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  3. Szene News

Securstar wirbt mit Online-Durchsuchung für Verschlüsselung

  • gonso-01
  • 11. Mai 2007 um 15:39
  • gonso-01
    Gast
    • 11. Mai 2007 um 15:39
    • #1

    Securstar wirbt mit Online-Durchsuchung für Verschlüsselung
    Für die Kryptolösungen DriveCrypt, PhoneCrypt, SecurWall und SecurSurf wirbt Securstar mit dem Hinweis auf die Gefahr, als Unschuldiger dennoch Opfer von "Online-Durchsuchungen" zu werden. Eine Premiere der besonderen Art: staatliche Strafverfolger werden durch Security-Anbieter als Feind dargestellt, der entsprechend zu bekämpfen ist.

    Digitalen Fahndungsmethoden im Kampf gegen den Terrorismus durch Sicherheitsbehörden fallen laut SecurStar auch Unschuldige zum Opfer - kein Konjunktiv, kein "möglicherweise", überraschend klar bezieht der Hersteller Position und äußert konkrete Befürchtungen. Und Lösungen, denn für "...unbescholtene PC-Nutzer gibt es jedoch keinen Grund, Überwachungsmaßnahmen – durch wen auch immer – hinzunehmen." Securstar wörtlich:


    "Aktuelle umstrittene Gesetzesentwürfe sehen vor, dass Rechner zur Gefahrenabwehr heimlich unter die Lupe genommen werden können. Sicherheitsdienste entwickeln Spionageprogramme, durch deren Einsatz der Nutzer im Unterschied zu einer „Hausdurchsuchung“ nichts von der Durchleuchtung bemerkt. Diese Maßnahmen dienen zwar der Verbrechensbekämpfung, sie treffen aber auch Unschuldige. Um sich gegen Überwachung zu schützen, können die SecurStar-Produkte zur Sicherung des Rechners und Mobiltelefons, zur Verschlüsselung sensibler Daten und zum anonymen Surfen eingesetzt werden."

    So die Einschätzung der Lage durch SecurStar. Als Lösung bietet das Unternehmen die HD-Verschlüsselung via DriveCrypt, Surf-Anonymisierung durch SecurWall und SecurSurf sowie PhoneCrypt gegen das Abhören und das Ausspionieren von Handygesprächen.

    Ob die Produkte halten, was sie versprechen, bleibt natürlich offen, solang nach wie vor unklar ist, wie im Einzelfall die "Online-Durchsuchung" bzw. die sogenannten "Bundestrojaner" funktioniert. Bemerkenswerter ist allemal, dass Securstar zum ersten mal in so einer offensiven Form Strafverfolger und Terrorermittler als Gegner von Sicherheitsentwicklern darstellt. Die üblichen "Feinde" im Malwaregeschäft werden damit hoch offiziell erweitert: Spammer, Trojaner- und Virenschleudern, Online-Betrüger, Ad- und Spywareverbreiter und die deutschen Strafverfolger. Willkommen in der illustren Runde.

    ist im ULC wer es brauch Home / Programme SecurStar.DriveCrypt.Plus.Pack.v3.90G.Cracked.rar


    gulli.com

  • Borat
    Gast
    • 11. Mai 2007 um 15:57
    • #2

    ich denke auch alle hersteller von antiviren-software werden die arten von bundestrojanern aufspüren und vernichten, so gut es irgendwie geht und auch damit werben. schädling bleibt schädling, ob von einem 'hacker' oder von der strafverfolgung.

  • bonschen
    Gast
    • 11. Mai 2007 um 17:16
    • #3
    Zitat


    Eine Premiere der besonderen Art: staatliche Strafverfolger werden durch Security-Anbieter als Feind dargestellt, der entsprechend zu bekämpfen ist.

    das ist doch nichts besonderes.
    wenn der staat das grundrecht und die grundgesetze verletzt, die mir und jedem
    anderen bürger zustehen, ist er (der politiker, die legislative) mein feind.


    es bricht ja auch niemand einfach so mein briefkasten auf um einfach mal so
    meine post zu lesen,
    oder fragt ob er/sie (polizist/polizistin) mal eben in meine wohnung darf
    um ein bischen zu schnüffeln.
    das soetwas trotzdem heimlich passiert, nehme ich mal stark an.
    wer die merkmale bestimmter voraussetzungen hat, wird ja auch bei einer
    rasterfahndung erfasst und dann ist auch schnell mal ein unschuldiger
    unter den schuldigen.
    shit happens.

    software firewalls werden da aber nicht weiterhelfen bei einer lücke
    im browser oder bei einer erfassung über z.b. emule.

    wie sieht es denn mit einer hardware firewll aus ?

  • Jagger
    Meister
    Punkte
    13.470
    Beiträge
    2.552
    • 11. Mai 2007 um 17:53
    • #4

    Hi,

    irgendwie kann ich's nicht mehr hören. Bundestrojaner, Raubkopierer, Terrorismusbekämpfung usw. kommt doch jedem bekannt vor, oder?
    Wer heutzutage etwas aus dem Internet runterlädt, muss sich mit dem Gedanken konfrontieren, etwas illegales getan zu haben. Wer zufällig, oder aus mangelndem Wissen, sein WLan nicht (ausreichend) verschlüsselt hat und andere benutzen es (für illegale Dinge), könnte leicht straffällig werden.
    Jetzt kommt Securstar (andere werden folgen) und wirbt damit, das zu verhindern. Was wollen die eigentlich verhindern, wenn noch nicht mal die Bundesregierung weiß, wie der Trojaner (allein das Wort klingt schon mächtig illegal), auszusehen hat?

    Meine Meinung:

    die Bundesregierung sieht es psychologisch, Druck auf User auszuüben, ähnlich wie bei den Tauschbörsen und der Rest will einfach nur Geld verdienen, mit Versprechen, die Sie nicht halten können.

    mfg Jagger

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