Arena denkbar
Die Fans werden dabei an der Säbener Straße außen vor bleiben: "Wir müssen den veränderten Verhältnissen im Profi-Fußball Rechnung tragen", sagte Rummenigge. "Wenn im Sommer 5000 Fans am Trainingsplatz stehen, geht das heutzutage einfach nicht mehr." Denkbar seien aber öffentliche Trainingseinheiten in der Allianz Arena: Das Stadion sei für die Fans, der Trainingsplatz für die Mannschaft, so der Bayern-Vorstand. Allerdings sollten mögliche Änderungen bezüglich des öffentlichen Trainings der Bayern-Profis erst in den kommenden Wochen erörtert werden. "Wir wissen, dass wir uns nicht von den Fans entfernen dürfen. Der FC Bayern ist und bleibt ein sehr familiärer Klub", sagte Rummenigge.
Vom Frühstück bis zum Nachmittagskaffee auf dem Trainingsgelände
Ab dem 20. Mai wird das Trainingsgelände des Rekordmeisters umgebaut. Das traditionsreiche Klubrestaurant wird geschlossen und dem geplanten Freizeit-Bereich für die Profis weichen. Mit Schlafräumen, Kickertischen, X-Box- und Lounge-Bereich wird alles für die Bayern-Stars getan, um für deren Erholung und Entspannung zu sorgen. "Jürgen möchte einfach alles professionalisieren", sagte Rummenigge zu den künftigen Angeboten für die Spieler. Andererseits erwarte Jürgen Klinsmann auch von den Spielern, acht Stunden am Tag gemeinsam auf dem Vereinsgelände zu verbringen. Etwa bei italienischen Klubs sei der Acht-Stunden-Tag für Spieler bereits seit langem üblich. "Da bist Du vom Frühstück bis zum Nachmittagskaffee auf dem Trainingsgelände. Dafür werden jetzt die Möglichkeiten geschaffen."
Ganztags-Training von einigen Trainern befürwortet
Trainer Ottmar Hitzfeld hatte bereits vergangenes Jahr die Einführung eines 9,5-Stunden-Tages geplant. Während das Ganztags-Training Neuland für die Bayern-Asse ist, finden sich ähnliche Modelle in anderen Profi-Vereinen seit längerem. Jupp Heynckes, Hans Meyer und Huub Stevens haben dieses Modell bereits umgesetzt. Im Zuge der Professionalisierung der Fußballklubs ist das Ganztags-Training mit Rund-um-Betreuung ist ein logischer Schluss. Von Rostock bis Stuttgart leisten sich die Klubs Heerscharen von Physiotherapeuten, Individualtrainern und Psychologen - um die 140 Spezialisten zählt man allein in den 18 Klubs der Bundesliga.
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Roberto Carlos: Fenerbahce will Ronaldinho
Der türkische Fußball-Meister Fenerbahce Istanbul ist angeblich an einer Verpflichtung des zweimaligen Weltfußballers Ronaldinho vom FC Barcelona interessiert. Der bei Fenerbahce unter Vertrag stehende Brasilianer Roberto Carlos sagte in einem Interview mit der spanischen Sportzeitung "Marca", Istanbuls Klubchef Aziz Yilderim sei bereit, eine Ablösesumme in Höhe von 90 Millionen Euro für den bei den Katalanen umstrittenen Superstar zu bezahlen. Ronaldinho hat in Spanien noch einen Vertrag bis 2010. Für 155 Millionen Euro könnte er aber vorzeitig wechseln.
In Barcelona nicht mehr unumstritten
Ronaldinho war im Jahr 2003 von Paris St Germain in die katalanische Metropole gewechselt und dort zum Superstar gereift. Doch der Glanz verblasst allmählich. Aufgrund seiner Formschwäche in der Hinrunde war Ronaldinho in der Presse kritisiert worden. Trainer Frank Rijkaard hatte den Mittelfeldspieler mehrfach auf die Ersatzbank verbannt. Zudem kamen Gerüchte über das wilde Partyleben des Brasilianers auf, dem sogar eine Affäre mit Rijkaards Tochter Lindsay nachgesagt wurde. Dies wurde allerdings vom niederländischen Trainer dementiert.
Im Winter angeblich vor einem Wechsel nach Chelsea
In Spanien wurde deshalb spekuliert, dass Ronaldinho den FC Barcelona verlassen werde. Im Winter hätte er nach einer Meldung der "Marca" zum FC Chelsea nach England wechseln sollen. Die Londoner hätten ihm ein Einkommen in Höhe von zehn Millionen Euro im Jahr garantiert. "Davon kann keine Rede sein. Wir haben mit niemandem verhandelt", sagte damals Ronaldinhos Bruder und Manager Roberto de Assis.
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Last Minute zur EM - unsere Nachrücker für Jogi Löw
Verwunderung und Staunen vor der WM 2006: Jürgen Klinsmann berief seinen 23-köpfigen Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land. Und zur Überraschung aller nahm er den damals 22 Jahre alten Flügelflitzer von Borussia Dortmund, David Odonkor, ins Aufgebot. Einen Kurzeinsatz im letzten Vorbereitungsspiel vor der WM reichte für den Sprung ins WM-Team. Während der WM hatte er vor allem gegen Polen seinen großen Auftritt: Seine Flanke aus vollem Lauf drückte Oliver Neuville über die Linie und erzielte damit kurz vor Abpfiff den erlösenden Siegtreffer.
