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Kabeleinspeisung für 10 neue HD-Sender von ARD und ZDF ungeklärt

  • mandy28
  • 18. Januar 2012 um 21:17
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    • 18. Januar 2012 um 21:17
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    Zitat


    18.01.2012, 14:01 Uhr, ar
    ARD und ZDF schicken im Mai 2012 zehn neue hochauflösende Fernsehkanäle auf Sendung. Doch während die Verantwortlichen ZDFneo HD, Kika HD und Co. gerne flächendeckend verbreiten würden, haben viele Kabelnetzbetreiber noch nicht einmal die Verhandlungen zur Einspeisung aufgenommen, wie DIGITALFERNSEHEN.de auf Anfrage erfuhr.

    "Grundsätzlich würden wir unsere HD-Programme gerne über alle Verbreitungsinfrastukturen anbieten", sagte ZDF-Sprecher Walter Kehr der Redaktion am Mittwoch auf Anfrage. Über Satellit werde die Verbreitung der HD-Ableger von ZDFneo, ZDFkultur, ZDFinfo, den zusammen mit der ARD betriebenen Gemeinschaftsprogrammen Kika und Phoenix sowie dem deutschsprachigen Kulturkanal 3sat pünktlich zum 1. Mai beginnen, so Kehr.

    "Die Einspeisung dieser Programme in HD-Qualität in die Kabelnetze obliegt dem jeweiligen Kabelnetzbetreiber", erklärte der ZDF-Sprecher weiter. Ein Feedback habe man bislang nicht erhalten. "Ob sie die Programme umgehend - bzw. zu einem späteren Zeitpunkt - einspeisen, darüber haben wir derzeit noch keine Informationen". Lediglich im IPTV-Bereich sei die Deutsche Telekom an der Übernahme des kompletten HD-Angebots im Rahmen von T-Entertain interessiert.

    Ein ähnlicher Tenor kommt aus ARD-Kreisen: "In welchem Umfang die bundesdeutschen Kabel- und IPTV-Netzbetreiber von der Möglichkeit zur Weitersendung der HD-Programme Gebrauch machen werden, entscheiden die Netzbetreiber individuell", äußerte die stellvertretende ARD-Sprecherin Bettina Altenkamp gegenüber DIGITALFERNSEHEN.de.

    Man habe Kabel- und IPTV-Netzbetreiber über die vorgesehene Satellitenübertragung informiert und auch die relevanten Empfangsparameter und Signalisierungen zur regionalen Auseinanderschaltung einzelner HD-Programme vorab mitgeteilt, betonte Altenkamp. Die ARD steuert mit den Dritten Programmen von Bayerischem Rundfunk, Westdeutschem Rundfunk, Norddeutschen Rundfunk und Südwestdeutschem Rundfunk zum wachsenden HDTV-Angebot bei. Für EinsFestival, EinsExtra und EinsPlus stehen aktuell noch keine Aufschalttermine fest.

    Als wenig ergiebig erwiesen sich Nachfragen bei den relevanten Anbietern im deutschen Kabelmarkt. So äußerte Kabel-BW-Sprecher Maurice Böhler, konkrete Gespräche zu vertraglichen Vereinbarungen zur Verbreitung der weiteren HD-Sender der öffentlich-rechtlichen Sender führe man knapp drei Monate vor der Aufschaltung noch nicht. Katrin Köster von Unitymedia bat um Verständnis, dass man "grundsätzlich laufende Gespräche mit unseren Partnern" nicht kommentiere, räumte auf Nachfrage aber immerhin ein, man stehe "natürlich immer in engem Kontakt zu den Sendern, so auch zu dieser Thematik".

    Marco Gassen aus der Pressestelle von Kabel Deutschland wurde immerhin etwas konkreter: "Wir sind insofern bereits mit den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in Gesprächen, um einen Vertrag über die HD-Einspeisung der Dritten Programme ins Kabelnetz zu vereinbaren". Vollzug konnte er hingegen noch nicht garantieren, versicherte aber: "Sobald es Konkretes zu vermelden gibt, werden wir unsere Kunden und die Presse umgehend informieren".

    Deutlich weiter ist, wie von ZDF-Sprecher Kehr angedeutet, die Deutsche Telekom mit ihrer IPTV-Plattform Entertain: "Wir begrüßen die Erweiterung des HD-Angebotes seitens der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und freuen uns darauf, unseren Kunden die zusätzlichen HD-Sender anbieten zu können", sagte Pressesprecher Malte Reinhardt. "Wir sind zuversichtlich, dass die neuen öffentlich-rechtlichen Sender zum Start am 1. Mai 2012 für unsere Kunden verfügbar sein werden. Wir stimmen uns diesbezüglich sehr eng mit den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ab", sagte er und sprach von Verhandlungen "auf der Zielgeraden".

