Für Trainer Mirko Slomka scheint es beim FC Schalke 04 eng zu werden. Wie "Bild.de" erfahren haben will, diskutieren die Vereinsbosse über den Trainer. Manager Andreas Müller habe bereits einen Geheimauftrag erhalten, einen neuen Top-Coach zu suchen. Zur neuen Saison solle Slomka abgelöst werden. Präsident Josef Schnusenberg sagte: "Wir haben Handlungsbedarf, doch es wird keinen Schnellschuss geben." Und weiter: "Vielleicht brauchen wir auf Schalke wirklich mal einen Chefcoach, der großes internationales Standing hat."
Im Revier macht sich Unmut breit
Beim 0:1 am Wochenende in Leverkusen forderten die wütenden Fans bereits lautstark den Rausschmiss von Trainer Slomka. In den Fan-Foren im Internet und den traditionellen Fußballkneipen im Revier hat der 40-Jährige ebenfalls keinen Kredit mehr. Auch bei Schalkes Führungsetage ist dieser Unmut bereits angekommen. "Was meinen sie, was wir für Mails, Briefe und Anrufe kriegen", sagte Schnusenberg der "WAZ". Zitieren möchte er aus den Zuschriften jedoch lieber nicht.
Nur mit Siegen aus der Krise
Um diese Krise zu überstehen, müssten dringend ein Sieg in der Bundesliga gegen Bayern München und das Erreichen des Viertelfinals in der Champions League gegen Porto her. Angeblich wollen die Bosse heute nach dem Testspiel gegen Dynamo Moskau Slomka eine Art Ultimatum setzen. Schnusenberg dementiert dies nur halbherzig. "Das kann man so nicht sagen", sagt der 67-Jährige. Man wolle "sich mit dem Trainer zusammensetzen" und "durchaus auch ergebnisbezogen" diskutieren. "Es kann ja auch was vom Himmel fallen. Was ist denn, wenn wir gegen München und Porto gewinnen?" Dann wäre Slomka zumindest vorübergehend aus dem Schneider. Doch was geschieht, wenn Schalke beide Spiele verliert? Dann stünde eine Entlassung wohl unmittelbar bevor.
Dass das Verhältnis zwischen Schnusenberg und Slomka als unterkühlt gilt, ist spätestens seit dem Herbst letzten Jahres bekannt. "Er steht genauso wie der Vorstand in der Verantwortung. Ob ich meine Kritik an ihm erweitern muss, wird sich in den nächsten Wochen zeigen", griff der Klubchef Schalkes Coach damals öffentlich an. Zudem war auch die indirekte Kritik, die Kapitän Marcelo Bordon vorm Hinspiel gegen Porto über die taktischen Vorgaben des Trainers äußerte, nicht gerade förderlich für einen Verbleib Slomkas. Zudem gilt auch der Aufsichtratsvorsitzende Clemens Tönnies nicht als Slomka-Fan. "In der letzten Zeit konnte ich auch so einige Entscheidungen nicht nachvollziehen", sagte der 51-Jährige den "Ruhr Nachrichten".
Gruss burmtor