Überraschungen im EM-Kader möglich
Warum sollte Bundestrainer Joachim Löw nicht ebenso kurz vor der anstehenden Europameisterschaft einen Neuling nominieren - zumal sich in der Bundesliga einige Spieler in den Vordergrund spielen, die bislang kaum auf einen EM-Einsatz hoffen konnten. Ob René Adler im Tor, Innenverteidiger Bastian Reinhardt, Mittelfeldmotor Christian Gentner oder Bayerns Nachwuchstalent Toni Kroos - alle präsentieren sich in konstant guter Form und sind damit womöglich echte Alternativen für Jogi Löw. T-Online hat die Top-Kandidaten für eine Last-Minute-Nominierung zusammengestellt.
Toni Kroos vor einer großen Zukunft
Für Löw beginnt die heiße Phase der EM-Vorbereitung - alle Kandidaten stehen auf dem Prüfstand. Was zählt sind die Leistungen in Liga und internationalen Wettbewerben. Die Tür zur EM ist bis zur endgültigen Nominierung am 16. Mai offen, so der Bundestrainer. Als Alternative im Mittelfeld könnte er dabei auf das hoch gehandelte Talent vom FC Bayern, Toni Kroos, zurückgreifen. Der 18-Jährige konnte bereits mehrmals seine Spielmacherqualitäten unter Beweis stellen. Im UEFA Cup entschied er die Partie gegen Roter Stern Belgrad fast alleine, bereitete ein Tor vor und schoss in der Nachspielzeit den Siegtreffer für die Bayern. Allerdings versucht Bayern-Manager Uli Hoeneß derzeit noch die Euphorie um Kroos zu dämpfen und spricht sich daher gegen zu viele Einsatzzeiten für seinen Nachwuchsstar aus.
Bastian Reinhardt - Stütze der HSV-Abwehr
Ein Spieler, der im Zusammenhang mit der Nationalmannschaft bisher selten genannt wird, ist Bastian Reinhardt. Der erfahrene Abwehrrecke des Hamburger SV überzeugt seit Wochen in der Hamburger Innenverteidigung. Der 32-Jährige bildet zusammen mit dem Niederländer Joris Mathijsen den Kern der zweitbesten Liga-Abwehr, gerade mal 18 Tore in 25 Spielen ließ das hanseatische Bollwerk zu. Mit seinen 1,94 Metern Körpergröße ist Bastian Reinhardt extrem kopfballstark - letzten Samstag erzielte er gegen Wolfsburg bereits sein drittes Tor in dieser Saison - natürlich per Kopf.
Variabel einsetzbar: Christian Gentner
Ebenso seit Wochen in großartiger Form präsentiert sich Christian Gentner vom VfL Wolfsburg. Zu Saisonbeginn war er vom Deutschen Meister VfB Stuttgart nach Wolfsburg gewechselt, um regelmäßig spielen zu können. Inzwischen ist der 22-Jährige nicht nur als unumstrittene Stammkraft bei den Wölfen gesetzt, sein Coach Felix Magath sieht ihn auf dem Sprung zum Führungsspieler: "Ich traue ihm diese Rolle zu", so Magath. Angesprochen auf seine Aussichten auf eine zukünftige Rolle in der Nationalmannschaft geht er sogar noch einen Schritt weiter: Wenn Magath Bundestrainer wäre, "dann hätte Christian bei mir gute Chancen." Christian Gentner ist vielseitig einsetzbar, bringt hervorragende konditionelle Fähigkeiten mit und zeigt sich auch torgefährlich. In dieser Saison kommt er bereits auf drei Tore und sechs Torvorlagen.
Verletzungssorgen im Team von Jogi Löw
Für die EM benötigt Jogi Löw jedenfalls Spieler, die in Top-Form spielen. Aufsteigende Leistungen in der Liga rücken damit in den Fokus. Zumal den Bundestrainer vor dem Länderspiel gegen die Schweiz (Mittwoch, ab 20.30 Uhr im T-Online Live-Ticker) Verletzungssorgen plagen. Robert Huths Comeback im Trikot der Nationalmannschaft fällt aus, die erneute Verletzung bedeutet für ihn einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um das erhoffte EM-Ticket. Christoph Metzelder ist nach seiner langen Verletzungspause bei Real Madrid seit kurzem wieder ins Training eingestiegen und muss nun hoffen, rechtzeitig in EM-Form zu kommen.
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schaust Du hier haben wir schon das Programm
https://www.zebradem.com/showthread.php?t=27933
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Zeremonie von Demonstrationen überschattet
Ein Demonstrant wird während einer Rede von Liu Qi abgeführt
Begleitet von Protesten gegen das Ausrichterland China ist das Olympische Feuer für die Spiele in Peking ist entfacht worden. Die Zeremonie fand in der antiken Stätte von Olympia auf der Halbinsel Peloponnes statt. Die Flamme wurde von der griechischen Schauspielerin Maria Nafpliotou trotz zum Teil bewölkten Himmels traditionell mit einem Hohlspiegel und mit Hilfe der Sonnenstrahlen entzündet. "Wir schicken heute die Nachricht des Olympischen Waffenstillstandes", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Jacques Rogge. Gleichzeitig wurde eine Friedenstaube befreit.
Zwischenfall überschattet Zeremonie
Trotz großer Sicherheitsvorkehrungen sorgten drei Demonstranten für einen Eklat. Das Trio, allesamt Mitglieder der Organisation Reporter ohne Grenzen, sprang mitten in der Rede von Pekings Olympia-OK-Chef Liu Qi auf und stürmte mit Bannern auf den Chinesen zu. Auf ihren Spruchbändern standen die Olympischen Ringe in Flammen und es war der Satz zu lesen: "Boykottiert das Land, das die Menschenrechte mit Füßen tritt". Sicherheitskräfte überwältigen die Drei. Der übertragende griechische TV-Sender machte sofort einen Schnitt und blendete andere Bilder ein.
