Willkommen auf Zebradem!!
Beiträge von Gismo123
-
-
Auch von mir alles gute. Real Life geht nunmal vor.
Halt die Ohren steif. -
Fußball-Projektleiter Jürgen Klinsmann ist lange weg, Fußball-Fachmann Louis van Gaal endlich da - und trifft gleich erste Personalentscheidungen. Hermann Gerland wird wie von den Bayern-Bossen gewünscht Co-Trainer des Niederländers beim deutschen Rekordmeister.
Das teilte der FC Bayern München mit, nachdem die Zusammenarbeit bei einem «guten Gespräch» beschlossen worden war. Weiterer Co-Trainer wird van Gaals niederländischer Landsmann Andries Jonker. Gerland war seit 2001 Cheftrainer der zweiten Mannschaft des FC Bayern München und unterstützte in den vergangenen Wochen Interimstrainer Jupp Heynckes bei dessen Arbeit.
Van Gaal war zu Gesprächen mit den Chefs des FC Bayern in München eingetroffen, um die Personalplanungen für die kommende Saison voranzutreiben. Dann wird Zé Roberto wohl nicht mehr dabei sein. Der Brasilianer gab bekannt, dass er den von den Münchnern angebotenen Einjahresvertrag nicht annehmen werde. «Es ist kein Geheimnis, dass ich einen Zweijahresvertrag unterschrieben hätte. Ich denke meine körperliche Verfassung und die gezeigte Leistung der letzten Saison, lassen erkennen, dass ich problemlos zwei Jahre hätte weiterspielen können. Doch der Verein hat seine Gründe und die gilt es genauso zu akzeptieren und zu respektieren und das tue ich», sagte der 34- Jährige, dem der FCB nur einen Kontrakt über ein Jahr angeboten hatte.
Zwar befinden sich die Bayern-Profis auf Länderspielreise oder schon im Urlaub, aber auch in der Ferne ist die Vorfreude auf den Amtsantritt van Gaals am 1. Juli schon groß. «Der absolut wichtigste Transfer ist der Trainer», betonte Nationalverteidiger Philipp Lahm - und Präsident Franz Beckenbauer pflichtete bei: «Van Gaal ist derjenige, den man sich gewünscht hat. Er ist ein Fußball-Fachmann, ein Fußball-Lehrer, der seine Vorstellungen um- und durchzusetzen versteht. Ich hoffe, dass es diesmal funktioniert.»
Nach einer titellosen Saison und dem gescheiterten Experiment mit dem Vereins-Novizen Klinsmann setzen Manager Uli Hoeneß, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge & Co. wie schon bei Feuerwehrmann Jupp Heynckes auf Erfahrung. «Ich bin sehr zuversichtlich, dass er bei uns Ordnung, Disziplin und taktische Vorstellungen vorgibt», sagte Lahm in der «Süddeutschen Zeitung» und glaubt an eine stärkere Bayern-Mannschaft. «Der Trainer wird viel mehr herausholen aus ihr als im vorigen Jahr. Wenn die Taktik stimmt, ist mehr gewonnen als durch viele Transfers.» Bis Mitte der Woche wird van Gaal in der bayerischen Landeshauptstadt bleiben, in der er sich auch eine Bleibe für sich und seiner Frau Truus suchen muss. Noch logiert er im Hotel.
Bei den Gesprächen dieser Tage in München wird es nach der Entscheidung über van Gaals Assistenten vermehrt um offene Personalfragen gehen. Welcher Außenverteidiger wird geholt? Geht der FC Bayern mit Michael Rensing und Jörg Butt in die kommende Saison oder kommt eine neue Nummer 1? Was wird aus Reservisten wie Tim Borowski oder Breno? Was wird nach dem Gomez-Kauf aus Luca Toni? Nach Gerlands Berufung wird die Aufgabe bei der Bayern-U-23 wohl beim früheren Publikumsliebling Mehmet Scholl bleiben.
Als Zugänge für die neue Saison stehen Mario Gomez, Ivica Olic, Anatolij Timoschtschuk, Alexander Baumjohann und der bisher ausgeliehene Andreas Görlitz fest; wenn es nach Lahms Wünschen geht soll das noch nicht das Ende sein. Gerne würde der Nationalspieler auch weiter mit dem Franzosen Franck Ribéry zusammenspielen, der Spielball vieler Wechselspekulationen ist. Auch dieses Thema dürfte zwischen van Gaal und den Bossen zur Sprache kommen.
Während es jede Menge Lob für den neuen Coach gab, wurde über einen Monat nach der Trennung vom Ex-Trainer auch noch mal Kritik an Klinsmann wiederholt. Die Umstellung von Nationalmannschaft zum Verein sei diesem nicht gelungen, sagte Lahm, und Beckenbauer ergänzte in einem «dfb.de»-Interview. «Der Verein hat ihm doch alle Wünsche erfüllt. Es hat aber nicht funktioniert. Das ist wirklich bedauerlich.»
© DPA -
Befreiung für Mario Gomez, Schützenfest vor dem ersehnten Urlaub: Nach 829 torlosen Minuten hat Neu-Münchner Gomez mit seinem ersten Viererpack in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Dubai für einen gelungenen Abschluss der umstrittenen Asien-Reise gesorgt.

