Nach dem Artikel mit den ersten Eindrücken und Bildern der DM7020 HD folgt hier nun der etwas ausführlichere Bericht über die neue Dreambox mit allen Details!
Der Artikel soll der Reihe nach eine Einführung in die neue DM7020 HD bieten. So fangen wir mit dem Lieferumfang an, gehen über die technischen Details der neuen Dreambox bis hin zur Software. Auch ein kleiner Erfahrungsbericht wird natürlich nicht fehlen, ebenso wie aktuelle Bilder!
Der Lieferumfang
Doch der Reihe nach. Zum Lieferumfang der neuen DM7020 HD gehören neben dem obligatorischen Strom- und HDMI-Kabel der neue 300 Mbit WLAN-Stick und diesmal auch eine ausführliche Bedienungsanleitung in gedruckter Form (englisch- und deutschsprachig). Außerdem ist die neue Fernbedienung (natürlich inklusive Batterien) dabei — ausführliche Infos darüber und die damit verbundenen neuen Funktionen gibt es hier. Zudem werden auch Schrauben und blaue Gumminoppen für den Einbau einer 3,5”-Festplatte mitgeliefert.
Auch zum Lieferumfang gehören die bereits vorinstallierten Treiber für den WLAN-Stick. Das bedeutet, dass man sich nun nicht mehr mit langwierigen und möglicherweise problematischen Treiberinstallationen und Konfigurationen herumschlagen muss. Es reicht einfach nur, denn WLAN-Stick in einen der drei USB-Anschlüsse anzuschließen und er wird (spätestens nach einem Neustart) sofort erkannt. Mit 300 Mbit ist dieser auch sehr schnell — vorausgesetzt, man hat ein entsprechend schnelles WLAN-Netz.
Zusammen mit der ausführlichen Bedienungsanleitung kommt übrigens auch eine VIP-Club Card. Diese gewährt einen Zugang in ein exklusives Forum, in dem sich Nutzer einer DM7020 HD austauschen können.
Das Innenleben
Doch kommen wir zum wahrscheinlich spannenderen Teil. Über die bei der DM7020 HD vorhandenen Anschlüsse wurde zwar viel geschrieben, doch der Vollständigkeit halber möchte ich das hier nochmal erwähnen.
Auf der Vorderseite befinden sich unter der Blende zwei Ci-Steckplätze, zwei Smartcard-Leser sowie ein USB 2.0-Anschluss. Außerdem gibt es hier eine Besonderheit: Die Klappe wird über einen Magneten gehalten, was einen wirklich sehr hochwertigen Eindruck macht.
Auf der Rückseite bekommt man dann einen wirklichen Einblick in die Funktionsfähigkeit der DM7020 HD. Dort befinden sich folgende Anschlüsse:
- 1x eSATA für den Anschluss einer externen Festplatte
- 1x Mini-USB Service-Anschluss für das Flashen über DreamUP (allerdings sollte nur im Notfall über DreamUP geflasht werden — über das Webinterface geht das flashen deutlich einfacher)
- 1x Scart-Anschluss
- Analoger Video und Stereo Audio-Ausgang
- 1x Optischer Audioausgang
- 1x HDMI-Anschluss
- 1x 10/100 Mbit Ethernet-Anschluss
- 2x USB 2.0 (kann für den mitgelieferten WLAN-Stick genutzt werden oder für USB-Wechseldatenträger)
- 2x Steckplatz für DVB-S2 oder DVB-T/C-Tuner
Was die DM7020 HD aber wirklich interessant macht, sind die zwei steckbaren Tuner-Plätze. Hier werden beliebige Kombinationen der verfügbaren DVB-S2 und DVB-C/T-Tuner unterstützt. Standardmäßig wird die Dreambox mit einem DVB-S2 und DVB-C/T-Tuner ausgeliefert, doch in der Regel erlauben Händler, eine andere Kombination zu bestellen. Doch man kann das natürlich auch selber ausbauen — es muss lediglich das Gehäuse geöffnet werden und die Tuner können herausgezogen werden.
