ZitatAlles anzeigenMäzen Dietmar Hopp von Tabellenführer 1899 Hoffenheim hat vor dem Spitzenspiel der Bundesliga am Freitag bei Rekordmeister Bayern München irritiert auf die Sticheleien von Uli Hoeneß reagiert. "Ich bin schon überrascht. Ich habe mit Franz Beckenbauer und Fritz Scherer ein gutes Verhältnis und dachte, das habe ich auch mit Uli Hoeneß. Doch da muss ich mich wohl getäuscht haben", sagte Hopp in einem Interview mit der Bild-Zeitung.
Bayern-Manager Hoeneß lässt seit Tagen keine Gelegenheit aus, um vor dem "Spiel der Spiele" über den Aufsteiger, der mit drei Punkten Vorsprung vor München die Tabelle anführt, zu lästern. "Spiele werden durch die besseren Spieler entschieden, und die haben wir. Natürlich sind wir besser als Hoffenheim." Zu Wochenbeginn zielte Honeß als Wortführer der selbst ernannten "Abteilung Attacke" zudem auf die Finanzen des Neulings ab: "Da wird übrigens mehr Geld gezahlt als sie alle rumerzählen. Trotz der Finanzkrise hat der Herr Hopp schon noch ein paar Euro übrig."
Schelte für Hoeneß
Zwar will Hopp kein neues Öl ins Feuer gießen, enttäuscht von den Hoeneß-Aussagen über die finanzielle Situation der Hoffenheimer ist der SAP-Gründer aber schon. "Das kann ich überhaupt nicht verstehen. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich ihn mal fragen, woher er diese Falsch-Informationen hat. Ich würde nie im Leben solche Mutmaßungen in die Welt setzen", sagte Hopp.
Auch dass Freistoß-Spezialist Sejad Salihovic kurz vor seiner Vertragsverlängerung in Hoffenheim offenbar von den Bayern mit einem Angebot geködert worden war, kann Hopp nicht nachvollziehen. "Wenn es stimmt, halte ich es für taktlos in einer Phase, in der wir vertragseinig waren, noch dazwischen zu grätschen. Das hat doch der große FC Bayern nicht nötig ", meinte der 68-Jährige.
Lob für Trainer Rangnick
Nichts lässt Hopp derweil auf seinen Trainer Ralf Rangnick kommen. Nach Angaben des 1899-Mäzens wäre der Fußball-Professor auch ein idealer Kandidat für den Posten des Bundestrainers. "Eines ist sicher: Rangnick wäre ein sehr guter Bundestrainer! Aber wenn er die Nationalmannschaft trainieren würde, würde ihn das nicht ausfüllen. Er lebt Fußball und will mit den Spielern jeden Tag und nicht nur sechs oder siebenmal im Jahr arbeiten", meinte Hopp.
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