Beim munteren 7:2 (4:0) gegen die überforderten Kicker der Vereinigten Arabischen Emirate trafen neben dem Mann des Tages (35./45.+2/47./90.+2) vor 7000 Zuschauern im Al-Maktoum-Stadion auch noch Heiko Westermann (29.), Piotr Trochowski (39.) und Abdulasam Jumaa mit einem Eigentor (52.). Ismail Salem (53.) und Nawaf Mubarak (73.) gelang ein wenig Ergebniskosmetik für die Gastgeber.
Damit kann Bundestrainer Joachim Löw die Vorbereitungen auf den «heißen Herbst» in der WM-Qualifikation in Ruhe angehen. Dieser beginnt für die DFB-Auswahl am 12. August in Aserbaidschan. Gegen das von Berti Vogts trainierte Team werden in Baku ähnliche Temperaturen wie in Dubai erwartet.
Löw sprach von einer lohnenswerten Reise. «Manuel Neuer hat gut gehalten, Mario Gomez wieder getroffen. Das sind zwei Punkte, die mich erfreuen», sagte der Bundestrainer. Matchwinner Gomez war überglücklich. «Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Es ist gut, dass der Fluch endlich weg ist. Ich freue mich jetzt wahnsinnig auf den Urlaub, denn die Saison war sehr lang», bekannte er. Auch Bastian Schweinsteiger, in seinem 67. Länderspiel erstmals Kapitän, war zufrieden: «Man ist froh, dass man es überstanden hat. 7:2 ist okay.»
Wenn auch nicht die befürchteten extremen Sauna-Bedingungen herrschten, wurde das letzte Spiel einer kräftezehrenden Saison für Löws Not-Elf noch einmal zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Doch die Akteure überwanden den inneren Schweinehund und lieferten gegen den 120. der Weltrangliste über weite Strecken eine engagierte Vorstellung, die den kraftlosen Auftritt vier Tage zuvor in Shanghai vergessen ließ. Ein besonderes Glücksgefühl erlebte dabei Gomez, für den die ersten Tore für Deutschland nach 15-monatiger Durststrecke wie eine Erlösung waren. Auch der DFB durfte sich als Gewinner der Werbe-Tour fühlen. Durch die Vermarktung der TV-Rechte für die Spiele fließen ein paar Millionen in die Kasse des Verbandes.
Vor dem Spiel fiel in der spärlich besetzten Arena die Lautsprecheranlage aus, auf dem Rasen funktionierte ein paar Mal die deutsche Abwehr nicht. So erhielt Neuer, Neuling Nummer 27 in der Ära Löw überraschend oft Gelegenheit, sich auszuzeichnen und Punkte im Vierkampf um den Stammplatz im Tor zu sammeln. Bei den beiden Gegentoren war Neuer völlig machtlos. Im Spiel nach vorne setzte lange Zeit vor allem Trochowski die Akzente, über dessen linke Seite die meisten gefährlichen Angriffe der um Wiedergutmachung für das 1:1 in China bedachten deutschen Mannschaft liefen.
Wie schon in Shanghai hielt sich das Interesse der einheimischen Bevölkerung auch beim zweiten Test arg in Grenzen, denn die meisten Zuschauer auf den Rängen waren Deutsche. Und die sahen einen klar dominierenden Vize-Europameister. Die beste Chance vergab zunächst Lukas Podolski (9.), dessen Schuss aus spitzem Winkel an den Pfosten prallte. Doch erst als Westermann nach einer knappen halben Stunde ein Zuspiel von Philipp Lahm mit der Fußspitze über die Linie drückte, war der Bann gebrochen.
Und endlich durfte auch Gomez erstmals seit März 2008 wieder über ein Länderspiel-Tor jubeln. Nach uneigennütziger Vorarbeit von Podolski traf der künftige Münchner zum 0:2. Die tapfer, aber auch naiv spielenden Gastgeber luden die deutsche Mannschaft weiter förmlich zum Toreschießen ein. Sechs Minuten vor der Pause wurde auch Trochowski für seine Mühe belohnt, als er eine Kombination über Podolski und Andreas Hinkel mit dem dritten Treffer abschloss. In der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten setzte Gomez sogar noch einen drauf und streifte das Trauma der Erfolglosigkeit endgültig ab.
Damit war der Torhunger des künftigen Bayern-Stürmers aber noch nicht gestillt. Nach einer Koproduktion mit seinem ehemaligen Stuttgarter Angriffskollegen Cacau, der nach dem Seitenwechsel für Podolski ins Spiel kam, erhöhte Gomez auf 5:0. Das halbe Dutzend voll machte kurz darauf Jumaa, der einen Schuss von Schweinsteiger ins eigene Tor verlängerte. Nicht mehr als ein Schönheitsfleck waren am Ende die beiden Gegentreffer, die die deutsche Mannschaft nach Unaufmerksamkeiten in der Abwehr kassierte.
© DPA -
Ausgelassener Jubel bei Paderborn, Tränen bei Osnabrück: Der SC Paderborn hat dank des Treffers von Frank Löning (63.) die Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga gefeiert und den gastgebenden VfL in die Drittklassigkeit gestoßen.

Nur vier Tage nach dem 1:0 im Hinspiel gewann das Team aus Ostwestfalen auch das Relegations-Rückspiel beim niedersächsischen Nachbarn vor 16 000 Zuschauern in der ausverkauften Osnatel-Arena mit 1:0 (0:0). Osnabrücks beste Chance vergab Thomas Cichon, als er mit einem Foulelfmeter an Paderborns Torwart Kasper Jensen (47.) scheiterte.
