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Beiträge von Gismo123
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[SIZE="4"]Somalische Piraten haben mit ihrer millionenschweren Beute, dem Supertanker «Sirius Star», einen ihren Schlupfwinkel erreicht. Das am Samstag gekaperte, 330 Meter lange Schiff ging am Dienstag in der Nähe der Stadt Hobyo vor der Küste Somalias vor Anker.[/SIZE]


Dort wollten die Piraten jetzt den Ausgang der Verhandlungen um das Lösegeld für das Schiff und seine 25 Besatzungsmitglieder abwarten. Die Seeräuber hatten den voll beladenen Tanker des saudischen Ölkonzerns Aramco am Samstag vor der kenianischen Küste gekapert. Es ist das bislang größte Schiff, das die Piraten in ihre Gewalt gebracht haben.
Der saudi-arabische Außenminister Prinz Saud al-Feisal verurteilte den Piraten-Überfall auf das Schärfste. «Es ist eine abscheuliche Tat», sagte Al-Feisal in Athen nach einem Treffen mit der griechischen Außenministerin Dora Bakogianni. «Die Piraterie ist wie der Terrorismus eine Plage, die uns alle bedroht und gegen die wir alle gemeinsam vorgehen müssen», fügte er hinzu.
Der Tanker hat nach Angaben aus Saudi-Arabien zwei Millionen Barrel (318 Millionen Liter) Rohöl mit einem aktuellen Marktwert von rund 100 Millionen US-Dollar (gut 79 Millionen Euro) geladen und war auf dem Weg in die USA, als er von den Seeräubern aufgebracht wurde. Entgegen bisheriger Praxis schlugen die Piraten nicht vor der somalischen Küste zu, sondern weiter südlich vor der Küste Kenias.
Die 25 Besatzungsmitglieder - zwei Briten, zwei Polen, ein Kroate, ein Saudi und 19 Philippiner - sind nach Angaben der saudischen Betreiber-Gesellschaft «Vela International Marine» unversehrt. «Wir bemühen uns um ihre sichere und baldige Rückkehr», hieß es in einer Mitteilung. Vela warte nunmehr auf Kontaktaufnahme durch die Piraten. Aus Sicherheitsgründen und wegen des «heiklen Charakters» der Angelegenheit werde die Gesellschaft dazu keine weiteren öffentlichen Erklärungen abgeben.
Eine Sprecherin der 5. Flotte der US-Marine in Bahrain sagte, man beobachte die Bewegungen der Piraten, plane aber derzeit kein Eingreifen. «Wenn (das Schiff) dem Muster vorangegangener Angriffe folgt, erwarten wir, dass es vor der somalischen Küste vor Anker geht», sagte Jane Campbell. «Derzeit verfolgen wir die Spur des Tankers nicht mit einem Kriegsschiff.»
Die Zahl der erfolgreichen Piratenüberfälle in der Region konnte nach Marine-Angaben durch verstärkte militärische und zivile Abwehrmaßnahmen von 53 Prozent im August auf 31 Prozent im Oktober verringert werden. Der Überfall auf die «Sirius Star» zeige jedoch, dass sich die somalischen Piraten auf die veränderte Lage einstellten und «immer gewagtere Angriffe» durchführten.
Gegenwärtig haben die somalischen Seeräuber noch zwölf Schiffe mit rund 250 Besatzungsmitgliedern in ihrer Gewalt. Unter den Schiffen ist auch der ukrainische Frachter «MV Faina» mit seiner Ladung von 33 Kampfpanzern und leichten Waffen, die für Kenia bestimmt sind. Nach jüngsten Berichten versuchen die Piraten inzwischen, einen Teil der Ladung zu löschen.
© DPA -
Auf jedenfall richtig geil gemacht.
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Wir haben gestern das Formular dahin gefaxt, mal schauen wann die sich melden, bzw wie lange es dauert bis die das packet zu schicken.
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Im sächsischen Landtag hat es eine Schlägerei zwischen Rechtsextremisten gegeben. Ein verbaler Streit zwischen dem NPD-Abgeordneten Jürgen Gansel und Fraktionsberater Peter Naumann eskalierte, sagte ein Fraktionssprecher am Mittwoch. Er bestätigte damit einen Bericht der "Dresdner Neuesten Nachrichten".
