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Verkehrsdaten - die Speicherwut der Mobilfunkanbieter

  • Gast
  • 6. August 2012 um 15:47
  • Gast
    Gast
    • 6. August 2012 um 15:47
    • #1
    Zitat

    [h=1]Mobilfunkanbieter speichern zu viele Kundendaten[/h] Handyanbieter wissen genau, wo ihre Kunden wohnen, arbeiten, einkaufen oder wen sie besuchen. Sie speichern so viele Positionsdaten ihrer Kunden, kritisiert die deutsche Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), dass daraus umfangreiche Bewegungsprofile erstellt werden können. Dabei dürfen laut Gesetz nur für die Abrechnung relevante Daten gespeichert werden. So ist es auch in Österreich. Was unter abrechnungsrelevanten Daten zu verstehen ist, ist allerdings Auslegungssache.
    Kategorie: Telekommunikation
    [h=2]Speicherwut[/h]Viele Anbieter speichern neben den Positionsdaten den Angaben der deutschen Konsumentenschützer zufolge außerdem Daten zu eingehenden Gesprächen und Nachrichten, Anrufe zu kostenfreien Telefonnummern oder erfolglose Anrufversuche. All das ist für die Abrechnung ohne Bedeutung. Und das gilt laut vzbv auch für die individuelle Gerätenummer (IMEI) des Handys und der auf der SIM-Karte gespeicherten internationalen Mobilteilnehmerkennung (IMSI), die unabhängig von der zugeordneten Telefonnummer ist.
    [h=2]Situation in Österreich[/h]Laut Telekommunikationsgsetz sind in Österreich die Verkehrsdaten der Handykunden zu anonymisieren - außer sie werden für die Verrechnung gebraucht. Anders als in Deutschland ist in Österreich die Vorratsdatenspeicherung schon gesetzlich geregelt, erklärt die AK-Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Das Gesetz verflichtet die Mobilfunkanbieter, die Daten, die für die Verrechnung gespeichert werden, sechs Monate lang für die Verfolgung von Straftaten zu speichern.
    [h=2]Daten abfragen[/h]Die Verbraucherschützer raten, diesen bedenklichen Eingriff in die Privatsphäre nicht so einfach hinzunehmen, sondern bei ihrem Anbieter Auskunft über die zu ihrer Person gespeicherten Daten zu verlangen. Speziell über Bewegungsdaten (Funkzellen-ID) sowwie Daten über erfolglose Anrufversuche ankommender und abgehender Verbindungen sowie Gespräche zu kostenlosen Rufnummern.
    Welche Daten für die Verrechnung und technische Optimierung tatsächlich gebraucht werden, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen, sagt AK-Mitarbeiterin Zimmer. Daher rät sie auch österreichischen Handykunden, beim Mobilfunkanbieter nach den gespeicherten Daten zu fragen. Auskunft muss im Rahmen des Datenschutzgesetzes erteilt werden.
    [h=2]Druck erzeugen[/h]Die Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass die Auskunftsersuchen vielleicht nicht immer erfolgreich sind. Sie erhöhten aber den Druck auf die Anbieter, datenschutzkonform zu arbeiten.

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    Mobilfunkanbieter speichern zu viele Kundendaten - help.ORF.at


    Cu
    Verbogener

  • souler65
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    48
    • 7. August 2012 um 01:22
    • #2

    Zum Glück liegt mein Mobilfunk-Teil fast immer (90%) zu Hause, weil es wirklich nur nutze, wenn ich es unterwegs brauche. Das bedeutet 90% der Tracking-Daten die gespeichert werden sind ein "Heimspiel", weils ja daheim liegt oder leer ist.

    Ansonsten frage ich mich was das jetzt soll? Wollen die jetzt "meine" Daten speichern, obwohl ich das Ding für ein halbes Jahr meiner Freundin geliehen habe weil ihres kaputt war, oder wie soll die Speicherung jetzt aussehen? Wird jetzt jeder gezwungen das Gerät wie einen Personalausweis mit sich zu führen um "überwachbar" zu sein?

    Ich glaube da geht unseren europäischen Bürokraten wohl so langsam aber so richtig einer ab:-D

    Zitat von Verbogener

    Laut Telekommunikationsgsetz sind in Österreich die Verkehrsdaten der Handykunden zu anonymisieren

    Die können zwar die Daten von den Dingern zu Statistik- und sonstigen Zwecken auslesen, das heißt aber noch lange nicht, dass derjenige auch dort in der Funkzelle war! Da gehört schon mehr dazu als ein findiger Bürokrat;-)

    Grüße:)
    souler

  • MrHonk
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    814
    • 7. August 2012 um 10:08
    • #3

    Da steht ja lediglich, dass die Provider dazu verpflichtet sind die Verkehrsdaten zu anonymisieren wenn diese aufgezeichnet werden, und nicht, dass sie dazu verpflichtet sind diese Daten zu erheben.

    Gruß
    Thomas

  • ChrisO
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    896
    • 7. August 2012 um 10:08
    • #4

    souler65: Ich bin mir sicher, die Mobilfunkanbieter denken in größeren Dimensionen als ob dein Telefon kaputt bei deiner Freundin liegt oder ausgeschaltet ist.

    Ob jetzt in Österreich, Deutschland oder Lummerland: Smartphones sammeln jede Art von Informationen. Schaut man sich zum Beispiel mal die Android- Apps (iOS wird nicht anders sein) mal an und schaut, worauf diese alles Zugriff haben möchten kann man sich den Rest ja ausmalen. Wenn ein Spiel wie "Angry Birds" Zugriff auf meine Telefonliste haben und meinen Standort mitgeteilt bekommen möchte ist ja klar, worum es geht.

    Google scannt zum Beispiel jede Mail um mir "Snickers" Werbung einzublenden, wenn ich jemandem was über die Mars- Mission schreibe.

    Fazit: Es gibt keinen Datenschutz mehr, keine Privatshäre mehr, wenn wir kommunizieren, damit müssen wir leben.

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