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Nationaltorwart Robert Enke ist tot

  • Gast
  • 10. November 2009 um 20:55
  • Gast
    Gast
    • 10. November 2009 um 20:55
    • #1
    Zitat

    Nationaltorwart Robert Enke ist tot. Das bestätigte die Polizei in Hannover SPIEGEL ONLINE. Ein Polizeisprecher erklärte, es deute alles auf Selbstmord hin. Der beim Bundesligisten Hannover 96 spielende Torhüter wurde 32 Jahre alt.

    Hamburg - "Ich kann die traurige Nachricht bestätigen. Robert lebt nicht mehr. Zu Einzelheiten kann ich im Moment aber nichts sagen", sagte Enkes Freund und Berater Jörg Neblung. Enke starb am Dienstagabend an einem Bahnübergang in Neustadt am Rübenberge im Ortsteil Eilvese. "Es hat einen tödlichen Unfall an einem Bahnübergang gegeben", sagte Stefan Wittke, Leiter der Pressestelle der Polizei Hannover. Wittke erklärte, dass alles darauf hindeute, dass es sich um Selbsttötung gehandelt habe. Enke hinterlässt seine Ehefrau Teresa und eine acht Monate alte Tochter, die das Paar im Mai adoptiert hatte.

    "Das ist ganz furchtbar", sagte Hannovers Präsident Martin Kind. Er war von der Sitzung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zurückgekehrt, auf der er die 50+1- Regelung kippen wollte, und bekam am Flughafen den schockierenden Anruf. "Man rechnet mit vielem, aber nicht mit so etwas", sagte Kind der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Ich weiß nicht, warum es und wie passiert ist", sagte Kind. Der 96-Chef ist sich sicher, "dass es nichts mit Fußball zu tun hat".

    Enke hatte wegen einer Erkrankung, die als Bakterien-Infektion des Darmes angegeben wurde, vier Länderspiele verpasst. Er war auch nicht für die beiden Länderspiele gegen Chile und die Elfenbeinküste am 14. und 18. November eingeladen worden. Löw hatte dem 96-Profi aber deutlich signalisiert, dass er weiter ein Favorit auf die Nummer eins bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika sei. Enke bestritt acht Länderspiele.

    "Wir sind alle geschockt"

    "Er war labil", berichtete Kind. Das sei in der Öffentlichkeit wohl nicht aufgefallen. "Er hat das überlagert", erklärte der 96-Clubchef. Der verheiratete Fußballprofi und seine Frau hatten vor drei Jahren ihre Tochter Lara im Alter von zwei Jahren verloren, die an einem angeborenen Herzfehler litt und im Krankenhaus starb.

    Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erfuhr erst unmittelbar nach der Rückkehr vom ersten Training in Bonn von der Katastrophe. Wenig später gab der Verband eine Mitteilung heraus. "Mit tiefer Fassungslosigkeit hat die deutsche Nationalmannschaft die Nachricht vom Tod von Robert Enke zur Kenntnis genommen. Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff informierten die Spieler und Betreuer am Montagabend in Bonn", hieß es auf der Internetseite des DFB. Oliver Bierhoff sagte: "Wir sind alle geschockt, uns fehlen die Worte."

    Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) zeigte sich tief betroffen vom Tod Robert Enkes. "Deutschland verliert einen Ausnahmesportler und einen sensiblen Menschen, der für viele ein Vorbild war. Wir trauern um ihn und unser Mitgefühl ist bei seiner Frau, seiner Familie, seinen Angehörigen und vielen Freunden", sagte Wulff nach einer Mitteilung der Staatskanzlei.

    Alles anzeigen

    Quelle: SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

  • Gast
    Gast
    • 10. November 2009 um 21:05
    • #2

    Hier mal ein bild von ihm



    ich habe es eben auch gerade gelesen

    Schrecklich ,und er war noch so jung

  • Gast
    Gast
    • 10. November 2009 um 21:38
    • #3

    Mein Beileid an die Familie, kann das gerade nicht fassen.

  • bonzaii
    Meister
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    2.044
    • 10. November 2009 um 22:42
    • #4

    Herzliches Beileid an seine Frau, die kleine Tochter, die Familie und seine Freunde + Fans.

