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Beiträge von mandy28
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vom 11.11.2012 00:00
Hamburg – ARD und ZDF kündigen Einspeiseverträge. Kabel Deutschland verklagt die Sendeanstalten. Ohne eine schnelle Einigung droht auch im Norden der Wegfall mehrerer Programme.
Jetzt droht der TV- Eklat: Jahrelang haben die öffentlich-rechtlichen Sender für die Einspeisung ihrer Fernsehprogramme an die großen Netzbetreiber Kabel Deutschland und Unitymedia Kabel BW bezahlt. Ab dem 1. Januar verweigern ARD und ZDF jede weitere Zahlung. Kabel Deutschland verklagt die Sender. Der Dumme dabei könnte der Fernsehzuschauer sein, der möglicherweise nur noch ein abgespecktes Programmangebot empfangen kann. Die ARD ist nicht zum Einlenken bereit: „Wir werden nicht mehr zahlen“, heißt es dort kategorisch.
Gelingt keine Einigung, müssen Fernsehzuschauer im Norden damit rechnen, dass ihnen die hochauflösende Qualität von HD-Fernsehen zum Jahreswechsel verloren geht. Zusätzlich könnten Spartensender wie Eins-Plus oder ZDF- Neo vom Bildschirm verschwinden. Nach Angaben von Kabel Deutschland fallen diese Programme für Schleswig-Holstein nicht unter die gesetzliche „must carry“-Regelung, die eine Verbreitung vorschreibt. Die ARD hat zudem die Drohung vernommen, dass auch einige dritte Programme aus dem Angebot fliegen könnten. Kabel Deutschland bestätigt offiziell, sein „Leistungsspektrum, das wir den Öffentlich-Rechtlichen zur Verfügung stellen, zu überprüfen“. Ganz aus dem Kabel rausschmeißen können die Netzbetreiber ARD und ZDF allerdings nicht. Bestimmte Angebote der Grundversorgung müssen laut Rundfunkstaatsvertrag verbreitet werden.
Die Fronten im Vertragspoker sind verhärtet. „Parallel zu Gesprächen haben wir uns entschlossen, gegen die Landesrundfunkanstalten von ARD und ZDF zu klagen“, teilt Magdalena Palewicz, Sprecherin von Kabel Deutschland, mit. Ein von Medienrechtlern der Universität Hamburg erstelltes Gutachten bestätige die eigene Auffassung, dass ARD und ZDF wie bisher Einspeisentgelte zahlen müssen. Die Expertise lasse sich auf die kurze Formel bringen: „Must carry = must pay“ (was übertragen werden muss, muss bezahlt werden). Zuletzt legten die Öffentlich-rechtlichen 60 Millionen Euro jährlich auf den Tisch. 27 Millionen davon flossen an Kabel Deutschland.
Bei der ARD hält man die fristgerecht gekündigten Verträge für ein Relikt aus einer anderen Zeit. Tausende kleiner regionaler Kabelanbieter bekämen kein Geld für die Programmeinspeisung. Es sei nicht einzusehen, dass Gebühren an Unternehmen gezahlt würden, die mit der Vermarktung des Programms gutes Geld verdienten. Nirgendwo sonst in der Welt sei das üblich, erklärt Sprecherin Brigitte Busch. Im Gegenteil: In den USA müssten Kabelnetzbetreiber an die TV-Kanäle zahlen, damit sie deren Programme verbreiten dürfen. Erste gerichtliche Anhörungen sind auf Mitte Dezember terminiert.
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Adrian von Hammerstein, Chef des Marktführers im TV-Kabel, will im Verbreitungsgebiet seines ärgsten Konkurrenten wildern. Eine Übernahme soll ihm dafür die Türen öffnen
Kabel Deutschland (KDG) ist der größte TV-Kabelnetzbetreiber in Deutschland. Weil er auch Internetzugänge anbietet, ist er zugleich der größte Konkurrent der Deutschen Telekom. KDG-Chef Adrian von Hammerstein will den Anteil am Breitbandmarkt noch viel stärker ausweiten.
Welt am Sonntag:
Herr von Hammerstein, die Zahl der TV-Kabelhaushalte in Deutschland bewegt sich nicht nach oben oder nach unten. Haben Sie einen langweiligen Job?
