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FCB und BVB testen fürs Pokalfinale - VfB bei Bayer
Podolski (li.) und Federico 
Der FC Bayern München steht nach dem spektakulären Krimi im UEFA Cup beim FC Getafe in der Fußball-Bundesliga vor der nächsten Bewährungsprobe. Trainer Ottmar Hitzfeld fordert von seinem Starensemble auf dem Weg zum angepeilten Triple nicht nur einen Sieg gegen Borussia Dortmund am Sonntag (Sonntag ab 16.45 Uhr im T-Online Live-Ticker). Zugleich soll das Heimspiel gegen die Westfalen zur erfolgreichen Generalprobe für das DFB-Pokal-Finale am 19. April im Berliner Olympiastadion werden. "Die beiden Wettbewerbe kann man nicht vergleichen. Aber psychologisch wäre es schon wichtig, bereits im ersten Spiel ein deutliches Zeichen zu setzen", sagt der Bayern-Trainer im Vereins-Magazin vor dem Duell mit seinem ehemaligen Klub, mit dem er 1997 die Champions League
Bayern-Verfolger im direkten Duell
Ganz nebenbei könnten die Münchner auf dem Weg zu ihrem 21. Meistertitel den Konkurrenten weiter enteilen, da sich die Verfolger abgesehen von Hamburg in direkten Duellen zwangsläufig gegenseitig die Punkte abnehmen. Das gilt auch für Bayer Leverkusen und Meister VfB Stuttgart, die sich im zweiten Sonntagsspiel gegenüberstehen. Aber ganz gleich, wie die anderen spielen: vier Siege aus den letzten sieben Spielen - und der FC Bayern entreißt dem VfB wieder die Schale.
Van Bommel sitzt Sperre ab
"Das dürfen wir nicht mehr hergeben", fordert Mark van Bommel angesichts des komfortablen Vorsprungs. Der Niederländer wird allerdings nicht gegen den BVB auflaufen können, da er seine Geld-Rot-Sperre aus dem jüngsten Spiel gegen den VfL Bochum absitzen muss. Zudem steht Hamit Altintop (Mittelfußbruch) als Ausfall fest, angeschlagen kehrten Franck Ribery und Marcell Jansen vom nervenaufreibenden und enorm kräftezehrenden Krimi in Getafe zurück.
Kahn entscheidet selbst über eine Pause
Möglicherweise wird zudem Oliver Kahn pausieren. Hitzfeld überlässt diese Entscheidung dem Kapitän. Für die Dortmunder könnten sich die Anstrengungen der Bayern in den vergangenen beiden Spielen als Plus erweisen. "Es war eine harte Woche für die Bayern, wir konnten uns ausruhen. Es ist kein Nachteil, dass wie sechs Tage vor dem Finale gegen die Bayern spielen. Danach wissen wir, was im Endspiel auf uns zukommt", sagt Thomas Doll.
Skibbe (li.) und Veh 
Weidenfeller erneut verletzt
Allerdings muss Doll auf Keeper Roman Weidenfeller verzichten. Der 27-Jährige erlitt beim Abschlusstraining unmittelbar vor der Abreise zum Punktspiel bei Bayern München eine Zerrung des Innenbandes im Knie und trat die Reise an die Isar nicht an. Ein Fragezeichen steht Antonio Rukavina (Nagelbettentzündung) und Alexander Frei (Muskelverhärtung). Die Statistik spricht indes klar für die Bayern. Zuletzt konnte der BVB am 12. Oktober 1991 in München gewinnen, 15 erfolglose Versuche folgten.
Leverkusen empfängt Stuttgart
Im zweiten Sonntagsspiel will der Meister aus Stuttgart seine Aufholjagd bei der Mannschaft von Michael Skibbe fortsetzen. "Jetzt beginnt der Endspurt, da geht es um alles, und da wird mit härteren Bandagen gekämpft", sagt VfB-Coach Armin Veh vor dem Spiel beim direkten Konkurrenten um einen Champions-League-Platz.
Bilanz Leverkusen gegen Stuttgart
Gomez muss passen
Gemeint war damit die Maßnahme von Skibbe, beim UEFA Cup-Auftritt in St. Petersburg einige Spieler für Stuttgart zu schonen. Geschont werden muss auch VfB-Torjäger Mario Gomez, allerdings zwangsläufig. Der Nationalstürmer, der an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel laboriert, fällt weiter aus.
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Uli Hoeneß: Tribüne statt Trainerbank
Bayern-Manager Uli Hoeneß im "Aktuellen Sportstudio" 
Manager Uli Hoeneß will unter dem neuen Trainer Jürgen Klinsmann nicht unbedingt an seinem Sitzplatz auf der Bank des FC Bayern München festhalten. "Ich werde dem Jürgen Klinsmann empfehlen, dass ich auf der Tribüne sitze. Weil wir jetzt mit Christian Nerlinger einen jungen Betreuer für die Mannschaft verpflichtet haben und nur eine bestimmte Anzahl von Leuten auf die Bank darf", sagte der 56-Jährige im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. "Wenn jetzt da ein Gedränge entsteht, bin ich der erste, der sagt, ich schau mir das lieber gerne mal von oben an. Ich habe das jetzt 30 Jahre von unten angeschaut, jetzt kann ich mir das auch mal von oben anschauen."