Nicht nur Protest gegen chinesische Vorgehen in Tibet
"Wir wollten auf die allgemeine Situation der Menschenrechte und Meinungsfreiheit in China aufmerksam machen, es ist nicht nur ein Protest gegen die jüngsten Unruhen in Tibet", sagte die Sprecherin von Reporter ohne Grenzen, Elsa Vidal. In China seien derzeit etwa 100 Journalisten und Internet-Autoren inhaftiert. "Die jüngsten Ereignisse in Tibet verstärken unsere Sorge weiter", sagte Vidal. Unter den drei Demonstranten befand sich auch der Chef und Gründer der Organisation, Robert Menard. Die drei seien derzeit in Polizeigewahrsam. Es sei noch unklar, ob sie angeklagt oder freigelassen werden.
Keine Anzeichen für "Boykottbewegung"
IOC-Präsident Rogge sagte, er hoffe, das Feuer werde in den kommenden Wochen "überall und von jedem als Symbol des Friedens angesehen." Er rief China indirekt auf, das Blutvergießen in seiner krisengeschüttelten autonomen Region Tibet zu beenden: "Der Fackellauf und die Spiele müssen unter einem friedfertigen Geist stehen." Die Spiele in Peking seien die Chance für die Menschen in China und der Welt, einander zu begegnen, sich kennenzulernen und zu respektieren. Im Vorfeld hatte Rogge gesagt, er sehe derzeit keine Anzeichen für eine "Boykottbewegung".
Fackellauf auch durch Tibet
Das Feuer wird bis zum 30. März durch Griechenland getragen, ehe die Übergabe an die chinesischen Olympia-Organisatoren erfolgt. Am 31. März kommt die Flamme in Peking an und startet dann unter dem Motto "Entfache die Leidenschaft, teile den Traum" zu ihrer "Reise der Harmonie" über fünf Kontinente, durch 20 Länder und ab 4. Mai durch alle chinesischen Provinzen, darunter auch Tibet. Mit 137.000 km wird es der längste Fackellauf der Geschichte. Der Weg einer zweiten Fackel führt auf den Mount Everest, mit 8.850 Metern der höchste Berg der Welt. Deutschland liegt nicht auf der Route. Insgesamt sind 21.880 Fackelträger vorgesehen.
Auch friedliche Demonstrationen in Olympia
Zahlreiche Tibet-Aktivisten haben Störaktionen für den Lauf angekündigt. Sie verlangen angesichts der blutig niedergeschlagenen Proteste in ihrer Heimat, dass das Feuer nicht wie geplant im Mai über Tibet auf den Mount Everest und vom 19. bis 21. Juni durch die tibetischen Städte Shannan Diqu und Lhasa gebracht wird. Dafür gab es auch außerhalb der 3-Kilometer-Sicherheitszone im antiken Olympia friedliche Demonstrationen.
Magath trägt die Fackel
Drei deutsche Sportler trugen die Flamme bereits jeweils 200 Meter weit. Hockey-Olympiasiegerin Nadine Ernsting-Krienke, der Wolfsburger Trainer Felix Magath und der frühere Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck hielten die Fackel auf ihrem Weg durch Griechenland in den Händen. Erster Fackelträger war Alexandros Nikolaidis, Griechenlands Taekwondo-Silbermedaillengewinner von 2004, die zweite Chinas Luo Xuejuan, Schwimm-Olympiasiegerin von Athen.
Der Weg des Olympischen Feuers mit den wichtigsten Stationen:
24. März: Entzündung der Flamme im antiken Olympia
25. bis 29 März: Tournee durch Griechenland nach Athen
30. März: Zeremonie im Athener Olympiastadion von 1896
31. März: Zeremonie in Peking 2. April: Almaty/Kasachstan
3. April: Istanbul
5. April: St. Petersburg
6. April: London
7. April: Paris
9. April: San Francisco
11. April: Buenos Aires
13. April: Daressalaam/Tansania
14. April: Mascat/Oman
16. April: Islamabad
17. April: Mumbai/Indien
19. April: Bangkok
21. April: Kuala Lumpur
22. April: Jakarta
24. April: Canberra
26. April: Nagano/Japan
27. April: Seoul
28. April: Pyeongchang
29. April: Ho-Chi-Minh-Stadt
2. Mai: Hongkong
3. Mai: Macau
4. Mai bis 7. August: Tournee durch China (Tibet: 19. bis 21.Juni)
8. August: Ankunft in Peking.
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Die Welt in 22 Farben
Globcover zeigt die Nutzung der Landflächen der Erde
Der Mensch formt die Erde - dies zeigt in einer bisher nicht da gewesenen Präzision der Esa-Atlas Globcover. Seine Auflösung ist zehnmal höher als bei bisherigen Karten. Im Juli will die Esa den Atlas ins Netz stellen. Grün, Ocker, hellbraun - so präsentieren sich die Landflächen auf dem Esa-Atlas Globcover. Jetzt hat die europäische Weltraumbehörde eine vorläufige Version der Karte vorgestellt, die die Erde in einer Schärfe zeigen soll wie kein Atlas zuvor. Seit 2005 arbeiten Forscher an dem Projekt, dass die Nutzung der Erdoberfläche auf 300 Meter genau zeigt.
Im Internet bereits nutzbar
Die 22 verschiedenen Farben stehen für die unterschiedlichen Oberflächenformen: Dunkelgrün bedeutet beispielsweise immergrüner Mischwald, ocker offenes Weideland und weiß permanente Schnee- und Eisflächen. Surfer können die Karte im Internet bereits nutzen. Die Navigation funktioniert ähnlich wie bei Google Maps.
