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StudiVZ gibt interne Daten an Polizei weiter

  • blackpope
  • 29. Februar 2008 um 12:16
  • blackpope
    Gast
    • 29. Februar 2008 um 12:16
    • #1

    Berlin - Das Online-Netz StudiVZ arbeitet regelmäßig mit der Polizei zusammen. Auf Anfrage gibt die Geschäftsführung Daten verdächtiger Nutzer an die Ermittler bei der Kriminalpolizei und bei den Landeskriminalämtern (LKA) weiter. Dies bestätigte StudiVZ-Geschäftsführer Marcus Riecke der WELT. "Wir haben uns von all denen Nutzern, die unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert haben, bestätigen lassen, dass wir bei Ermittlungsersuchen der Strafverfolgungsbehörden Nutzerdaten weitergeben dürfen", sagte Riecke.

    Zur Herausgabe der Daten in begründeten Fällen sei das Unternehmen nach dem Telemediengesetz verpflichtet, sagte Riecke. In dem Gesetz ist festgelegt, dass die Betreiber eines Internetangebots im Einzelfall Nutzerdaten weitergeben dürfen, wenn dies der Strafverfolgung oder dem Schutz des Staats dient. Zu Anfragen berechtigt sind demnach die Polizeibehörden, der Verfassungsschutz sowie die Geheimdienste Bundesnachrichtendienst und Militärischer Abschirmdienst.

    Kripo- und LKA-Beamten verlangen laut Riecke persönliche Daten von StudiVZ. In der Woche gehen gut zehn Anfragen beim Netzwerk ein, wie der Top-Manager des zum Holtzbrinck-Konzern gehörenden Portals sagte. Zuvor hatte "Spiegel Online" über die Weitergabe der Nutzerdaten berichtet.

    Das Internetmagazin fragte konkret nach: Zu StudiVZ komme ein Staatsanwalt mit Fotos aus StudiVZ-Profilen, die Leute anscheinend beim Kiffen zeigten. Er verlange Klarnamen zu den Profilen und zu allen Kommentaren - "was machen Sie?" Riecke antwortete daraufhin: "Gott sei Dank dürfen wir bei Ermittlungsersuchen solche Daten nun herausgeben."

    Am häufigsten gehen laut Riecke Anfragen zu Straftaten aus den Bereichen Jugendschutz, Beleidigung, Volksverhetzung, Verletzungen von Persönlichkeitsrechten ein. Das Netzwerk habe durch Umfragen bei den Nutzern herausgefunden, dass knapp fünf Prozent der Profile gefälscht seien. Dahinter steckt also jeweils nicht die Person, die vom Nutzer angegeben worden ist.

    StudiVZ lässt seine Plattform nach Angaben des Geschäftsführers von rund 70 Werksstudenten überwachen. Sie müssen rund fünf Mio. Profile bei StudiVZ und weitere drei Mio. Profile bei SchülerVZ im Blick behalten.

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