Eine Top-Neuverpflichtung noch geplant
Gemeinsam mit Klinsmann arbeitet der FC Bayern weiter an der Verpflichtung eines neuen Ersatztorwarts für Michael Rensing, der Oliver Kahn als Nummer 1 ablösen wird. "Er bekommt zu 100 Prozent seine Chance, die muss er nutzen. Natürlich können wir nicht mit 97 Gegentoren die Saison beenden", sagte Hoeneß. "Wenn er Kahn so ablöst, wie er ihn bislang schon vertreten hat, mache ich mir überhaupt keine Sorgen." Zu weiteren Neuverpflichtungen hielt sich Hoeneß bedeckt: "Wir haben mehrere im Auge, einen hochkarätigen Spieler. Wir sind schon noch dran, einen Spieler zu verpflichten." Bislang haben die Münchner als Neuzugang den Bremer Tim Borowski für die neue Saison bekanntgegeben.
Hoeneß: Demichelis und Kahn spielen überragende Saison
Ohnehin sei der Kader bestens bestückt, was sich in den Resultaten zeige. "Wenn man im UEFA-Cup-Halbfinale, im DFB-Pokalfinale und in der Bundesliga sieben Punkte weg ist, dann hat man nicht so viel falsch gemacht", sagte der Manager. Dass der Erfolg meist Luca Toni, Miroslav Klose und Franck Ribéry zugesprochen wird, hält er für ungerecht. "Martin Demichelis ist der beste Abwehrspieler der Liga. Und Kahn spielt eine Super-Saison." Dem 38-Jährigen wünscht er zum Karriereende alle drei Trophäen. "Er möchte mit dem größtmöglichen Erfolg aufhören - das sind drei Titel. Und das Triple gewinnt man nur alle 30 Jahre mal."
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Druck wird für Slomka unerträglich
Würde am liebsten nichts mehr sagen: Mirko Slomka 
Ein aufsehenerregendes Spektakel, sechs Tore und die grotesk anmutende Trainer-Diskussion um Mirko Slomka spitzt sich weiter zu: Werder Bremens spätes Schützenfest beim 5:1 (2:1) gegen Schalke 04 war eines der besten und zugleich verrücktesten Spiele der Saison und bot anschließend einen Beweis für die Aufgeregtheit der Bundesliga. "Ich bin relativ bedient. Das 5:1 ist sicherlich Wasser auf die Mühlen von denen, die mich nicht mehr als Trainer von Schalke 04 sehen wollen", musste der desillusioniert und angeschlagen wirkende Schalke-Coach Slomka nach der höchsten Niederlage seiner Amtszeit zugeben - und heizte die Diskussion unfreiwillig an.
Müllers Einfluss nur noch begrenzt
Die Zukunft des 40-Jährigen in Gelsenkirchen scheint spätestens nach diesem Debakel der besonderen Art von überschaubarer Dauer. Zu der Frage, wer im Juli in Gelsenkirchen die Übungseinheiten leiten wird, erklärte Manager Andreas Müller vielsagend: "Jetzt ist Mirko Slomka Trainer, dann sehen wir weiter." Der Manager scheint zu ahnen, dass sein Einfluss nur noch begrenzt ist. Bei einer Niederlage am Dienstag gegen die seit drei Spieltagen siegreichen Cottbuser dürfte der Druck für den Coach unerträglich werden.
Chance um Chance vertan
Dabei lieferte das Spiel fast eine Stunde lang prächtige Argumente für den in Gelsenkirchen umstrittenen Slomka, der immerhin das Viertelfinale der Champions League erreichte. Schalke trumpfte groß auf, dominierte die Partie, erspielte sich Chance um Chance - und kassierte dennoch am Ende die höchste Niederlage seit mehr als zehn Jahren, weil nur Kevin Kuranyi (42.) eine der zahlreichen Einschussmöglichkeiten nutzte. Werder agierte hingegen lange Zeit fahrig, war aber anders als zuletzt wesentlich effektiver. Erst nach ihrem dritten Treffer zeigten die Bremer die aus der Hinrunde gewohnte Spielkultur. Die nun wieder auf Platz zwei liegenden Gastgeber nutzten gnadenlos die Müdigkeit der während der Woche in der Champions League ausgeschiedenen Gäste.
Schaaf: "Habe kein Verständnis"
"Seine Mannschaft, so wie sie spielt, gibt die Antwort", sagte Thomas Schaaf zu der sich zuspitzenden Trainerdiskussion bei den Schalkern. Der Werder-Coach hielt ein Plädoyer für seinen Kollegen und schimpfte: "Ich habe da kein Verständnis für, dass er immer wieder in Frage gestellt wird, dass er in der Kritik steht und dass man immer wieder an ihm kratzt." Tatsächlich machten die lange ansehnlich kombinierenden, aber in der letzten halben Stunde schlappen Schalke-Profis nicht den Eindruck, als würden sie gegen den Coach spielen.