«Der Aufstieg ist absolut verdient. Wir wussten, dass wir irgendwann unser Tor machen«, analysierte Paderborns Coach André Schubert, und Matchwinner Löning versprach eine Mega-Sause: «Ich bin nur noch erleichtert. Wir werden feiern, bis wir nicht mehr können.» Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz stand die Ernüchterung dagegen ins Gesicht geschrieben. «Ich trage die Verantwortung. Wenn man gewinnt, wird man gefeiert. Wenn man verliert, ist man für Teile des Publikums der Sündenbock», erklärte er und polterte, «es ist schade, dass einige Spieler nicht gezeigt haben, was in Osnabrück entscheidend ist. Hingabe, Leidenschaft.» Ob er mit dem Verein in die 3. Liga geht und seinen bis 2011 laufenden Vertrag erfüllt, ließ er offen. «Das entscheidet der Verein. Ich bin nur Angestellter.»
Nur Minuten später bekam er von Club-Präsident Dirk Rasch die Arbeitsplatz-Garantie. «Wir im Präsidium sind einstimmig der Meinung, dass der Vertrag eingehalten wird», meinte Rasch, «er hat erstklassige Arbeit geleistet, aber einige Spieler sind überfordert - nicht nur spielerisch, sondern auch menschlich.»
Die Paderborner, vor einem Jahr aus der 2. Liga abgestiegen, spielten nach dem Hinspiel-Erfolg deutlich ruhiger. Der Dritte der 3. Liga, der sich erst im Endspurt die Relegation gesichert hatte, wirkte in der Spielanlage wesentlich reifer. Mit dem Ex-Bremer Löning in der Startelf, der schon im ersten Relegationsspiel den Siegtreffer erzielt hatte, überzeugten die Gäste zudem durch zeitweise gefällige Spielzüge. In den VfL-Strafraum kam Paderborn zwar nur selten, doch Toni Wachsmuth (17.) und Florian Mohr (18.) sorgten mit Fernschüssen für Gefahr.
Gleich die erste Möglichkeit bei einem Konter nutzte dann Löning eiskalt und schob den Pass des eingewechselten Sercan Güvenisik überlegt ein. Das Team von Trainer Schubert spielte die Partie nach diesem Treffer ruhig zu Ende, während die mitgereisten Fans bereits sangen: «Nie mehr 3. Liga.»
In dem zerfahrenen Spiel war den Osnabrückern die Nervosität von Beginn an deutlich anzumerken. Stark ersatzgeschwächt, standen die Gastgeber nach dem verpatzten Hinspiel unter Druck, fanden keine Sicherheit und enttäuschten technisch und taktisch. Die langen Bälle in die Spitze auf Stürmer Thomas Reichenberger waren zu ideenlos. Der Routinier, mit sieben Toren treffsicherster Osnabrücker in dieser Saison und im Gegensatz zum Hinspiel von Beginn an dabei, agierte im Angriff aber unglücklich. Er wirkte hektisch und vergab nach einem Fernschuss (4.) die beste Chance der ersten Halbzeit (27.), als er allein vor Paderborns Keeper Jensen auftauchte und aus knapp 15 Metern neben das Tor schoss.
Erneut machte sich beim VfL das Fehlen von Spielmacher Pierre de Wit (Kreuzbandriss) und Antreiber Paul Thomik (Knöchel-Operation) bemerkbar. Ohne die beiden besten Offensivkräfte gab es keinen konstruktiven Spielaufbau, sondern nur Steil- und lange Diagonalpässe, die von der Gästeabwehr in der Regel leicht abzufangen waren.
© DPA -
-
Willkommen auf Zebradem!!
-
Der AC Mailand hat sich am letzten Spieltag der italienischen Serie A Rang drei und damit die direkte Qualifikation für die Champions League gesichert. Im letzten Spiel von AC-Legende Paolo Maldini gewann Mailand das Endspiel um Platz drei beim AC Florenz mit 2:0 (0:0).

Die Fiorentina muss damit in Qualifikationsspiele um die Königsklasse und wäre ein möglicher Gegner des Bundesliga-Dritten VfB Stuttgart. Meister Inter Mailand feierte seinen Titel vor heimischem Publikum mit einem 4:3 gegen Atalanta Bergamo. Vizemeister Juventus Turin gewann 2:0 gegen Lazio Rom. Absteigen müssen der FC Turin, Reggina Calcio und US Lecce.
Die Brasilianer Kaka (55. Minute) und Pato (76.) schossen den AC Mailand vor 40 000 Zuschauern im Stadion Artemio Franchi von Florenz in die Königsklasse. Trainer Carlo Ancelotti wird aller Voraussicht nach neuer Trainer von Michael Ballacks FC Chelsea. Auf jeden Fall «Ciao» sagte AC-Urgestein Maldini. Der 41-Jährige bewahrte in seinem letzten Ligaspiel die Mailänder Abwehr vor einem Gegentreffer.
Mit 25 Treffern wurde Zlatan Ibrahimovic Torschützenkönig in Italien. Der Schwede im Trikot von Inter Mailand steuerte zwei Tore zum unterhaltsamen 4:3 (2:2) des Serienmeisters gegen Bergamo bei.