Vegetation aus dem All beobachtet
Globcover basiert auf Aufnahmen mit dem Instrument Meris an Bord des Esa-Satelliten "Envisat". Die Wissenschaftler haben verschiedene Farbkanäle der Kamera mit Messungen weiterer Sensoren kombiniert - etwa dem Radarinstrument Asar. So können sie zwischen leicht verwechselbaren Kategorien wie Feuchtbiotop und dem feuchten tropischen Regenwald unterscheiden. Vegetation kann aus dem All besonders gut im Infrarotbereich beobachtet werden. Dies nutzen Forscher, um Veränderungen in der Pflanzenwelt frühzeitig zu erkennen.
Jeden Winkel der Erde fotografiert
20 Terabyte Bilddaten wurden zwischen Mai 2005 und April 2006 gesammelt. Der Satellit "Envisat" fotografierte jeden noch so entfernten Winkel der Erde. Forscher schickten das Bildmaterial dann durch eine standardisierte Verarbeitung, entwickelt vom Institut Medias-France, der Université catholique de Louvain und weiteren Partnern.
Hohe Auflösung
"Landnutzungsdaten sind essentiell, um mit natürlichen Ressourcen nachhaltig umgehen zu können", sagte John Latham von der Welternährungsorganisation FAO. Die hohe Auflösung von 300 Metern mache Globcover zu einem Meilenstein. Christiane Schmullius von der Universität Jena sagte, Globcover revolutioniere die Darstellung der weltweiten Landnutzung. Nach Esa-Angaben ist der Atlas zehnmal genauer als bisher verfügbare.
Landnutzungstrends verfolgen
Wissenschaftler wollen mit Hilfe der neuen Karte Landnutzungstrends verfolgen sowie natürliche und vom Menschen beeinflusste Ökosysteme studieren. So zeigt Globcover, wie stark der Mensch bereits in Urwälder eingegriffen hat, um Ackerflächen oder Viehweiden zu schaffen.
Geschöntes Bild im Geografieunterricht
Geografen arbeiten schon länger an einer Neugestaltung klassischer Weltkarten, um statt der herkömmlichen Vegetations- und Ökozonen den Einfluss des Menschen auf den Globus zu zeigen. Denn das Weltbild, das mitunter noch im Geografieunterricht vermittelt wird, ist geschönt: Auf der Erde soll es nur eine Handvoll Vegetationszonen vom sommergrünen Laubwald über Wüste bis zum tropischen Regenwald geben. Das Modell der Ökozonen geht noch etwas weiter ins Detail: Es zeigt Wüstensteppen, Halbwüsten und Trockensavannen.
Unrealistische Zonenmodelle
Doch mit der Realität haben diese Übersichten wenig zu tun. Wo angeblich saftiger Laubwald wächst, finden sich dicht bebaute Metropolen, Autobahnen oder Rapsfelder, so weit das Auge reicht. Geografen fordern deshalb schon seit längerem Alternativen zu den herkömmlichen, unrealistischen Zonenmodellen.
Ökozonen als "theoretisches Konstrukt"
"Wir suchen nach neuen Bewertungen, die die jetzige Situation besser beschreiben", sagte Rüdiger Glaser vom Institut für Physische Geografie der Universität Freiburg im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Ökozonen seien ein "theoretisches Konstrukt". Sie besagten lediglich, was wäre, wenn es den Menschen nicht gäbe. Globcover geht ebenfalls in diese Richtung, denn der Atlas zeigt was ist, und nicht was theoretisch sein müsste.
Quelle:http://nachrichten.t-online.de/c/14/59/13/14/14591314.html
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Jean Todt hat Angst um seinen Ziehsohn
Michael Schumacher bei seinem Ausflug in den Motorradsport
"Diese Entscheidung passt mir sicher nicht, absolut nicht." Mit diesen ungewohnt harschen Worten kommentierte Jean Todt den Ausflug seines Ziehsohns Michael Schumacher in die Welt des Motorrad-Sports. Schumacher war bei einem Fun-Event am Pannoniaring in Ungarn mit einer geliehenen Holzhauer-Fireblade allen anderen Hobbyfahrern um die Ohren gefahren und hatte sich lediglich den beiden Profis Andreas Meklau und Martin Bauer geschlagen geben müssen. "Es gefällt mir überhaupt nicht, ihn bei Motorradrennen zu sehen", so Todt weiter. "Denn wir wissen schließlich, dass das ganz schön gefährlich sein kann."
Elf WM-Titel zusammen gewonnen
Offenbar klingen Todts vaterähnliche Gefühle für Schumacher auch lange nach Ende dessen Formel-1-Karriere nicht ab. Der ehemalige Ferrari-Teamchef, der zusammen mit Schumacher insgesamt elf Weltmeister-Titel gewann (sechs in der Konstrukteurs-, fünf in der Fahrerwertung), ist sich aber durchaus bewusst: "Michael trifft seine Entscheidungen selbst. Es ist schließlich sein Leben - da kann er machen, was er will."
Racing liegt in Schumachers Genen
"Ich bin ja nicht dumm", so Todt. Racing läge bei Schumacher eben einfach in den Genen: "Wenn es nicht in Michaels Natur läge, solche Risiken logisch und aufregend zu finden, hätte er nicht die Karriere gemacht, die er gemacht hat. Es hat also alles seine Logik. Manchmal gefällt sie einem, manchmal eben nicht. Diese gefällt mir weniger." Im Ferrari-Lager wird man die Rennaction des Kerpeners wohl auch mit gemischten Gefühlen aufgenommen haben, denn Schumacher soll im Laufe der Formel-1-Saison als Berater und möglicherweise auch erneut als Testpilot zum Einsatz kommen.
