KSC und Christian Eichner erstatten Strafanzeige
Glück gehabt: Christian Eichner wird nur knapp von einer Leuchtrakete verfehlt
Die Leuchtraketen-Attacke vom vergangenen Wochenende hat ein juristisches Nachspiel: Christian Eichner und der Karlsruher SC haben wegen versuchter schwerer Körperverletzung Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Der KSC-Verteidiger wurde beim Derby gegen den VfB Stuttgart nur um Haaresbreite von einer Leuchtrakete aus dem Fanblock der eigenen Anhänger verfehlt. "Diesen Kriminellen muss das Handwerk gelegt werden. Es kann nicht sein, dass friedliche Leute im Stadion Angst haben müssen, bei diesen hochgefährlichen Übergriffen schwer verletzt zu werden", sagte der 25-Jährige der "Bild"-Zeitung.
KSC muss unbedingt reagieren
Insgesamt feuerten die KSC-"Fans" mehr als ein dutzend Raketen in Richtung Spielfeld. Auch Karlsruhes Manager Rolf Dohmen reagiert stocksauer auf die Aktionen der "Hohlköpfe", wie er sie nennt: "Diese Rakete, die um ein Haar den Spieler getroffen hätte, war 800 bis 1000 Grad heiß. Damit ist der Punkt erreicht, an dem wir unbedingt reagieren müssen. Wir wollen gemeinsam mit Christian, der nur knapp Schlimmerem entgangen ist, gegen diejenigen vorgehen, die die Leuchtraketen abgefeuert haben. Diese Personen nehmen in Kauf, dass Spieler oder Zuschauer schwer verletzt werden. Allein gegen diese Personen richtet sich die Anzeige wegen versuchter Körperverletzung - gegen niemand anderen und schon gar nicht gegen unsere normalen, anständigen Fans, zu denen Christian ein exzellentes Verhältnis hat", sagte Dohmen.
Dohmen: "Kein Anpeitscher auf dem Zaun"
Nach den Vorkommnissen im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion hat der Tabellensechste nun mit sofortiger Wirkung einen Maßnahmenkatalog erlassen. Bereits beim nächsten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg werden sich für die Badener Anhänger Veränderungen bemerkbar machen: "Es wird erstmals kein Anpeitscher auf dem Zaun sitzen, der über Megaphon Stimmung macht", sagte Dohmen "SPORT BILD online".
Veränderungen auch bei Auswärtsspielen
Der Klub ist bemüht, sich die hart erarbeitete Arbeit und das gute Image nicht von den sogenannten Fans, von denen sich der Verein deutlich distanziert, kaputt machen zu lassen. Dazu soll auch die Kampagne unter dem Motto "Unsere Fans sind Blau-Weiß - und nicht schwarz" beitragen, die gegen die meist dunkel gekleidete Ultra-Szene gerichtet ist. Auch für das nächste Auswärtsspiel beim FC Bayern München wird es Veränderungen geben. "Für den Fan-Dachverband Supporters haben wir bislang immer Auswärtstickets geblockt", sagte Dohmen. "Die Verteilung der 1000 Tickets übernehme ich jetzt in Zusammenarbeit mit dem Supporters-Vorstand persönlich."
Gruss burmtor