Sein letztes Spiel im Trikot von Juventus Turin absolvierte der Tscheche Pavel Nedved. «Nach acht Spielzeiten ist es Zeit, Lebewohl zu sagen und allen zu danken», sagte in einer Presseerklärung über seinen auslaufenden Vertrag und fügte hinzu: «Von Montag an fange ich an, über meine Zukunft nachzudenken.» Auch der Portugiese Luis Figo trat nach 20 Jahren von der Fußball-Bühne ab und führte als Kapitän von Inter Mailand seine Mannschaft noch einmal auf das Spielfeld. Zwei Minuten vor der Halbzeit wechselte ihn Trainer Jose Mourinho aus und wurde von den Zuschauern mit tosendem Applaus verabschiedet.
© DPA -
Der 1. FC Nürnberg hat den siebten Bundesliga-Aufstieg mit einem lockeren Pfingstspaziergang perfekt gemacht und den FC Energie Cottbus als letzten Ost-Club in die Zweitklassigkeit gestürzt.

Tore von Christian Eigler (29. Minute) und Marek Mintal (37.) sorgten für den 2:0 (2:0)-Sieg und damit die direkte Rückkehr der Franken nach nur einem Jahr im Fußball-Unterhaus. Vor 46 780 Zuschauern im ausverkauften Frankenstadion kamen nach dem 3:0-Erfolg des FCN im Hinspiel am 28. Mai in Cottbus keine Zweifel am Nürnberger Bundesliga-Einzug mehr auf.
Zu Tausenden strömten die Club-Fans nach dem Abpfiff auf den Rasen und feierten sich und ihr Team. «Wir sind froh, dass wir die Aufgabe so gelöst haben. Der Druck war sehr groß. Nach den zwei Toren war die Sache durch. Jetzt werden wir die Stadt zum Beben bringen», sagte Torschütze Eigler.
Die Nürnberger setzten sich in der erstmals seit 1991 wieder ausgetragenen Bundesliga-Relegation als vierter Zweitligist durch und zogen zudem mit Arminia Bielefeld als Rekordaufsteiger gleich. Trainer Michael Oenning schaffte mit dem jungen FCN-Team gleich in seiner Premierensaison als Chef-Coach einen bei seiner Amtsübernahme im Spätsommer 2008 noch kaum für möglich gehaltenen Erfolg. Ein Jahr nach dem Bundesliga-Abstieg konnte der Traditionsclub wie schon beim Pokalerfolg 2007 an einem Pfingstwochenende die Korken knallen lassen.
Cottbus verabschiedete sich als einzig verbliebener Ost-Club aus der Bundesliga, wodurch in der kommenden Spielzeit erstmals seit vier Jahren und zum zweiten Mal überhaupt seit der Wiedervereinigung kein Verein aus der früheren DDR in der Eliteklasse spielen wird. «Das tat natürlich unheimlich weh. Wir wollten uns ordentlich verabschieden. Letztlich sind wir einfach nur enttäuscht», sagte Cottbus-Torwart Gerhard Tremmel.
In der Lausitz muss nach drei Jahren Bundesliga ein Neuaufbau erfolgen. Über den Namen des neuen Trainers wollte Manager Steffen Heidrich nicht spekulieren. Ex-Nationalspieler Ulf Kirsten dementierte Kontakte zu Energie.Im letzten Spiel unter dem scheidenden Trainer Bojan Prasnikar, der mit seiner ungewöhnlichen Abschiedsankündigung am Tag vor der Partie die Auflösungserscheinungen beim FC Energie dokumentiert hatte, konnte das auf vier Positionen umgebaute Team den Anspruch auf Zugehörigkeit zur Eliteklasse erneut nicht antreten.
Von kampfloser Aufgabe war bei den Lausitzern nur in den Anfangsminuten nichts zu spüren. Jiayi Shao (2.) donnerte mit dem Mute der Verzweiflung einen Freistoß aus fast 40 Metern an die Querlatte. Gleich danach musste der bei dem Kracher des Chinesen noch verdutzte FCN-Schlussmann Raphael Schäfer zwei Kopfbälle von Nils Petersen und Timo Rost (3.) abwehren. Dann war das kurze Energie- Feuer schon wieder erloschen.
Der mit der gleichen Formation wie am Donnerstag spielende Club kontrollierte die Partie - die Fans hatten auf den Rängen längst mit Dauergesängen die erneute Pfingstparty gestartet und konnten sich auf 10 000 Liter Freibier freuen. Die FCN-Profis auf dem Rasen ließen es bei Sonnenschein gemächlich angehen und verwalteten ohne große Cottbus-Gegenwehr ihren beruhigenden Hinspiel-Vorsprung.
Der wurde durch den ersten gefährliche Torschuss ausgebaut. Eigler zirkelte den Ball mit toller Präzision aus halbrechter Position unter die Torlatte. Letzte Nürnberger Mini-Zweifel waren beseitigt. Cottbus hatte sich längst in sein Zweitliga-Schicksal ergeben. Und Mintal legte noch vor der Pause per Flachschuss nach. Die zweite Halbzeit war reines Schaulaufen. Das Nürnberger Fest störte nur eine kurze Spielunterbrechung wegen im Cottbusser Fanblock gezündeter Rauchbomben.
© DPA -
Aus dem fernen Dubai gratulierte Bundestrainer Joachim Löw, doch Michael Ballack hatte beim FA-Cup-Gewinn erstmal auf der Bank des FC Chelsea brummen müssen.

Erst von der 61. Minute an durfte der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beim 2:1 (1:1)-Erfolg der «Blues» über den FC Everton im Londoner Wembley- Stadion ran. «Das war schade. Ich weiß nicht, warum», sagte Ballack zu der Entscheidung seines Trainers Guus Hiddink.
