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Alice in der Krise: Fast 25 Prozent Kündigungsquote

  • blackpope
  • 24. April 2008 um 11:07
  • blackpope
    Gast
    • 24. April 2008 um 11:07
    • #1

    Der Telekom-Herausforderer Hansenet, der DSl-Anschlüsse unter der Marke "Alice" verkauft, steckt wegen technischer Schwächen und massenhaft eingehender Kündigungen in einer deutlichen Krise. Wie das Wirtschaftsmagazin 'Capital' berichtet, hat jeder zweite Hansenet-Kunde Probleme beim Telefonieren.

    Dies ergeben interne Analysen der Geschäftsführung, die 'Capital' bekannt sind. Die technische Schwäche sowie die Preisschlacht bei DSL hat die Kündigungsquote auf knapp 25 Prozent pro Jahr hochgetrieben, was umgerechnet auf die aktuell 2,3 Millionen Kunden rund 500.000 Kündigungen innerhalb eines Jahres bedeutet.

    Hinzu kommen demnach massenhafte Kündigungen, bevor Kunden überhaupt an das Netz angeschlossen wurden. Mindestens 50.000 der mehr als 200.000 Haushalte oder Unternehmen, die im ersten Quartal einen DSL-Vertrag unterschrieben, kehrten Hansenet den Rücken, bevor der Anschluss tatsächlich geschaltet wurde. Die Lage sei "kritisch", heißt es intern. Auch die sehr kurze Kündigungszeit von nur vier Wochen für Privatkunden verschärfe die Lage.

    Wegen Finanzknappheit tritt Hansenet-Geschäftsführer Harald Rösch beim geplanten Bau eines eigenen Glasfasernetzes mächtig auf die Bremse. Das Vorhaben, große Teile der Hamburger Innenstadt mit eigenen Glasfaserleitungen bis hin zu den Wohnhäusern zu erschließen, reduziert sich mittlerweile auf ein Pilotprojekt in einigen Stadtteilen.

    Statt der ursprünglich geplanten rund 60 Millionen Euro will Hansenet nun deutlich unter 10 Millionen Euro für das Vorhaben ausgeben. Der wichtigste Grund für den Sparkurs sind Schwierigkeiten beim Mutterkonzern Telecom Italia, dem eine Steuernachzahlung von 3,5 Milliarden Euro droht.

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