    Auf eine terrestrische Verbreitung der hochauflösenden Programmangebote von ARD und ZDF über den DVB-T-Nachfolgestandard DVB-T2 dürften Zuschauer allerdings zunächst vergeblich warten. Es gebe "derzeit keine Entscheidung auf DVB-T2, bzw. HD umzusteigen", sagte ZDF-Sprecher Kehr. ARD-Kollegin Altenkamp ergänzte: "Eine terrestrische Ausstrahlung der HD-Programme über DVB-T ist aus Kapazitätsgründen nicht möglich. Die Möglichkeiten mit dem DVB-T2 System werden ARD-intern derzeit geprüft. Ein abschließendes Ergebnis zu DVB-T2 liegt noch nicht vor".

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    Quelle : Das führende Portal für Digital-TV, Entertainment und Heimkino - DIGITALFERNSEHEN.de

    Passend zum Thema :
    "ARD und ZDF wollen nicht mehr fürs Kabel zahlen"
    auf heise online zu lesen

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    • 19. Januar 2012 um 17:29
    • #2

    ARD/ZDF wollen nicht fürs Kabelnetz zahlen

    Zitat


    19.01.2012, 15:08 Uhr

    ARD und ZDF wollen ab 2013 nicht mehr dafür bezahlen, dass ihre Programme in die Netzte der Kabelbetreiber übertragen werden. Vor allem Branchenprimus Kabel Deutschland würde darunter leiden - und läuft deswegen Sturm.

    Kabel Deutschland muss um Millionen-Einnahmen von ARD und ZDF bangen. Die Sender wollen ab nächstes Jahr nicht mehr dafür bezahlen, dass ihre TV-Programme in die Netze der Kabelnetzbetreiber eingespeist werden.
    Ein Kabel-Deutschland-Sprecher erklärte dazu, es sei nicht nachvollziehbar, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten künftig nichts mehr für die Verbreitung im Kabel zahlen wollten - gleichzeitig aber weiterhin für Übertragung per Satellit und Antenne Entgelte entrichtete. Das letzte Wort sei in der Sache noch nicht gesprochen. Nun gehe es darum, mit ARD und ZDF einen neuen Einspeisevertrag auszuhandeln. „Wir gehen davon aus, auch künftig Einspeiseentgelte zu bekommen“, betonte der Sprecher.

    Die Ankündigung der beiden Anstalten kommt überraschend. Die Sender haben sich nicht direkt geäußert, sondern über die Gebührenkommission KEF. Dieses Länder-Gremium ermittelt alle paar Jahre, wie viel Geld ARD und ZDF brauchen und legt auf dieser Basis fest, wie hoch die Fernsehgebühren werden. Damit die Gebühren ab 2013 für drei Jahre stabil bei 18 Euro blieben, verordnete die Kommission den beiden Anstalten Einsparungen.
    Nun wird langsam klar, wo das Geld herkommt.
    Ohne die Einspeiseentgelte für die Kabelfirmen würden ARD, ZDF und Arte pro Jahr zusammen knapp 60 Millionen Euro sparen. Ein Drittel dieser Summe ginge allein an Kabel Deutschland, sagte ein Brancheninsider.
    Für den Kabel-Marktführer mit 8,7 Millionen Kunden und seine zum Liberty-Global-Konzern gehörenden Rivalen Unitymedia und Kabel BW steht damit ein lukratives Geschäftsmodell auf dem Spiel. Anders als im Ausland kassieren sie für die TV-Programme doppelt ab: Alle Fernsehstationen, also auch RTL, ProSieben und Sky zahlen dafür, dass ihre Filme und Shows bei den Zuschauern ankommen. Gleichzeitig müssen die Kabelfernseh-Abonnenten für den Empfang eine Monatsgebühr berappen.
    Ursprünglich wurde das Modell gewählt, um den Aufbau des Kabelnetzes vor Jahrzehnten durch die Bundespost zu beschleunigen. Die Kabelnetzbetreiber verteidigen die Doppel-Zahlung mit dem Argument, dass sie hohe Summen in das Netz investieren müssten - und dennoch die Kabelgebühr für die Bundesbürger niedrig halten wollten.

