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Das Konjunkturpaket II ist beschlossene Sache

  • uludag16
  • 6. Februar 2009 um 08:30
  • uludag16
    Fortgeschrittener
    Punkte
    1.430
    Beiträge
    199
    • 6. Februar 2009 um 08:30
    • #1

    [SIZE="3"][color="Yellow"]Ist zwar etwas alt aber wird im Endeffekt jeden was angehen , es geht um unseren Geld von Bundesregierung beschlossene sache um die Wirtschaft anzukurbeln.[/color][/SIZE]

    Konjunktur-Paket

    Die wichtigsten Eckpunkte im Überblick

    Das Konjunkturpaket II ist beschlossene Sache: Union und SPD waren sich am späten Montagabend endlich einig. 50 Milliarden Euro schwer ist die Kurbel für die deutsche Konjunktur. Die wichtigsten Beschlüsse: Senkung der Krankenkassenbeiträge, eine Einmalzahlung für jedes Kind in Höhe von 100 Euro und die Senkung des Einganssteuersatzes von 15 auf 14 Prozent.

    SPD-Fraktionschef Peter Struck (65) hat die Entlastung pro Familie mit zwei Kindern auf insgesamt 400 bis 500 Euro im Jahr beziffert. Im ZDF-Morgenmagazin sagte Struck, darin seien die geplante Erhöhung des Grundfreibetrags und die Senkung des Eingangssteuersatzes sowie der Einmalbetrag von 100 Euro pro Kind eingerechnet.

    DIE WICHTIGSTEN PUNKTE IM ÜBERBLICK:

    STEUERN:

    Der Grundfreibetrag steigt von 7664 auf 8004 Euro. Gleichzeitig sinkt der Eingangssteuersatz von 15 auf 14 Prozent.

    Auf diese Weise soll die sogenannte kalte Progression abgemildert werden, die dazu führt, dass ein Großteil der Lohnerhöhungen bei unteren Einkommen durch schnell steigende Steuersätze aufgefressen werden. Von den Steuersenkungen profitieren nicht nur die Steuerzahler, sondern auch die 80 Prozent der deutschen Firmen, die Einkommensteuer zahlen.

    REICHENSTEUER:

    Die von der SPD geforderte stärkere Belastung hoher Einkommen ist vom Tisch.

    Die Sozialdemokraten wollten die Einkommensteuer für Gutverdiener befristet von 45 auf 47,5 Prozent erhöhen, um Bildungsinvestitionen zu ermöglichen. Die Union lehnte das ab.

    KRANKENKASSENBEITRÄGE:

    Der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung sinkt von 15,5 auf 14,9 Prozent.

    Davon profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. Die SPD wollte zunächst allein Arbeitnehmer und Rentner entlasten und den von ihnen getragenen Sonderbeitrag von 0,9 Prozent abschaffen. Zur Finanzierung der Beitragssenkung sollen ohnehin vorgesehene Milliardenzuschüsse des Bundes schneller als geplant in den Gesundheitsfonds fließen.

    INVESTITIONEN:

    Kernstück des Konjunkturprogramms bleibt die Erhöhung der staatlichen Investitionen.

    2009 und 2010 wollen Bund, Länder und Gemeinden insgesamt 17 bis 18 Milliarden Euro zusätzlich in die Infrastruktur stecken. Zwei Drittel sollen in Bildungseinrichtungen fließen, der Rest unter anderem in Straßen, Schienen und schnellere Internetnetze.

    KINDERBONUS:

    Alle Eltern, die Anspruch auf Kindergeld haben, erhalten pro Kind einen einmaligen Bonus von 100 Euro.

    Zudem wird der Regelsatz für Kinder aus Hartz-IV-Familien von 60 auf 70 Prozent erhöht.

    HILFEN FÜR DIE AUTOINDUSTRIE:

    Autofahrer sollen eine Abwrackprämie von 2500 Euro erhalten, wenn sie noch dieses Jahr ihr mindestens neun Jahre altes Auto stilllegen und dafür einen Neuwagen kaufen.

    Der alte Wagen muss ihnen zuvor mindestens ein Jahr gehört haben. Damit hat sich die SPD durchgesetzt. Die Union befürchtete bisher, dass die deutsche Industrie davon nicht profitiert, weil die Kunden auch ausländische Modelle kaufen.


    KURZARBEIT:

    Um Arbeitsplätze zu erhalten, soll Kurzarbeit attraktiver werden.

    Im ersten Konjunkturpaket hatte die Koalition schon die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes von zwölf auf 18 Monate beschlossen. Geplant war bisher, dass der Staat nun auch noch einen Teil der Sozialbeiträge für Kurzarbeiter übernehmen soll, die bisher voll vom Arbeitgeber getragen werden müssen. Konkrete Beschlüsse dazu wurden am Montagabend nicht bekannt.

    RETTUNGSSCHIRM:

    Zusätzlich zum zweiten Konjunkturpaket soll es – nach dem Vorbild des Schutzschirms für Banken – auch einen Rettungsschirm für Unternehmen geben.

    Vereinbart wurde ein Bürgschaftsprogramm mit einem Volumen von 100 Milliarden Euro für Unternehmen, die wegen der Zurückhaltung der Banken zurzeit keine oder zu wenig Kredite erhalten. Nicht durchsetzen konnte sich die Union mit der Forderung, dass sich der Staat im Notfall auch direkt an Firmen beteiligen soll.

    SCHULDENBREMSE:

    Bis zur Bundestagswahl im September soll eine Schuldenbremse im Grundgesetz verankert werden, die in der nächsten Legislaturperiode in Kraft treten soll.

    Parallel zu dem Investitionsfonds soll ein Tilgungsfonds beschlossen werden. Das Maastricht-Kriterium von maximal drei Prozent will die Koalition möglichst einhalten.
    Quelle:bild.de
    :bira::bira::biggrinthumb::sun_smiley:

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