    Sein ehemaliger Arbeitgeber, der FC Barcelona, reagierte sofort und bgann sein heutiges Pokalspiel mit einer Trauerminute - es wurde klassische Musik eingespielt.

  • Migiman
    Erleuchteter
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    Beiträge
    6.239
    • 10. November 2009 um 22:58
    • #5

    Mir standen eben die Haare zu berge, als ich Nachrichten geschaut habe, und dann der Bericht kam :eek: Mein Beileid an Die Angehörigen

  • Teufelchen
    Gast
    • 10. November 2009 um 22:59
    • #6
    Zitat

    Der Fußball-Nationaltorwart Robert Enke ist tot. Das bestätigten die Polizei Hannover sowie der Verein Hannover 96. Enke wurde 32 Jahre alt. Er habe sich das Leben genommen, erklärte sein Berater Jörg Neblung am Dienstagabend. „Es war Selbstmord“, sagte Neblung: „Über weitere Hintergründe möchte ich heute nicht sprechen, ich bitte um Verständnis.“ Die Polizei hatte zuvor erklärt, dass vieles auf einen Suizid des Fußballprofis hinweist. Enke sei gegen 18.25 Uhr an einem Bahnübergang bei Neustadt-Eilvese, nicht weit von Enkes Wohnort entfernt, von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden.

    Die Fans von Hannover 96 zündeten vor dem Stadion Kerzen an, und formten somit die Zahl 96!
    Am Mittwoch wird es eine Pressekonferenz in Hannover geben!

    Quelle

    Mein Beileid an seine Familie und Freunde.
    Es ist nach wie vor unfassbar was sich am heutigen
    Abend zugetragen hat!

  • Rolli
    Gast
    • 10. November 2009 um 23:17
    • #7

    [color="White"]Ich kann und will das nicht glauben.
    Er war nicht nur sportlich, sondern auch menschlich einer der ganz Großen.
    Mein Mitgefühl gehört seiner Frau und seinen Angehörigen.[/color]

  • Gast
    Gast
    • 11. November 2009 um 00:00
    • #8
    Zitat

    Ich kann und will das nicht glauben.
    Er war nicht nur sportlich, sondern auch menschlich einer der ganz Großen.
    Mein Mitgefühl gehört seiner Frau und seinen Angehörigen.

    Kann ich nur zustimmen, welche Verzweiflung treibt einen so großen Sportler, der Familie und alles weitere besitzt zu so etwas? Da sieht man das Geld scheinbar wirklich nicht alles ist. Kann mir nur vorstellen das er selber eine schwere unheilbare Krankheit hatte.

  • lolly
    Gast
    • 11. November 2009 um 00:14
    • #9

    Meine Frau und Ich sind auch aus allen Wolken gefallen.

    Können das garnicht glauben. Menschlich sowie Sportlich war er einer der ganz Großen. Leider muss er zu verzweifelt gewesen sein um den Kampf das Leben bis ins hohe Alter zu meistern nichtmehr antreten konnte.

    Unser Beileid gilt seiner Familie, die ja leider schon genügend Rückschläge hinnehmen musste.

    Mir läuft es gerade eiskalt den Rücken runter.

  • Gismo123
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    • 11. November 2009 um 04:11
    • #10

    Ich habe es auf der Arbeit im Radio erfahren, es war echt ein riesiger schock für mich, kann es immer noch nicht glauben.

    Aber eins weiß ich bestimmt, wenn es ein Selbstmord war, dann muss er schon heftige depresionen oder so gehabt haben, denn sonst hätte er sich nicht vor einem Zug geworfen.

    Mein beileid an die Familie.

  • killaone
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    2.161
    • 11. November 2009 um 07:11
    • #11

    Das schlimme ist, dass ich sofort an Selbstmord gedacht habe. Nen Kumpel meinte, dass er sich das nicht vorstellen könne, aber irgendwie wusst ich das sofort.

    Enke war immer sehr labil und man hat es ihm angesehen, dass etwas nicht stimmt, was ja auch nicht weiter verwunderlich ist, bei seiner Lebensgeschichte. Dennoch ist es ein Schock, wenn jemand soweit geht und sein Leben beendet.