Adrian von Hammerstein:
Das kann ich nicht behaupten. Unser Wachstum kommt aus neuen Diensten, die wir unseren Kunden zusätzlich zum Kabelanschluss anbieten. Dazu gehören Internet- und Telefonanschlüsse ebenso wie hochauflösendes Fernsehen, digitale Videorekorder und auch Pay-TV. Die Durchdringung mit diesen neuen Diensten ist in anderen europäischen Ländern bereits viel größer als in Deutschland. Da haben wir noch viel Potenzial.
Wer ist denn Ihr ärgster Konkurrent: der Satellit, andere Kabelnetzbetreiber oder die Deutsche Telekom?
Beim Fernsehen ist der Satellit tatsächlich ein wichtiger Konkurrent für uns. Wir erarbeiten uns aber zunehmend Vorteile, weil wir durch unseren Rückkanal Interaktivität und damit beispielsweise Filme auf Abruf bieten können. Im Geschäft mit Internet und Telefon ist die Deutsche Telekom mit Abstand unser größter Wettbewerber.
Wie ernst muss man die TV-Kabelnetzbetreiber als Breitbandanbieter nehmen?Wir Kabelnetzbetreiber haben einen Breitbandmarktanteil von 15 Prozent. Im Vergleich zur Deutschen Telekom haben wir aber bei den Internetanschlüssen die leistungsfähigeren Produkte. Allein Kabel Deutschland bietet mehr als zehn Millionen Haushalten Internetanschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde an.
Wie schlagen sich die neuen Produkte in Ihren Zahlen nieder?Wir werden im laufenden Geschäftsjahr beim Umsatz um 7,5 bis 8,5 Prozent zulegen. Das ist zum einen getrieben durch hochauflösendes Fernsehen. Die Zuschauer lieben HD. Zum anderen sind es natürlich die Breitbandzugänge, mit denen wir schnell wachsen. In anderen europäischen Märkten beträgt der Anteil der Kabelgesellschaften am Breitbandmarkt zwischen 30 und 60 Prozent. Hierzulande sind es eben erst 15 Prozent – da haben wir noch viel Luft nach oben.
Der Investor John Malone, der in Deutschland bereits Unitymedia und Kabel BW gekauft hat, meldete zuletzt auch Interesse an Kabel Deutschland an. Haben Sie mit ihm einmal darüber gesprochen?Ich habe ihn bei der einen oder anderen Gelegenheit getroffen. John Malone ist ein eindrucksvoller Unternehmer und jetzt Bestandteil der deutschen Kabellandschaft.
Wäre eine Übernahme von Kabel Deutschland denn denkbar?Wir haben im Mai einen Vertrag für den Kauf der Tele Columbus unterschrieben. Voraussetzung für den Vollzug der Transaktion ist natürlich eine positive Entscheidung des Bundeskartellamtes. Darauf konzentrieren wir uns. Darüber hinausgehende Konsolidierungsschritte sind deshalb derzeit auch kein Thema.
Wäre ein einziger großer Netzbetreiber in Deutschland denn sinnvoll?
Hierfür gäbe es durchaus eine industrielle Logik. Das Netzwerkgeschäft ist ein Skalengeschäft, das Größe und Dichte erfordert – das gilt ebenso für die Technik wie auch für die Vermarktung. Aber eine solche Entwicklung steht aus unserer Sicht derzeit kaum an.
In der Vergangenheit hat sich das Kartellamt eher gegen Übernahmen ausgesprochen. Sehen Sie ein Umdenken?
Das Kartellamt beobachtet unsere Märkte sehr genau und beschäftigt sich auch eingehend mit den Veränderungen in diesen Märkten.
Das gilt auch für Ihre Übernahme von Tele Columbus?Wir rechnen mit einer Entscheidung des Bundeskartellamtes im Januar 2013. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, möchte ich mich zum Stand nicht weiter äußern.
Die großen Kabelgesellschaften haben sich Deutschland geografisch weitgehend aufgeteilt. Mit Tele Columbus hätten Sie nun plötzlich Kabelinseln im Verbreitungsgebiet von Unitymedia. Würden Sie die um des Friedens willen verkaufen?