Mit der DM7020 HD sind alle aktuellen Tuner kompatibel, vor allem aber auch die, welche für die 800 se gekauft werden können. Manche Nutzer berichten sogar, dass alte DVB-S-Tuner aus der DM7025 funktioniert haben. Hier allerdings müsste man dann auf HD verzichten. Zudem wird der Tuner offiziell nicht für die DM7020 HD unterstützt — daher sollte man diesen lieber nicht einbauen.
Der Tuner-Umbau sollte natürlich bei ausgeschalteter Dreambox geschehen. Dann lässt sich beispielsweise auch eine reine Sat-Konfiguration realisieren. Nach einem Neustart wird der neue Tuner automatisch erkannt. Man muss den Tuner nur noch konfigurieren und er ist sofort einsatzbereit.
Im Inneren der DM7020 HD verrichtet ein BCM7405, ein 400 Mhz MIPS-Prozessor, sein Werk. Das ist der gleiche Prozessor wie in der DM800 se und DM500 HD. Entsprechend schnell reagiert ist die Dreambox auch — ein Trägheitsgefühl kommt beim Zappen oder durchs Menü blättern zu keinem Zeitpunkt auf. Zudem kann die Dreambox neben H.264 (1080p-Videos) auch DivX abspielen. Dank der zwei Tuner wird hier auch Picture-in-Picture (PiP) unterstützt. Allerdings gibt es hier wegen des Prozessors eine kleine Einschränkung: PiP mit zwei HD-Sendern ist nicht möglich, aber mit zwei SD und SD/HD bzw. HD/SD geht problemlos. Allerdings muss man sagen, dass im kleinen PiP-Fenster eigentlich ein HD-Sender nicht unbedingt benötigt wird.
Der Prozessor wird in der DM7020 HD übrigens passiv gekühlt, was auch problemlos ausreicht. Trotz eingebauter und im Betrieb befindender Festplatte konnte ich keine Probleme mit der Wärme feststellen.
Die Dreambox hat zudem einen 1 GB großen Flash-Speicher, sodass genug Platz für ein Image sein sollte und auch mit den später folgenden Qt-PlugIns (wie beispielsweise HBBTV) zu keinem Zeitpunkt ein Platzmangel entstehen sollte.
Das praktische an der DM7020 HD ist neben den zwei steckbaren Tunern die Möglichkeit, eine 3,5”-Festplatte einzubauen. Wie auch schon bei der DM8000 werden auch Schrauben und vor allem Gumminoppen mitgeliefert. Dank der Gumminoppen werden die Vibrationen der Festplatte gedämpft und nicht auf das Gehäuse übertragen — das sorgt für einen leisen Betrieb. Der Einbau der Festplatte ist kinderleicht: Sie muss lediglich in die Anschlüsse eingeschoben werden — allerdings erst, nachdem die Gumminoppen angebracht wurden (die müssen in das Blech geklemmt werden, siehe Bild).
Nachdem wir jetzt die Rückseite der Dreambox und das Innenleben genau betrachtet haben, muss natürlich noch etwas zum weißen OLED-Display gesagt werden. Zunächst mal bin ich sehr beeindruckt von dem Display — es hat einen sehr guten Kontrast und ist auch von größerer Entfernung (paar Meter) sehr gut lesbar und übrigens gleich groß wie das Display der DM8000.
Wie von den anderen Enigma2-Dreamboxen gewohnt, ist das Display an das jeweils verwendete Skin gekoppelt sodass sich die eingeblendeten Informationen mit jedem Skin variieren können. Bei einem so großen Display kann man aber problemlos viele Infos unterbringen, wie den aktuellen Sender, den Sendungsfortschritt und die aktuelle Uhrzeit.
