Lars Ulrich von Metallica erklärte in einem Interview, dass er sein eigenes Album auf illegalem Wege heruntergeladen habe.
Metallica dürfte als eine der Bands in die Geschichte eingehen, welche sich vehement und mit allen Mitteln gegen illegales Filesharing eingesetzt haben. Bereits im Jahr 2000 erteilte Lars Ulrich von Metallica der Filesharing-Szene eine Kampfansage.
Dass sich dieses Verhalten nicht gerade zum Vorteil für die Band entwickelt hat, war bereits seit geraumer Zeit klar. Mit der Veröffentlichung ihres Albums "Death Magnetic" hörte man jedoch plötzlich andere Töne in Richtung P2P. Insbesondere Lars Ulrichs Aussage sorgte mitunter für Erstaunen: "Wenn diese Sachen heute oder morgen über die ganze Welt verteilt werden, gut so. Wir haben das Jahr 2008 und so läuft das nunmal heutzutage." Eine sehr neutrale Ansage von jemandem, welcher Filesharing ursprünglich für alles verantwortlich gemacht hatte.
Noch erstaunlicher ist jedoch seine jüngste Aussage, welche er bei einem Interview mit Eddie Trunk von VH1 gegeben hat. In "The Metal Show" verriet Ulrich, dass er vergangenes Jahr sein eigenes Album via P2P heruntergeladen hätte. "Ich saß da allein und habe mir Death Magnetic vom Internet heruntergeladen, nur um es zu probieren. Mir war danach so: Wow, so funktioniert das also. Ich erkannte, wenn es jemanden gibt, der das Recht hat, Death Magnetic kostenlos herunterzuladen, dann müsste ich das sein. Wir haben es gefunden - etwa zwei oder drei Tage nachdem es geleaked war. Es war wie "Weißt du was? Ich muss das jetzt versuchen". Also saßen wir da und 30 Minuten später hatte ich Death Magnetic auf meinem PC. Es war bizarr."