Nein, im Gegenteil. Wenn der Zusammenschluss genehmigt wird, werden wir in Nordrhein-Westfalen und Hessen in den Wettbewerb eintreten. Wir werden einen großen Teil der Bestände von Tele Columbus dort mit Glasfaser verbinden und darüber unser ganzes Produktspektrum anbieten. Das ist eine hervorragende Grundlage für Angebote an die dortige Wohnungswirtschaft auch über die Tele-Columbus-Bestände hinaus. Im Übrigen erhalten wir erste Signale, dass die Wohnungswirtschaft dieses Vorhaben sehr begrüßen würde.
Einige Telekomgesellschaften bauen derzeit Glasfasernetze, die noch leistungsfähiger sind. Ist das TV-Kabel nur eine Übergangstechnologie?Überhaupt nicht. Unser Kabelnetz ist ein hybrides Netz, in dem sowohl Glasfaser als auch Koaxialkabel eingesetzt werden können. Große Teile des Netzes sind bereits in Glasfaser ausgebaut, die wir bedarfsorientiert im Lauf der Zeit immer näher an unsere Kunden treiben.
Auf dem Land macht sich das TV-Kabel aber rar.Da muss ich Ihnen widersprechen. Im nächsten Jahr werden wir auf dem Land schon nahezu jeden zweiten Haushalt mit unseren bis zu 100 Megabit schnellen Internetanschlüssen versorgen können. Leider sind wir aber vielerorts noch immer ein wohlgehütetes Geheimnis. Viele Bürgermeister haben keine Ahnung, was für eine leistungsfähige Infrastruktur sie bereits vor Ort haben. Das wollen wir ändern und sprechen deshalb viel mit Gemeinden.
Sie haben nun erstmals eine Dividende gezahlt. Hätten Sie mit dem Geld nicht besser Ihr Netz ausbauen sollen, um damit die Grundlage für weiteres Wachstum zu schaffen?
Wir haben die Dividende gezahlt und werden trotzdem im laufenden Geschäftsjahr rund ein Viertel unseres Umsatzes investieren. Das ist deutlich mehr als im Vorjahr und eine im Branchenvergleich hohe Investitionsquote.
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09.11.2012, 10:37 Uhr

Der Satellitenbetreiber SES konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sowohl Umsatz als auch Gewinn steigern. Dabei konnten die Bereiche Infrastruktur und Dienstleistung auch die Auswirkungen der Analogabschaltung in Deutschland aufwiegen. Einen entscheidenden Anteil daran hatte laut Unternehmen auch das kräftige Wachstum der Tochter HD Plus.
Der luxemburgische Satellitenbetreiber SES hat am heutigen Freitag seine finanziellen Ergebnisse für das am 30. September abgeschlossene Geschäftsquartal sowie für die ersten neun Monate des laufenden Jahres veröffentlicht. Demnach beläuft sich der seit Jahresbeginn erzielte Umsatz auf knapp 1,36 Milliarden Euro, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Steigerung um 6,1 Prozent bedeutet. Das EBIDTA belief sich in den neun Monaten gut 1,01 Milliarden Euro. Auch hier konnte laut Unternehmensangaben mit 6,4 Prozent eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet werden.
Der Konzerngewinn, der von Januar bis Ende September 2012 erzielt werden konnte, betrug 456,4 Millionen Euro und lag damit ebenfalls höher als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als das Unternehmen 446,7 Millionen Euro einfahren konnte. Der Auftragsbestand erreichte laut SES mit 7,2 Milliarden Euro ein neues Rekordhoch. So konnten seit Jahresbeginn Vertragsverlängerungen und Neuverträge in Höhe von 1,3 Milliarden Euro abgeschlossen werden.
Im dritten Quartal 2012 lagen die Umsatzerlöse bei 467,7 Millionen Euro und verbesserten sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 1,8 Prozent. Demnach konnte die positive Entwicklung in den Geschäftsbereichen Infrastruktur und Dienstleistungen die spürbaren Auswirkungen der Abschaltung des analogen Fernsehens in Deutschland wettmachen. So steuerte unter anderem der Geschäftsbereich Europäische Dienstleistungen einen höheren Teil des Umsatzes bei. Dieser gehe laut SES unter anderem auf das kräftige Wachstum von HD Plus in Deutschland zurück. Insgesamt habe der Konzerngewinn zwischen Anfang Juli und Ende September bei 157,7 Millionen Euro gelegen.Quelle: Das führende Portal für digitale Medien und Entertainment - DIGITALFERNSEHEN.de
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09.11.2012
7390 84.05.29-23841
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Du weisst schon selber wie das gemeint war aber gut ich übersetz es Dir mal.
