Stürmische Zeiten: Prügelei in der Werder-Kabine
Stürmische Zeiten bei Werder Bremen: Eine Rangelei zwischen Aaron Hunt und Diego, ein angebliches Top-Angebot für den Brasilianer aus London und nicht zuletzt Sturmtief "Kirsten" sorgten an der Weser für mächtigen Wirbel. Dass es am Donnerstag (ab 20.15 Uhr im T-Online Live-Ticker) gilt, im Achtelfinal-Rückspiel gegen die Glasgow Rangers einen 0:2-Rückstand aufzuholen gilt, geriet da fast ein wenig zur Nebensache.
Allofs: "Sache ist längst intern geklärt"
Wie Hunt der "Sport-Bild" bestätigte, gab es im Frust der Hinspielniederlage im Ibrox-Park vor einer Woche eine Prügelei zwischen dem Werder-Stürmer und Regisseur Diego. "Es kam im Spiel schon zu einer Diskussion." Danach dann die Fortsetzung mit heftigen Handgreiflichkeiten in der Kabine. Werder-Sportdirektor Klaus Allofs sagte: "Es hat eine Rangelei gegeben. Die Sache ist längst intern mit den Betroffenen und der Mannschaft geklärt worden." Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte Werder mit einer Keilerei für Schlagzeilen gesorgt. Damals flogen zwischen Boubacar Sanogo und Carlos Alberto die Fäuste im Training.
Jensen ist von zwei Toren überzeugt
Von entspannter Stimmung kann bei den Norddeutschen also keine Rede sein, zumal die 3:6-Schlappe in der Bundesliga in Stuttgart die Situation an der Weser eher noch verschärft haben dürfte. "Bei keinem, der zwei Spiele hintereinander verliert, herrscht gute Laune", räumte Daniel Jensen ein. Der Däne sieht dennoch der Partie im Weserstadion optimistisch entgegen: "Wir brauchen gar kein Wunder, um weiterzukommen. Wir haben doch oft genug gezeigt, dass wir zwei Tore schießen können." Ähnlich sieht Allofs die aktuelle Situation: "Wir werden einen großen Abend fabrizieren müssen, aber von einem Wunder will ich da nicht sprechen." Für Werder-Trainer Thomas Schaaf und seine Mannschaft dürfte der UEFA Cup die letzte realistische Chance sein, in dieser Saison einen Titel zu gewinnen. "Wir müssen sehr, sehr gut spielen und mit unserem großen Aufwand zu mehr Erfolg kommen", fordert der Coach.
Chelseas Diego-Angebot für Allofs nur "heiße Luft"
Ein angebliches Interesse des FC Chelsea an Dribbelkünstler Diego - das Londoner Boulevard-Blatt "Sun" berichtete mit Verweis auf einen Bremer Vereinsinsider von einem 30-Millionen-Angebot als Ersatz für Nationalspieler Frank Lampard - ist für Allofs nur heiße Luft: "Diego hat bei uns einen Vertrag bis 2011." Viel wird auf die Tagesform des kleinen Brasilianers ankommen, dessen leichte Schambeinentzündung sich ein wenig gebessert hat - eine positive Reaktion auf die Spielsperre des Südamerikaners in der Bundesliga. Doch im Hinspiel blieb Diego blass und konnte kaum Impulse setzen. Auch als Motivator wäre momentan Torsten Frings sehr gefragt, doch der Nationalspieler wird frühestens in der kommenden Woche nach seiner Bänderverletzung im Knie wieder mit dem Training beginnen können.
Klasnic und Pasanen fallen aus
"Die Mannschaft ist auch mit Ausfällen gut genug für das Erreichen der nächsten Runde", ließ der 31-Jährige ausrichten, der bei der Reha in Donaustauf an seinem Comeback arbeitet. Nicht zur Verfügung stehen werden bei den Platzherren voraussichtlich der Finne Petri Pasanen (Rippenprellung) sowie im Angriff Ivan Klasnic (Oberschenkelzerrung). Bei den Schotten fehlt Daniel Cousin, der im Hinspiel einen Treffer erzielte und ein weiteres Tor vorbereitete, wegen eines Kieferbruchs. Auch den vor einer Woche noch gesperrten Jean-Claude Darcheville (Leistenprobleme) kann Teammanager Walter Smith wahrscheinlich nicht einsetzen.
Gruss burmtor
