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Spiegel-Verlag

  • blackpope
  • 7. März 2008 um 18:52
  • blackpope
    Gast
    • 7. März 2008 um 18:52
    • #1

    Aust geht und kassiert


    Für die außergerichtliche Einigung mit dem ehemaligen „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust muss der Verlag laut Medienberichten tief in die Tasche greifen.

    Stefan Aust wird den Hamburger Spiegel-Verlag ohne weitere Auseinandersetzungen vor Gericht verlassen. Das teilte die ihn vertretende Kanzlei Matthias Prinz am Freitag in Hamburg mit. Weitere Einzelheiten nannte das Anwaltsbüro nicht. Eine Sprecherin des Spiegel-Verlags bestätigte die außergerichtliche Einigung. Aust, der seit Anfang Februar freigestellt ist, scheidet mit sofortiger Wirkung aus.

    Beide Seiten wollten sich zu Details der Vereinbarung nicht äußern. In verschiedenen Medien war im Zuge des Gerichtsstreits über eine Abfindung in Höhe von vier bis fünf Millionen Euro spekuliert worden. Mit der Einigung endet eine schlagzeilenträchtige Auseinandersetzung. Austs Vertrag war im November 2007 auf Betreiben des Hauptanteilseigners (50,5 Prozent), der Mitarbeiter KG, nicht über Ende 2008 hinaus verlängert worden.

    Eine Verjüngung an der Spitze und eine Modernisierung im Blatt waren für die Mitarbeiter nach deren Darstellung die Hauptgründe für die Neubesetzung der Chefredaktion. Der „Fernsehmann“ Aust, noch von Magazingründer Rudolf Augstein (1923-2002) gegen den Willen der Redaktion berufen, leitete das Blatt 13 Jahre lang.

    Gegen seine Kündigung hatte Aust Klage vor dem Hamburger Arbeitsgericht eingereicht. Anfang Mai sollte erneut in der Sache verhandelt werden. Der 61-Jährige war der Auffassung, dass er seine Funktion als Chefredakteur des „Spiegel“ noch bis 2010 ausüben könne, seine Tätigkeit als Herausgeber bei Spiegel TV noch bis 2013. Nach einem ergebnislosen Gütetermin Anfang Februar war Aust von seinen Aufgaben freigestellt worden.


    An die „Spiegel“-Spitze rückten damals Mathias Müller von Blumencron und Georg Mascolo, die beide seit mehr als 15 Jahren für die Medien der Spiegel-Gruppe tätig sind. Am Spiegel-Verlag sind die Mitarbeiter KG (Anteil: 50,5 Prozent), der Verlag Gruner + Jahr (25,5 Prozent) und die Erben des Magazingründers Rudolf Augstein (24 Prozent) beteiligt.

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