Die Software
Als Betriebssystem kommt auf der DM7020 HD selbstverständlich auch das ausgereifte Enigma2 zum Einsatz. Das bereits vorinstallierte Release Version 3.2 ist dabei auf einem neueren Stand, als die anderen verfügbaren Images für andere Dreamboxen. Gleichzeitig ist es auch das erste Image, das unter den neuen Lizenzbestimmungen veröffentlicht wurde.
Durch den neueren Stand besitzt das Image schon jetzt ein paar neue Funktionen, die bisher noch nicht bekannt waren. Neben vielen internen Verbesserungen gibt es da beispielsweise noch den Blindscan-Support.
Den Blindscan findet man vorerst nur im manuellen Suchmodus, ein automatischer Blindscan wird noch nicht unterstützt. Blindscan bedeutet: Auf einem bestimmten Transponder wird jede Frequenz durchlaufen und “blind” nach verfügbaren Sendern gesucht. Das ist vor allem dann praktisch, wenn ein Satellit bzw. Transponder falsche Informationen über verfügbare Sender liefert. In der Regel erreicht man durch den Blindscan, je nach Satellit, ein besseres Suchergebnis.
Da es schon paar mal Fragen nach der Bootzeit gab, habe ich kurzerhand mal ein Video gemacht. Entschuldigt die schlechte Qualität und Wackler, es wurde mit einem Smartphone gedreht.
Es sind ca. 1:20 Minuten, was sehr akzeptabel ist und auf dem Niveau der 800 se liegt. Die DM8000 braucht etwas länger.
Alles in allem ist das auf der DM7020 HD vorinstallierte Enigma2-Image zwar auf einem neueren Stand als die bisherigen Images, allerdings sind die wirklich interessanten Features, nämlich HBBTV, noch nicht veröffentlicht worden. Die sollen in den nächsten Tagen folgen — dann wird es richtig spannend und natürlich wird dann auch ein sehr ausführlicher Testbericht speziell darüber folgen.
Fazit
Wie von Dream gewohnt ist auch die DM7020 HD ein qualitativ sehr hochwertiges Gerät. Die Verarbeitung ist wie gewohnt super. Durch die magnetische Blende macht die Dreambox einen noch besseren Eindruck, als die Vorgängermodellen. Auch die Füße der Dreambox sind hochwertig gemacht haben eine Art Gummi-Dämpfung. Dank der mitgelieferten Bedienungsanleitung sollten auch Anfänger keine Startschwierigkeiten mehr haben — egal ob es nun um den Ein-/Umbau der Tuner oder Festplatte geht oder einfach nur die Tuner richtig konfiguriert werden sollen. Auch die Aktivierung eines anständigen HD-Skins wird beschrieben.
Man kann sagen: Das Gesamtpaket stimmt einfach. Sowohl bei der DM7020 HD selbst als auch beim Lieferumfang merkt man sofort, dass es sich um ein sehr hochwertiges Gerät handelt, das in einer entsprechenden Preis-Liga stimmt. Bei keinem anderen Receiver bekommt man beispielsweise eine programmierbare Fernbedienung mitgeliefert, die zudem so gut in der Hand liegt und sich so hochwertig anfühlt. Weitere Infos zu der neuen Fernbedienung Fernbedienung gibt es hier.
Wer auf der Suche nach einem hochwertigen Twin-Tuner HD- und PVR-Receiver ist, der kann mit der DM7020 HD eigentlich nicht viel falsch machen — vor allem, dank Enigma2 und somit den vielen verfügbaren PlugIns und der riesigen Community. Mit den steckbaren Tunern kann man die Dreambox jederzeit auch in einen reinen oder gemischten Kabel- oder Sat-Receiver umrüsten. Richtig spannend wird es auch mit HBBTV, das bald veröffentlicht werden soll. Spätestens mit dem Release von HBBTV wird es einen weiteren ausführlichen Artikel über die DM7020 HD geben!
Quelle: Dreambox Blog












