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Russen bereit für Showdown mit DFB-Elf

  • Gismo123
  • 11. Juni 2009 um 13:45
  • Gismo123
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    • 11. Juni 2009 um 13:45
    • #1

    Guus Hiddink war begeistert, Hansi Flick beeindruckt: Mit einer bärenstarken Vorstellung beim 3:0-Sieg in Finnland hat Russland der deutschen Nationalmannschaft vor dem Showdown im Herbst den Fehdehandschuh zugeworfen.


    «Wir haben spielerisch sehr gut agiert. Es war eine ziemlich klare Sache. Das hatte ich nicht erwartet, denn normalerweise ist Finnland zu Hause sehr stark. Es ist immer eine große Leistung, in Helsinki zu gewinnen. Wir gehen gut gelaunt in die Sommerpause», lobte Russlands Startrainer Hiddink seine Elf.

    Dank des souveränen Erfolges blieb die «Sbornaja» (15 Punkte) der DFB-Auswahl (16) in der Europa-Gruppe 4 auf den Fersen und fordert den Vize-Europameister am 10. Oktober in Moskau im Endspiel um die direkte WM-Qualifikation. «Die Russen haben ein topmodernes Spiel gezeigt, das war sehr beeindruckend. Wir wissen, dass es in Moskau schwer wird, glauben aber, dass wir die Russen schlagen können. Das haben wir schon beim 2:1 in Dortmund eindrucksvoll bewiesen», sagte DFB-Co-Trainer Flick.

    Vor 38 000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion von Helsinki boten die von über 4000 Fans unterstützten Gäste eine Demonstration ihrer Stärke. Andrej Arschawin vom FC Arsenal glänzte als umsichtiger Ballverteiler, der nach zwei Jahren in die «Sbornaja» zurückgekehrte Alexander Kerschakow von Dynamo Moskau feierte mit zwei Toren (26./54.) ein großartiges Comeback. «Alexander der Große», titelte die Zeitung «Sport-Express» über den Doppel-Torschützen.

    Auch Hiddink war voll des Lobes. «Kerschakow hat gezeigt, wie wertvoll er für das Team sein kann. Er ist ohne Zweifel einer der Helden des Abends», sagte der Niederländer. «Die Mannschaft hat sich in meiner Abwesenheit weiter entwickelt. Sie strahlt Selbstbewusstsein aus und spielt mit einem klaren Konzept», erklärte der umjubelte Matchwinner. Konstantin Syrianow (73.) setzte den Schlusspunkt für den EM-Halbfinalisten.

    Flick, der die Partie gemeinsam mit Chef-Scout Urs Siegenthaler beobachtet hatte, war vom Auftritt des Verfolgers angetan. «Die Russen sind technisch sehr stark und alle schnell. Sie hatten eine enorme Präsenz auf dem Platz, hohes Tempo im Spiel und waren den Finnen klar überlegen. Das 3:0 war mehr als verdient», meinte der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw.

    Vor dem Finale um den Gruppensieg spielt die DFB-Auswahl am 12. August und 9. September noch zweimal gegen Aserbaidschan mit Ex- Bundestrainer Berti Vogts, die Russen müssen zu Hause gegen Liechtenstein (5. September) und in Wales (9. September) ran. Hiddink wollte den Blick daher auch noch nicht auf das direkte Duell der Favoriten richten. «Wir müssen erst diese beiden Spiele gewinnen, dürfen da nicht stolpern. Danach denken wir dann an Deutschland», sagte Hiddink.

    Katzenjammer herrschte dagegen bei den Finnen, die als Dritter mit 10 Punkten aus dem WM-Rennen sind. «Wenn wir zweimal gegen Russland mit 0:3 verlieren, sagt das alles über den Klassenunterschied aus», meinte Jari Litmanen nach der von Ausschreitungen begleiteten Partie. Vor und nach dem Spiel kam es zu Schlägereien und Steinwürfen zwischen Hooligans aus beiden Ländern. Die Polizei nahm 30 Russen und 5 Finnen fest.

    © DPA

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