1. Dashboard
  2. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  3. Filebase
  4. Forum
  5. Zebradem-WIKI
  6. Foren-Regeln
  7. Spenden Liste
    1. Spenden
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
ZebraDem-Sponsoring
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Dateien
  • Forum
  • Erweiterte Suche
  1. Forum
  2. zebradem.com
  3. Off-Topic

Deutsche Sahara-Geisel spricht über die Horror-Entführung

  • Gismo123
  • 1. Oktober 2008 um 06:37
  • Gismo123
    Meister
    Punkte
    10.150
    Beiträge
    1.600
    • 1. Oktober 2008 um 06:37
    • #1

    [SIZE="5"]„Wir wussten natürlich, wir können sterben“[/SIZE]

    [SIZE="4"]Zehn Tage der Not, der Strapazen, der Verzweiflung, der Todesangst. Und dann endlich: die Rettung![/SIZE]

    Bernd Laube (66), pensionierter Mathematik- und Physiklehrer aus Berlin-Neukölln, ist einer der elf Urlauber, die gemeinsam mit ihren acht Führern am 19. September in Ägypten verschleppt wurden. Sonntagnacht kamen sie frei, Montagmorgen landeten die fünf deutschen Ex-Geiseln sicher in Berlin.
    Bernd Laube sieht erschöpft aus, als er die Post aus seinem Briefkasten fischt. Seine Finger zittern, er war seit Sonntagabend nicht mehr im Bett. „Ich will nur noch schlafen, mich von diesem Albtraum erholen“, sagt er.

    „Wir waren im Südwesten von Ägypten unterwegs, als sie uns mit ihren Gewehren angriffen. Das waren Räuber, die hatten es auf Geld abgesehen. Sie haben uns alles weggenommen. Gepäck, die technische Ausrüstung, mein Walkman und das Kurzwellenradio auch. Dann haben sie uns verschleppt.
    Die Kidnapper waren bewaffnet bis an die Zähne. An ihren Militärjeeps hingen Panzerfäuste in Fünferbündeln. Oben auf jedem Jeep war eine Kanone montiert. Jeder Entführer hatte ein Maschinengewehr, eine schwere Pistole und im Ärmel einen Dolch versteckt. Ich weiß nicht, wie viele es waren. Einmal habe ich 40 gezählt, aber es waren sicher mehr.
    Wenn unsere ägyptischen Reiseleiter nicht so klug im Umgang mit ihnen gewesen wären, dann hätten die uns bestimmt niedergesiebt. Warum hätten sie uns leben lassen sollen?

    Es ist absurd, habe ich oft gedacht, in Berlin leben 3,5 Mio. Menschen und einer davon ist entführt worden – und das bin ich!
    60 Grad sind da draußen in der Wüste. Einmal habe ich mich mittags ins Auto gesetzt, weil es so heiß war. Ich dämmere so vor mich hin, da sehe ich auf der Rückbank einen Entführer schlafen. Dann wacht er auf, steigt aus – und lässt sein Maschinengewehr einfach so liegen.