Seiner Freude über den insgesamt dritten Titel auf der Insel nach Liga- und Verbandspokal 2007 tat dies aber keinen echten Abbruch. Mit der Chelsea-Fahne über den Schultern war dem 32-Jährigen bei der Siegerehrung die Erleichterung anzumerken. «Man will ja immer viele Titel gewinnen. Wenn am Ende einer hängen bleibt - und der FA-Cup ist ja nicht der schlechteste -, kann man zufrieden sein», sagte Ballack.
«Es ist ein toller Erfolg für Michael Ballack, denn das FA-Cup-Finale hat in England und international einen hohen Stellenwert», meinte Löw, der den Chelsea-Sieg wegen der zeitgleichen Anreise der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach Dubai nicht im Fernsehen hatte verfolgen können. «Es freut mich für Michael, dass er die Saison mit einem Titelgewinn abgeschlossen hat», bemerkte Löw.
Gut gelaunt richtete Ballack, der bis mindestens 2010 beim Londoner Club bleiben wird, den Blick bereits auf die nächsten Aufgaben. «Der Club ist auf dem richtigen Weg und ganz kurz davor, sich auch dort in die Geschichtsbücher einzutragen. Die Stärke des Teams ist die beste in Europa, da gibt es nichts dran zu rütteln», sagte der Mittelfeldspieler, nachdem er und die Chelsea-Elf am Samstag im 128. FA-Cup-Finale vor 89 491 Zuschauern nach 1970, 1997, 2000 und 2007 den fünften Gewinn des Traditionspokals ausgiebig gefeiert und den scheidenden Interimstrainer Hiddink der fast schon obligatorischen Champagner-Dusche unterzogen hatten. «Der war pitschnass», berichtete Ballack.
Der Niederländer, der nach dreieinhalb Monaten bei Chelsea die «Mission Saisonrettung» abschloss und zur russischen Nationalmannschaft zurückkehrt, hatte Ballack erst nach einer Stunde für den enttäuschenden Michael Essien in den Pokalfight geschickt. Sein Fehlen machte sich aber gleich in der ersten Spielminute bemerkbar, als Ballacks Vertreter John Obi Mikel ein Abwehrkopfball misslang und Evertons französischer Stürmer Louis Saha nach nur 25 Sekunden das schnellste Tor in der Geschichte der FA-Cup-Finals erzielte.
Doch in den übrigen 89 Minuten war Chelsea klar stärker als die «Toffees» von der Merseyside, die sich immer weiter zurückdrängen ließen. Erst glich «Blues»-Stürmer Didier Drogba mit einem wuchtigen Kopfball aus (21.), dann gab Englands Torschützenkönig Nicolas Anelka einen Ballack-Pass an Frank Lampard weiter, der mit einem brillanten Schuss von der Strafraumgrenze 18 Minuten vor Schluss alles klar machte. Chelsea hätte im 128. FA-Cup-Finale noch höher gewinnen können, doch ein «Wembley-Tor» von Florent Malouda wurde nicht anerkannt (79.).
Hiddink zeigte sich danach überwältigt. «Im Mekka des Weltfußballs zu gewinnen, das ist kaum zu glauben», sagte sich der beliebte Coach, mit dem Chelsea die erste Trophäe seit dem Abgang von Erfolgstrainer Jose Mourinho im September 2007 holte. Aller Voraussicht nach folgt dem Niederländer nun Carlo Ancelotti vom AC Mailand.
© DPA -
-
-
Nach einem Nervenspiel mit nächtlicher Unterbrechung ist Philipp Kohlschreiber zum ersten Mal bei den French Open in die dritte Runde eingezogen.

Der 25 Jahre alte Augsburger musste nach einer nächtlichen Unterbrechung noch einmal für 40 Minuten auf die rote Asche und machte nach 3:33 Stunden Spielzeit den 6:4, 2:6, 6:4, 6:7 (3:7), 6:3-Erfolg gegen den ehemaligen Roland-Garros-Champion Juan Carlos Ferrero aus Spanien perfekt. Die Partie war am Vortag wegen Dunkelheit unterbrochen worden. Damit sind Davis-Cup-Spieler Kohlschreiber und «Oldie» Thomas Haas die einzigen beiden deutschen Tennisprofis in der dritten Runde des wichtigsten Sandplatz-Turniers der Welt.
«Ich war in einem offenen Schlagabtausch der etwas Glücklichere», sagte der in Paris an Nummer 29 gesetzte Kohlschreiber, der im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale aber gegen den Weltranglisten-Vierten Novak Djokovic aus Serbien nur minimale Außenseiterchancen hat. «Er ist der haushohe Favorit. Ich muss hoffen, dass ich einen guten Tag haben werde», sagte Kohlschreiber. «Aber es ist schön, dass ich gegen einen so großen Namen auf einem großen Court spielen darf.»
Die einfachere Aufgabe wartet auf den bald 32-jährigen Haas. Der Hamburger bekommt es mit dem Franzosen Jeremy Chardy zu tun und dürfte sich bei einem weiteren Sieg wohl auf ein Achtelfinal-Duell mit dem 13-maligen Grand-Slam-Sieger Roger Federer freuen. Dessen Dauerrivale und Titelverteidiger Rafael Nadal zog mit einem 6:1, 6:3, 6:1 gegen den Australier Lleyton Hewitt in die Runde der letzten 16 ein.