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Nowitzkis folgenschwerer Ausrutscher
Dirk Nowitzki hat sich bei der 81:88-Heimniederlage seiner Dallas Mavericks gegen Meister San Antonio Spurs in der NBA möglicherweise schwer verletzt. Nach ersten Angaben soll es sich um eine Sprunggelenksverletzung des linken Beines handeln. Auch der Unterschenkel sei in Mitleidenschaft gezogen, hieß es dazu weiter. Eine eingehende Röntgen-Untersuchung soll am Montag exakten Aufschluss über die Schwere der Blessur geben.
Länge der Zwangspause ungewiss
Nowitzki war im dritten Viertel nach einem geglückten Block gegen San Antonios Ime Udoka bei der Landung mit dem linken Fuß weggerutscht und anschließend minutenlang mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen geblieben. Der 29-Jährige humpelte unter Mithilfe von Physiotherapeuten und Orthopäden der Mavericks aus der Halle. Noch ist unklar, wie lange er ausfällt. Womöglich könnte die Verletzung das Saisonende für den Würzburger bedeuten.
Dritte Heimniederlage in Folge
Für die Dallas Mavericks bedeutete das 81:88 die dritte Heim-Niederlage nacheinander. In der Tabelle der Western Conference bleiben die Texaner auf Platz sieben.
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„Stirb langsam“ im Karfreitags-Programm
Privat-Sender verletzen religiöse Gefühle!
Kirche und Politik protestieren gegen Gottlos-TV
Ostern, das höchste Fest des Christentums, soll eigentlich der Besinnung dienen. Doch im deutschen Fernsehen regieren über die Feiertage Tod und Gewalt.
• Zynisch: „Stirb langsam“ und „Der Tod kommt zweimal“ am Karfreitag auf Sat.1, „Sudden Death“ auf RTL.
• Gnadenlos: Die Action-Kracher „In Hell“ (Pro 7) und „Universal Soldier“
(RTL 2) mit Jean-Claude van Damme am Karsamstag.
• Brutal: Horror pur am Ostersonntag auf Pro 7 („House of Wax“), wieder Gewalt auf Sat.1 („Stirb langsam 2“) und RTL („King Kong“).
• Grausam: Am Ostermontag endet das TV-(Schlacht-)Fest mit „Stephen Kings Schlafwandler“ (Kabel 1) und „Das Schweigen der Lämmer“ (Pro 7).
Gottlos-TV zu Ostern Bruce Willis kämpft in „Stirb langsam“ gegen Verbrecher
Blut und Horror an Ostern – jetzt protestieren Kirche und Politik gegen „Gottlos-TV“.
Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, zu BILD am SONNTAG: „Ich schaue mir so etwas nicht an, und solche Sendungen sind natürlich auch kein angemessener Umgang mit der Osterbotschaft.“ (Siehe Interview)
Markus Bräuer, Medienbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland: „,Stirb langsam‘ an Karfreitag ist genauso unpassend wie der dazugehörige Trailer mit einem schmelzenden Osterhasen. Ich werde weiter das Gespräch mit den Privatsendern suchen, um eine größere Sensibilität bei der Programmgestaltung an solchen Feiertagen zu erzielen.“
Erzbischof Marx
Geldgier führt
Menschen in die Irre!
Erzbischof Reinhard Marx spricht im BamS-Interview über den Turbo-Kapitalismus, die Krise der katholischen Kirche, das Leben nach dem Tod. mehr ...(siehe unten)
Bischof Gebhard Fürst, Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, zum „Spiegel“: „Offenbar gehen die Privatsender davon aus, dass Religion Privatsache ist und bei ihnen nicht vorkommen muss. Man schaut dort leider nur auf die Quoten. Das ist ein Angriff auf die öffentliche Ordnung! Wenn der Staat Tanzveranstaltungen verbietet und gleichzeitig im Fernsehen Mord und Totschlag stattfinden, kann der Bürger die Plausibilität von staatlichen Regelungen nicht mehr nachvollziehen.“
Fast 40 Stunden Gewalt an den Feiertagen
Das Programm an Action- und Horrorfilmen summiert sich von Karfreitag bis Ostermontag auf mehr als 2360 Minuten – fast 40 Stunden! Dabei wird gefoltert, gemordet und gegruselt – vornehmlich bei den großen Privatsendern. Allein in den drei „Stirb-langsam“-Filmen pflastern fast 200 Tote den Weg von Brutalo-Cop McClane (Bruce Willis) und seinen terroristischen Widersachern.
Was sagen die TV-Macher?
Sat.1-Sprecherin Kristina Faßler: „,Stirb langsam‘ ist ein beliebter Filmklassiker, was die Zuschauerquote am Karfreitag auch gezeigt hat (Anm. der Redaktion: 2,4 Mio. Zuschauer). Insofern ist er ein angemessener Feiertagsfilm. Wir widmen uns im Programm nicht bewusst dem Thema Ostern, sondern bieten Unterhaltungsfernsehen.“
RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer: „Wir zeigen auch an christlichen Feiertagen ein ausgewogenes Programm für die ganze Familie und jeden Geschmack und bieten als Programmalternative spannende Actionfilme im Nachtprogramm. Uns liegt es fern, die religiösen Gefühle der Zuschauer zu verletzten.“
In der Politik herrscht wenig Verständnis für das österliche Blut-Programm. Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) zu BILD am SONNTAG: „Es wäre wünschenswert, dass auch die privaten Medien auf die religiösen Gefühle der Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger Rücksicht nehmen. An diesem Osterfest ist das nicht gelungen.“ Das Fernsehen habe „einen wichtigen öffentlichen Auftrag“, mahnt Oettinger. „Den Programmgestaltern kommt zu den Feiertagen eine besondere Verantwortung für die Qualität des Fernsehprogramms zu.“
Ähnlich CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer: „Die christlichen Fundamente unserer Gesellschaft dürfen nicht völlig aufgeweicht werden. Die Ostertage haben in unserem Land eine zentrale Bedeutung: Sie sollen Tage des Friedens und des Miteinanders sein, da ist Brutal-TV fehl am Platz.“
Interview mit Erzbischof Reinhard Marx
„Geldgier führt Menschen in die Irre!“
Interview mit Erzbischof Reinhard Marx über den Turbo-Kapitalismus, die Krise der katholischen Kirche, das Leben nach dem Tod. Und wie der Teufel heute aussieht.
