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Mäßiger WM-Start für Frankreich

  • Gast
  • 11. Juni 2010 um 23:04
  • Gast
    Gast
    • 11. Juni 2010 um 23:04
    • #1

    Holpriger Start für schwache Franzosen


    Tristesse statt Raffinesse - die einst für ihren Champagnerfußball gerühmten Franzosen sind mit einer dürftigen Vorstellung in die Weltmeisterschaft gestartet. Der Finalist von 2006 lieferte zum Auftakt beim 0:0 gegen Uruguay im zweiten Spiel der Gruppe A am Freitag eine enttäuschende Vorstellung. Vor 64.100 Zuschauern im Greenpoint-Stadion von Kapstadt fand das Team um Bayern-Star Franck Ribéry kein Mittel gegen destruktiv spielende Südamerikaner. Nach einem harten Foulspiel gegen Bacary Sagna sah der eingewechselte Nicolás Lodeiro (81.) die Gelb-Rote Karte - der erste Platzverweis des Turniers. Doch auch in Überzahl gelang Frankreich kein Happy-End.



    Die "Équipe Tricolore" steht damit bereits am kommenden Donnerstag gegen Mexiko mächtig unter Druck. Wie schon vor zwei Jahren bei der Europameisterschaft blieb die Grande Nation den Nachweis ihrer Klasse schuldig. Alle Hoffnungen auf einen spielerischen Fortschritt erweisen sich als Wunschdenken. Auch Ribéry konnte die große Bühne nicht nutzen und blieb über weite Strecken blass. Frankreich war bereits beim frühzeitigen EM-Aus 2008 mit einem 0:0 gegen Rumänien gestartet. Auch gegen Uruguay hat dieses Ergebnis Tradition. Sowohl das Aufeinandertreffen bei der WM 2002 in Südkorea als auch die Testpartie im November 2008 sah weder Sieger noch Tore. (Die Noten zum Spiel Uruguay-Frankreich)


    Henry auf der Bank
    Der in der Heimat höchst umstrittene Raymond Domenech machte seine Ankündigung wahr und verzichtete bis zur 72. Minute auf Rekordtorjäger Thierry Henry - trotz der vielen Proteste von Spielern und Ex-Profis. Mit einer Forderung konnten sich die Wortführer um Ribéry beim französischen Trainer, der nach der WM von Laurent Blanc ersetzt wird, durchsetzen: Hinter dem Bayern-Profi sicherte Abou Diaby vom FC Arsenal statt Florent Malouda im linken Mittelfeld ab.


    Ribéry auf der Lieblingsposition
    Die starke Seite der Franzosen sorgte auch für die erste gefährliche Situation. Doch nach starkem Flankenlauf von Ribéry ging Sidney Govou (7.) zu lässig mit der Hereingabe um und schob den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Ein Flatter-Freistoß von Yohann Gourcuff (18.) aus mehr als 30 Metern zwang Schlussmann Fernando Muslera zu einer Parade. In der müden Anfangsphase versuchte Frankreich den Gegner früh unter Druck zu setzen, die tief stehenden Südamerikaner konzentrierten sich zunächst auf Konter.


    Forlan im Pech
    So wurde Keeper Hugo Lloris das erste Mal nach gut einer Viertelstunde gefordert. Der Schuss von Uruguays Sturmstar Diego Forlán (16.) von der Strafraumgrenze geriet jedoch zu unplatziert, um den Torhüter von Olympique Lyon ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Zu selten schaffte es der Titelträger von 1930 und 1950 seine beiden Spitzenangreifer Forlán und Luis Suárez, der diese Saison 35 Tore in 33 Ligaspielen für Ajax Amsterdam erzielt hatte, in Szene zu setzen. Doch Ribéry und Co. wirkten ebenfalls ohne jegliche Inspiration. Bis auf die beiden Torszenen hielt sich der Unterhaltungswert der Partie in engen Grenzen. So plätscherte das Spiel ohne Höhepunkte der Halbzeitpause entgegen.


    In Halbzeit zwei ging nichts mehr
    In der zweiten Halbzeit spielten die Franzosen sogar noch einfallsloser. Vielmehr kam Forlán in der 74. Minute frei zum Schuss, verzog aber knapp. Erst nach dem Platzverweis für Lodeiro drängten die Franzosen, konnte aber den Fehlstart nicht abwenden. Nach der trostlosen Nullnummer bleibt dem Domenech-Team nur der hoffnungsvolle Blick in die jüngste WM-Historie. Auch vor vier Jahren hieß das erste Ergebnis gegen die Schweiz 0:0. Damals endete die WM-Mission erst mit der Finalniederlage im Elfmeterschießen gegen Italien.



    Quelle: t-online.de

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