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    • 19. Januar 2012 um 20:54
    • #3

    Ich weis nicht so recht, was ich davon halten soll.
    Einerseits freue ich mich, das KD eine Infrastruktur hat, mit der ich einen ordentlichen Internetzugang bekomme (bei der Telekom ist bei 2 MBit/s schluss).
    Auf der anderen Seite zahle ich 60,- Euro im Monat für TV und Internet, wovon etwa 16,- Euro nur für den Anschluss fällig werden. Anderswo zahlt man zwar nur 10,- Euro für den Anschluss über die Miete, aber dafür muss man den Betrag dort bezahlen, egal ob man einen Fernseher hat oder nicht.
    Vergleichen wir das mal mit der Telekom: KD musste zwar einen Teil seines Netzes abgeben, hat aber auf den eigenen Kabeln in Ihren Gebieten keine Konkurrenz. Die Telekom muss alle möglichen Billigheimer mit drauf lassen und kriegt dafür im Schnitt weniger im Monat (von den eigenen Kunden etwa 35,- Euro, von Drittanbietern vielleicht 15,-, T-Enterntain gibt es ja mit VDSL nur in wenigen Regionen). Trotzdem muss die Telekom ihr Netz am leben halten und ausbauen.
    Wieso sollten die ÖR also ausgerechnet dafür weiter bezahlen?

  • mandy28
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    • 21. Januar 2012 um 21:06
    • #4
    Zitat


    ARD und ZDF wollen sich Kabelgebühr sparen
    Die öffentlich-rechtlichen Sender müssen sparen. Deshalb wollen sie ab 2013 keine Einspeisegebühr mehr an die Kabelnetzbetreiber bezahlen.

    Die deutschen Kabelnetzbetreiber müssen um Millionen-Einnahmen von ARD und ZDF bangen. Die Sender wollen ab dem nächsten Jahr nicht mehr dafür bezahlen, dass ihre TV-Programme über Kabelnetze ausgestrahlt werden, sagte ein ARD-Sprecherin. "Die Landesrundfunkanstalten der ARD beabsichtigen, Kabel Deutschland, KabelBW und Unitymedia künftig keine Einspeiseentgelte zu bezahlen."

    Derzeit gebe es noch laufende Verträge, die weiterhin Geltung hätten. Die Kabelbranche protestiert. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten künftig nichts mehr für die Verbreitung im Kabel zahlen wollten, gleichzeitig aber weiterhin für Übertragung per Satellit und Antenne Entgelte entrichteten, sagte ein Sprecher von Marktführer Kabel Deutschland.

    Das letzte Wort sei in der Sache noch nicht gesprochen, nun gehe es darum, mit ARD und ZDF einen neuen Einspeisevertrag auszuhandeln. "Wir gehen davon aus, auch künftig Einspeiseentgelte zu erhalten", betonte der Sprecher. Ähnlich sieht das auch Rivale Unitymedia. "Es gibt keine Veranlassung, über dieses seit Jahren existierende Vertragsmodell zu reden", sagte eine Sprecherin des Kölner Unternehmens. Ans Licht gebracht hatte den Vorstoß der Öffentlich-Rechtlichen die Gebührenkommission KEF. Das Gremium ermittelt alle paar Jahre, wie viel Geld ARD und ZDF benötigen, und legt auf dieser Basis die Höhe der Fernsehgebühren fest.

    Damit die Gebühren ab 2013 für drei Jahre stabil bei 18 Euro bleiben, verordnete die Kommission den beiden Anstalten Einsparungen. Nun wird langsam klar, wo das Geld herkommt. Ohne die Einspeiseentgelte für die Kabelfirmen sparten ARD, ZDF und Arte pro Jahr zusammen knapp 60 Millionen Euro. Ein Drittel dieser Summe ginge allein an Kabel Deutschland, sagte ein Brancheninsider.

    Geschäftsmodell steht auf dem Spiel

    Insgesamt dürfte das Geld aber kaum ins Gewicht fallen: Im noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahr dürfte der Konzern 1,7 Milliarden Euro erlösen. Kabel Deutschland versorgt in 13 Bundesländern 8,7 Millionen Kunden mit Fernsehen – die zum Liberty-Global-Konzern gehörenden Rivalen Unitymedia und Kabel BW sind in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg aktiv.

    Mit der Gebühren-Absage von ARD und ZDF steht für die Unternehmen ein besonderes Geschäftsmodell auf dem Spiel. Anders als im Ausland kassieren sie für die TV-Programme doppelt ab: Alle Fernsehstationen, also auch RTL, ProSieben und Sky zahlen dafür, dass ihre Filme und Shows bei den Zuschauern ankommen. Gleichzeitig müssen die Kabelfernseh-Abonnenten für den Empfang eine Monatsgebühr berappen.

    Ursprünglich wurde das Modell gewählt, um den Aufbau des Kabelnetzes vor Jahrzehnten durch die Bundespost zu beschleunigen. Die Kabelnetzbetreiber verteidigen die Doppel-Zahlung mit dem Argument, dass sie hohe Summen in das Netz investieren müssten – und dennoch die Kabelgebühr für die Bundesbürger niedrig halten wollten.

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