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Maier: Karriereende mit Tränen

  • Teufelchen
  • 13. Oktober 2009 um 23:15
  • Teufelchen
    Gast
    • 13. Oktober 2009 um 23:15
    • #1
    Zitat

    Mit Tränen in den Augen hat Hermann Maier seine Karriere beendet. "Es ist mir sehr schwer gefallen und natürlich schwingt da eine große Wehmut in mir mit. Schließlich trenne ich mich jetzt von meinem Traumberuf und beende eine Karriere, wie ich sie mir als Bub nicht schöner hätte ausdenken können."

    "Das Anfangen war nicht so schwierig wie jetzt das Aufhören", sagte der tief bewegte viermalige Weltcupgesamtsieger in Wien. Fast eine halbe Minute musste der 36-Jährige sein Statement vor Rührung unterbrechen, ehe er die schwere Entscheidung nach 13 Jahren im Weltcup verkünden konnte.
    Maier tritt als eine der schillernsten Persönlichkeiten der Alpin-Geschichte ab. In Erinnerung bleiben nicht nur die vielen Erfolge, sondern auch zwei bemerkenswerte Comebacks des Stehaufmännchens. Bei den Winterspielen 1998 kehrte Maier nach einem schrecklich anmutenden Sturz bei der Abfahrt glorreich als Goldmedaillengewinner in Super-G und Riesenslalom zurück. Zu den größten Comebacks der Sportgeschichte zählt das nach einem schweren Motorradunfall aus dem Jahr 2001, nach dem Maier gar um seinen rechten Unterschenkel bangen musste. Doch der gelernte Maurer kämpfte sich mit großem Willen zurück und holte sich in der Saison 2003/04 seinen vierten Gesamtweltcupsieg. Für ihn selbst war das der größte Sieg seiner Karriere.
    Eine Ära geht zu Ende
    Mit 54 Weltcup-Erfolgen (41 vor und 13 nach dem Unfall) ist er hinter Schwedens Ski-Legende Ingemar Stenmark in dieser Kategorie der zweitbeste Skirennfahrer überhaupt. Bei Winterspielen gewann Maier vier Medaillen, dreimal wurde er Weltmeister. Neben den vier Großen Kristallkugeln kann er auch zehn kleine Kristallkugeln als Disziplinen-Weltcup-Sieger sein Eigen nennen. "Hermann Maier war einer der größten Athleten im alpinen Skirennsport. Er hat eine Ära geprägt. Für mich war es eine Ehre, mit ihm Rennen zu fahren", sagte Deutschlands Slalom-Ass Felix Neureuther.
    Die Entscheidung sei nach reiflicher Überlegung, aber auch spontan gekommen, gab Maier am Dienstag einen Einblick in sein Inneres. "Es ist der optimale Augenblick gekommen, Abschied zu nehmen. Mir ist bewusst, dass damit ein herausragender Lebensabschnitt zu Ende geht", sagte Maier, der im Februar 1997 seinen ersten Weltcup-Sieg in Garmisch-Partenkirchen einfuhr. Es sei das Ziel gewesen, "in einem guten Zustand entscheiden zu können, ob ich meine Karriere beende oder fortführe". Erst vergangene Woche war Maier nach einem halben Jahr Pause nach einer Knie-Operation in den Schnee zurückgekehrt. Der Körper sei in einem sehr guten Zustand, befand er, und mit Blick auf sein zukünftiges Leben sei es ihm wichtig gewesen, gesund zu sein.

    Einer der Besten seiner Zunft


    "Dass Hermann die Entscheidung nicht leicht gefallen ist, hat man gesehen", sagte Österreichs Alpin-Chef Hans Pum. "Wir haben gewusst, er wird so abtreten wie er gekommen ist: Plötzlich und spontan." Österreichs Ski-Größen Franz Klammer ("Es fehlt dem Skisport eine große Persönlichkeit, er hat niemanden kalt gelassen") und Karl Schranz ("Hermann war einer der besten Skifahrer, die es gegeben hat") würdigten den Ausnahmesportler ebenfalls.
    Privat ist Maier seit mehreren Jahren mit der Ex-Leichtathletin Stefanie Sturm liiert. Das Paar hat auf jeden Fall erst einmal viel Zeit, die Maier'sche Villa am Attersee zu genießen. "Ich freue mich schon sehr auf die Zeit danach und weitere Kapitel in meinem leben", betonte Maier. Schwanger sei seine Freundin nicht, sagte Maier am Dienstag und fügte im für ihn typischen Humor an. "Und ich auch nicht."

    Alles anzeigen

    Quelle: Eurosport.de

  • Gast
    Gast
    • 13. Oktober 2009 um 23:42
    • #2

    Kurz von meiner Seite:
    Eine lebende Legende ist nicht mehr dabei, und für alle Schisportfans bleibt eine Lücke die sobald kein anderer schließen wird können. Wann es jemals wieder einen Schirennläufer geben wird der in dieser Art die Massen begeistern wird können, steht in den Sternen.
    ...nicht nur seine Erfolge, sondern auch seine Persönlichkeit haben dazu beigetragen.

  • gesatoma
    Fortgeschrittener
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    Beiträge
    328
    • 14. Oktober 2009 um 18:33
    • #3

    sers,
    ja der "herminator" war scho a geiler fahrer. ich hab ihn immer wieder gern zugeschaut. schade das er aufhört.

  • Gast
    Gast
    • 16. November 2009 um 23:55
    • #4
    Zitat

    Eine lebende Legende ist nicht mehr dabei

    im ersten Teil stimme ich dir zu,

    Zitat

    und für alle Schisportfans bleibt eine Lücke die sobald kein anderer schließen wird können. Wann es jemals wieder einen Schirennläufer geben wird der in dieser Art die Massen begeistern wird können, steht in den Sternen.
    ...nicht nur seine Erfolge, sondern auch seine Persönlichkeit haben dazu beigetragen.

    da gibt es schon genug die diese Lücke schon seit längerem geschlossen haben. Die Massen hat nicht nur er begeistert sondern viele lockere und sympatische Rennläufer auch anderer Nationen. Zu seiner Persönlichkeit halt ich mich bewußt zurück, kenn ihn ja nur aus dem Fernsehen und den damit verbundenen Interviews.
    Schad aber jede Ära geht einmal zuende, aber deswegen ist es nicht das Ende der Welt.

  • Gast
    Gast
    • 17. November 2009 um 02:11
    • #5

    Man muss ihn nicht mögen (tu ich zwar natürlich, aber darum gehts nicht), geht darum dass er polarisiert hat und seine Intervies immer wieder spannend waren...und da kenn ich im mom keinen einzigen wo es mich annähernd so intressieren würde was er sagt und tut usw (das soll die Erfolge und meine Anerkennung der anderen nicht schmälern - aber ist nun mal so).
    Und damit steh ich ganz sicher nicht alleine...jeder Journalist wusste dass man mit einem Maier im Gespräch die Leute in Massen vor den Fernseher lockt.

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