BILD am SONNTAG: Ganz Deutschland sucht heute Ostereier, freut sich auf den Festtagsbraten mit Freunden und Familie. Was macht der Erzbischof von München und Freising?
REINHARD MARX: Nach der Messe in der Osternacht zünde ich mir die erste Zigarre nach Ablauf der Fastenzeit an und höre Händels „Hallelujah“ an. Zum Ostereiersuchen am Sonntag habe ich die Messdiener aus dem Dom eingeladen. Später kommen dann die Weihbischöfe und Kardinal Wetter zum Essen.
Reinhard Marx (54), Erzbischof von München und Freising. Um den Hals trägt er ein metallenes Bischofskreuz, in das ein Kreuzstein eingefasst ist
Was ist die aktuelle Osterbotschaft der Kirche?
Sie lautet unverändert: Das Leben ist stärker als der Tod. Der Tod kann schon damit beginnen, dass ich nur noch um mich selber kreise, keine Hoffnung habe, in der Sackgasse sitze. Die Botschaft von der Auferstehung sagt uns: Das von Gott geschenkte Leben ist stärker als jede Dunkelheit.
Ausgerechnet am Karfreitag sendete Sat.1 „Stirb langsam“, auf RTL lief „Sudden Death“ (Plötzlicher Tod). Stört Sie das?
Ich schaue mir so etwas nicht an, und solche Sendungen sind natürlich auch kein angemessener Umgang mit der Osterbotschaft. Ich hoffe, dass die Leute Programme auswählen, die den Ostertagen eher gemäß sind.
CDU-Ministerpräsident Oettinger macht das „Scheiß Privatfernsehen“ für den Sittenverfall verantwortlich . . .
Die CDU hat das Privatfernsehen doch gefördert – und glaubte, die TV-Qualität werde sich bessern. Ich war da immer schon skeptisch. Nicht immer sorgt der freie Markt für Qualität. Aber es greift zu kurz, allein den Medien den Verfall der Sitten vorzuwerfen.
Bischof und BikerReinhard Marx (54) ist der Hoffnungsträger des deutschen Katholizismus. Seit Februar ist er Erzbischof von München und Freising, einer der wichtigsten deutschen Diözesen. Zuvor war er Bischof von Trier und Weihbischof in Paderborn. In der Deutschen Bischofskonferenz ist er zuständig für Gesellschaft und soziale Fragen.
Ausgerechnet zu Ostern stürzt der deutsche Papst laut einer Umfrage in der Beliebtheit bei den Deutschen ab, nur noch 51 Prozent sind mit seiner Amtsführung zufrieden. Wie erklären Sie sich das?
Kein Bischof, kein Papst kann immer beliebt sein. Wie war es denn bei Jesus? Der hätte doch auch nicht immer gute Umfragewerte bekommen, besonders zum Schluss nicht.
Alle Umfragen weisen aus: Weit beliebter als der Papst ist der Dalai Lama. Geht es den Menschen, die von ihm ja nicht allzu viel wissen, um eine oberflächliche Event-Religion?
Da haben Sie ganz recht: Vom Dalai Lama und vom tibetischen Buddhismus wissen die meisten Menschen noch weniger als vom Christentum.
Aber der Mann löst eine unglaubliche Faszination aus . . .
. . . aber die bleibt folgenlos. Diese Begeisterung hat keine das Leben prägende Kraft. Kaum jemand wird Buddhist in Deutschland, weil er den Dalai Lama gut findet.
Woran liegt es, dass Zehntausende in Deutschland der katholischen Kirche den Rücken kehren
Wir leben in einer epochal neuen Situation. Wir haben keine Gesellschaft mehr mit geschlossenen konfessionellen oder religiösen Milieus. Eine moderne Welt, in der die Lebensstile, die Mobilität und die Möglichkeiten der Menschen grenzenlos geworden sind, lässt das nicht mehr zu. Die Freiheit kann auch dazu führen, in Freiheit Nein zum Glauben und zur Kirche zu sagen.
Welche Konsequenzen zieht die Kirche daraus?
Es gibt zu dem, was wir im christlichen Glauben erleben, keine stärkere Alternative. Deswegen gehe ich jede Wette ein, dass das Vaterunser auch in tausend Jahren noch gebetet wird, wenn es zum Beispiel die BILD am SONNTAG schon lange nicht mehr gibt. Aber: Wir werden neu missionieren müssen. Bei den Menschen muss ankommen: Wenn du mit Jesus lebst, macht das dein Leben reicher.
Quelle:http://www.bild.de/BILD/news/verm…eo=4083678.html
Gruss burmtor
Achja Frohe Ostern
Hallo !!
Erstmal vielen Dank an so einer großen Auswahl !!
Wenn ich könnte würde ich alle nehmen !!
Aber ich habe mich für das erste entschieden.( Darf ja nur eins )
Trotzdem Dank an alle die hier ihre Freitzeit geopfert haben um so viele Vorschläge beizutragen.Danke !!
Frohe Ostern an euch alle !!
