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High Court weist Mosley-Gesuch ab

  • burmtor
  • 9. April 2008 um 19:34
  • burmtor
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    972
    • 9. April 2008 um 19:34
    • #1

    High Court weist Mosley-Gesuch ab

    Max Mosley


    Der wegen eines Sex-Videos und Nazi-Vorwürfen gehörig in die Kritik geratene FIA-Chef Max Mosley hat vor Gericht eine Niederlage erlitten. Der Präsident des Internationalen Automobilverbands scheiterte mit dem Versuch, der Zeitung "News of the World" die Ausstrahlung einer 90-sekündigen Kurzfassung des insgesamt fünfstündigen Sex-Videos auf deren Internetseite verbieten zu lassen. Der zuständige Richter des englischen High Court lehnte das Gesuch Mosleys mit der Begründung ab, dass es zum jetzigen Zeitpunkt lediglich einer zwecklosen Geste gleichkomme.

    Fast 1,5 Millionen Video-Abrufe

    Er sei allerdings auch mit einigem Widerwillen zu diesem Beschluss gekommen, erklärte der Richter, der von erniedrigendem Material sprach und auch davon, dass es kein legitimes öffentliches Interesse an einer weiteren Veröffentlichung gebe. Nach Aussagen des Richters, die der britische Sender BBC zitierte, war das Kurzvideo allein am Tag der Veröffentlichung und einen Tag darauf (30. und 31. März) 1.424.959 Mal angeschaut worden. Die "News of the World", die mit ihrem Bericht den Skandal publik gemacht hatte, stellte das Kurzvideo am Mittwoch wieder auf ihre Seite.

    NS-Vorwürfe zurückgewiesen

    Mosley hat seine Beteiligung an den sexuellen Handlungen in einer Wohnung im Londoner Stadtteil Chelsea mit fünf Prostituierten eingeräumt. Der 67-Jährige, dessen Vater pikanterweise Faschisten-Führer in Großbritannien war, weist jedoch die von der britischen Boulevardzeitung hergestellten Bezüge der Rollenspiele zum Nationalsozialismus vehement von sich.

    Mosley behält sich weitere rechtliche Schritte vor

    Laut einer Pressemitteilung der Anwaltskanzlei, die Mosley vertritt, fühlt sich der Brite durch Aussagen des Richters bestärkt. Auf der Basis des von ihm eingesehenen Materials gebe es nach Ansicht des Richters nur dünne Belege für die Nazi-Vorwürfe der Zeitung, hieß es in der Mitteilung. Unklar ist jedoch, wieviel der Richter von dem insgesamt fünfstündigen Video gesehen hat. Auch wolle er der ausstehenden Verhandlung nicht vorgreifen. Die Kanzlei kündigte derweil an, dass Mosley seine rechtlichen Schritte gegen die News Group Newspapers Limited energisch verfolgen werde. Der FIA-Chef wolle eventuelle Schadensersatzzahlungen der FIA-Foundation spenden, hieß es bereits.

    Keine Gedanken an Rücktritt

    Denn auch wenn sich immer mehr Hersteller und Verbände von dem Briten abwenden, ist Mosley gewillt, sein Amt weiter auszuüben. "Je mehr Leute wollen, dass er geht, umso entschlossener wird er sein, nicht zu gehen", zitierte die Londoner "Times" einen Freund des Briten. Wann es zu der von Mosley selbst gewünschten Krisensitzung kommt, in der er alle 222 FIA-Mitgliedsverbände über die seiner Meinung nach entstandenen Missverständnisse aufklären will, ist indes weiter offen. Die FIA konnte am Mittwoch auf Anfrage noch keinen Zeitpunkt nennen. Die außerordentliche Generalversammlung wird bedingt durch FIA-Statuten nicht vor Mitte Mai möglich sein.

    Neuseeländischer Automobilklub lädt Mosley aus

    Allerdings dürfte es Mosley schwer haben, seine Gegner zu überzeugen und einen Verbleib im Amt zu erreichen. Am Mittwoch lud der neuseeländische Automobilklub den FIA-Chef für eine Veranstaltung im Sommer aus. Mosley werde nicht wie vorgesehen teilnehmen, sagte Verbandssprecher Greg Hunting im neuseeländischen Radio. "Ich habe ihm Ende der vergangenen Woche geschrieben, dass es nicht möglich sei unter den gegebenen Umständen", sagte Hunting. Am selben Tag habe er von Mosley ein Schreiben bekommen, in dem er mit Bedauern mitgeteilt habe, nicht zu der Veranstaltung kommen zu können.

    Gruss burmtor

  • loudness
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    Beiträge
    648
    • 11. April 2008 um 02:24
    • #2

    jeder soll doch machen, was er mag !
    und wenn er dafür bezahlt ?
    Wo ist das Problem ?

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