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Teams und FIA einigen sich auf Kostensenkungen

  • gonso-01
  • 11. Dezember 2008 um 13:58
  • gonso-01
    Gast
    • 11. Dezember 2008 um 13:58
    • #1
    Zitat


    Der Automobil-Weltverband FIA und die Teamvereinigung FOTA haben sich auf einen gemeinsamen Weg zur Rettung der Formel 1 geeinigt. Bei einem Krisen-Gipfel in Monte Carlo verständigten sich die beiden Parteien gerade einmal sechs Tage nach dem überraschenden Ausstieg von Honda auf "signifikante Kostensenkungen", die den Teams und Herstellern das langfristige Überleben in der Königsklasse ermöglichen sollen. Die Gefahr weiterer Rückzüge dürfte damit vorerst gebannt sein.

    "FIA und FOTA hatten das erfolgreichste Meeting über die Belange der Formel 1, an das sich alle Beteiligten erinnern konnten", hieß es am Mittwochabend in einer FIA-Pressemitteilung: "Es wurde Einigkeit über Maßnahmen erzielt, alle ursprünglich von der FIA gesetzten Ziele für 2010 und danach zu erreichen. Darüberhinaus hatte die FOTA weitere Vorschläge für signifikante Kostensenkungen für 2009 gemacht, trotz derer die Formel 1 ihre Position als Spitze des Motorsports behält."

    Details am Freitag

    FIA-Präsident Max Mosley erklärte, dass er über den Ausgang des Treffens erfreut sei. Für Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo als Chef der FOTA war "die Einigkeit der Teams die Grundlage, die Ziele für eine neue Formel 1, aber mit der gleichen DNA zu erreichen - wie von der FIA gefordert."

    Die geplanten Sparmaßnahmen müssen jetzt noch am Freitag vom World Motor Sport Council der FIA verabschiedet werden. Erst danach sollen die Details veröffentlicht werden. Wichtigste Bestandteile der Vorschläge von Teams und Automobilherstellern dürften allerdings eine weitere Verlängerung der Laufzeit der aktuellen Motoren von den ursprünglich für 2009 vereinbarten drei auf vier GP-Wochenenden und ein komplettes Testverbot während der laufenden Saison sein.

    Nur noch 17 Triebwerke pro Saison

    Durch die längeren Einsatzzeiten der Motoren würden die Teams statt der nach den ersten Plänen noch vorgesehenen 25 nur noch 17 Triebwerke pro Saison benötigen. 2008 waren es noch 60, in der Zeit davor ohne Beschränkungen bis zu 200 pro Team. In der Frage der von Mosley favorisierten Einheitsmotoren ab 2010, die Cosworth inklusive eines Xtrac-Getriebes für 6,42 Millionen Euro liefern könnte, war die FIA den Herstellern zuletzt bereits insofern entgegengekommen, dass sie entweder den Cosworth-Motor selbst montieren oder auch weiterhin ihre eigenen Triebwerke verwenden dürften, wenn sie an die Leistung des Einheitsmotors angepasst würden.

    Vor dem Meeting hatte Mosley als Redner auf dem Motor Sport Business Forum in Monte Carlo noch seine Befürchtung wiederholt, dass nach Honda noch weitere Hersteller der Formel 1 den Rücken kehren könnten. "Honda hat sich wegen sinkender Verkaufszahlen zurückgezogen. Und es gibt keine Garantie, dass diese sinkenden Absätze, die alle Hersteller betreffen, sich nicht noch weiter verstärken. Wenn das passiert, müssen wir uns darauf vorbereiten, dass noch weitere Hersteller sich nicht nur aus der Formel 1, sondern auch aus anderen Bereichen des Motorsports zurückziehen", meinte der Brite.

    Mosley verlangt Suche nach Innovationen

    Mosley kritisierte, dass sich aufgrund der sehr einschränkenden Regeln in der Königsklasse die Ingenieure darauf konzentrieren, für viel Geld absolute Kleinigkeiten zu verbessern, anstatt nach Innovationen zu suchen. "Das zerstört langsam die Formel 1", meinte Mosley. Als Gegenbeispiel nannte er das Energierückgewinnungssystem KERS, das als neue Technologie Leute begeistern würde. Allerdings ging er nicht darauf ein, dass die Teams für die Entwicklung dieser Systeme, die 2009 eingeführt werden, enorm viel Geld aufwenden mussten und müssen. Honda soll in sein KERS-System angeblich 90 Millionen Euro investiert haben.

    Mosley warb im Fürstentum noch einmal für seine Idee des Einheitsmotors. Solche Motoren könnten die Königsklasse finanziell stabilisieren und den Weg für andere Innovationen ebnen, meinte er.

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    sportgate.de/motorsport/formel1

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