Auch Spieler genervt von Trainer-Diskussion
"Manche Sachen im Fußball kann man nicht verstehen", kommentierte Halil Altintop den Spielverlauf - hätte aber genauso die Trainerdiskussion meinen können, zu der er sagte: "Ich kann es nicht nachvollziehen." Ähnlich formulierte es Fabian Ernst: "Und täglich grüßt das Murmeltier, diese Diskussion hatten wir ja schon, das ist ja nichts Neues."
"Habe keinen Lust mehr, mich zu verteidigen"
Dennoch musste Slomka auf das von der Klubführung immer wieder angeheizte Thema reagieren und sich rechtfertigen. "Die Diskussionen beschränken sich meistens auf gewisse Teile, auf Gruppierungen, die etwas gegen mich haben", sagte der angeschlagene Coach. Entnervt erklärte er: "Ich hab keine Lust mehr, mich zu verteidigen. Entweder man sieht die Qualität, die ich als Trainer habe oder auch nicht. Ich stelle mich nicht jede Woche hin und lasse über meine Person diskutieren oder versuche mich zu verteidigen." Der Trainer scheint zermürbt und sagte auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, von sich aus aufzugeben: "Aktuell nicht."
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Niemand will Slomkas Qualitäten sehen
Mirko Slomka will sich nicht mehr verteidigen. 
"Ich habe keine Lust mehr mich zu verteidigen." Diese Worte stammen von Schalke-Trainer Mirko Slomka, geäußert kurz nach der 1:5-Klatsche seiner Mannschaft bei Werder Bremen. "Vor dem Spieltag waren wir Zweiter der Tabelle, standen unter den acht besten Mannschaften Europas" - Tatsachen, die ein Trainer eigentlich mit Stolz erfüllen sollten, aus dem Mund von Slomka klingen sie jedoch seltsam resigniert. Eine Reaktion auf die anhaltende Kritik an seiner Person, aber auch Anzeichen für einen bevorstehenden Abschied aus Gelsenkirchen. Nach der deutlichen Niederlage im Kampf um die Champions-League-Plätze dürften sich die Slomka-Zweifler noch eindringlicher zu Wort melden. Die Angriffe auf Slomka sind jedoch überzogen und in ihrer Schärfe nicht nachzuvollziehen.
Ein schmaler Grat
Das Erreichen des Viertelfinals in der Champions-League und die Tatsache, dass Schalke 04 immer noch Chancen auf Platz zwei in der Liga hat, zeugen von Slomkas Qualitäten. In Bremen, wie schon zuvor in Barcelona beim Ausscheiden aus Europas Königsklasse, waren die Knappen keineswegs die schlechtere Mannschaft. Die ungenügende Chancenauswertung verhinderte hier wie dort ein besseres Ergebnis. Und genau da liegt in den Augen der Kritiker der königsblaue Hund begraben: In den entscheidenden Momenten fehlte es den Schalkern an Durchsetzungskraft und Siegeswillen. Im letzten Jahr schenkten sie auf der Zielgeraden die Meisterschaft her, vor zwei Jahren vergab man leichtfertig den Einzug ins UEFA-Cup-Finale. Doch man kann die Geschehnisse auch pro Slomka auslegen: Immerhin spielte er lange um die Meisterschaft mit und führte seine Elf ins Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs. Im Fall Slomka ist diese Sichtweise merkwürdiger Weise kaum verbreitet.
Zu viel Geld für zu wenig Qualität
Um das immer wieder ausgegebene Ziel Meisterschaft erreichen zu können, bedarf es einer gezielten Qualitätssteigerung innerhalb der Mannschaft. Trotz Millionen-Ausgaben reicht der Kader momentan nicht an Bayern München oder Werder Bremen heran. Der Mannschaft mangelt es in der Offensive eindeutig an Durchschlagskraft. Ein Kuranyi als Alleinunterhalter ist einfach zu wenig, besonders wenn der mal wieder in seiner Frühjahrs-Krise steckt. Ein Vorwurf, den sich Slomka durchaus gefallen lassen muss, hat er doch an der Zusammenstellung des Kaders für diese Saison mitgewirkt. Doch dann muss man auch Manager Andreas Müller mit ins Boot nehmen, der ebenfalls maßgeblich an den Transfers beteiligt war. Warum sich die Kritik aus Verein und Umfeld dennoch nur auf den Coach konzentriert, bleibt ein Geheimnis. Vielleicht gibt der nette Slomka einfach den besseren Prügelknaben ab.
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Räikkönen hat die WM-Führung und ein schnelles Auto
Kimi Räikkönen 
Nach den ersten drei Grand Prix des Jahres liegt Kimi Räikkönen mit 19 Punkten an der Spitze der Fahrerwertung. Dem Finnen scheinen in diesem Jahr viele Abläufe besser von der Hand zu laufen als noch 2007, als Räikkönen neu bei Ferrari war und mit den starken McLaren-Mercedes zu kämpfen hatte. Die Silberpfeile hatten zum Auftakt noch einen Sieg eingefahren, waren zuletzt aber langsamer als die Weiß-Blaue Konkurrenz. "Lewis hat im Vorjahr nicht viele Fehler gemacht", gab Räikkönen im "Daily Mirror" zu bedenken, weswegen der britische Shootingstar letztendlich auch so weit vorne in der WM-Wertung zu finden war. "In diesem Jahr ist McLaren-Mercedes mit dem Auto nicht in so einer guten Ausgangsposition", ist sich Räikkönen sicher, der den Rennstall um Ron Dennis aber trotzdem auf der WM-Rechnung hat.