Auf einem Flur im Landtagsgebäude sei es zu "Tätlichkeiten" gekommen. Gansel erhielt demnach mindestens einen Schlag ins Gesicht. Auslöser der Schlägerei, die sich bereits am Dienstag ereignete, war nach NPD-Angaben ein "Streit über politische Fragen". Zwischen den Beteiligten habe es zudem seit längerem persönliche Reibereien gegeben, hieß es.
NPD entlässt Naumann
Worum es genau ging, wurde nicht mitgeteilt. Naumann wurde nach Informationen aus dem Landtag inzwischen als Fraktionsmitarbeiter entlassen. Der NPD-Fraktionssprecher sagte, zu den Konsequenzen werde man sich nicht äußern, es habe sich jedoch um einen gravierenden Vorfall gehandelt. Die Staatsanwaltschaft Dresden teilte mit, sie werde vorerst nicht ermitteln, da bislang keine Strafanzeige erstattet worden sei. Der Fall werde wie eine private Auseinandersetzung oder eine Wirtshausschlägerei behandelt, sagte Oberstaatsanwalt Christian Avenarius.Berater ist führender Neonazi
Naumann war zuletzt im Dresdner Landtag als parlamentarischer Berater der NPD-Fraktion beschäftigt. Er habe unter anderem Fraktionschef Holger Apfel in "innenpolitischen Fragen" beraten, hieß es. Naumann gilt als ein führender Kopf der rechtsextremistischen Szene. Er saß Ende der 80er Jahre wegen der Herbeiführung eines Anschlages und der Verabredung zu Sprengstoffanschlägen in Haft. Dabei ging es unter anderem um die Sprengung von Fernsehmasten, mit der die Neonazis die bevorstehende Ausstrahlung der Fernsehserie "Holocaust" verhindern wollten.Mehrere Verfahren laufen gegen Gansel
Gegen den NPD-Landtagsabgeordneten Gansel sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft aktuell gleich mehrere Verfahren anhängig. Dabei geht es unter anderem um Verunglimpfung des Staates, Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz sowie eine Pfefferspray-Attacke vor einer Leipziger Bar. Vorermittlungen gibt es wegen eines Schreibens, in dem Gansel nach der US-Präsidentschaftswahl mit rassistischen Sprüchen gegen den Sieger Barack Obama Stimmung gemacht hatte, der als erster Schwarzer ins Weiße Haus einziehen wird.
t-online -
Bayer Leverkusen und 1899 Hoffenheim marschieren im Gleichschritt vorne weg, Titelfavorit Bayern München dagegen hat sich durch einen verschenkten Sieg in Mönchengladbach womöglich um die angestrebte «Herbstmeisterschaft» gebracht.
«Das war schon ärgerlich und fahrlässig. Einen 2:0-Vorsprung dürfen wir nicht aus der Hand geben», sagte Bayern-Coach Jürgen Klinsmann nach dem 2:2 am Niederrhein. Auf das siegreiche Top-Duo verlor der Rekordmeister (25 Punkte) zwei Zähler. Spitzenreiter Leverkusen (28) distanzierte durch das 2:1 den FC Schalke 04. Neuling Hoffenheim (28) setzte beim 3:2 über den VfL Wolfsburg ein weiteres Glanzlicht am 13. Spieltag.
Im Sonntagsspiel kam Werder Bremen zu einem ungefährdeten 3:1 (2:0)-Erfolg gegen den 1. FC Köln und blieb nach durchwachsenem Saisonstart nun schon im dritten Spiel in Serie unbesiegt. Durch die Treffer von Diego (15./Foulelfmeter), Naldo (45.+1) und Hugo Almeida (55.) verbesserten sich die Hanseaten auf Platz sieben. Die Kölner, für die Milivoje Novakovic traf (48.), fielen auf Rang zehn zurück.
Nach Treffern von Luca Toni (21.) und Franck Ribery (65., Foulelfmeter) sahen die Bayern im Klassiker bei den Borussen bereits wie der sichere Sieger aus. Doch binnen 137 Sekunden kassierte der Rekordmeister aus München Gegentore von Rob Friend (79.) und Michael Bradley (81.). Was Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge als «Betriebs- Unfall» und die «Bild am Sonntag» als «Arroganz-Anfall» bezeichnete, war für Klinsmann frustrierend. «Es war wie beim 3:3 gegen Bochum. Mit den vier Punkten wären wir Tabellenführer», monierte der Coach.
