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Verbraucherzentrale: Massenhafter Missbrauch von Bankkonten-Daten

  • gonso-01
  • 12. August 2008 um 12:34
  • gonso-01
    Gast
    • 12. August 2008 um 12:34
    • #1
    Zitat

    Laut einem Bericht der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein sind CDs mit den Namen, Geburtstagen, Adressen, Telefon- und Kontonummern von insgesamt rund 17.000 Bundesbürgern aufgetaucht. Die Daten wurden von einer Firma in Nordrhein-Westfalen an andere Unternehmen verkauft. Sie könnten laut Verbrauchzentrale im Zusammenhang mit einer Reihe von Betrugsfällen in den vergangenen Tagen stehen.

    Verbraucher, die durch Anrufe mit Glücksspielangeboten belästigt wurden, mussten bisher nicht unbedingt fürchten, dass ihr Konto leergeräumt wird; das sei jetzt aber anders, meint die Verbraucherzentrale: Den Callcentern liegen Listen vor, in denen die Kontoverbindungen der Angerufenen stehen. "Uns sind die ersten Fälle bekannt, in denen von Konten der betroffenen Verbraucher abgebucht wurde, obwohl diese unmissverständlich jegliche Teilnahme an einem Glücksspiel ablehnten", erklärte Thomas Hagen, Sprecher der Verbraucherzentrale. Dennoch seien Beträge von rund 50 Euro monatlich abgebucht worden. Hagen warnte vor weiteren Missbrauchsfällen und rief die Bundesbürger auf, ihre Kontoauszüge genau zu prüfen.

    Unklar sei bislang, woher die Daten stammen. Viele Betroffene, die sich bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein beschwerten, hätten angegeben, dass sie vor längerer Zeit SKL-Lose per Kontoabbuchung bezahlt haben. Die Verbraucherzentrale hat anonym eine CD mit über 17.000 Datensätzen erhalten; neben dem Namen, der vollständigen Adresse mit Telefonnummer und dem vollständigen Geburtsdatum sind die kompletten Bankdaten von über 17.000 Verbrauchern auf dieser CD gespeichert. Die Namen der Exceldateien weisen auf die Süddeutsche Klassenlotterie (SKL) hin.

    Die Verbraucherzentrale hat das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holsten über die Vorgänge informiert. Die Datenschützer würden weitere juristische Schritte, darunter die Einleitung eines Strafverfahrens, unternehmen. (jk/c't)

    [SIZE="1"]heise[/SIZE]

  • gschaso
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    Beiträge
    320
    • 12. August 2008 um 17:57
    • #2

    Bei mir hat mal so ne Lottogesellschaft öfters und zu unmöglichsten Zeiten angerufen.
    Auf die Frage woher sie meine Nummer hätten kam die Behauptung: ich müßte mal Lotto gespielt haben. Hab ich jedoch noch nie! Erst nach mehreren Aufforderungen zur Unterlassung solcher Belästigungen, hörten die Anrufe auf.

  • Gast
    Gast
    • 16. August 2008 um 12:03
    • #3

    Datenhandel-Skandal weitet sich aus

    Zitat

    Dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel zufolge hat der Skandal um den Handel mit Kundendaten wesentlich größere Ausmaße als bislang bekannt. Der Absender der anonym an die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zugesandten CD mit 17.000 Datensätzen habe sich dem Magazin zu erkennen gegeben. "Das war nur ein erster Datensatz, tatsächlich habe ich die Adressen und Bankdaten von 1,5 Millionen Kunden gesichert", erklärte der 36-jährige Detlef T., der in einem Lübecker Callcenter gearbeitet hat, dem Spiegel.
    Vermittelt über eine Zeitarbeitsfirma hatte T. dem Vorab-Bericht der Zeitschrift zufolge vor rund drei Wochen bei der Lübecker Telefon-Firma Hanseservice angefangen. Dort habe der Geschäftsführer dem Personal die offenbar illegal beschafften Daten ausgehändigt, samt einem Drehbuch, dem die Callcenter-Agenten bei ihren Anrufen zu folgen hatten: "Sie haben doch mal bei der SKL gespielt, nun haben wir für Sie ein neues Angebot", habe er danach seine Gespräche beginnen sollen, sagte T.

    heise

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