Die Zuschauer auf dem abgelegenen Außenplatz 17 im hintersten Winkel der Anlage am Bois de Boulogne sahen über zwei Tage eine kuriose Partie mit insgesamt 19 Breaks. Kohlschreiber dominierte zunächst den French-Open-Sieger von 2003 mit variablen und druckvollen Schlägen von der Grundlinie. Im zweiten Satz stand er neben sich, im vierten versagten ihm im Tiebreak die Nerven. Als beide Spieler kurz nach halb zehn vom Platz marschierten, war eine Prognose so verlässlich wie eine Zwei-Jahres-Wettervorhersage. «Es war wie ein Unentschieden. Keiner wusste, wie es nach diesem Hin und Her weitergehen würde», sagte Kohlschreiber.
Nach einer unruhigen Nacht («Ich habe viel an Tennis gedacht und überlegt, ob es wohl 6:1, 1:6 oder 16:14 ausgehen würde») hatte er sein textmarkergelbes Shirt gegen ein weißes Hemd getauscht, das Signal zum schnellen Sieg aber blieb zunächst aus. Gleich im ersten Spiel des fünften Satzes kassierte Kohlschreiber ein Break - ohne schwerwiegende Folgen, weil anschließend bis zum 2:2 keiner der beiden Protagonisten in bester Damen-Tennis-Manier sein Aufschlagspiel durchbrachte. Erst im fünften Spiel gelang Kohlschreiber dieses «Kunststück», anschließend breakte er den Sandplatz-Spezialisten Ferrero erneut. «Wir waren beide nicht so die Aufschlagriesen», sagte Kohlschreiber nach dem Fünf-Satz-Match. «Gegen Djokovic werde ich sicher nicht so viele Breaks schaffen.»
© DPA -
Die WBA-Box-Weltmeisterschaft im Schwergewicht zwischen Nikolai Walujew (Russland) und Ruslan Chagaev (Usbekistan) in Helsinki ist geplatzt.

Der finnische Verband, der für die Ausrichtung verantwortlich ist, hat die Ausrichtung der ersten Schwergewichts-WM in seinem Land aus medizinischen Gründen verboten. Grund für die Entscheidung ist eine Hepatitis-Erkrankung von Chagaev, die nach finnischen Gesetzen keinen Kampf zulässt.
Eine Ersatz-WM mit Walujew wird es nicht geben. Der Kampfabend ist komplett abgesagt worden. Zuvor hatten es die Finnen zunächst Walujew selbst überlassen, ob er in den Ring steigen will oder nicht.
Der für die Hamburger Universum-Promotion boxende Chagaev leidet seit Jahren an einer Hepatitis B, die nach Angaben von Universum-Arzt Michael Ehnert nicht ansteckend ist. Ein Nachtest ergab jedoch, dass nach Auslegeung der finnischen Gesetze eine Ansteckungsgefahr vorliegt.
Walujew und Chagaev sollten in Helsinki um den WBA-WM-Gürtel im Schwergewicht streiten, den beide in deutschen Box-Ställen angestellten Osteuropäer für sich beanspruchen. Beide standen sich erstmals im April 2007 in Stuttgart gegenüber. Chagaev überraschte den Riesen und nahm ihm den Titel ab.
Danach begann das Feilschen um ein Rematch, das zweimal angesetzt war und doch ausfiel. Zunächst musste der Weltmeister wegen einer Erkrankung absagen, danach wegen eines Achillessehnenrisses. Die WBA ernannte in der Folge Chagaev zum Weltmeister im Wartestand und Walujew sicherte sich den vakanten Titel im August 2008.
© DPA -
Tour-de-France-Gewinner Carlos Sastre hat den Tanz auf dem Vulkan gewonnen, Denis Mentschow sein Rosa Trikot verteidigt.

Nach dem Sastre-Sieg im Ziel der 19. Etappe des 92. Giro d'Italia unterhalb des Kraters des Vesuvs verpasste Danilo di Luca die letzte aussichtsreiche Chance, an Mentschows Thron wirkungsvoll zu rütteln. Der Italiener holte nach 164 Kilometern auf der letzten Bergetappe als Tagesdritter durch Zeitgutschriften lediglich acht Sekunden auf Mentschow auf. Damit steht dem ersten Giro-Sieg des 31 Jahre alten Profis vom niederländischen Rabobank-Team fast nichts mehr im Weg.
Zusätzlich hat Mentschow noch einen Trumpf in der Hand: Zum Giro-Finale vor dem Colosseum in Rom steht ein 14,4 Kilometer langes Einzelzeitfahren auf dem Programm. Das nimmt der Russe, der bereits zwei Spanien-Rundfahrten gewann, als Favorit in Angriff. Zwei Etappen vor Rundfahrt-Ende führt Mentschow mit 18 Sekunden vor dem Italiener di Luca und 1:39 Minuten vor dessen Landsmann Franco Pellizotti.
Auf dem 13 Kilometer langen Schlussanstieg auf den Vesuv oberhalb Neapels waren die beiden Ausreißer Juri Kriwtsow (Ukraine) und Mauro Facci aus Italien gestellt worden. Auf der bis zu 12 Prozent steilen Rampe lieferten sich die ersten Fünf des Gesamtklassement heiße Positionskämpfe. Aber im Finale erreichten die drei Erstplatzierten 20 Sekunden hinter dem Solosieger Sastre gemeinsam das Ziel, das 230 Meter unterhalb des Krater-Randes des zur Zeit ruhenden Vulkans lag. Nach seinem Erfolg auf dem Monte Petrano feierte Sastre seinen zweiten Tageserfolg.