    Deutschland verliert einen ganz großen Sportler. :(

    OT
    Ich finde die Berichterstattung von BLÖD mal wieder unter aller Würde und hoffe sie bekommen eine Abmahnung. Zwischen den Todesnachrichten gehört einfach keine Wiese-Will-Nationaltorhüter-Werden-Meldung. GRRRR

  • killerplauze
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    • 11. November 2009 um 08:14
    • #12

    Also seiner Frau nach dem tragischen Verlust des gemeinsamen Kindes jetzt auch noch sowas anzutun finde ich .....

  • derbraddler
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    • 11. November 2009 um 08:32
    • #13

    Auch ich möchte hier mein Bedauern aussprechen, allerdings vermisse ich einen in meinen Augen wichtigen Punkt in der ganzen Berichterstattung in den Medien:
    Wie geht es dem Lokfahrer??
    Davon hört man nix.....ein unbeteiligter Arbeitnehmer, der vielleicht auch Familie hat, muss möglicherweise jetzt in psychologische Behandlung und kann vielleicht nie mehr seinen Job ausüben, weil ihm ein Selbstmörder vor den Zug gesprungen ist und er das nicht verkraftet....aber der iss ja nicht so wichtig, dass man deswegen überlegt, ein Länderspiel abzusagen, dass deswegen ein ganzes Station eine Trauerminute einlegt oder sich der Ministerpräsident Niedersachsens zu Wort meldet....

    Sollte man auch mal drüber nachdenken, finde ich.....

    In diesem Sinne!

  • Gismo123
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    • 11. November 2009 um 08:43
    • #14
    Zitat von derbraddler;313589

    Auch ich möchte hier mein Bedauern aussprechen, allerdings vermisse ich einen in meinen Augen wichtigen Punkt in der ganzen Berichterstattung in den Medien:
    Wie geht es dem Lokfahrer??
    Davon hört man nix.....ein unbeteiligter Arbeitnehmer, der vielleicht auch Familie hat, muss möglicherweise jetzt in psychologische Behandlung und kann vielleicht nie mehr seinen Job ausüben, weil ihm ein Selbstmörder vor den Zug gesprungen ist und er das nicht verkraftet....aber der iss ja nicht so wichtig, dass man deswegen überlegt, ein Länderspiel abzusagen, dass deswegen ein ganzes Station eine Trauerminute einlegt oder sich der Ministerpräsident Niedersachsens zu Wort meldet....

    Sollte man auch mal drüber nachdenken, finde ich.....

    In diesem Sinne!

    Klausss und ich können mit sicherheit sagen das der Kollege lange dran zu knacken hat.
    Denn wir beide üben den selben Beruf aus. Nur ich im Güterverkehr.

  • Gismo123
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    • 11. November 2009 um 09:03
    • #15

    Fassungslosigkeit nach Tod von Enke

    News

    11. November 2009, 08:55

    Nach dem Tod von Nationaltorwart Robert Enke ist Fußball-Deutschland entsetzt und fassungslos. Die Gründe für den wahrscheinlichen Selbstmord des 32 Jahre alten Schlussmanns waren weiter unklar.


    Während der Bundesligist Hannover 96 ein geplantes Testspiel sofort absagte, gab es bis in die Nacht keine Hinweise darauf, dass die Test-Partie der Nationalmannschaft gegen Chile nicht stattfinden wird. «Es gibt keine Tendenz», erklärte DFB-Mediendirektor Harald Stenger. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ließ mögliche Konsequenzen auf die Vorbereitung und die Austragung des Spiels in Köln offen.

    Enke war an der Bahnstrecke in Eilvese in der Nähe seines Wohnortes bei Hannover von einem Regionalzug erfasst worden. Er hinterlässt seine Ehefrau und eine acht Monate alte Adoptivtochter. «Wir stehen alle unter Schock und sind noch nicht in der Lage, die Dinge zu kommentieren», sagte der Sportdirektor von Hannover 96, Jörg Schmadtke. «Das ist alles irreal. Es scheint ihm wirklich schlecht gegangen zu sein», sagte Schmadtke bei einer Pressekonferenz in der Nähe der Unfallstelle.

