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50 Jahre Radarfalle

  • blackpope
  • 21. Januar 2007 um 17:38
  • blackpope
    Gast
    • 21. Januar 2007 um 17:38
    • #1

    Radarfalle - Der erste "Blitzer" stand in Düsseldorf

    Unter Polizisten heißt sie "Gebühreneinzugs-
    maschine". Wer als erster Verkehrssünder in die Radarfalle fuhr, ist aus Datenschutzgründen nicht überliefert. Vor 50 Jahren wurde erstmals in Deutschland ein Radargerät eingesetzt, das Raser überführen sollte. Nach dem ersten Feldversuch des nordrhein-westfälischen Innenministeriums am 21. Januar 1957 in Düsseldorf trat die Radarfalle ihren bundesweiten Siegeszug an.

    Erste Fallen leicht erkennbar
    Mit Blitzlicht konnten nun sogar in der Nacht Temposünder erwischt werden - die Zeitungen feierten die neue "Wunderwaffe" der Polizei, die ihrerseits davon begeistert war, "statistisch gesehen jeden Autofahrer alle zehn Tage kontrollieren zu können". Inzwischen sind die Geräte als fest montierte "Starenkästen" oder als mobile Einheiten zu tausenden über das Land verteilt - und versetzen mit ihrem Blitz Autofahrer immer wieder in ohnmächtige Wut. "Die ersten Geräte waren so groß und von weitem sichtbar, da konnte man von "Falle" noch nicht wirklich sprechen", sagt Felix Hoffmann, Leiter des Deutschen Polizeimuseums im westfälischen Salzkotten, schmunzelnd. Er hat ein Gerät der ersten Stunden in seinem Fundus.

    Unzählige Geräte zerstört
    Nicht nur zahllose Tempoverstöße, sondern auch Seitensprünge und Kapitalverbrechen haben die "Blitzer" in ihrer 50-jährigen Geschichte aufgedeckt. Dafür sind die Geräte immer wieder dem Hass der Täter ausgesetzt: Radarfallen wurden beschossen, angezündet, abgesägt, mit Farbe besprüht - und schnell durch neue Geräte ersetzt. Nachhaltigeren Erfolg hatte der Kampf auf dem Rechtsweg. Mehrfach erzwangen Rechtsanwälte den Abbau der Anlagen dort, wo sie offensichtlich mehr der klammen Staatskasse als der Unfallverhütung dienen sollten. Auch kuriose Fälle wurden aktenkundig wie vor Jahren im Ruhrgebiet, wo ein Sperrmüllsammler ein mobiles Radargerät mit einer Stereoanlage verwechselte und zum Entsetzen der Polizisten mitten im Einsatz verschleppte.

    Ein toter Beamter
    Für einen schrecklichen Zwischenfall bei einer Radarkontrolle sorgte ein Fernfahrer im Jahr 2000 an einer Autobahn in Hessen. Als er "geblitzt" wurde und fürchten musste, seinen Führerschein zu verlieren, kehrte er um, erschoss einen der Polizisten und verletzte einen zweiten Beamten schwer.

    llegale Tricks
    Inzwischen haben die Gegner der Radargeräte, die sich vom Staat trotz aller Unfallgefahr nicht bremsen lassen, aufgerüstet: Nicht nur Warnungen vor den "Blitzern" in Radio oder Internet, auch eigene Warngeräte für das Auto und reflektierende Folien für das Nummernschild sollen - meist illegal - vor Bußgeld, Punkten in Flensburg und Führerscheinentzug bewahren. Die Polizei kontert seit einigen Jahren mit modernen und kleinen Lasergeräten, die die Radartechnik in Genauigkeit übertrumpfen.

    Technik Made in Germany
    Wenige Monate vor dem ersten Einsatz 1957 in Düsseldorf war das erste Verkehrsradar im September 1956 von der Firma Telefunken auf der Internationalen Polizeiausstellung in Essen präsentiert worden. Bis dahin hatte die Polizei große Probleme, Tempoverstöße gerichtsfest nachzuweisen. Nach der Beseitigung einiger technischer "Kinderkrankheiten" ging die Weltneuheit "Made in Germany" schließlich 1958 in die Serienproduktion.

    Toleranzabzug kam später
    Erst allmählich wurde angesichts der einsetzenden Massenverfolgung von Autofahrern hinterfragt, wie zuverlässig die "aus dem Hinterhalt schießenden" Radargeräte wirklich sind. Der Verkehrsclub ADAC zog die Unfehlbarkeit des Radars in Zweifel. Autofahrern musste bald das Recht zur Stellungnahme eingeräumt und alle Messungen durften nur noch abzüglich einer Toleranz verwendet werden.

    Es blitzt und blitzt und blitzt
    Dennoch blitzt es seither ohne Unterlass - im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen allein durch die Polizei im vergangenen Jahr 1,4 Millionen Mal. Hinzu kommen die Aufnahmen der kommunalen Radaranlagen. "Geschwindigkeitskontrollen sind nach wie vor unverzichtbar", sagt eine Sprecherin des NRW- Innenministeriums. Immerhin sei die Hälfte aller Verkehrstoten auf zu schnelles Fahren zurückzuführen.

    Quelle:


    Herzlichen Glückwunsch.... :D

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