Gruss burmtor
Rot, Rot und nochmals Rot
Lange Zeit hatte das Nordderby in Wolfsburg, das auch eine Neuauflage des DFB-Pokal-Viertelfinales vom 27. Februar war, durchschnittliches Bundesliga-Niveau. Die letzten zehn Minuten aber schrieben sich in die Bundesliga-Geschichte ein: Nicht weniger als vier Platzverweise sprach Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer bis zum Abpfiff des Gastspiels des ersten Bayern-Verfolgers Hamburger SV in der VW-Arena aus. Den Wolfsburger Alexander Madlung (80.) ereilte die zweite Gelbe Karte, und nur sieben Minuten später auch Vincent Kompany vom HSV (87.). Der Belgier war erst eingewechselt worden, als Madlung unter die Dusche musste. Beider Kollegen Grafite und Joris Mathijsen gingen im Schlussakkord schließlich so richtig die Gäule durch: Der eingewechselte VfL-Angreifer kassierte einen Tritt des Niederländers in die Achillessehne, für den er sich umgehend revanchierte. Zudem trat Grafite auch noch wutentbrannt auf die Werbebande ein. Beide kassierten umgehend glatt Rot.
Auch noch roter Jubel
Platzverweise, Blut und zwei Mal Luca Toni: Rot war eindeutig die Farbe des 25. Spieltags. Mit seinen Saisontreffern 15 und 16 schoss Toni die Roten aus München fast schon zum Meistertitel - zumindest für die Bayern ein erfreuliches Ereignis. Unerfreulich hingegen die anderen Vorfälle in "Rot", denn sie waren allesamt von der härteren Art. Insgesamt fünf Spieler sahen die Karte mit der Signalfarbe - alleine vier davon in Wolfsburg.
Hanke schlägt zu und fliegt
Den Anfang im Reigen der Roten Karten hatte jedoch Hannovers Mike Hanke gemacht. Bereits in der fünften Minute verpasste der frühere Schalker seinem Gegenspieler Iulian Filipescu einen Schlag in den Nacken. Der Rumäne hatte ihm zuvor auf dem Fuß gestanden, was Hanke als pure Absicht interpretierte. Der 24-Jährige musste daraufhin den Platz verlassen, Filipescu kam mit Gelb davon. Hankes Aussetzer war gleich doppelt dumm. So kurz vor der Europameisterschaft sollte der Nationalstürmer eigentlich mit guten Leistungen glänzen, will er noch auf den EM-Zug aufspringen. Mit dem Auftritt in Duisburg hat sich der Blondschopf insofern einen Bärendienst erwiesen.
Blutrotes Haupt
Nach Mike Hanke sah mit Robert Enke noch ein weiterer 96-Spieler rot, doch in diesem Fall hatte das nichts mit einem Platzverweis zu tun. Bei einer Rettungstat des Keepers kam Duisburgs Maicon einen Schritt zu spät und traf Enke mit dem Stollen am Kopf, der daraufhin stark blutend am mit schütterem Haar bedeckten Haupt behandelt werden musste. Die Platzwunde des 30-Jährigen wurde geklebt. Vorsatz war bei der Attacke des Brasilianers Maicon jedoch nicht zu erkennen.
Attacke auf Wagner
Schiedsrichter Wagner mit Feuerzeug in der Hand (Foto: ddp)
Just in dem Moment, als sich Spielleiter Lutz Wagner Enkes Verletzung näher ansehen wollte, flog dem Schiedsrichter aus dem Taunus ein Feuerzeug aus dem Fanblock an den Kopf. Dass hierbei nicht mehr passierte - also erneut Blut floss - war reiner Zufall.
Gruss burmtor
Zweitlängstes Eishockeymatch der Geschichte
Die Kölner Haie und Meister Adler Mannheim haben nur zwei Tage nach dem bislang längsten deutschen Eishockey-Spiel in Iserlohn für den nächsten Rekord gesorgt. Der 5:4-Erfolg von Köln im dritten Playoff-Viertelfinale stand erst in der sechsten Verlängerung nach 168:16 Minuten Spielzeit fest. Es war weltweit das zweitlängste Spiel der Eishockey-Geschichte. Zum 72 Jahre alten Rekord aus der nordamerikanischen Profiliga NHL fehlten nur 8:14 Minuten. 1936 gewann Detroit nach 176:30 Minuten 1:0 gegen Montréal. Der Siegtreffer zum 3:2 der Iserlohn Roosters über die Frankfurt Lions war am 20. März nach 117:45 Minuten gefallen. In Köln erlöste Philip Gogulla am Sonntag um 0.11 Uhr die Fans.
Metro Stars setzen die Ice Tigers unter Druck
Iserlohn feierte seinen zweiten Sieg im dritten Spiel bei den Frankfurt Lions ebenfalls erst nach Verlängerung mit 4:3, brauchte aber nur 42 Sekunden der Extra-Spielzeit zum Siegtreffer. Vorrundenmeister Nürnberg Ice Tigers geriet in Rückstand, der Vorjahresfinalist unterlag in der dritten Partie daheim 1:2 gegen die DEG Metro Stars. Die Eisbären Berlin gingen mit dem 6:1-Erfolg über die Hamburg Freezers in Führung. Die vierten Partien finden am 24. März statt, zum Weiterkommen sind vier Erfolge nötig.
Abwechslungsreicher Abtausch
In einer furiosen Anfangsphase in Köln führte Mannheim nach 31 Sekunden durch Blake Sloan, doch Köln konterte schnell durch Sebastian Furchner (2.), Stéphane Julien (7.) und Sean Tallaire (10.). Furchner traf auch zum 4:2 (35.), nachdem Christoph Ullmann (23.) verkürzt hatte. Michael Hackert scheiterte kurz vor Ende des zweiten Drittels mit einem Penalty am Ex-Mannheimer Robert Müller. Dafür schafften der Ex-Kölner Eduard Lewandowski (44.) und Pascal Trepanier (57.) das 4:4, das Bestand hatte, bis Gogulla traf.