Ungewohnte Situation für Hamilton
"Vielleicht macht es das schwieriger, wenn das Paket nicht so gut ist und du immer mehr pushen musst. Vor allem im Rennen, wenn dein Wochenende ohnehin nicht sonderlich gut verlaufen ist", spielte der Ferrari-Pilot auf Hamiltons Bahrain-Rennen an, wo der Vizeweltmeister von 2007 erst den Start verpasste und schließlich Fernando Alonso ins Heck donnerte.
Eingewöhnungsphase vorbei
"Nach drei Rennen führe ich die Fahrerwertung an und vor einem Jahr lag ich nach drei Rennen nicht vorne", kommentierte der Iceman die aktuelle Situation in der Weltmeisterschaft. "Ich bin also recht glücklich. Das erste Jahr war schon schwierig, weil es einfach seine Zeit braucht, bis man sich an die Leute gewöhnt hat. Ich war neu im Team und hatte natürlich eine ansteigende Lernkurve erwartet."
"Bis jetzt lief alles hervorragend"
"Das war schon eine sehr schwierige Geschichte im Vorjahr", blickte der Finne zurück. "Jetzt ist vieles einfacher, denn das Team weiß genau, was ich will und ich weiß genau, was das Team will. Das ist eine runde Sache und wird ständig verbessert. Insofern bin ich sehr zufrieden, bis jetzt lief alles hervorragend."
Räikkönen erwartet Dreikampf um den Titel
"Ich gehe in jedes Rennen mit der Erwartung, den Sieg holen zu können. Aber jeder der sechs Fahrer aus den drei Teams kann gut abschneiden", sagte der amtierende Weltmeister, der das BMW Sauber F1 Team mit zu den Titelkandidaten Ferrari und McLaren-Mercedes zählt. "Momentan sind wir richtig schnell, aber warten wir einfach mal ab, was noch alles geschieht."
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Bremen stürmt auf Platz zwei - Cottbus feiert
Bremen bejubelt den Sprung auf Rang zwei 
Bremen hat sich im Kampf um die begehrten Champions-League-Plätze wieder in die Poleposition gespielt. Am 28. Bundesliga-Spieltag gewann Werder gegen Schalke mit 5:1 und zog am Mitkonkurrenten vorbei auf Tabellenplatz zwei. In einer packenden Partie stellte Schalke zunächst die bessere Mannschaft, die Slomka-Elf vergab aber zu viele hundertprozentige Torchancen. Die Bremer nutzten ihre Möglichkeiten dagegen eiskalt aus und schossen den Gegner am Ende ab. Als zweifacher Torschütze glänzte der eingewechselte Ivan Klasnic.
HSV blamiert sich gegen Duisburg
Eine erneute Schmach musste der Nordkonkurrent aus Hamburg über sich ergehen lassen. Gegen den Abstiegskandidaten aus Duisburg unterlag die Stevens-Elf verdient mit 0:1. Für die armselige Darbietung wurde das Starensemble um Rafael van der Vaart mit einem Pfeifkonzert verabschiedet, in der Tabelle rutscht der HSV auf Rang vier ab.
Cottbus gewinnt zum dritten Mal in Folge
Packend bleibt derweil der Abstiegskampf. Hansa Rostock spielte in Karlsruhe groß auf und gewann verdient mit 2:1. Den dritten Sieg in Folge feierte dagegen Energie Cottbus. Das gelang den Lausitzern in der Bundesliga-Geschichte zuvor noch nie. Mit dem 1:0 gegen Arminia Bielefeld hält Cottbus einen Konkurrenten im Abstiegskampf auf Distanz.
Magerkost in Bochum und Hannover
Im Niemandsland der Tabelle gab es packende Partien. Das gilt sowohl für Bochum gegen Hertha BSC, als auch für Hannover 96 gegen Frankfurt. Der VfL und Berlin trennten sich 1:1. Hannover beendete das Spiel nur mit zehn Akteuren, Sergio Pinto flog nach einer Tätlichkeit vom Platz. Die Niedersachsen gewannen dennoch mit 2:1.
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Yahoo! und AOL: Gemeinsam sind wir stark
Milliarden-Poker in Sachen Bits und Bytes. Der Internetkonzern Yahoo! wehrt sich gegen eine Übernahme durch Microsoft – und plant jetzt einen Pakt.
Laut US-Medien verhandelt der Konzern mit dem Konkurrenten AOL. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Front machen – gegen den übermächtigen Software-Riesen Microsoft.
Ganz kalt scheint Microsoft dieses Bündnis nicht zu lassen: Es kümmert sich ebenfalls um finanzkräftige Unterstützung. Medienmogul Rupert Murdoch soll Microsoft beim Kauf von Yahoo! unterstützen.

Microsoft will mit der Yahoo!-Übernahme in Sachen Internet-Suche endlich konkurrenzfähig werden
Aus dem Tauziehen um Yahoo! könnte so eine komplette Neuordnung der größten Internet-Angebote weltweit entstehen.
