Der Suchmaschinenbetreiber bietet mit Google Earth auch einen eigenen Kartendienst an. Dazu gehört auch die Street View Funktion, mit der man Städte als virtueller Fußgänger erkunden kann, vorausgesetzt, Google hat sie vorher mit Kamerafahrzeugen fotografiert.
Nachdem es bereits früher Beschwerden wegen Street View gab, weil Google zunächst Fotos mit Personen unbearbeitet veröffentlicht hatte, muss das Unternehmen nun auf Drängen des US-Verteidigungsministeriums auch Bilder von Militärstützpunkten entfernen. Entsprechende Berichte von US-Medien wurden nun von offizieller Seite bestätigt.
Dem Pentagon sind vor allem Bilder ein Dorn im Auge, auf denen Wachposten und Absperrungen an Militärbasen zu sehen sind. Dies stelle ein Sicherheitsrisiko für die Einrichtungen des US-Militärs dar, erklärte General Rene Renuart vom US-Verteidigungsministerium. Offenbar waren auch Bilder von Arealen auf US-Stützpunkten gemacht worden, obwohl Google dies eigentlich nicht erlaubt hat.
Ein Sprecher des Suchmaschinenbetreibers stellte klar, dass die Fahrer der Foto-Fahrzeuge eindeutig instruiert worden seien, nur Aufnahmen von öffentlichen Straßen zu machen. Es verstoße gegen Googles Vorgaben, wenn ein Fahrer sich Zugang zu einem Militärgelände verschaffen wolle. Es habe sich um einen einmaligen Vorfall gehandelt, der binnen kürzester Zeit geklärt worden sei.
Google Street View ist wie erwähnt Teil von Google Earth. Die Nutzer können Straßenansichten von rund 30 amerikanischen Städten mit der Maus durchfahren. Dabei kann man den Blick auch rundum schweifen lassen. Microsoft bietet bei seinem Konkurrenzprodukt Virtual Earth eine ähnliche Funktion an.
