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Microsoft sperrt 50.000 Keys für Windows und Office

  • Gast
  • 3. Dezember 2014 um 18:20
  • Gast
    Gast
    • 3. Dezember 2014 um 18:20
    • #1

    Microsoft sperrt 50.000 Keys für Windows und Office

    Microsoft holt zu einem neuen Schlag gegen Software-Piraten aus und sperrt über 50.000 Produktschlüssel für Office und Windows.

    Microsoft hat nun über 50.000 Produktschlüssel für Windows und Office gesperrt. Das Unternehmen wehrt sich damit laut eigenen Angaben gegen eine neue Art von Softwarepiraterie. So seien die betreffenden Produktschlüssel - die aus jeweils einer 25-stelligen Zeichenkette bestehen - als angebliche Lizenzen für die Aktivierung von Windows oder Office verkauft worden. In Wirklichkeit habe es sich aber meist für Product Keys zu zeitlich befristeten Lizenzen für Testversion oder zu OEM-Lizenzen gehandelt. "Außerdem hat Microsoft in jüngster Zeit mehrere einstweilige Verfügungen gegen Anbieter manipulierter Lizenzen erwirkt und zahlreiche Angebote auf Handelsplattformen beenden lassen", heißt es in einer Mitteilung von Microsoft Deutschland. Die Endanwender warnt Microsoft vor der Nutzung falscher Product Keys, weil dies mit erheblichen Risiken verbunden sei.

    Für betrügerische Händler, so Microsoft, sei der Verkauf manipulierter Produkt-Schlüssel besonders lukrativ, weil hierbei im Gegensatz zu herkömmlicher Software-Piraterie keine gefälschten Datenträger produziert und importiert werden müssten. Die manipulierten Schlüssel werden meistens im Netz als echte Software-Lizenzen angeboten. "In Wirklichkeit gehören sie jedoch vielfach zu zeitlich befristeten Lizenzen für Testversionen oder für Softwareentwickler, zu Volumenlizenzen für Bildungseinrichtungen oder zu OEM-Lizenzen und werden illegal vertrieben – meist ohne Wissen der eigentlichen Lizenznehmer", so Microsoft. Nutzer solcher gefälschter Produkt-Keys sind nicht für Microsoft-Update berechtigt. Aus diesem Grund seien die Rechner und Daten meist nach kurzer Zeit nicht mehr vor Angriffen geschützt. Microsoft warnt: "Es wurden aber auch schon manipulierte Windows-Versionen entdeckt, die selbst Schadsoftware enthalten. Und selbst wenn Kunden Product Keys zum Schnäppchenpreis erwerben, so ist der Kaufpreis doch in jedem Fall verloren, wenn die Fälschung aufgedeckt und der Product Key gesperrt wird.

    Anwender sollten insbesondere bei auffallend günstigen Angeboten von Microsoft-Produkten stutzig werden. Beispielsweise wenn Office Professional für weniger als beispielsweise 80 Euro angeboten werde. Diese Version habe nämlich einen Marktwert von 500 Euro und wird von Microsoft nur im Rahmen von Volumenlizenzverträgen und speziellen Sonderprogrammen für Händler und Entwickler vertrieben.
    Oft würden einzelne Händler versuchen die niedrigen Preise damit zu erklären, dass es sich um "gebrauchte" Lizenzen handele. "Sie können aber meist weder Details zur Herkunft nennen, noch mitteilen, ob die Keys zu zeitlich unbefristeten Lizenzen gehören und in welcher Form die angeblich gebrauchte Software beim Ersterwerber gelöscht wurde", so Microsoft. Grundsätzlich sollten Nutzer vorsichtig bei Händlern sein, die einzelne Produkt-Schlüssel verkaufen, ohne genau erklären zu können, woher diese stammen.

    Quelle: pc-welt

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