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Spielfilm-Raubkopien bleiben Problem

  • Frostbiter
  • 27. Januar 2009 um 12:00
  • Frostbiter
    Gast
    • 27. Januar 2009 um 12:00
    • #1

    Mehrzahl der "Oscar"-nominierten Filme als Raubkopie in DVD-Qualität

    Die Filmwirtschaft kämpft weiter mit der Online-Piraterie. Nach Angaben des US-Journalisten und Programmierers Andy Baio sind von 26 "Oscar"-nominierten Spielfilmen bereits 23 in DVD-Qualität im Internet eDonkey- oder Bittorrent-Netze abrufbar, zwei weitere als verwackelte Aufnahmen ergänzen das urheberrechtlich problematische Angebot. Das sei der höchste Anteil von Raubkopien seit sechs Jahren, hieß es unter Verweis auf frühere Untersuchungen von Baio. So ist unter anderem der Streifen "The Wrestler" mit Mickey Rourke in der Hauptrolle seit Ende Dezember verfügbar.

    "Bei den 'Oscars' ergibt sich das Problem, dass die nominierten Filme in Form sogenannter 'Screeners' an ausgewählte Journalisten und Jury-Mitglieder der Academy verteilt werden", sagte Monique Göschl vom Generalsekretariat des Vereins für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche (VAP) der PR-Agentur Pressetext am Montag. Sehr oft befinde sich in der Verbreitungskette eine Lücke durch die das urheberrechtlich geschützte Filmmaterial in die falschen Hände kommen könne. Der eigentliche Empfänger bekomme von diesem Vorgehen dabei in der Regel nichts mit, betonte Göschl. Die von diesen speziellen Vorab-Versionen erstellten Raubkopien würden dann eine wesentlich höhere Qualität aufweisen als die Camcorder-Aufzeichnungen.


    Der Konkurrenzdruck unter den "Release Gruppen" sorge für einen regelrechten Wettbewerb: "Diese Gruppen wetteifern gegenseitig darum, wer als erstes eine Bildquelle eines neuen Kinofilms ins Web stellen kann. Die Tonspur ist zu diesem Zeitpunkt zumeist noch nebensächlich und wird erst später ergänzt", sagte Göschl. In 80 bis 90 Prozent der Fälle würden diese ersten Raubkopien einfach mit einem Camcorder direkt im Kinosaal angefertigt. Spätere Versionen kämen dann bereits in DVD-Qualität. Diese kommen dann unter anderem auch aus Presswerken, mitunter greifen selbst die Vorführer in Kinos die neuen Spielfilme ab und verteilen sie online.

    SAT+KABEL - magnus.de

  • Gast
    Gast
    • 28. Januar 2009 um 19:38
    • #2

    Das gibt aber auch schlimme Jungs :shades:

  • Frostbiter
    Gast
    • 31. Januar 2009 um 12:29
    • #3

    Illegales Filesharing: Keine Internetsperre - dafür weiterhin teure Abmahnungen

    Brigitte Zypries (SPD) hatte in dieser Woche ein Gespräch mit den deutschen Internetanbietern bezüglich des "Illegales Filesharings". Zypris strebt ein System zur "abgestuften Erwiderung auf illegale Filesharing-Aktivitäten" an. Hierzu gebe es in der BRD jedoch noch keine gesetzliche Grundlage.
    Dieses sogenannte "Three-Strikes-System" wird bereits in Irland zusammen mit den großen Plattenfirmen getestet. Dort wird der Internetzugang des Kunden gesperrt, sobald er zwei mal gegen das Urheberrecht verstoßen hat.
    Die Idee, das Internet mit Filtern großflächig auf illegale Aktivitäten zu überwachen, wurde vorerst von der Musikindustrie noch nicht umgesetzt. In Deutschland komme dieses System vorerst noch nicht in Frage. Aus diesem Grund müssen "Internetpiraten" weiterhin mit teuren Abmahnungen rechnen.

    Illegales Filesharing: Keine Internetsperre - dafür weiterhin teure Abmahnungen

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