Microsoft hatte Yahoo! vor einigen Tagen ein Ultimatum für eine gütliche Einigung gestellt und andernfalls eine feindliche Übernahme angedroht. Yahoo! lehnt das Angebot bislang ab – zu niedrig.
Jetzt ist der Internet-Konzern Yahoo! auf der Suche nach Alternativen und kündigte gestern Abend ebenfalls an, mit dem Rivalen Google eine Kooperation bei Online-Werbeanzeigen zu testen. Die zunächst befristete Aktion gilt als Probelauf für eine mögliche weitergehende Zusammenarbeit. Auch das könnte zur Abwehr von Microsoft beitragen.
Microsoft hatte ursprünglich knapp 45 Milliarden Dollar (29 Milliarden Euro) für Yahoo! geboten. Mit dem Kauf will der Konzern die Dominanz von Google bei Internet-Suche und Online-Werbung brechen.
Quelle:http://www.bild.de/BILD/news/wirt…eo=4234888.html
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ManU bietet Cristiano Ronaldo Rekordgage
Auf dem Weg zum britischen Topverdiener: Cristiano Ronaldo 
Die Fußball-Welt reißt sich um Cristiano Ronaldo. Gerade erst soll Real Madrid 125 Millionen Euro für den Portugiesen geboten haben, auch Inter Mailand und der FC Barcelona haben bereits ihr Interesse an einer Verpflichtung bekundet. Jetzt versucht Manchester United dem Werben um den 23-jährigen offenbar einen Riegel vorzuschieben. Der englische Meister will nach einem Bericht der "Sun" den Vertrag mit dem Flügelflitzer um ein weiteres Jahr verlängern (bis 2013) und dabei die Bezüge des 54-fachen portugiesischen Nationalspielers noch einmal kräftig aufstocken.
190.000 Euro in der Woche
Sollte Ronaldo nach der EM tatsächlich seine Unterschrift unter den neuen Vertrag setzen, würde ihm das in fünf Jahren 50 Million Euro einbringen und ihn gleichzeitig zum bestbezahlten Profi in der Premier League machen. "Es gibt keinen Zweifel, dass er der beste Spieler der Welt ist und wir wollen, dass er sich bei United wohl fühlt", zitiert die Zeitung einen Klubsprecher. Bei einem wöchentlichen Einkommen von 190.000 Euro dürfte dies sicher der Fall sein.
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Diego flirtet mit Real Madrid
Diegos Zukunft bleibt weiter ungewiss. 
Die Wechselspekulationen um Werder Bremens Spielmacher Diego haben neue Nahrung erhalten. "Der Präsident hat mir gesagt, dass wir über einen Wechsel zu einer großen Mannschaft am Saisonende sprechen. Er möchte, dass ich bis zum Ende konzentriert bin und dann setzen wir uns zusammen", sagte der brasilianische Nationalspieler der spanischen Sport-Tageszeitung "AS". Der Verein jedoch dementierte umgehend. Werders Mediendirektor Tino Polster sagte: "Es gibt eine solche Zusicherung nicht. Werder Bremen plant auch in der kommenden Saison mit Diego." Bereits Mitte März hatte Bremens Vorstands-Vorsitzender Jürgen L. Born allen Wechselabsichten einen Riegel vorgeschoben.
Alles dreht sich um die Champions League
Es gebe offizielle Angebote für ihn, sagte Diego, doch sein Vertrag in Bremen laufe noch drei Jahre. Er selbst könne somit nicht über einen Weggang entscheiden. Vieles scheint von der erneuten Qualifikation Werders für die Champions League abzuhängen. "Wenn Bremen dort nicht dabei ist, wäre dass für mich eine große Enttäuschung", sagte Diego. Ziel des 23-Jährigen ist offenbar ein Wechsel zum spanischen Rekordmeister Real Madrid. "Es ehrt mich, die Anerkennung eines großen Trainers wie Bernd Schuster zu haben. Die spanische Liga ist der brasilianischen sehr ähnlich und des Stadion Santiago Bernabeu ist einfach wunderschön", sagte Diego.
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Almunia und Lehmann haben sich nichts zu sagen
Jens Lehmann (li.) und Manuel Almunia sind keine Freunde 
Der Zoff um den Platz im Tor von Arsenal London geht in die nächste Runde. Nachdem Nationalkeeper Jens Lehmann in der Presse seinem Unmut über die Torwart-Hierarchie bei den Gunners Luft gemacht hatte, meldet sich nun die momentane Nummer eins, Manuel Almunia, zu Wort. "Ich weiß, dass er mich hasst", sagte der Spanier dem "Guardian" und schiebt damit dem deutschen Nationalkeeper den schwarzen Peter zu.
Keine Aussprache in Sicht
In den Augen von Almunia ist Lehmann ein schlechter Verlierer. "Ich behandle jeden mit Respekt und sehe jeden als gleichwertig an. So, wie ich die Leute behandle, möchte auch ich behandelt werden", kritisiert der Torhüter das Verhalten seines deutschen Teamkollegen. An einer Aussprache zeigt sich Almunia wenig interessiert: "Ich weiß nicht, warum ich versuchen sollte, mit ihm zu reden. Wenn er mir etwas bedeuten würde, würde ich mit ihm sprechen und versuchen rauszufinden, wo das Problem liegt. Aber er bedeutet mir nichts, also reden wir nicht."
