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Klagewelle in der Formel 1

  • blackpope
  • 5. Dezember 2007 um 16:05
  • blackpope
    Gast
    • 5. Dezember 2007 um 16:05
    • #1

    Der nächste Spionagefall in der Formel 1 landet vor dem Fia-Weltrat. Diesmal heißen die Prozessgegner McLaren-Mercedes und Renault.

    Eine zweite Spionage-Affäre in der Formel 1 könnte zu einer weiteren hohen Geldstrafe führen und sogar schon Auswirkungen auf das Klassement der kommenden Saison haben. Renault muss sich vor dem Weltrat des Internationalen Automobilverbandes Fia verantworten. Der Rennstall soll im Besitz von Unterlagen des Rivalen McLaren-Mercedes gewesen sein. Die Frage ist, ob das Team die Informationen, die ein ehemaliger McLaren-Mitarbeiter zu den Franzosen mitbrachte, zu seinen Gunsten nutzen konnte.

    McLaren-Mercedes wirft dem Weltmeister-Team von 2005 und 2006 vor, einen «klaren Nutzen und einen unfairen Vorteil» durch die Informationen gehabt zu haben. Die Silberpfeile stehen selbst am Freitag im Mittelpunkt einer weiteren Weltratsverhandlung. Dabei gehe es um eine mögliche Strafe für die Saison 2008 wegen der Ferrari-Unterlagen im Besitz des ehemaligen McLaren-Chefdesigners Mike
    Coughlan.

    Die Fia ließ in den vergangenen Monaten prüfen, ob die Informationen beim Bau des neuen Silberpfeils verwendet wurde. In der abgelaufenen Meisterschaft war das britisch-deutsche Team bereits mit dem Abzug aller Konstrukteurspunkte und der Rekordgeldstrafe von 100 Millionen Dollar belegt worden.

    Harte Strafen möglich

    Möglich ist, dass die Franzosen ähnlich hart bestraft werden, sollte ihnen etwas nachgewiesen werden. «Der Unterschied ist nach meinem Wissen der, dass im Fall von McLaren Information beinahe auf stündlicher Basis von einer Person zu McLaren geflossen ist. Bei Renault hat einer einfach einen ganzen Berg Zeichnungen mitgebracht - und das war's», sagte kürzlich Formel-1-Chef Bernie Ecclestone zu den beiden Spionage-Affären.

    Renault-Teamchef Flavio Briatore hatte den Besitz von McLaren-Daten eingeräumt, die Phil Meckereth bei seinem Wechsel im März 2006 von McLaren zu Renault mitgebracht hatte. Es handelte sich um 780 technische Zeichnungen, die auf 33 Disketten gespeichert waren. McLaren behauptet, dass die Daten auf elf Computer von Renault übertragen und auf hoher Führungsebene diskutiert worden sind.

    Renault, das in dieser Saison den dritten Platz mit 51 Punkten in der Konstrukteurswertung belegte, dementierte bislang jeglichen Einfluss der Daten auf das Design des eigenen Rennwagens. Denkbar ist neben einer Geldstrafe, dass die Franzosen mit einem negativen Punkte-Konto in die Saison 2008 starten müssen. Dies würde Renault auch im Kampf um die Gunst ihres ehemalige Weltmeister-Piloten und Ex-McLaren-Mercedes-Fahrer Fernando Alonso aus Spanien treffen, um den sich das Team bemüht.

    QUELLE:

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