Man kann sich über solche überfüssigen Fragen nur wundern ,
deren Antwort bereits seit Tagen hier Schwarz auf Weiß stehtOT Ende
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manchmal kann man wictklich nur Kopfschüttel
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vom 08.11.2012 09:40

Der nächste logische Schritt nach dem Zusammenschluss unter dem Namen Unitymedia Kabel BW: Kunden von Unitymedia und Kabel BW verfügen ab sofort über das gleiche Angebotsspektrum. Kunden in Baden-Württemberg haben nun gegen entsprechende Bezahlung ebenfalls Zugriff auf die Pay-TV-Pakete "DigitalTV Allstars" und "DigitalTV Highlights", die den Unitymedia-Kunden bereits in der Vergangenheit zur Verfügung standen.
Im Gegenzug fällt für die Kabel-BW-Kunden das bisherige Programmpaket "MeinTV" weg. Zu den neu aufgeschalteten Sendern für Pay-TV-Kunden zählen RTL Crime, ProSieben Fun, Passion, PenthouseTV, Nautical Channel und Unitel Classica.
Für die Baden-Württemberger gibt es außerdem ab sofort die Möglichkeit, eine HD-Option für vier Euro im Monat zu buchen, welches ProSieben Fun HD, Kinowelt HD und RTL Crime HD zum Start beinhaltet. Außerdem sind weitere Sender der RTL Mediengruppe Deutschland und ProSiebenSat.1 wie RTL HD und ProSieben HD in der HD-Option enthalten.
Quelle : Fernseher Receiver Blu-ray-Player Portal
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da er nicht mehr verfügbar ist. -
Ohne Abo ist auch mit Schüssel nicht viel los

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Schau mal hier https://www.zebradem.com/66782-kartella…n-selbstlaeufer
Tele Ccolumbus verschlüsselt mit NDS
und NDS ist dicht>> https://www.zebradem.com/wiki/index.php?title=Tele_Columbus
>> https://www.zebradem.com/wiki/index.php?title=Smartcard -
Negativ
schau Dir mal die Emu Kartenstatus Ampel hier im Forum an -
Dein Thread Titel :Tele Columbus
ist ja sehr aussagekräftig und einfallsreichWenn Du erwartest das hier viel user reinschauen , dann solltest Du auch etwas einfallsreicher mit dem Titel des Threads sein.
Wie z.B. Kurzbeschreibung des Problems.
Unter "Tele Columbus" kann man sich viel vorstellen , (neue Sender, Angebote , News ect ect ect)Das nur als Tip
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Herzlich Willkommen an Board
Viel Spass und viel Input -
[color="#FFA07A"]Heute Gratulieren wir zum Geburtstag[/color]memoli29 (43)
[color="#FFFF00"]Herzlichen Glückwunsch und alles gute[/color]
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thanks kickelhahn , für den Beitrag und die Zusatz Infos
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[color="#FFA07A"]Heute Gratulieren wir zum Geburtstag[/color]udopaul (51),
Strikezone,
xflowx (19)[color="#FFFF00"]Herzlichen Glückwunsch und alles gute[/color]
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Angeregt von offenen und preisgünstigen Plattformen wie Arduino und Raspberry Pi, will das Team um den “Parallella” dasselbe für Hochleistungsrechner schaffen, wie sie beispielsweise in der Wissenschaft eingesetzt werden. Der Mini-”Supercomputer” soll für gerade einmal 99 US-Dollar auf den Markt kommen.

4.965 Unterstützer hat das Parallella-Projekt auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter gefunden. Das hoch gesteckte Finanzierungsziel von 750.000 US-Dollar wurde um knapp 150.000 US-Dollar überschritten. Damit haben die Macher nun eine gute Ausgangsposition, um ihre Idee vom Parallel Computing für Jedermann Wirklichkeit werden zu lassen. Hinter dem Projekt steht das Chip-Startup Adapteva aus Massachusetts.
