Werder bestellt Klasnic zum Rapport
Ivan Klasnic lebt seit Anfang 2007 mit der Niere seines Vaters. 
Zwischen Werder Bremen und Ivan Klasnic stehen die Zeichen auf Trennung. Die Vereinsführung der Niorddeutschen hat sich mit dem Profi und dessen Anwälten zu einem Gespräch getroffen. Daran nahmen auf dem Bremer Vereinsgelände neben Klasnic dessen Anwälte Klaus-Peter Horndasch und Matthias Teichner sowie von Seiten Werders die Geschäftsführer Klaus Allofs und Manfred Müller sowie Trainer Thomas Schaaf teil. Über die Ergebnisse des Treffens wurde noch nichts bekannt. Der Grund für die Unterredung: Vier Spieltage vor Saisonende liefert sich Klasnic eine Schlammschlacht mit Werders Vereinsarzt Götz Dimanski. Der Stürmer hat den Mediziner und die Kardiologin Manju Guha auf 1,5 Millionen Euro Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagt, weil dieser angeblich seine Nierentransplantation hätte verhindern oder zumindest herauszögern können.
Klasnic erneuert seine Kritik
"Meine Zukunft ist offen", sagte Klasnic am Vortag in der Talkshow "Beckmann", doch das Tischtuch zwischen ihm und Werder scheint zerschnitten. "Meine Meinung vom Mannschaftsarzt ist nicht positiv", erneuerte der 28-Jährige in der Fernsehsendung seine Kritik. Klasnic-Anwalt Teichner formulierte die Vorwürfe noch einmal aus: "Wir werfen den Ärzten vor, dass sie die bedrohlichen Werte nicht zum Anlass genommen haben, weitere Untersuchungen anzustellen oder eine Therapie einzuleiten, und auch den Patienten nicht informiert zu haben." Ehefrau Patricia Klasnic kritisierte zudem die Vereinsführung. Der Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs habe sich nicht nach dem Befinden des Profis nach zwei Transplantationen erkundigt. Außerdem hätte die Klubführung der Familie einen "Maulkorb" verpasst. Zuvor hatte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs betont "dass wir mit Doktor Götz Dimanski in die nächste Saison gehen werden."
Unruhe unerwünscht
Zwar sagte der Nationalspieler Kroatiens, dass seine Klage "nichts mit meinem Vertragsverhältnis zu tun" hätte, doch vermutlich wird genau dieses Thema im Mittelpunkt des anberaumten Gesprächs stehen. Das größte Anliegen der Vereinsführung wird sein, keine Unruhe in die Mannschaft aufkommen zu lassen, schließlich kämpft die Elf von Trainer Thomas Schaaf noch um einen Champions-League-Platz.
Mediziner weisen Schuld von sich
Der kroatische Nationalstürmer musste sich Anfang 2007 wegen Niereninsuffizienz zwei Nierentransplantationen unterziehen. Es soll laut der Anklage bereits im Mai 2001 bei Klasnics Wechsel vom FC St. Pauli zu Werder Bremen feststellbar gewesen sein, dass es auffällige Blutwerte gab. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens des Bremer Professors Arno-Ekkehard Lison, das Klasnic bereits Ende Dezember 2005 in Auftrag gegeben hatte. Die Mediziner Dimanski und Guha weisen die Vorwürfe dagegen von sich. Dimanski sprach im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" von einem "schicksalhaften" Krankheitsverlauf.
Gruss burmtor