Lance Armstrong, der seine Schlüsselbein-Operation vom 25. März noch schmerzlich in Erinnerung hat, hatte nach 75 Kilometern eine Schrecksekunde zu überstehen. Bei der Abfahrt von einem Anstieg der 3. Kategorie war er auf der malerischen Küstenstraße von Amalfi in einen leichten Sturz mit mehreren Fahrern verwickelt. Er knallte in einer Haarnadelkurve mit der linken Körperseite auf den Asphalt - auf der rechten Seite stabilisiert eine Titanplatte sein gebrochenes Schlüsselbein. Armstrong wechselte sein defektes Hinterrad, stieg sofort wieder aufs Rad und wurde von Team-Kollegen wieder ans Feld herangeführt.
© DPA -
Finde es auch gut wenns nochmal startet. Habe sehr oft und sehr gerne rein gehört.
Also auf in Runde 2!!! :D:D
-
-
Und täglich grüßt das Murmeltier: Gestern Chelsea, heute Real, morgen ManU? Die Wechsel-Spekulationen um Bayern Münchens Mittelfeldstar Franck Ribéry hören nicht auf - und werden es bis zu dessen Weggang oder dem Ende der Wechselperiode am 31. August auch nicht.
«Das wird uns jetzt die ganze Transferzeit begleiten», hatte Vorstandschef Karl- Heinz Rummenigge schon vor dem Start in die Sommerpause geunkt; und er behält Recht. Wurde in England noch über einen Wechsel zu Michael Ballacks FC Chelsea spekuliert, so wurde einen Tag später schon wieder die Einigung des französischen Fußball-Nationalspielers mit Real Madrid kolportiert. Für umgerechnet 40 Millionen Pfund (46 Millionen Euro) würde der Mittelfeldstar, so die seriösen Tageszeitungen «The Times» und «The Independent», zu den Königlichen wechseln. Der FC Bayern hatte zuletzt betont, dass der Fußball-Rekordmeister seinen Mittelfeldstar halten wolle. Und schon gar nicht für 46 Millionen Euro gehen lassen werde. «Wenn ich immer lese, 30, 40, 50 Millionen. Da nehmen wir nicht mal den Telefonhörer ab», erklärte Bayern-Manager Uli Hoeneß.
Während Ribéry sich derzeit im Kreise seiner Nationalmannschaft zu zwei Länderspielen - die «Equipe tricolore» empfängt zunächst in St. Etienne Nigeria (2. Juni), dann gastiert die Türkei in Lyon (5. Juni) - aufhält, gibt es in der Wahlheimat München immer neue Spekulationen. Und seine Berater «kommentieren gar nichts». Die Münchner gewinnen so oder so: Geld oder Ribéry. Sollte irgendwann eine Summe X für den vor zwei Jahren für 25 Millionen Euro verpflichteten Star herausspringen, mit der sie einen fetten Gewinn machen, dann könnten sie mit neuem Geld auf Einkaufstour gehen. Oder man entscheidet sich zu einem «Veto» und behält den bis zum 30. Juni 2011 gebundenen Ribéry einfach in den eigenen Reihen.
In der kommenden Woche werden die Münchner mit Neu-Trainer Louis van Gaal einige Planungen in der bayrischen Landeshauptstadt durchsprechen. Egal, welcher Star in der neuen Saison im Münchner Mittelfeld munter kicken wird: Unter van Gaal wird es nicht allzu viele Extra-Würste, eher sogar gar keine, geben. «Die wichtigste Botschaft bei Louis van Gaal ist: Der Einzelne ist nicht so wichtig, wichtig ist die Mannschaft. Ein Spieler, der glaubt, er ist wichtiger als die Mannschaft, wird es extrem schwer haben», schilderte Hoeneß.
Dass Bayerns neuer Trainer ein Befürworter von Wesley Sneijder ist, der bei Ribéry-Interessent Real Madrid unter Vertrag steht, verriet Hoeneß im Bayerischen Fernsehen. «Sneijder ist sicherlich ein Spieler, der Louis van Gaal und uns gefällt», hatte der Manager bekundet. «Wenn Franck bleibt, dann können wir uns einen Mann wie Sneijder nicht noch zusätzlich leisten.»
Für die Außenverteidiger-Position dürfte ein in der Vergangenheit gehandelter Spieler indes kein Thema mehr sein. Der russische Nationalspieler Juri Schirkow hat sich laut Spekulationen in seiner Heimat für einen Wechsel von ZSKA Moskau zum FC Chelsea entschieden.
© DPA -
Florian Meyer ist erstmals «Schiedsrichter des Jahres», Bibiana Steinhaus zum dritten Mal nacheinander zur besten Schiedsrichterin in Deutschland gewählt worden.
Die beiden Unparteiischen gingen aus der vom Schiedsrichter-Ausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) durchgeführten Wahl als Sieger hervor, teilte der DFB mit. «Florian Meyer hat in der gerade zu Ende gegangenen Saison sehr gute Leistungen in schwierigen Bundesligaspielen und Begegnungen auf europäischer Ebene gezeigt», würdigte der für das Schiedsrichterwesen zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Koch den Sieger.
Meyer ist seit 1998 Bundesliga-Schiedsrichter und hat seither 169 Spiele im deutschen Fußball-Oberhaus geleitet. Seit 2002 steht er auf der FIFA-Liste und war seither bei 15 Länderspielen und 30 Europacup- Partien im Einsatz. «Er gehört verdientermaßen zur obersten Klasse der UEFA-Schiedsrichter», lobte Volker Roth, Vorsitzender des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses, den 40-Jährigen aus Burgdorf.
