1. Dashboard
  2. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  3. Filebase
  4. Forum
  5. Zebradem-WIKI
  6. Foren-Regeln
  7. Spenden Liste
    1. Spenden
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
ZebraDem-Sponsoring
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Dateien
  • Forum
  • Erweiterte Suche
  1. Forum
  2. zebradem.com
  3. Off-Topic

Wie "grün" ist die Cebit?

  • blackpope
  • 6. März 2008 um 14:15
  • blackpope
    Gast
    • 6. März 2008 um 14:15
    • #1

    Die Pseudo-Ökos der IT-Branche

    Eines der Hauptthemen der diesjährigen Cebit ist umwelt- und klimafreundlichere Technik. Allerdings wird diesem Anspruch noch kaum ein Hersteller gerecht.


    An der Farbe Grün kommt man 2008 auf der Cebit nicht vorbei, auch nicht, wenn man Motherboards fotografiert.

    Wer in diesem Jahr über die Cebit in Hannover läuft, entkommt einer Farbe garantiert nicht: Irgendwie, so wirkt es, grünt es an allen Ecken. Der Grund: Eines der diesjährigen Hauptthemen der Veranstaltung ist die so genannte "Green-IT", die umwelt- und klimafreundliche Informationstechnik. Egal ob nun der heimische Multimedia-PC oder über das Internet genutzte Server: Moderne Rechner verbrauchen enorme Energiemengen. In Zeiten des Klimawandels ist es also dringend notwendig, dass sich auch in diesem Bereich etwas tut.

    Hinzu kommt, dass die in Computern, Handys und anderen elektronischen Geräten verbaute Technologie keineswegs umweltfreundlich ist - weder in der Produktion noch in der später notwendigen Endlagerung. Trotz aller Rücknahmeverordnungen, die in den letzten Jahren in Kraft getreten sind, landet noch immer enorm viel E-Schrott auf Deponien und gefährdet somit die Umwelt. In China und anderen Entwicklungsregionen der Erde, in die dieser Müll exportiert wird, bedroht er zudem wortwörtlich die Lebensgrundlage der Menschen.

    So klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander. So trendy die vielen grünen Ecken auf der Cebit 2008 auch sind - noch tut sich bei den Herstellern viel zu wenig, kritisieren Experten. Wie eine passend zur Messe am Mittwoch vorgestellte Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigt, erfüllen selbst die aktuellen Topgeräte in Sachen "E-Öko" zahlreiche Kriterien nicht. "Ein wirklich grünes Produkt können uns die Hersteller noch nicht präsentieren", sagt Ulrike Kallee, Chemieexpertin bei der Organisation. Immerhin gäbe es erste vielversprechende Ansätze, die Industrie befinde sich auf dem richtigen Weg.

    Insbesondere im Hinblick auf so genanntes "grünes Design" lassen viele Produkte laut Kallee aber noch zu wünschen übrig. Nach wie vor produzierten viele Hersteller potenzielle Einwegprodukte. Bei denen sei dann etwa die Batterie teurer als das neue Gerät, was den Müllberg "in dieser Branche schneller als in jeder anderen" anwachsen ließe. Trotz der Fortschritte, die beim Energieverbrauch gemacht würden, werde zu wenig an die Zeit nach der Nutzung gedacht. "Green-IT ist mehr als nur sparsame Geräte. Die Hersteller müssen sich den gesamten Lebensweg ihrer Produkte vornehmen", meint die Greenpeace-Frau.

    Die Umweltorganisation setzt sich bereits seit mehreren Jahren mittels Lobby-Arbeit und Umweltkampagnen bei den Herstellern für ein Ende der Verwendung giftiger Stoffe in ihrer Hardware ein. Das ist zwar mühsam, kann aber durchaus erste Erfolge vorweisen. So gehörte etwa die populäre Marke Apple oft zu den Kritisierten, weil sie problematische Dinge wie Schwermetalle, gefährliche Flammschutzmittel oder PVC verbaute - laut Ansicht Greenpeace länger, als das notwendig gewesen wäre. Die Kritik innerhalb der so genannten "Green My Apple"-Kampagne führte letztlich dazu, dass Firmenchef Steve Jobs einen offenen Brief an seine Kunden schrieb, in dem er ankündigte, man werde sich künftig ändern. Das wurde auch eingehalten: So werden etwa in Apples neuem "MacBook Air" sortenreine Materialien verbaut, was das Recycling deutlich erleichtert.


    In der Greenpeace-Studie, die "Auf der Suche nach grüner Elektronik" heißt, lag allerdings nicht Apple vorn. Von den 14 untersuchten Firmen und ihren 37 eingereichten Geräten wurden besonders Sony und seine Mobilfunktochter Sony Ericsson gelobt. Rechentechnik wie der Laptop "Vaio TZ11" und die Handys "T650i" und "P1i" verzichteten bereits auf viele gefährliche Chemikalien, so Greenpeace. Laut der Organisation ausreichend ist das aber noch längst nicht: Die Hälfte der angelegten zehn Testmerkmale blieben auch hier unerfüllt. Am besten wäre es wohl, wenn sich der Käufer Einzelkomponenten zusammensuchen könnte: So sind Sony und Sony Ericsson bei bestimmten Chemikalien gut, während Dells Testgeräte energieeffizient daherkamen. Toshiba schnitt hingegen schlechter ab.

    Der Markt bleibt also unübersichtlich. Greenpeace gibt deshalb der Rat, sich beim Neukauf genau zu informieren. Derzeit sei Elektronik jedoch noch zu sehr "grün angehaucht". Doch immerhin: Ein Anfang scheint gemacht.

    QUELLE:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen Anmelden

Spenden

Vielen Dank für die Unterstützung!
Hiermit unterstützt du Zebradem.
Das beinhaltet überwiegend die Serverkosten und Lizenzgebühren.
Spenden

Letzte Beiträge

  1. Books3: Torrent-Aussage eines Ex-Meta-Forschers wirft Fragen zur Herkunft der KI-Trainingsdaten auf

    heugabel
    2. November 2026 um 19:27
  2. HiAnime: Sieben Angeklagte und 12,85 Millionen USDT aus dem Streaming-Geschäft

    heugabel
    1. November 2026 um 17:27
  3. mpv und mpv.net: Was der schlanke Mediaplayer bei Bild, Streaming und Untertiteln wirklich kann

    heugabel
    1. November 2026 um 09:28
  4. Illegales IPTV: Studie schätzt 3,9 Millionen Nutzer in Deutschland

    heugabel
    31. Oktober 2026 um 19:27
  5. PS5-Jailbreak: 50.000 Dollar für einen Hypervisor-Bug spalten die Szene

    heugabel
    28. Oktober 2026 um 21:27
  6. Falschgeld am Amtsgericht Hof: Ein falscher Fünfziger führt zu weiteren Funden

    heugabel
    27. Oktober 2026 um 19:28
  7. Die CD wächst wieder – doch die Umsätze erzählen nur die halbe Geschichte

    heugabel
    24. Oktober 2026 um 19:28
  8. House of Usenet ist zurück: Was die Testdomain über den Relaunch verrät

    heugabel
    23. Oktober 2026 um 20:29
  9. Telegram ohne Google-Push: So laufen Benachrichtigungen über die eigene Nextcloud

    heugabel
    22. Oktober 2026 um 17:30
  10. KI-Trainingsdaten: Meta muss die Verantwortlichen für Schattenbibliothek-Downloads benennen

    heugabel
    20. Oktober 2026 um 18:28
© 2026 Zebradem - Software by WoltLab