Borussia und Trainer Hans Meyer feierten den Punkt wie einen Sieg. «Das ist klasse für die Moral und gut für das Selbstvertrauen», sagte der 66-Jährige. Und für Klinsmann hatte der Gladbacher Coach Trost parat: «Er wird es verkraften. Uns hilft der eine Punkt in unserer Lage mehr als er den Bayern im Kampf um die Meisterschaft schadet.»
Wichtige Zähler im Tabellen-Keller sammelten auch «Schlusslicht» Energie Cottbus mit dem 1:0 gegen den Karlsruher SC, der VfL Bochum mit dem 1:1 bei Hannover 96 und Arminia Bielefeld mit dem 0:0 beim in die Krise geschlitterten VfB Stuttgart. Trainer Armin Veh wirkte nach der schwachen Vorstellung der Schwaben regelrecht ratlos. «Ich kann es mir nicht erklären, für mich ist das nicht nachvollziehbar.»
Schwere Rückschläge im Kampf um die internationalen Plätze mussten er Hamburger SV (1:2 bei Hertha BSC) und Schalke hinnehmen. Sechs Tage nach dem 1:2 gegen die Bayern bestanden die Knappen auch den Härtetest in Leverkusen nicht. Manager Andreas Müller sprach im DSF- «Doppelpass» am Sonntag von einer «ärgerlichen Niederlage» und einer «sehr schwierigen Situation». «Ich denke, dass unser Trainer den Schutzschild, den er bisher immer über die Spieler gehalten hat, jetzt wegnimmt.» Coach Fred Rutten war ebenso enttäuscht von seiner Elf: «So, wie wir gespielt haben, sind wir kein Spitzenclub.»
Allen Grund zur Freude hatten dagegen Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp, Bayer-Coach Bruno Labbadia und Hertha-Trainer Lucien Fabre. Nach verkorkster erster Hälfte drehten die Berliner die Partie gegen den HSV noch und sind nach dem 2:1 auf UEFA-Cup-Kurs, den auch der BVB mit dem 4:0 gegen Eintracht Frankfurt eingeschlagen hat. In Euphorie brach Favre trotz Platz vier aber nicht aus. «Momentan geht es ganz gut», sagte der Schweizer nach dem vierten Heimsieg in Serie.
Nach dem kleinen Zwischen-Tief vor einer Woche präsentierte sich das Spitzenduo wieder in gewohnter Form. «Wir haben gegen einen großen Verein und eine große Mannschaft gewonnen. Die Jungs haben vieles richtig gemacht», lobte Labbadia. Die Leverkusener genießen Platz eins, heben aber ebenso wenig ab wie Verfolger Hoffenheim nach dem hart erkämpften 3:2-Sieg gegen UEFA-Cup-Teilnehmer VfL Wolfsburg.
1899-Coach Ralf Rangnick freute sich nicht nur über drei Punkte, sondern auch über die Berufung von Tobias Weis und Marvin Compper in die Nationalelf. «Taktisch super geschult, charakterlich einwandfrei, ein bisschen was in der Birne, schnell, quirlig - das sind schon relativ viele Voraussetzungen für einen richtig guten Bundesliga- Spieler», sagte Rangnick über Weis. Für das England-Länderspiel am Mittwoch drückt er beiden Newcomern die Daumen.
© DPA -
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Herzlichen Glückwunsch und alles Gute.
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Jo alles klar..
Finger waren mal wieder schneller als meine Augen..
Sorry -
Nen Kollege wollte das morgen auch noch weg schicken.
Muss der irgendwelche ausweise kopiert bei legen? -
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[SIZE="4"]Deutschland steckt in der Rezession: Die Finanzkrise und der weltweite Konjunktureinbruch haben die deutsche Wirtschaft erstmals seit fünf Jahren in zwei Quartalen hintereinander schrumpfen lassen.[/SIZE]

Der Abschwung beschleunigte sich im dritten Quartal mit einem Minus von 0,5 Prozent. Wegen der düsteren Aussichten rund um den Globus rechnet die Wirtschaftsorganisation OECD mit einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit auch in Europa. Im Kampf gegen die Flaute billigten die Bundestagsfraktionen in Berlin mit großer Mehrheit das Milliarden- Konjunkturprogramm der Bundesregierung.