"Fabianski und Mannone besser als Lehmann"
Der Streit um den Platz zwischen den Pfosten bei Arsenal zieht sich nun schon fast über die gesamte Saison. Almunia ist von dem Thema sichtlich genervt: "Ich muss mich damit herumschlagen, seit Lehmann aus dem Team geflogen ist. Morgens wache ich auf und weiß, was mich erwartet." Doch nicht nur in menschlicher Hinsicht, sondern auch in Bezug auf die sportliche Leistung hat der Spanier keine hohe Meinung vom Deutschen: "Ich gehe ins Training und arbeite mit Lukasz Fabianski und Vito Mannone. Die sind beide bessere Torhüter als er." Fabianski und Mannone sind Arsenals Keeper Nummer drei und vier.
Wenger zeigt Verständnis für Lehmann
Trotz der Vorwürfe von Almunia zeigt Arsenal-Coach Arsene Wenger Verständnis für Lehmann. "Ich habe nie eine respektlose Auseinandersetzung mit Jens gehabt. Es gab Auseinandersetzungen, aber immer voller Respekt. Und ehrlich gesagt brauche ich auch keine Zeitungen, um zu erfahren, dass er wütend ist, weil er nicht spielt", sagte Wenger. Er treffe seine Entscheidungen und diese haben nichts mit der Persönlichkeit Lehmanns zu tun.
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Einer soll Slomkas Job kriegen
Jetzt sucht Schalke seinen Nachfolger...
Nach dem 0:1 in Barcelona und dem Aus in der Champions League steht endgültig fest: Wackel-Trainer Mirko Slomka (40/Vertrag bis 2009) muss am Saisonende vorzeitig gehen.
Auch wenn die Bosse des Vizemeisters weiter schweigen, um vor dem Bundesliga-Knaller morgen bei Werder keine Unruhe zu haben – in der Chefetage diskutieren sie nur noch, wem sie Schalkes teuerste Mannschaft aller Zeiten (52 Mio. Euro pro Saison) künftig anvertrauen.
BILD erfuhr: Im Augenblick stehen drei Namen auf der Liste – Dick Advocaat (St. Petersburg), Fred Rutten (Enschede) und Erik Gerets (Marseille).
Einer der drei Schalke-Kandidaten soll Slomkas Job kriegen!
Der Holländer Advocaat und der Belgier Gerets hätten genau das Profil, das Präsident Josef Schnusenberg (67) gefordert hat: „Vielleicht brauchen wir mal einen Trainer mit großem internationalen Standing.“
Das war’s für Schalke: Touré zieht ab, Klasse-Keeper Neuer und Bordon können das 1:0 für Barca nicht verhindern
Ein Schalke-Insider: „Sie wollen keine Experimente mehr. Sie wollen nicht mit einem Trainer üben...“
Advocaats Landsmann Rutten, auch beim HSV im Gespräch, wäre dagegen eher eine No-Name-Lösung. So wie einst Huub Stevens, den Ex-Manager Rudi Assauer 1996 in Kerkrade ausgrub.
Schalke sucht einen neuen Trainer. Einen neuen Stürmer brauchen sie aber auch!
Lässt im „holländischen“ 4-3-3-System spielen. In seiner Heimat nicht hoch angesehen (Spitzname „Dummer Dick“). Pikant: Petersburg wird wie Schalke von Gazprom gesponsort.
Bei Barca machte der Bundesliga-Zweite trotz bester Chancen wieder kein Tor. Schon zum siebten Mal im 10. Champions-League-Spiel – ein Armutszeugnis für Kuranyi, Asamoah und Co.!
Radio Marca höhnte: „Glück für Barcelona, dass Schalke nicht mal in ein Tor so groß wie ein Regenbogen trifft...“
Manager Andreas Müller: „Ja, man kann unsere Effektivität kritisieren. Doch Top-Stürmer, die aus ein oder zwei Chancen Tore machen, kosten ab 20 bis über 40 Millionen Euro. Das können wir noch nicht stemmen.“ Immerhin will sich Schalke einen neuen Torjäger über 10 Millionen kosten lassen.
Auch Slomka hat Schalkes Knipser-Krise erkannt: „Darüber müssen wir uns Gedanken machen.“ Doch das Problem lösen soll sein Nachfolger...
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Gehört nicht zum Thema aber ich fand es super !!

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Milan gewinnt das Tauziehen um Ronaldinho
Ronaldinho 
Der AC Mailand scheint das Rennen um Ronaldinho gewonnen zu haben. Der Weltfußballer der Jahre 2004 und 2005 steht offenbar unmittelbar vor einem Wechsel vom FC Barcelona nach Italien. Ronaldinhos Bruder und Agent Roberto Assis verhandelte mit Milans Vize-Präsident Adriano Galliani, der Barca angeblich 20 Millionen Euro Ablösesumme für den Stürmer geboten hat. Barca habe den Brasilianer freigegeben, berichtete die "La Gazzetta dello Sport". Die spanische Presse äußerte sich dagegen zurückhaltender und bestätigte lediglich die Verhandlungen.