Keine Überraschung ist die Wahl von Steinhaus, die seit zwei Jahren als einzige Frau in der 2. Bundesliga pfeift. Dort habe sie sich «als eine zuverlässige Schiedsrichterin etabliert, die auch in schwierigen Spielleitungen bestehen konnte», sagte Roth. Die 30 Jahre alte Steinhaus hat auf internationalem Parkett neun Länderspiele und neun Europapokalspiele der Frauen geleitet. In diesem Jahr war sie zudem bei der U-20-Weltmeisterschaft im Einsatz.
© DPA -
Aufstiegsvorfreude in Franken, Auflösungstendenzen in der Lausitz: Während für die Fans des 1. FC Nürnberg die Bundesliga-Rückkehr nach dem 3:0 in Cottbus beschlossene Sache ist, dämpft die «Club»-Führung die Feierlaune.

Doch das Rückspiel gegen den angeschlagenen FC Energie dürfte nur noch eine Pflichtübung vor der Party werden. Dank der unerwartet guten Ausgangslage darf der (Noch)-Zweitligist für das zweite Fußball-Pfingstwunder nach dem Pokalsieg 2007 rüsten.
«Jetzt fiebert ganz Nürnberg und Franken dem Sonntag entgegen», sagte Vereinschef Michael A. Roth. Manager Martin Bader fügte nach einer Saison ohne Bundesliga-Festtage hinzu: «Wir wollen am Sonntag den Fans das zurückgeben, was wir ihnen ein Jahr lang verwehrt haben.» Trainer Michael Oenning warnte vor der gefährlichen Seite der Euphorie, vertraut aber seinen Profis. «Wir werden nicht den Fehler machen und glauben, wir seien schon durch. Die Spieler haben nicht zu ausgelassen gefeiert. Sie wissen, worum es geht.»
Auch am Tag nach dem Triumph von Cottbus mahnte Oenning eine letzte Energieleistung für den siebten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte an. «Trotz aller Euphorie und des tollen Ergebnisses wird es nicht einfach», sagte der «Club»-Coach. Sein Team will er für den letzten Kraftakt vor der Party nicht mehr umbauen: «Es spricht wenig dafür, etwas zu verändern. Etwas was hervorragend funktioniert hat, muss man nicht ändern.»
Noch ist der Aufstieg nicht unter Dach und Fach, doch das dritte Tor durch Isaac Boakye in der 89. Minute, das nicht nur aus Oennings Sicht schon viel früher fällig gewesen wäre, dürfte die Fronten gegen den Bundesliga-16. Cottbus schon endgültig geklärt haben. Boakyes abgefälschter Schuss (12.) und Christian Eiglers (55.) Lupfer trafen die Gastgeber bereits zuvor ins Herz.
«Ich sehe noch eine kleine Minimalchance, wenn wir ein schnelles Tor machen und Nürnberg nervös wird», sagte Energies Linksverteidiger Daniel Ziebig. Doch nachdem sich in Emil Jula der letzte gesunde Stürmer verletzte, ist niemand in Sicht, der für die offensivschwachen Cottbuser die Treffer erzielen könnte. Ziebig ging zudem mit seinen Kollegen ins Gericht: «Ich hatte nicht das Gefühl, dass jeder 100 Prozent gebracht hat, die man bringen musste, um hier zu bestehen. Schließlich ging es um die Existenz des Vereins.» Zudem sind fünf Energie-Spieler vor der Partie am Pfingstsonntag angeschlagen, Emil Jula fällt nach einem Muskelfaserriss ebenso definitiv aus wie erneut Dimitar Rangelow wegen einer Bänderdehnung.
Tristesse in Cottbus, Hochstimmung in Franken: Club-Präsident Roth war nach dem 3:0 bester Laune. «Heute darf man sich ein Gläschen genehmigen», sagte er. «Es ist schon ein Wunder, wie wir uns von Platz 14 auf Platz drei gekämpft haben. Wenn wir das jetzt auch noch packen, hat alles gepasst.» Roth ist allerdings auch klar, dass nach einem siebten Aufstieg die Arbeit erst richtig los geht. Die mit vielen jungen Spielern besetzte Mannschaft um Torhüter Raphael Schäfer und Lenker Marek Mintal braucht Verstärkung.
Ein Thema könnte Energie-Kapitän und Ex-«Clubberer» Timo Rost werden. Sollte Cottbus wie schon vor sechs Jahren absteigen, müssen die Lausitzer ihren Etat von 23 auf 13 Millionen Euro herunterfahren. Trainer Bojan Prasnikar ließ seine Zukunft offen und kündigte nur eine Analyse nach dem Rückspiel an. «Wir würden auch mit ihm weiterspielen», sagte Ziebig, der die «Prasnikar raus»-Rufe nicht kommentierte. Der Slowene war im Vorjahr noch der gefeierte Retter. Diesmal ging das Rezept mit vielen osteuropäischen Profis nicht auf, die Winterzugänge waren Flops. Damit wird in der Bundesliga wohl zum zweiten Mal nach der Saison 2005/2006 kein Club aus den neuen Bundesländern mehr vertreten sein. Präsident Ulrich Lepsch, der die Pleite erst einmal sacken lassen musste, stellte fest: «Die Lichter gehen nicht aus, aber wir müssen vieles neu überdenken.»
© DPA