Im dritten Quartal sank das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das war etwas mehr als im Vorquartal mit einem Minus von 0,4 Prozent. Zwei Rückgänge in Folge hatte es zuletzt im ersten Halbjahr 2003 gegeben. Das Wachstum wurde vom starken Euro und den hohen Ölpreisen gebremst, die Exporte brachen wegen der Abkühlung der Weltwirtschaft ein. Positive Impulse aus dem Inland vom Konsum konnten dies nicht ausgleichen.
Für das Gesamtjahr 2008 sind die Vorhersagen trotz des Einbruchs noch positiv. Dank des starken Jahresauftakts soll die Wirtschaft dieses Jahr laut Prognose der fünf «Wirtschaftsweisen» um rund 1,7 Prozent wachsen - das wäre etwas mehr als im langjährigen Trend. Nach den ersten drei Quartalen stehen laut Statistik 1,8 Prozent unter dem Strich. Für 2009 sind die Wirtschaftsweisen dagegen pessimistischer und erwarten kein Wachstum mehr.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert einen Absturz vieler Industrienationen in die Rezession. Voraussichtlich bis zum Beginn des zweiten Halbjahres 2009 werde die Wirtschaft in den USA und in der Eurozone schrumpfen, hieß es in Paris. In der Eurozone sei bis Ende 2010 ein Anstieg der Erwerbslosenquote auf 9,0 Prozent zu befürchten, teilte die OECD mit. Derzeit liege die Quote bei 7,4 Prozent.
Die Fraktionen von SPD und Union billigten das Konjunkturprogramm der Bundesregierung fast einstimmig, nur in der Unionsfraktion gab es nach Teilnehmerangaben eine Gegenstimme. Mit dem Programm erhofft sich die Bundesregierung, Investitionen und Anschaffungen in einem Umfang von 50 Milliarden Euro anzustoßen. Das Gesetz soll Ende November durch den Bundestag gebracht werden.
Beim Kauf jeglicher Art von Neuwagen entfällt die Kfz-Steuer, wenn das Auto zwischen dem 5. November 2008 und Ende Juni 2009 angemeldet wird. Außerdem sieht das Paket Investitionen in die Infrastruktur, bessere Möglichkeiten für die Wirtschaft zur Steuerersparnis und die Förderung von Aufträgen für das Handwerk vor.
Für das Gesamtjahr 2009 rechnet die OECD in ihren 30 Mitgliedstaaten mit einem Schrumpfen der Wirtschaft um 0,3 Prozent. In den USA werde die wirtschaftliche Aktivität um 0,9 Prozent zurückgehen, in der Eurozone um 0,5 Prozent. Eine leichte Erholung sei ab Mitte des kommenden Jahres zu erwarten. Zahlen für Deutschland will die OECD am 25. November veröffentlichen.
Auch von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragte Experten zeichnen ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Aussichten im Euro- Raum. Sie rechnen bis 2010 mit deutlich weniger Wachstum als noch im Sommer prognostiziert, heißt es im Monatsbericht November der EZB. Für das laufende Jahr wird nur noch ein Wirtschaftswachstum von 1,2 (Juli-Umfrage: 1,6) Prozent vorhergesagt. Die Erwartung für 2009 wurde um einen ganzen Punkt auf 0,3 Prozent gekappt, für 2010 wird nur noch ein reales Wachstum von 1,4 (bisher 1,8) Prozent erwartet.
«Die deutsche Wirtschaft ist wegen ihres hohen außenwirtschaftlichen Offenheitsgrades und der starken Abhängigkeit von der Exportnachfrage besonders anfällig gegenüber globalen Schocks», schrieb die Deutsche Bundesbank in einer Stellungnahme.
Von Juli bis Ende September brachen die Ausfuhren als wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft weg. Da die Importe zugleich stark zulegten, trug der Außenhandel nicht zum Wachstum bei. Aus dem Inland verzeichneten die Statistiker dagegen einige positive Impulse: Die privaten und öffentlichen Konsumausgaben stiegen leicht und die Firmen bauten ihre Lager auf. Das reichte aber nicht zum Ausgleich für das Exportminus aus.
Unter Experten gibt es mehrere Definitionen von Rezession: Einige sprechen davon, wenn die Wirtschaft zwei Quartale hintereinander nicht wächst. Andere benutzen den Begriff erst dann, wenn die Wirtschaftsleistung eines ganzen Jahres hinter das Vorjahr zurückfällt. Das Bruttoinlandsprodukt misst den Wert aller produzierten Güter und Dienstleistungen.
