Torhüter kommt ablösefrei
von Benfica Lissabon
Der ehemalige Leverkusener Torwart Hans-Jörg Butt wechselt zum FC Bayern München. Dort erhält er einen Zweijahresvertrag. Zuvor hatte Butt seinen Vertrag mit Benfica Lissabon aufgelöst und damit eine Forderung der Bayern erfüllt.
Beim FCB ist er die Nummer zwei hinter Michael Rensing. "Wir sind sehr glücklich über diesen Transfer, denn Hans-Jörg Butt passte mit seiner internationalen Erfahrung genau in unser Anforderungsprofil", sagte der Vorstands-Vorsitzender Karl-Heinz Rummenigge über den Transfer. "Hans-Jörg Butt soll vor allem unseren jungen Torwart Michael Rensing in dessen Entwicklung unterstützen und freut sich auf diese Aufgabe beim FC Bayern München."
Kurz zuvor hatte sich Butt mit seinem bisherigen Verein Benfica Lissabon einvernehmlich auf eine Auflösung des noch bis zum 30. Juni 2009 laufenden Vertrages geeinigt. Der ehemalige Bundesliga-Torwart von Bayer Leverkusen war beim Vierten der portugiesischen Liga nicht über eine Reservistenrolle hinausgekommen. Butt kam dem deutschen Rekordmeister damit den entscheidenden Schritt entgegen.
Zitat
„Vom Charakter her kenne ich keinen besseren Spieler“
Karl-Hein Rummenigge
Bayern wollte Ablöse nicht zahlen
"Uns sind wahnsinnig viele Torhüter angeboten worden. Eine Voraussetzung war, dass einer ablösefrei kommt", sagte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge dazu der "Sport Bild". Zuletzt hatten noch 1,5 Millionen Euro Ablöse im Raum gestanden.
Rummenigge gab sich zuversichtlich, dass Butt die Rolle als Routinier akzeptieren werde: "Vom Charakter her kenne ich keinen besseren Spieler."
Gerüst für kommende Saison steht
Damit steht das Gerüst der Mannschaft für die kommende Saison, in der die Bayern auch Erfolge in der Champions League feiern wollen. Einen Ersatz für den geplatzten Transfer des italienischen Weltmeisters Gennaro Gattuso wird es offenbar nicht geben. Rummenigge erklärte, er habe zuletzt "laufend" mit Jürgen Klinsmann in Kontakt gestanden, und der künftige Trainer habe erklärt, "dass wir es intern lösen".
Sicher dabei sein werden auch die beiden Stars Franck Ribery und Luca Toni. Unmissverständlich machte der Klub-Boss klar, dass es einen Verkauf nicht geben werde: "Lieber würde ich das Tafelsilber von Bayern verkaufen als einen Ribery oder Toni".
