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Der FC Bayern nach der Endspielpleite Horrorshow ohne Happyend

  • mandy28
  • 20. Mai 2012 um 10:17
  • mandy28
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    • 20. Mai 2012 um 10:17
    • #1
    Zitat


    In Schönheit gestorben: Die Finalniederlage der Bayern ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, allerdings folgt sie den Regeln. Die große Parallele zum verlorenen Finale 1999 ist allgegenwärtig. Damals erholte sich das Team von dieser Tragödie. Diesmal könnte der Schmerz zu groß sein.

    Welche Anspannung, welche Anstrengung, welches Leiden. Welche Vergeblichkeit. Wie viele Krämpfe? Wie viele Tränen? Sisyphus ist seit Samstagnacht, kurz vor 24 Uhr, nicht mehr nur ein Grieche, er ist (unwillkommenes) Mitglied beim FC Bayern.

    ]Jener Elf, die unglaublich viel investiert hat, den Gipfel zu erklimmen, und die immer wieder zurückgeworfen wurde. Die 1:0-Führung in der 88. Minute verspielt, den Elfmeter, der das 2:1 bedeutet hätte, durch Robben verschossen, das Elfmeterschießen verloren - so nah dran am Silberpokal, und ihn doch nicht mal berührt. Die Münchner, in Europa seit Jahrzehnten bekannt und gefürchtet für ihre Effizienz, sind in dieser Nacht in Schönheit gestorben.

    Geschichte wiederholt sich, wer je daran gezweifelt hat, ist nun belehrt. Durch den FC Chelsea: Halbfinale gegen einen überlegenen, permanent anrennenden FC Barcelona überstanden mittels (vermutlich) einer Schlüsselszene: Foul Drogba! Elfmeter. Messi verschießt! Das Finale dann gegen einen permanent anrennenden FC Bayern überstanden durch (vermutlich) eine Szene: Foul Drogba! Elfmeter. Robben verschießt!

    Beim FC Bayern müssen sie jetzt nicht in Historien-Schinken wühlen, die große Parallele ist allgegenwärtig. Auch damals, 1999, in Barcelona, haben sie ein Finale hergeschenkt, das sie überlegen gestaltet hatten und doch nicht besiegeln konnten. Tor Sheringham (90+1.), Tor Solskjaer (90+3), Abpfiff, Trauma. Damals war es Manchester United, jetzt der FC Chelsea, der sich erhob und vorführte, was Fußball für ein surreales Theater sein kann.

    Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, die da zu beklagen ist, allerdings folgt sie den Regeln. Die Mannschaft jedoch, die mehr, die alles investiert hat, die mit Sisyphus das Tor berannte, wird bestraft. Möglich ist eine solch schräge Dramaturgie nur in diesem Sport. Im Handball hätte es bei derartigen Kräfteverhältnissen nach der regulären Spielzeit vielleicht 35:15 gestanden, im Basketball 104:44. Die fleißigen Münchner hatten nach 90 Minuten 18:1-Ecken angehäuft - nur jene einzige Ecke, die Chelsea sich eroberte, führte zum 1:1 durch Drogba.

    Wer Fußball spielt, muss mit einem solchen Schicksal leben lernen. Er muss irgendwann begreifen, wenn auch nicht akzeptieren, dass eine Horrorshow kein Happyend hat. Die Frage ist nach solchen Tragödien stets, ob sich eine Mannschaft davon erholt. Die Elf des FC Bayern ist jung, sie hat weiterhin Perspektive, und wenn sie irgendwo einen Trost sucht, dann in der eigenen Geschichte. Und in der Hoffnung, dass auch die sich wiederholt.

    Denn nur zwei Jahre nach dem Drama gegen ManUnited gewannen die Gedemütigten gegen den FC Valencia die Champions League. Spieler, die dabei waren, wie Effenberg, Scholl, Salihamidzic, sagen, die Niederlage von 1999 habe 2001 erst ermöglicht. Aus dem Schmerz erwuchs die Kraft. Es ist jetzt sehr viel, womöglich zu viel Schmerz da, nach dieser absurden Nacht.

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    Der FC Bayern nach der Endspielpleite - Horrorshow ohne Happyend - Sport - sueddeutsche.de

  • litze
    Fortgeschrittener
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    Beiträge
    329
    • 22. Mai 2012 um 14:14
    • #2

    Ich beglückwünsche die Bayern zum Lupenreinen Trippel.:D Dreimal Zweiter kann auch nicht Jeder. :smileymania:

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