Parallella soll dabei offen, preiswert und einfach zu benutzen sein. Diese Ziele hat sich Adapteva nach eigenen Aussagen gesteckt. Arduino und Raspberry Pi werden als große Vorbilder genannt und diese beiden haben in ihren jeweiligen Feldern schließlich schon für ordentlich Aufsehen gesorgt.
Das jetzt beworbene Parallella-Board kann man dabei für sich betrachtet nicht als Supercomputer bezeichnen, wie auch die Macher zugeben. Die eigentliche Leistung entsteht, wenn man mehrere Parallella innerhalb eines Clusters gleichzeitig betreibt. Zehn Parallella im Verbund entfalten eine Rechenleistung, die 2002 noch als Supercomputer durchgegangen wäre, wie Adapteva vorrechnet. Und wenn alles klappt, soll das jetzige Board nur der Anstoß für eine Supercomputing-Plattform werden. Adapteva macht den Interessierten den Mund wässrig, in dem die Macher von künftigen Boards mit mehreren 1.024-Kern-Prozessoren schwärmen.
Die gesamte Parallella-Architektur und Dokumentation für Entwickler soll veröffentlicht werden. Sprich: Auch das Design des Boards wird frei zugänglich sein. Bei der Entwicklung setzt das Team auf vorhandene Hilfsmittel aus dem Open-Source-Bereich. Zum Einsatz kommt dabei eine Zynq-7010 ARM A9 CPU mit zwei Kernen, sowie ein “Epiphany Multicore Accelerator” von Adapteva mit zunächst 16 Kernen. Und an dieser entscheidenden Stelle ist die Offenheits-Strategie derzeit inkonsequent: Der Aufbau des hauseigenen Epiphany-Prozessors ist nicht Open Source. Ob sich das künftig noch ändert, mag Adapteva nicht versprechen.

Andreas Olofsson, Roman Trogan und Yaniv Sapir sind verantwortlich für die Entwicklung des Parallella und haben nach Angaben von Adapteva zwischen 10 und 20 Jahren Erfahrung in diesem Bereich. Die Firma selbst wurde 2008 gegründet. Warum sie überhaupt den Weg über Kickstarter gehen, erklären die Macher mit der schleppenden Akzeptanz des Themas Parallel Computing über den Wissenschaftsbereich hinaus. Große Firmen seien dafür kaum empfänglich. Entsprechend hofft Adapteva mit dem Projekt also auch, mehr Aufmerksamkeit für das Thema im Allgemeinen und die eigenen Produkte im Speziellen zu bekommen.
Wenn man so will, ist es eine Werbeaktion in eigener Sache, die aber am Ende der Allgemeinheit zugutekommen kann. Im Parallel Computing sieht Adapteva jedenfalls wenig überraschend die Zukunft. Dass man nie genug Rechenpower in noch kleineren Gehäusen zu noch kleineren Preisen bei noch weniger Stromverbrauch jederzeit gebrauchen kann, steht dabei sicher außer Frage. Den großen Erfolg von Arduino und Raspberry Pi macht dabei aus, dass sich jeweils große Fangemeinden um die Projekte gebildet haben. Allerdings wird der Raspberry Pi beispielsweise von einer gemeinnützigen Organisation gefördert und nicht wie der Parallella von einem Unternehmen.
Mit dem Kickstarter-Geld will Adapteva nun die vorhandenen Prototypen weiterentwickeln, die noch weit entfernt vom versprochenen “Scheckkartenformat” sind (siehe Fotos oben). Sie hoffen, im Mai 2013 ausliefern zu können.
Technische Daten des ParallellaZynq-7010 Dual-Core ARM A9 CPU
Epiphany Multicore Accelerator (16 Kerne)
1 GB RAM
MicroSD Card
2x USB 2.0
Ethernet 10/100/1000
HDMI
Ubuntu als Betriebssystem
Entwicklerwerkzeuge wie u.a. C compiler, Multicore Debugger, Eclipse IDE, OpenCL SDK/compiler
Maße: 8,6 x 5,3 cm
