1. Dashboard
  2. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  3. Filebase
  4. Forum
  5. Zebradem-WIKI
  6. Foren-Regeln
  7. Spenden Liste
    1. Spenden
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
ZebraDem-Sponsoring
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Dateien
  • Forum
  • Erweiterte Suche
  1. Forum
  2. zebradem.com
  3. Off-Topic

Bundesrat will heimliche Online-Durchsuchungen

  • gonso-01
  • 4. Juli 2008 um 17:46
  • gonso-01
    Gast
    • 4. Juli 2008 um 17:46
    • #1

    [FONT="Arial Black"][color="Red"]Bundesrat will heimliche Online-Durchsuchungen auf Terrorabwehr beschränken [/color][/FONT]


    Bayern ist im Bundesrat mit seinem Antrag gescheitert, den verdeckten Zugriff auf informationstechnische Systeme auch zur Verfolgung schwerer Straftaten bundesweit zuzulassen. Entgegen der Empfehlung (PDF-Datei) der federführenden Ausschüsse stimmten die Länderchefs in der Plenarsitzung am heutigen Freitag mehrheitlich gegen das Begehr des Freistaats, einen entsprechenden Gesetzesentwurf in den Bundestag einzubringen. Der umstrittene Entwurf für die Novelle des Gesetzes für das Bundeskriminalamt (BKA), der heimliche Online-Durchsuchungen zur Terrorabwehr vorsieht, stieß in der Länderkammer dagegen überwiegend auf Zustimmung.


    Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) wollte den sogenannten Bundestrojaner als "letztes Mittel" im Kampf gegen gefährliche Übeltäter verankert wissen, etwa zum Vorgehen gegen die Bildung terroristischer oder krimineller Vereinigungen, Mord, Vergewaltigung, Menschenhandel oder Kinderpornografie. Dazu sollte eine Lizenz für die Ausforschung von IT-Systemen in die Strafprozessordnung (StPO) eingebaut werden. Im Einklang mit dem Sonderweg, den Bayern gerade bei Online-Razzien im Präventionsbereich bei terroristischen Gefährdungen oder Hinweisen auf schwerwiegende Straftaten beschritten hat, sollten die Fahnder für die Installation von Spähsoftware auch die Wohnungen Verdächtiger betreten und diese heimlich durchsuchen dürfen. Dieser Ansatz ging den meisten Länderchefs zu weit.

    Am Entwurf für die BKA-Novelle hat der Bundesrat derweil nur noch geringen Änderungsbedarf angemeldet. Neben einer redaktionellen Korrektur pocht die Länderkammer darauf, den "absoluten Schutz der Kommunikation in seelsorgerischen Gesprächen von Geistlichen" analog zum Strafgesetzbuch aufrechtzuerhalten. Nicht folgen wollten die Länderchefs unter anderem den Ratschlägen (PDF-Datei) des Innenausschusses, im BKA-Gesetz eine Befugnis für das Eindringen in Wohnungen für Online-Durchsuchungen zu verankern, und für größere Möglichkeiten zur Datenübermittlung zwischen den Verfassungsschützern bei Bund und Ländern sowie eine engere Kooperation zwischen dem BKA und den Polizeien der Länder zu plädieren.

    Nicht durchsetzen konnte sich auch der Wirtschaftsausschuss mit seinem Petitum, die Entschädigungsfrage für die Inanspruchnahme von Telekommunikationsleistungen neu zu regeln und so eine angemessene Entschädigung für die erbrachten Leistungen laufender Telekommunikationsüberwachungen zu erreichen. Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) hatte zuvor erneut nachdrücklich gefordert, die seit langem zugesagte und zwingend erforderliche Vergütung vor allem aufgrund der neu eingeführten Pflichten zur Vorratsdatenspeicherung zu regeln. Durch den BKA-Gesetzentwurf drohe sich das Missverhältnis zu verschärfen. Der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco erhofft sich zudem einen neuen Anstoß für die Verhandlungen über einen entsprechenden Gesetzesentwurf zur Vergütung der Provider durch ein gerade ergangenes Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts. Dessen 27. Kammer war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Verpflichtung privater Telekommunikationsdienstleister, auf eigene Kosten Technik zur Überwachung von Auslandstelefonaten (sogenannte Auslandskopfüberwachung) zu installieren, nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

    Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und SPD-Chef Kurt Beck begrüßte den Entwurf für die Änderung des BKA-Gesetzes im Umfeld der Bundesratssitzung "im Grundsatz". Er forderte aber einen einheitlichen und umfassenden Schutz sämtlicher Amts- und Berufsgeheimnisträger bei verdeckten Maßnahmen. Es sei nicht ersichtlich, weshalb einem Geistlichen dieses Recht zugestanden werde, Journalisten aber etwa nicht. Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) ergänzte, dass die Mainzer Landesregierung verdeckte Online-Durchsuchungen unter restriktiven Vorgaben bereits frühzeitig befürwortet habe. Die Sicherheitsbehörden würden diese Befugnis benötigen, um an relevante Informationen von Terroristen zu gelangen. Insgesamt schaffe die Novelle "ein modernes Polizeigesetz, das aktuelle rechtliche und technische Entwicklungen aufnimmt".

    [SIZE="1"]heise[/SIZE]

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen Anmelden

Spenden

Vielen Dank für die Unterstützung!
Hiermit unterstützt du Zebradem.
Das beinhaltet überwiegend die Serverkosten und Lizenzgebühren.
Spenden

Letzte Beiträge

  1. PhotoCraft in 24 Stunden: Wie weit trägt der KI-Nachbau von Photoshop?

    heugabel
    4. November 2026 um 20:27
  2. Books3: Torrent-Aussage eines Ex-Meta-Forschers wirft Fragen zur Herkunft der KI-Trainingsdaten auf

    heugabel
    2. November 2026 um 19:27
  3. HiAnime: Sieben Angeklagte und 12,85 Millionen USDT aus dem Streaming-Geschäft

    heugabel
    1. November 2026 um 17:27
  4. mpv und mpv.net: Was der schlanke Mediaplayer bei Bild, Streaming und Untertiteln wirklich kann

    heugabel
    1. November 2026 um 09:28
  5. Illegales IPTV: Studie schätzt 3,9 Millionen Nutzer in Deutschland

    heugabel
    31. Oktober 2026 um 19:27
  6. PS5-Jailbreak: 50.000 Dollar für einen Hypervisor-Bug spalten die Szene

    heugabel
    28. Oktober 2026 um 21:27
  7. Falschgeld am Amtsgericht Hof: Ein falscher Fünfziger führt zu weiteren Funden

    heugabel
    27. Oktober 2026 um 19:28
  8. Die CD wächst wieder – doch die Umsätze erzählen nur die halbe Geschichte

    heugabel
    24. Oktober 2026 um 19:28
  9. House of Usenet ist zurück: Was die Testdomain über den Relaunch verrät

    heugabel
    23. Oktober 2026 um 20:29
  10. Telegram ohne Google-Push: So laufen Benachrichtigungen über die eigene Nextcloud

    heugabel
    22. Oktober 2026 um 17:30

Benutzer online in diesem Thema

  • 1 Besucher
© 2026 Zebradem - Software by WoltLab