Inter Mailand und Manchester City gehen leer aus
"Und für uns kommt nur ein Wechsel zu Milan infrage", zitierte Italiens größte Sporttageszeitung Ronaldinhos Agenten. Milans Lokalrivale Inter Mailand, der sogar 25 Millionen Ablöse hinblättern wollte, hat wohl genauso das Nachsehen wie Manchester City. Insgesamt wird Milan der Ronaldinho-Transfer schätzungsweise 84 Millionen Euro kosten. 20 Millionen Ablöse und 64 Millionen für das von Ronaldinho geforderte Spielergehalt in den nächsten vier Jahren. Um dem 28-Jährigen die verlangten 8 Millionen Euro netto pro Jahr auf den Tisch legen zu können, muss Milan 16 Millionen Euro brutto einplanen.
Berlusconi ist optimistisch
Kein Problem für den reichen Klub von Italiens Medienmogul Silvio Berlusconi. Der hatte die Ronaldinho-Verpflichtung höchstpersönlich vorangetrieben. Ronaldinho muss her, koste es was es wolle. Noch eine Saison ohne Titelgewinn will der erfolgsverwöhnte Politiker nicht hinnehmen. Deshalb traf sich der Vereinsboss vergangene Woche sogar selbst mit Ronaldinhos Bruder in Mailand zum Abendessen. Danach bekräftigte Berlusconi noch zuversichtlicher, was er schon seit Wochen sagt: "Wenn Ronaldinho Barcelona verlässt, kommt er zu uns."
Nebenwirkungen inbegriffen
Milan muss aufrüsten, zumal Ronaldo nach seiner erneuten Knie-Operation womöglich gar nicht mehr ins Team zurückkehrt. Da kommt Ronaldinho gerade recht. Dass der in Spanien zusehends in Ungnade gefallen ist, man ihm ein ausschweifendes Nachtleben und sogar Simulantentum vorwirft, stört Milan nicht. Auch sein gerade erlittener Muskelfaserriss, der für Ronaldinho das vorzeitige Saisonende bedeutet, ficht Milan nicht an.
Kehrt der verlorene Sohn zurück?
Berlusconi hat sich Ronaldinho in den Kopf gesetzt, ebenso wie Ex-Milan-Stürmer Andrej Schewtschenko. Der beim FC Chelsea ausgemusterte Ukrainer ist Berlusconis Liebling. Milan-Trainer Carlo Ancelotti hatte sich lange gegen eine Rückkehr Schewas gesträubt, nun aber gab er unter Berlusconis Druck klein bei. "Für Andrej stehen die Türen offen", bestätigte Galliani.
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Wahnsinns-Angebot: Real bietet 125 Mio. für Ronaldo
Cristiano Ronaldo 
Klotzen statt kleckern. So lautete schon immer das Motto von Real Madrid. Jetzt sorgen die Königlichen erneut für Schlagzeilen. Angeblich ist Real bereit, die Wahnsinnssumme von 125 Millionen Euro für Cristiano Ronaldo von Manchester United auszugeben. Ein offizielles Angebot soll den Briten bereits vorliegen. Das berichten übereinstimmend spanische Medien.
Zidane bisher am teuersten
Sollte ein Wechsel zustande kommen, wäre es der mit Abstand teuerste Transfer aller Zeiten. Bis jetzt liegt die Rekordmarke bei 76 Millionen Euro. Ebenfalls Real Madrid sicherte sich seinerzeit für diese Summe die Dienste von Zinedine Zidane von Juventus Turin. Jetzt will man für Ronaldo fast das Doppelte bezahlen.
Torjäger der Extraklasse
Seit Monaten spielt der zurzeit wohl beste Spieler der Welt mit seinen Gegnern Katz und Maus. Die Torschützenliste der Premier League führt der 23-Jährige portugiesische Nationalspieler mit der überragenden Quote von 27 Treffern deutlich an. Auch in der Champions League hat keiner mehr getroffen, als der Ausnahmestürmer (sieben Tore).
ManU-Besitzer will endlich Geld verdienen
Wie die Sportzeitung "Marca" berichtet, soll sich Reals Sportdirektor Predrag Mijatovic bereits mit Ronaldo-Berater Jorge Mendez getroffen haben. Ein Wechsel könnte durchaus Sinn machen. Schließlich ist Ronaldos neue Liebe Spanierin. Seit 2005 hat Malcom Glazer bei ManU das Sagen. Jetzt will der US-Milliardär mit dem Traditionsverein (850 Millionen Schulden) endlich Geld verdienen. Da käme die Rieseneinnahme gerade recht.
ManU lehnt erstes Angebot ab
Ronaldo steht bei Manchester United noch bis 2012 unter Vertrag. Reals deutscher Coach Bernd Schuster ist daher skeptisch, aber nicht hoffnungslos. "Ich weiß, dass Manchester ihn nicht abgeben will. Aber ich habe das Gefühl, dass es klappen kann." Allerdings sollen dem englischen Top-Klub in einer ersten Reaktion die gebotenen 125 Millionen Euro zu wenig sein. Man darf gespannt sein, ob Real noch eine Schippe drauflegen wird.
