[SIZE="4"]Das Fußball-Unterhaus spielt verrückt - der 1. FC Kaiserslautern verlor beim Kellerkind in Oberhausen die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga und der FSV Mainz 05 enttäuschte im Spitzenspiel gegen den MSV Duisburg mit einer Nullnummer.[/SIZE]
Als lachender Dritter geht der SC Freiburg als neuer Spitzenreiter vor den punktgleichen Pfälzern in die englische Woche. Die Breisgauer holten am neunten Spieltag mit dem 2:0 am bei Rot Weiss Ahlen als einzige Top-Mannschaft drei Punkte, während Lautern mit dem 1:2 bei Rot-Weiß Oberhausen und Mainz beim torlosen Remis gegen die «Zebras» wichtige Punkte einbüßten.
Mit einem verdienten 2:0 beim heimstarken VfL Osnabrück setzte der TSV 1860 München seine Aufholjagd erfolgreich fort, dagegen ist beim 1. FC Nürnberg nach dem 1:1 bei TuS Koblenz und acht Punkten Rückstand auf Platz drei wieder Ernüchterung eingekehrt. «Dass wir den Sieg aus der Hand gegeben haben, ist sehr ärgerlich», stellte FCN-Trainer Michael Oenning enttäuscht fest.
Am Mainzer Bruchweg machten die FSV-Fans unter den 20 100 Zuschauern ein langes Gesicht. Nach dem 0:2 gegen Aachen am vorigen Spieltag büßte die Mannschaft von Trainer Jörn Andersen erneut wichtige Punkte ein, konnte aber immerhin die erste Saison-Heimniederlage verhindern. Die «Zebras» beschränkten sich nach dem 6:1-Schützenfest vor einer Woche gegen Ingolstadt diesmal auf Defensivarbeit.
Eine böse Überraschung erlebten die «Roten Teufel», und Trainer Milan Sasic war nach der zweiten Auswärtsniederlage angefressen. «Der Gegner war effektiver, uns fehlte die letzte Konsequenz», sagte der Kroate. Oberhausen fand dank des Siegtreffers von Mike Terranova (80.) Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze. Srdjan Lakic (23.) hatte Lautern in Führung gebracht, Tim Kruse (38.) war der Ausgleich für den engagierten Aufsteiger gelungen.
Der 1. FC Nürnberg gab leichtfertig den ersten Auswärtssieg der Saison aus der Hand, weil die guten Torchancen nicht genutzt wurden. Marco Engelhardt (2.) hatte den «Club» in Führung gebracht, der Finne Njazi Kuqi rettete Koblenz sieben Minuten vor Spielende vor der ersten Heimniederlage und einem weiteren Tiefschlag eine Woche nach dem historischen 0:9-Fiasko in Rostock.
Unbeeindruckt von der Affäre im Publikumsliebling Berkant Göktan, der Anfang der Woche wegen Kokainkonsums gefeuert worden war, setzten die Münchner «Löwen» ihre Erfolgsserie fort. Nicolas Ledgerwood (40.) und Kapitän Benjamin Lauth (55.) machten Münchens dritten Sieg nacheinander perfekt. «Uns fehlte der Mittagsschlaf. Anstoß um zwei Uhr ist für uns zu früh», begründete Thomas Cichon mit einem Schmunzeln Osnabrücks erste Heimniederlage.
Bei Hansa Rostock (0:0 in Frankfurt) und in Fürth (1:1 gegen Aachen) ist nach den Punktverlusten am Freitag im direkten Aufeinandertreffen am Dienstag Wiedergutmachung angesagt. «Unser Manko ist die fehlende Stabilität im Defensivverhalten, aber wir werden uns in Rostock nicht hinten rein stellen. Das können wir gar nicht», sagte Fürths Trainer Benno Möhlmann vor dem Gastspiel der Franken im Ostseestadion. Strahlende Gesichter gab es beim FC St. Pauli nach dem 2:0 gegen Wehen Wiesbaden und beim FC Augsburg, der mit dem 2:1-Derbysieg in Ingolstadt den ersten Auswärtssieg landete.
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