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TV-Rechte für Bundesliga - Sky Gewinner, Telekom Verlierer

  • mandy28
  • 25. Dezember 2012 um 11:48
  • mandy28
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    • 25. Dezember 2012 um 11:48
    • #1

    25.12.2012, 10:00 Uhr

    Zur Vergabe der begehrten TV-Rechte für die Fußball Bundesliga lieferten sich Sky und Telekom im Frühjahr ein Wettrennen. Am Ende konnte nur einer gewinnen: Noch nie wurde so viel Geld für die Übertragungsrechte ausgegeben, noch nie wurden die Rechte für einen so langen Zeitraum vergeben - und noch nie hatte ein Bewerber so ein umfangreiches Rechte-Paket erworben wie Sky.

    Als DFL-Präsident Reinhard Rauball am 17. April 2012 die Pressekonferenz zur Vergabe der TV-Rechte mit den Worten "Heute ist ein guter Tag für den Deutschen Fußball" eröffnete, da wusste nur eine kleine Zahl von bereits Eingeweihten, welche Bedeutung diese Aussage hat. Spätestens 45 Minuten später aber - nach dem Ende der Pressekonferenz - waren alle im Bilde, und die Sensation perfekt: Sky bekam ein Rechte-Paket in noch nie dagewesenem Umfang zugesprochen und der deutsche Fußball kann sich ab der Saison 2013/2014 über deutlich mehr Einnahmen aus dem den TV-Lizenzen freuen. Die Deutsche Telekom ging hingegen leer aus.

    Erstmals wurden die TV-Rechte für die 1. und 2. Bundesliga im Jahr 2012 für insgesamt vier Spielzeiten vergeben. Beim Verfahren zur Ausschreibung hatte die DFL Anfang 2012 erstmals auf eine "Vorbehaltspreis-Auktion" gesetzt, die höhere Beträge für die Pakete garantierte. Dabei wurde für jedes der insgesamt 19 ausgeschriebenen Rechtepakete ein Mindestpreis festgelegt, der nur der DFL selbst bekannt war. Im Falle des Überschreitens des Mindestgebots für ein Paket durch mehrere Bewerber sollte eine zweite Bieterrunde angesetzt werden - was bei den Live-Rechten für die Übertragungswege Kabel und Satellit auch der Fall war.

    Die Deutsche Telekom und Sky Deutschland, die den Mindestpreis für die entsprechenden Pakete überschritten hatten, mussten in der nächsten Runde der Auktion 20 Prozent über dem konkurrierenden Gebot liegen, um den direkten Zuschlag zu bekommen. Wenn ein entsprechender Vorsprung nicht erreicht wurde behielt sich die DFL vor, dem Anbieter mit dem überzeugenderen Angebot den Zuschlag zu geben.

    Die Deutsche Telekom, die mit ihrem IPTV-Angebot Entertain und dem Fußball-Paket Liga total als Zugpferd auch auf weitere Übertragungswege expandieren wollte, konnte das Wettbieten letztendlich allerdings nicht für sich entscheiden. So gingen nicht nur die Live-Rechte für Satellit und Kabel an den Pay-TV-Anbieter Sky, sondern auch die Rechte für die IPTV-Übertragung sowie für den Mobilfunk über SkyGo und über Web-TV. Die Zusammenfassung im Free-TV blieb weiterhin erhalten, ebenso wie der angestammte Platz bei den öffentlich-rechtlichen Sender. Für die weiteren Zusammenfassungen bekam Sport1 ein weiteres Mal die Rechte.

    Überraschend war, dass sich der Medienkonzern Axel Springer ("Bild", "Welt") ebenfalls ein Paket an Rechten sichern konnte. Demnach darf das Unternehmen ab der Saison 2013/14 im Internet Zusammenfassungen zu einzelnen Begegnungen zeigen. Diese werden schon eher als die "Sportschau" abrufbar sein - aller Wahrscheinlichkeit nach gegen Bezahlung.

    Bezahlung ist auch das richtige Stichwort für die DFL, denn die Einnahmen für den kommenden Lizenzierungszeitraum stiegen auf durchschnittlich 628 Millionen Euro pro Saison. Der Gesamterlös für die neu vergebenen Rechte liegt bei etwa 2,5 Milliarden Euro, was einen Rekordwert für die Bundesliga darstellt. In Lizenzierungszeitraum zuvor waren es noch 1,65 Millionen Euro gewesen.

    Durch ihre Niederlage muss die Deutsche Telekom nun umdenken. Mit der Bundesliga als Zugpferd für das eigene IPTV-Paket Entertain ist es ab der Saison 2013/14 vorbei - es sei denn, dass Sky dem Unternehmen erlaubt, seine Übertragungen der Bundesligapartien auch über Entertain zu verbreiten. Gespräche dazu gab es schon - bisher steht eine Einigung aber noch aus. Dabei herrscht vor allem bei den Ausgleichszahlungen für die 170 000 Fußball-Kunden der Deutschen Telekom noch längst keine Einigkeit. Auf den Münchener Medientagen im Oktober signalisierten beide Unternehmen aber eine baldige Einigung.

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  • lotzik
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    1.033
    • 26. Dezember 2012 um 08:44
    • #2

    Naja, ob Sky nun wirklich der grosse Gewinner ist werden wir wohl erst wissen wenn der Lizenzierungszeitraum rum ist.
    Es ist ja ein Batzen Geld der da wieder reingeholt werden muß. Mit der Telekom ist Sky sich wohl einig geworden, aber
    aber das wird nur ein Tropfen auf dem heissen Stein sein.
    Bin echt gespannt ob und wie Sky das hinkriegt.
    Nicht das am Ende die Geldgier der DFL der Sargnagel für Sky wird.

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