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Kahn, die Willenskraft und eine Portion Dusel
Kahn (li.) freut sich mit Doppeltorschütze Toni 
Oliver Kahn brachte es nach dem 3:3 in Getafe auf den Punkt. "Das ist halt Bayern München. Das kannst Du nicht erklären, dieses Phänomen", erklärte der Kapitän des deutschen Rekordmeisters nach dem glücklichen Erreichen des Halbfinals im UEFA Cup. Zweimal stand seit sein Team Sekunden vor dem Aus. Zweimal sorgte die Mischung aus Willenskraft und Dusel für das kaum noch für möglich gehaltene Weiterkommen gegen den spanischen Außenseiter. Nach den Treffern von Franck Ribéry kurz vor Ende der regulären Spielzeit und Luca Toni in der 115. Minute und fast mit dem Schlusspfiff der Verlängerung sind die Bayern der letzte deutsche Vertreter im Europapokal. Und Kahns internationale Karriere endete nicht in einem Madrider Vorstadtstadion.
Kahn: "Du musst heute noch etwas Produktives machen"
"Ich habe schon ein bisschen Zweifel gehabt", gab Kahn nach dem Schlusspfiff zu. Doch das Wort Aufgabe scheint für den 38-Jährigen nicht zu existieren. "Man glaubt immer", erklärte Kahn nach der Partie. Wenige Minuten zuvor hatte es den Keeper nicht mehr hinten gehalten. Er stürmte in den gegnerischen Strafraum. "In meinem Kopf war: Du musst heute noch etwas Produktives machen, nachdem Du vorher nur drei Tore kassiert hast", schilderte Kahn seine Gedanken. Er wollte einfach nichts unversucht lassen, "vielleicht noch für ein bisschen Verwirrung sorgen". Wenige Sekunden später stand es 3:3, ohne dass Kahn den Ball berührt hatte. Doch zumindest hatte er den spanischen Verteidiger bei der Kopfballabwehr soweit gehindert, dass der Ball Jose Ernesto Sosa vor die Füße fiel. Der Argentinier flankte, Toni köpfte und die Bayern jubelten.
Ein ganz besonderer Abend
"Ich kann mich nicht erinnern, jemals so ein Spiel gesehen oder selbst erlebt zu haben", erklärte Kahn nach dem Spiel. "Jetzt musste ich 140 Europacupspiele machen, gegen Barcelona, Manchester United, Real Madrid - das ist alles nichts gegen das, was hier heute abgelaufen ist. Wenn wir uns in zehn Jahren wiedersehen, sprechen wir nicht von Real und ManU, sondern von Getafe."
Ideenloses Spiel
Unbedingt verdient hatten die Bayern das Weiterkommen nicht. Obwohl sie nach dem frühen Feldverweis gegen de la Red, der in der 5. Minute wegen einer angeblichen Notbremse vom Platz musste, einen Mann mehr auf dem Platz hatten, spielten die Münchner über weite Strecken pomadig. Nur in den Anfangsminuten machten sie Druck, Ribéry knallte das Spielgerät direkt nach dem Foul von de la Red an den Pfosten. Doch dann verwalteten die Münchner die Partie, hatten 70 Prozent Ballbesitz. Zwingende Chancen blieben Mangelware. "Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, aber Getafe hat die Räume auch sehr eng gemacht, da haben wir nicht so viele Chancen bekommen. Die Mannschaft hat sich das Weiterkommen erkämpft", analysierte Trainer Ottmar Hitzfeld nach der Partie.
Doppelpack von Toni
Doch am Ende durfte sich der Coach darüber freuen, dass sein Team weiterhin in dieser Saison drei Titel erringen kann - und dass das Glück dem FC Bayern in Getafe so wohl gesonnen war. Beim Ausgleich zum 1:1 konnten die Spanier den Ball nicht richtig klären, so dass dieser Ribéry vor die Füße fiel. Beim 3:2 ließ Getafes Torwart Pato den Ball nach einer harmlosen Flanke unter seinem Körper durchgleiten. Toni brauchte nur noch abzustauben. Und beim 3:3 klappte endlich das, was die Bayern zuvor 119 Minuten lang erfolglos versucht hatten - mit einem hohen Ball auf Toni zum Erfolg zu kommen. "Er gibt nie auf und ist ein absoluter Winner-Typ", lobte Hitzfeld den italienischen Weltmeister.
Hoeneß: "Hatten das Glück des Tüchtigen"
Die Mängel im Spiel war den Bayern trotz der Euphorie über das Weiterkommen nach der Begegnung durchaus bewusst. "Wir hatten das Glück des Tüchtigen, trotzdem muss über einiges gesprochen werden. Nach 110 Minuten gegen zehn Leute muss einfach mehr herauskommen", kritisierte Manager Uli Hoeneß. Und Philipp Lahm ergänzte: "Es war ein schlechtes Spiel von uns. Wir haben zu viele Fehler gemacht, nach vorne ging auch nichts. Aber man hat die Mentalität der Mannschaft gesehen." Und da hat der FC Bayern den anderen deutschen Mannschaften derzeit einiges voraus.
Gruss burmtor
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