    Da denkt man natürlich daran, das Ding zu nehmen. Aber ich bin ja nicht blöd!
    Am Sonntagabend, kurz vor unserer Freilassung, wurde es richtig gefährlich. Offenbar hatten unsere Entführer eine Lösegeldübergabe verabredet. 300 km von unserem Lager im Nordsudan weg, schon in Ägypten. Dort hat die sudanesische Armee einen Hinterhalt gelegt, offenbar sechs unserer Entführer erschossen.
    Der Rest der Entführer kam zurück ins Lager. Wir lagen in unseren Schlafsäcken, auf einmal sagte einer: ,Los, aufstehen!‘ Der Kopf der Entführer kam auf uns zu. Ich dachte: Jetzt hebt der die Knarre und dann tack, tack, tack!
    Und dann sagt er: ,Ihr habt unsere Leute erschossen. Wir erschießen euch nicht. Ihr könnt gehen.‘
    Die Flucht war schlimm. Wir mussten alle in einen Jeep: 19 schlotternde Leutchen in einem Toyota! Wir fuhren nachts Richtung Norden, schliefen zwischendurch unter freiem Himmel. Ständig hatten wir Angst, fragten uns: Sind da draußen noch Entführer?
    Das Wasser wurde knapp, am letzten Tag hatte jeder von uns noch einen Liter. Essen nicht mehr. Noch zwei Büchsen Corned Beef für 19 Leute. Wir hatten auch kein Werkzeug, keine Ersatzteile. Hätten wir eine Panne gehabt, wären wir verhungert und verdurstet in der Wüste.
    Am Montagmorgen sahen wir Zelte auf einer Düne. Leute kamen auf uns zugelaufen, schwer bewaffnet. Wieder diese Angst! Einer von uns rief: ‚Allah ist mächtig!‘ Die stutzten, dann sahen sie unsere Bleichgesichter! Es war ein Camp des ägyptischen Militärs, auch Leute vom deutschen THW waren da. Eine Woche haben die dort auf uns gewartet. Wir waren gerettet! Da ging das Geheule los, vor Glück!
    Wir wussten natürlich, wir können sterben. Eine Entführung passiert einmal im Leben, und den meisten Menschen passiert sie ja nie. Mitte Oktober fliege ich für drei Wochen nach Brasilien. Der Flug ist schon bezahlt. Den lass ich nicht verfallen!“

    Quelle:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen Anmelden

Spenden

Vielen Dank für die Unterstützung!
Hiermit unterstützt du Zebradem.
Das beinhaltet überwiegend die Serverkosten und Lizenzgebühren.
Spenden

Letzte Beiträge

  1. Überwachung durch Databroker: Polizei greift ohne richterlichen Beschluss auf Standortdaten zu

    heugabel
    6. Juni 2026 um 15:27
  2. Abmahnungen im Zusammenhang mit Sudden Strike 5 – Eine Übersicht

    heugabel
    6. Juni 2026 um 10:27
  3. Musik TV ( IPTV)

    Fellfresse
    5. Juni 2026 um 22:20
  4. Das Vorhaben zur Vorratsdatenspeicherung: Eine Bedrohung für die Privatsphäre

    heugabel
    5. Juni 2026 um 18:36
  5. Unsichtbare Bedrohung im Hola Browser: Monero-Miner bei Supply-Chain-Angriff entdeckt

    heugabel
    5. Juni 2026 um 18:27
  6. Großangriff auf den Darknet-Drogenmarkt in Niedersachsen

    heugabel
    5. Juni 2026 um 17:27
  7. Operation KRATOS 2: Erfolg ohne klare Zielbekanntgabe

    heugabel
    5. Juni 2026 um 09:27
  8. Eine neue Bedrohung: Der adaptive KI-Wurm

    heugabel
    4. Juni 2026 um 18:27
  9. Revolution oder Risiko? KI-gestützte Hörbücher im Wandel

    heugabel
    4. Juni 2026 um 12:27
  10. Großrazzia gegen organisiertes Verbrechen in Sachsen-Anhalt

    heugabel
    4. Juni 2026 um 11:27

Aktivste Themen

  1. Premiere 24,99€ Abo

    357 Antworten
  2. Sky Vertragsverlängerungen Sammelthread

    230 Antworten
  3. Wie alt bist DU? :-)

    133 Antworten
  4. Welchen Beruf habt ihr???

    126 Antworten
  5. so Zeichnet unser Frädchen

    104 Antworten
  6. Abmahnungen drohen weiteren Porno-Dienst-Nutzern

    88 Antworten
  7. F-Jugend braucht hilfe

    88 Antworten
  8. Was bedeutet euer Benutzername?

    86 Antworten
  9. Voten für ein Bild meiner Tochter.

    85 Antworten
  10. Web-TV Wilmaa ist da

    81 Antworten
© 2024 Zebradem - Software by WoltLab