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[SIZE="4"]Mit einer saftigen Geldbuße gegen Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ein Zeichen in der schärfer werdenden Schiedsrichter-Debatte gesetzt.[/SIZE]

Der Coach des Bundesligisten wurde im Einzelrichter-Verfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen fortgesetzten unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe von 12 000 Euro belegt. Klopp hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. «Das was Robert und ich gemacht haben, war nicht in Ordnung. Wir haben bereits am Sonntag darüber gesprochen und werden in Zukunft nach dem Spiel nicht mehr über Schiedsrichter reden», kommentierte er die Entscheidung.
Klopp war nach dem Abpfiff der Bundesliga-Begegnung beim Hamburger SV (1:2) Schiedsrichter Jochen Drees (Münster-Sarmsheim) und dessen Assistenten sowohl auf dem Spielfeld als auch in der Schiedsrichter-Kabine in unsportlicher Weise verbal angegangen. Dies hatte Drees in einem Sonderbericht vermerkt. Klopp, der unter anderem von Schiedsrichter-Boss Volker Roth für sein Verhalten kritisiert worden war, hatte sich dann öffentlich entschuldigt. «Was da jetzt entstanden ist, tut mir leid.» Trotz der empfindlichen Geldstrafe hat der Fußball-Lehrer seinen Humor nicht verloren: «Bisher hat sich noch keiner gemeldet, der die Summe für mich bezahlen will.»
Während der Fall Klopp damit zu den Akten gelegt ist, hat BVB-Abwehrspieler Robert Kovac Einspruch gegen die vom DFB-Sportgericht verhängte Sperre von drei Spielen eingelegt. Das Gremium wird den Fall daher am 14. November in Frankfurt/Main mündlich verhandeln. Kovac hatte im Anschluss an die Partie beim HSV wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte gesehen und war nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss am vergangenen Dienstag mit der Strafe belegt worden.
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[SIZE="4"]Kein Ballack, kein Frings, kein Metzelder - aber dafür gleich drei Neulinge: Mit einer überraschenden Debütanten-Welle hat Joachim Löw seinen neuen Kurs fortgesetzt und besonders dem eigentlich geläuterten Kritiker Frings nochmals einen deutlichen Denkzettel verpasst.[/SIZE]
Mit der erstmaligen Nominierung von Marvin Compper und Tobias Weis vom Bundesliga-Aufsteiger 1899 Hoffenheim und Marcel Schäfer vom VfL Wolfsburg gab der Bundestrainer nach den Krisenwochen ausgerechnet für den Fußball-Klassiker gegen England am 19. November im Berliner Olympiastadion ein deutliches Signal. Beim Wettkampf um die WM-Plätze gibt es in der Nationalmannschaft keine Erbhöfe mehr - und vor unerwarteten Personalentscheidungen wird nicht zurückgeschreckt.
«Wir wollen das letzte Spiel des Jahres noch einmal dazu nutzen, um das eine oder andere auszuprobieren und für das neue Jahr entsprechende Eindrücke zu gewinnen», sagte Löw in einer vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) verbreiteten Pressemitteilung. Die Auswahl seiner Premieren-Akteure begründete der Bundestrainer kurz und knapp: «Die drei Neulinge haben die Nominierung durch ihre Leistungen verdient», sagte Löw. Ein Ausrufezeichen ist die Berufung in jedem Fall - und auch eine Anerkennung der guten Leistungen von Aufsteiger Hoffenheim.
Für das Fehlen seiner in Krisengesprächen auf Kurs gebrachten Kritiker Ballack und Frings konnte Löw plausible Begründungen bieten. Im Fall Frings bestand allerdings ein Widerspruch zwischen den Aussagen des Profis und des Bundestrainers. Während Frings betonte, er habe von sich aus auf einen Einsatz gegen England wegen des «zuletzt entstandenen Theaters» verzichtet, sagte Löw im «DFB-TV»: «Ich habe ihm gesagt, dass ich für dieses Spiel ohne ihn plane. Er wird mit der Vorbereitung im nächsten Jahr und in einer guten Form aber wieder ein Bestandteil der Mannschaft sein.» Ballack ist nach seinen Fußoperationen Mitte Oktober offenbar weiterhin nicht einsatzfähig, obwohl der Heilungsverlauf laut ursprünglicher Diagnose schon abgeschlossen sein sollte. «Er ist noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte», sagte Löw.