Protest der Roosters
Frankfurt und Iserlohn mussten auch im dritten Viertelfinale eine Extraschicht einlegen, die Ryan Ready in Überzahl aber schnelle beendete. Iserlohn führte nach dem Marathonspiel zwei Tage zuvor schon 2:0 durch Jimmy Roy (14.) und Pat Kavanagh (25.). Richie Regehr (28.) und Jason Young (31.) glichen in Überzahl aus. Nach dem 2:3 durch Kavanagh (43.) retteten sich die Lions erst 25 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit durch Chris Armstrong in die Verlängerung, wo erneut Iserlohn jubelte. Top-Torjäger Michael Wolf ist wegen einer Spieldauerdisziplinarstrafe im vierten Spiel gesperrt. Die Roosters legten allerdings Protest nach dem Check gegen Michael Bresagk ein.
Doppelschlag der DEG bezwingt den Vorjahres-Vize
Vorrundenmeister Nürnberg erwischte einen idealen Start dank eines Eigentores von Düsseldorfs Torhüter Jamie Storr (2.), der den Puck im Liegen über die Linie drückte. Im zweiten Drittel genügte den Gästen eine kurze Drangphase, um binnen 74 Sekunden durch Patrick Reimer (31.) und Peter Boon (32.) in Führung zu gehen. Danach brachten die Rheinländer um den sicher haltenden Storr den Vorsprung nach Hause.
Stürmische Eisbären
Die Eisbären legten wie schon zwei Tage zuvor in Hamburg ein furioses erstes Drittel und führten nach 20 Minuten 5:0. Damit waren die müden Hanseaten noch gut bedient. Allerdings kehrte der zuvor drei Monate am Knie verletzte Berliner Denis Pederson zum zweiten Drittel nicht mehr auf das Eis zurück.
Gruss burmtor
Das Rennen in Malaysia
Die Roten sind wieder das Maß der Dinge
Ferrari jubelt, Ferrari weint: Die italienische Edelschmiede erlebt im malaysischen Sepang eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Dem Rest des Feldes deutlich überlegen auf Doppelerfolg-Kurs liegend fällt Felipe Massa nach einem Ausrutscher ins Kiesbett aus, Kimi Räikkönen hält aber die rote Fahne hoch und fährt den ersten Sieg für die Scuderia in der Saison 2008 ein. Mit dem Finnen auf dem Podium stehen Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team) und Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes). Vizeweltmeister Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) belegt am Ende Rang sechs.
Rosberg und Glock behaken sich
Schon in der ersten Runde machten sich zwei deutsche Piloten das Leben schwer. Während Lewis Hamilton sich schnell von Startplatz neun auf Position fünf vorarbeitet, gerieten Nico Rosberg und Timo Glock aneinander. Ein kleiner Crash, der Rosberg die Nase und Glock das gesamte Rennen kostete. Neuling Sebastien Bourdais musste derweil durch die harte Schule der Formel 1: Bremspunkt verfehlt, Abflug ins Kiesbett - Aus.
Führungswechsel beim Boxenstopp
Die beiden Ferrari machten unterdessen einen souveränen Eindruck. Beflügelt und befreit durch die Strafversetzung der Silberpfeile nach dem Qualifying konnten Massa und Räikkönen an der Spitze dem Feld davon fahren. Nach 16 Runden eröffnete Massa dann den fröhlichen Boxenstopp-Reigen, Räikkönen kam im nächsten Umlauf zum Service - und übernahm die Führung. Zu diesem Zeitpunkt war Adrian Sutil (Force India) bereits ausgeschieden.
Hamiltons Radmutter klemmt
Für Hamilton entwickelte sich der erste Boxenstopp zum wahren Fiasko. Die Radmutter am rechten Vorderrad ließ sich nicht lösen, der Mechaniker hatte seine liebe Mühe. Erst nach 20 Sekunden konnte der Brite wieder zurück auf die Strecke. Dort bekam es Hamilton mit Mark Webber zu tun. Der Australier bot dem Vizeweltmeister lange Zeit paroli, gab sich im Duell mit dem Silberpfeil keine Blöße.
Der Traum vom Doppelsieg platzt
Die gab sich nach 30 Runden ausgerechnet Massa. Bei der Jagd auf den Teamkollegen bricht dem Brasilianer in einer der schnellen Kurven plötzlich das Heck aus. Der Bolide war nicht mehr abzufangen und rutschte ins Kiesbett. Dort gruben sich die Räder ein, Massa steckte fest. Der Traum vom Doppelsieg war geplatzt. Geplatzt war auch der Motor von Sebastian Vettel (Scuderia Toro Rosso), sodass sich die Reihen der deutschen Piloten mehr und mehr lichteten.
Hamilton kämpft sich nach vorn
Hamilton versuchte, den Boxenstopp-Schnitzer auszumerzen, kämpfte sich immer weiter nach vorne. Nachdem er sich Webber während der zweiten Stopp-Phase entledigt hatte, legte sich der Brite nun Jarno Trulli (Toyota) zurecht. Doch der Italiener rettete seinen vierten Platz bis ins Ziel. Heidfeld lag nur knapp hinter Hamilton, beendete das Rennen auf dem sechsten Rang. Für Rosberg gab es nach dem Crash in der ersten Runde keinen Blumentopf mehr zu gewinnen, mehr als Rang 14 war für den Deutschen nicht zu holen.
Räikkönen und das Ferrari-Paket
Mit seinem in allen Belangen überlegenen Sieg machte Räikkönen klar, dass das Seuchenwochenende von Melbourne nur ein Ausrutscher war. Ferrari hat ein starkes Paket für die neue Saison geschnürt, nur die Knoten müssen halten.
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