Kuranyi verweigert seinem Trainer den Handschlag
Kevin Kuranyi schenkt Mirko Slomka keine Beachtung
Eigentlich herrschte beim FC Schalke 04 nach dem Weiterkommen in der Champions League beim FC Porto eitel Sonnenschein. Aber für einen Spieler wird das Achtelfinalrückspiel in Portugal ein Nachspiel haben. Kevin Kuranyi verweigerte nach seiner Auswechslung den von Trainer Mirko Slomka angebotenen Handschlag. Doch damit nicht genug. Fast im gleichen Moment warf der Stürmer seine Wasserflasche achtlos weg - eine Respektlosigkeit sondersgleichen gegenüber dem Schalker Coach.
Kuranyi: "Habe den Trainer nicht wahrgenommen"
"Ich war total kaputt und frustriert. Ich habe den Trainer gar nicht wahrgenommen", verteidigte Kuranyi seine Handlung. Auch Slomka bewertete nach dem Spiel zumindest in der Öffentlichkeit die ganze Sache nicht all zu hoch. "Ich wollte ihm für seinen Einsatz danken. Da sollte man die Hand nicht ausschlagen. Aber wir werden darüber sprechen und die Sache aus der Welt schaffen", sagte der Trainer. Für das Verhalten Kuranyis hatte er sogar Verständnis: "Er hatte die Aufgabe die langen Bälle zu halten, oft als einziger Stürmer gegen die beiden Innenverteidiger. Das ist sehr frustrierend, weil für ihn keine Torchancen abgefallen sind."
Eine Frage des Respekts
Doch kann sich Slomka so eine Respektlosigkeit in der Öffentlichkeit gefallen lassen? TV-Experte Matthias Sammer wunderte sich nicht nur wegen der Kuranyi-Szene über den Schalker Coach und dessen Verhältnis zu den Spielern. Zu Manuel Neuers Aussage "Der Mirko hat uns gut eingestellt" bemerkte Sammer: "Das ist der Herr Slomka. Das ist eine Frage des Respekts." Und den hatte Kuranyi bei seiner Auswechslung wenige Minuten zuvor vermissen lassen - gewollt oder ungewollt.
Gruss burmtor