Beide zuletzt aufmüpfigen Platzhirsche werden dennoch nach Berlin reisen. Als maßgebliche Mitglieder des Mannschaftsrates werden sie mit DFB-Präsident Theo Zwanziger und Generalsekretär Wolfgang Niersbach über die Prämien für die bereits laufende WM-Qualifikation verhandeln. Auch der lange verletzte - und deshalb nicht nominierte - Philipp Lahm wird aus diesem Grund zum DFB-Tross stoßen.
Das Trio wird wie die 20 Spieler im England-Kader - zu denen auch wieder die zuletzt nicht berücksichtigten Andreas Hinkel und Marko Marin gehören - auch der Grundsatzrede des Bundestrainers lauschen müssen. Löw will nach den Querelen der vergangenen Wochen in einer Ansprache «seine Erwartungen für die nächsten Spiele auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Südafrika» darlegen, hieß es in der Verbandserklärung. Mit deutlichen Worten des Chefcoaches ist im DFB- Quartier zu rechnen. «Das wird keine Aussprache, sondern eine Ansprache!», stellte er unmissverständlich fest.
Compper, Weis und Schäfer werden bei ihrem ersten Auftritt bei der DFB-Eliteauswahl gleich den neuen Stil des Bundestrainers erleben. Andere haben bei Löw derzeit offenbar schlechtere Karten. Metzelder zum Beispiel. Der Spanien-Legionär kommt bei Real Madrid nicht voran. Seine im Oktober selbst auferlegte Länderspielpause wird nun von Löw kommentarlos verlängert. Tim Borowski verhalfen auch seine guten Auftritte beim FC Bayern zu einer Rückkehr.
Der durch die Suspendierung von Kevin Kuranyi frei gewordene fünfte Platz im Sturm blieb unbesetzt, obwohl Löw Experimente angekündigt hatte. Der Leverkusener Stefan Kießling - allgemein als erster Kandidat gehandelt - fand keine Berücksichtigung. Auch auf die Berufung eines dritten Torhüters verzichtete Löw. René Adler und Tim Wiese bekommen vorerst keine Konkurrenz.
Compper und Weis waren vor dem furiosen Hoffenheimer Bundesliga-Wirbel weitgehend unbekannt. Der 23 Jahre alte Compper wurde von Löw als «einer von unseren jungen und entwicklungsfähigen Spielern» bezeichnet. Der gleichaltrige Weis biete sich als eine «Alternative für die etablierten Spieler im Mittelfeld an» - also auch für Frings und Ballack.
Schäfer habe «sein Talent eindrucksvoll unter Beweis gestellt». Der 24 Jahre alte Wolfsburger kann sich nach dem Ausfall der Linksverteidiger Lahm, Christian Pander und Marcell Jansen sogar Hoffnungen auf den Einsatz in der Startformation machen. «Bei so einem Klassiker dabei sein zu dürfen, ist ein Traum», meinte Schäfer.
Das deutsche Aufgebot
Tor: Rene Adler (Bayer Leverkusen), Tim Wiese (Werder Bremen)
Abwehr: Marvin Compper (1899 Hoffenheim), Arne Friedrich (Hertha BSC), Andreas Hinkel (Celtic Glasgow), Per Mertesacker (Werder Bremen), Marcel Schäfer (VfL Wolfsburg), Serdar Tasci (VfB Stuttgart), Heiko Westermann (FC Schalke)
Mittelfeld: Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart), Jermaine Jones (FC Schalke), Marko Marin (Borussia Mönchengladbach), Simon Rolfes (Bayer 04 Leverkusen), Bastian Schweinsteiger (FC Bayern München), Piotr Trochowski (Hamburger SV), Tobias Weis (1899 Hoffenheim)
Angriff: Mario Gomez (VfB Stuttgart), Patrick Helmes (Bayer 04 Leverkusen), Miroslav Klose (FC Bayern München), Lukas Podolski (FC Bayern München)
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[SIZE="4"]Autokäufer haben nur bis zum nächsten Sommer Zeit, um den Steuerbonus für Neuwagen zu bekommen. Die Bundesregierung beschloss am Mittwoch in Berlin, die Befreiung von der Kfz-Steuer beim Kauf neuer Autos vorerst nur bis Ende Juni 2009 anzubieten.[/SIZE]

Ursprünglich wollte die Regierung die Kfz-Steuer für Neuzulassungen bis 2010 erlassen, um den Autokauf anzukurbeln. Nach Forderungen vor allem in der SPD für mehr Umweltschutz hatten die Fraktionsspitzen eine Korrektur vereinbart. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisierte den politischen Widerstand gegen die befristete Befreiung. Die Regierung will bis Mitte 2009 eine umweltfreundlichere Lösung prüfen.
