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Kriterien für 4G-Mobilfunk offiziell festgelegt

  • Badly
  • 21. Januar 2012 um 20:14
  • Badly
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    Beiträge
    4.326
    • 21. Januar 2012 um 20:14
    • #1

    Rund 15 Monate nach der Auswahl der künftigen Übertragungstechniken für den Mobilfunk der vierten Generation – kurz 4G, hat die Internationale Telekommunikationsunion (ITU) in der vergangenen Woche nun endgültig die entsprechenden Kriterien verabschiedet.


    Demnach werden wie erwartet weder LTE noch WiMAX offiziell zur vierten Generation gehören, da nicht alle Bedingungen erfüllt werden. Diese sehen vor, dass im stationären Betrieb Übertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde erreicht werden müssen, bei mobilen Geräten immerhin noch 100 Megabit pro Sekunde.

    Im Upload soll in beiden Fällen eine Geschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde möglich sein.


    Zusätzlich soll die Latenz, die für einige Anwendungen auch bei LTE noch zu hoch ist, auf etwa zehn Millisekunden verringert werden. Somit wären beispielsweise auch Online-Spiele wie MMOs oder auch Videokonferenzen ohne nennenswerte Einschränkungen möglich.

    Ein weiterer Vorteil der 4G-Techniken, zu denen nach aktuellem Stand erst LTE-Advanced und WirelessMAN-Advanced (WiMAX 2) gehören werden, soll die deutlich höhere Effizienz der Frequenznutzung sein. Denn der 4G-Standard sieht vor, dass mehr Frequenzbänder als bislang gebündelt werden können.


    Da die Übertragung im 4G-Netz künftig auch bei Sprachdiensten rein paketbasiert sein wird, sollen die Investitions- und Betriebskosten für die Netzbetreiber zudem geringer als bislang ausfallen. Gleichzeitig soll die Qualität der Dienste (QoS) höher ausfallen. Bis Nutzer hierzulande aber von den Verbesserungen profitieren können, wird noch einige Zeit vergehen.

    Zwar könnte der Ausbau der bereits vorhandenen Infrastruktur nach Ansicht von Netzausrüstern wie beispielsweise Nokia Siemens Networks bereits in Kürze beginnen, allerdings wollen erst im kommenden Jahr die ersten Provider damit starten.

    quelle computerbase.de

  • viarogd
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    Beiträge
    125
    • 28. Januar 2012 um 12:43
    • #2

    Noch ein interessanter Beitrag zu dem gleichen Thema:

    "Unter dem Namen LTE Advanced wird derzeit der Mobilfunkstandard der vierten Generation entwickelt. In der Spitze werden Datenraten von 100 Mbit/s download bei hoher Mobilität angepeilt. Bei niedriger Mobilität - etwa bei stationärer Datenübertragung per Funk - sollen 1 Gbit/s beim Empfang und 500 Mbit/s beim Senden erreicht werden. Mit der neuen Datenübertragungs-Technologie soll der Verbraucher auch unter einer großen Zahl von Datenübertragungs-Geschwindigkeiten wählen können. Außerdem will man die Übertragung an den Rändern der Funkzellen im Vergleich zu 3G-Netzen verbessern. Diese Ziele will man etwa im Jahr 2014 erreichen. Die International Telecommunication Union hat für den neuen Standard LTE Advanced international den Namen "IMT (International Mobile Telecommunications) Advanced" eingeführt. LTE Advanced ist das Nachfolgeprojekt von LTE, dem Mobilfunkstandard der dritten Generation, der schrittweise ab 2010 eingeführt werden soll. Bei LTE sollen - abhängig von den technischen Möglichkeiten - bis zu 300 MBit/s beim Herunterladen und 50 MBit/s beim Senden von Daten möglich sein. LTE soll es am Anfang nur als Hotspot in Großstädten geben. Die Techniker haben sich für LTE advanced, neben der hohen Geschwindigkeit bei der Datenübertragung, eine ganze Reihe von ehrgeizigen Zielen gesetzt: Der Aufbau einer Verbindung soll nicht länger als 50 Millisekunden dauern, und das erste Datenpaket soll nach dem Aufbau der Verbindung innerhalb von 5 Millisekunden gesendet oder empfangen werden. Der Datendurchsatz an den Rändern einer Funkzelle soll für die Nutzer doppelt so hoch liegen wie bei LTE, für normale Nutzer soll er das dreifache betragen. Darüber hinaus und eigentlich selbstverständlich: Das Mobilfunknetz der vierten Generation muss natürlich störungsfrei mit den Netzen der dritten Generation zusammenarbeiten, also voll kompatibel sein. Werden all diese Ziele erreicht, wäre das mobile Funknetz der vierten Generation in der Spitze rund hundertmal schneller als das derzeitige 3G-Netz. Dann könnten mobile oder stationäre Nutzer, die Daten über Funk empfangen, anspruchsvollere Anwendungen wie Internetfernsehen oder Videos auf Abruf in bester Qualität genießen - so die Vision der Techniker. Obwohl sich LTE advanced neuer Datenübertragungs-Technologien bedient, werden nach Meinung von Experten für die neue Mobilität auch mehr und damit neue Funkfrequenzen gebraucht. Die World Radio Conference hat im Jahr 2007 einige mögliche Funkfrequenzen festgelegt. Als Bänder wurden genannt: 450-470 MHz, 698-862 MHz, 790-862 MHz, 2.3-2.4 GHz und 3.4-3.6 GHz. Diese Frequenzbänder wurden bislang noch nicht bestätigt und womöglich werden sie auch nicht weltweit für LTE advanced zur Verfügung stehen. Als Alternative wird die Möglichkeit genannt, dass der Mobilfunk der vierten Generation in einem nicht zusammenhängenden Funkspektrum sendet, also bei der Datenübertragung verschiedene Frequenzen nutzt. "

    Quelle: Advanced LTE Informationen

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