Alle Käufer eines neuen Autos sollen von der Steuerbefreiung profitieren, wenn ihr Fahrzeug zwischen dem 5. November 2008 und Ende Juni 2009 erstmals zugelassen wird. Die Kfz-Steuer entfällt - wie bisher geplant - ein Jahr lang für alle Neuwagen. Für besonders schadstoffarme Autos soll die Befreiung insgesamt maximal zwei Jahre lang gelten. Nach Angaben des ADAC gibt es derzeit 180 solcher Modelle. Eine Sonderregelung zur Befreiung gibt es für umweltfreundliche Autos der Euro-5-Norm, die vor dem 5. November 2008 erworben wurden. Der Bonus läuft in jedem Fall Ende 2010 aus. Die Ersparnis kann nach Zahlen des Verkehrsclubs Deutschland für Kleinwagen bei 130 Euro liegen, für Geländewagen bei 1500 Euro.
Die Regelung ist Teil des Konjunkturpakets und soll der Autoindustrie helfen. Die Fraktionen entscheiden an diesem Donnerstag darüber. Die Regierung will den Kfz-Steuerbonus im kommenden Jahr umweltfreundlicher gestalten. Vize-Regierungssprecher Thomas Steg sagte, es solle eine Folgeregelung geben, die stärker den Umweltschutz berücksichtige. Das Finanzministerium arbeite «mit Hochdruck» an der Umstellung der Kfz-Steuer vom Hubraum auf Abgase für 2011. Der Gesetzentwurf soll noch in dieser Wahlperiode vorliegen, wird aber bis zur Bundestagswahl 2009 wohl nicht mehr umgesetzt.
Die SPD-Fraktion will den Bonus auf schadstoffarme Autos beschränken. Merkel sagte nach Teilnehmerangaben in einer Sitzung mit den Ost-Ministerpräsidenten, es sei wenig hilfreich gewesen, den ursprünglichen Regierungsbeschluss zu ändern. Auch in der Union gibt es allerdings Unmut. Die fünf Wirtschaftsweisen sehen die befristete Befreiung kritisch. Wenn eine so große Branche einseitig gefördert werde, führe dies zu Verzerrungen in der Wirtschaft. Der Kaufanreiz ist nach Ansicht des Bundesfinanzministeriums durch die Frist bis Mitte Juli größer.
FDP-Chef Guido Westerwelle sprach von einer «Realsatire», die der Autoindustrie nicht helfe. Nur wegen einer einmaligen Ersparnis von 100 Euro werde sich niemand ein neues Auto zulegen. Die Grünen- Fraktionsvorsitzende Renate Künast forderte, die Kfz-Steuer in eine CO2-Steuer zur Abgassenkung umzuwandeln. «Diese Koalition dreht sich wie ein Brummkreisel», sagte sie dem «Hamburger Abendblatt». Der Linke-Abgeordnete Lutz Heilmann kritisierte, mit dem Kfz-Steuerbonus werde Klimaschutz verhindert. Umweltverbände forderten die schnelle Einführung der CO2-bezogenen Kfz-Steuer.
Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hält die Neuregelung für wirkungslos. «Kein Mensch kauft sich einen Neuwagen, nur weil er 150 oder 200 Euro im Jahr spart», sagte er der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (WAZ). Dudenhöffer hält eine Abwrackprämie für sinnvoller. Die Koalition will eine solche Prämie für das Verschrotten alter Autos prüfen, um die Umwelt zu entlasten.
Die Entlastung für Autokäufer ist mit der Neuregelung geringer als ursprünglich geplant. Sie liegt nun laut Fraktionsentwurf bei 570 Millionen Euro. Bisher waren bis zu 1,4 Milliarden Euro Steuerausfälle einkalkuliert worden. Die Ausfälle trägt der Bund.
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