    DFB-Präsident Theo Zwanziger zeigte sich ebenso bestürzt. «Wir sind fassungslos und voller Trauer. Unser ganzes Mitgefühl gilt der Frau von Robert Enke und seiner Familie.» Enke war erst im Oktober wieder ins 96-Tor zurückkehrt. Zuvor hatte ihn eine lange rätselhafte Bakterieninfektion zu einer mehrwöchigen Pause gezwungen. «Wir haben natürlich eingewirkt und Hilfestellung geleistet», berichtete Schmadtke von schwierigen Wochen in der jüngeren Vergangenheit. Sein letztes Bundesliga-Spiel bestritt der achtmalige Nationalkeeper beim 2:2 im Nordderby gegen den Hamburger SV.

    Noch am Dienstagabend hatten sich sowohl in der Nähe des Unglücksortes bei dem kleinen Örtchen Eilvese sowie am Fußball- Stadion in Hannover mehrere 100 Menschen versammelt, um Enke zu gedenken. Viele waren in Tränen aufgelöst. Der Verein legte ein Kondolenzbuch aus, in das sich noch in der Nacht zahlreiche Fans eintrugen. Kerzen wurden aufgestellt sowie Schals und Trikots niedergelegt. Bei Enkes früherem Club FC Barcelona wurde vor dem Pokalspiel gegen Cultural Leonesa eine Schweigeminute eingelegt.

    Wie Polizeisprecher Stefan Wittke bei einer Pressekonferenz berichtete, hatte Enke seinen Wagen etwa zehn Meter von den Gleisen entfernt abgestellt. Der 32-Jährige habe sein Portemonnaie auf dem Beifahrersitz des nicht verschlossenen Wagens liegenlassen. Anschließend muss Enke mehrere 100 Meter an den Gleisen entlang gegangen sein, bevor er von dem aus Bremen in Richtung Hannover fahrenden Regionalzug RE 4427 erfasst wurde.

    In einer ersten Befragung gab der Zugführer zu Protokoll, dass er eine Person auf den Gleisen habe stehen sehen. Er und ein weiterer im Führerhaus anwesender Lokführer hätten sofort eine Notbremsung eingeleitet, berichtete Wittke.

    Enke hat in seiner Karriere 190 Bundesliga-Spiele für Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 bestritten. Seine internationalen Stationen waren Benfica Lissabon, FC Barcelona, Fenerbahce Istanbul und CD Teneriffa. Im Privatleben war 2006 der Tod seiner zwei Jahre alten, herzkranken Tochter ein schwerer Schicksalsschlag.

    Auf der Internetseite von Enke «enke1.de» findet sich die Nachricht «Wir trauern um Robert Enke». Darunter ist ein Kondolenzbuch, indem unzählige Menschen bereits ihr Beileid bekundet haben. Auch auf der Homepage von Hannover 96 ist nur noch die Traueranzeige mit Enkes Lebensdaten zu sehen.

    © DPA

  • SteveO
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    2.083
    • 11. November 2009 um 12:10
    • #16

    Das ganze ist sehr tragisch, und mir tut es für seine Familie mehr als leid.

    Die Menschen die zurückbleiben haben nun unsagbares leid zu tragen, Robert hat für sich einen Weg gewählt der seinen Mitmenschen den nun schwersten Weg antreten läßt.

    Wie ich leider finde ohne jegliche Rücksicht auf seine Frau, das kann ich nicht verstehen.
    Auch wenn er evtl. schwer krank war, was ich aber nicht weis sondern nur folgern kann, ist das keine Grund alles um sich herum in Trümmern zu hinterlassen.

    Der Zugfahrer ist bestimmt schwer traumatisiert, er wurde als Mittel zum Zweck mißbraucht. Das kann nicht richtig sein.

    Die Frau samt Kind alleine im Leben, das schon so schwer genug war, zurückgelassen. Kann auch nicht der Wunsch eines Mannes sein.

    Man kann nicht mal erahnen was ihn dazu getrieben hat, ihm selbst muss es die ganze Zeit absolut schrecklich gegangen sein um den Blick für das wesentliche so zu verlieren...

    Mein Beileid für die Angehörigen, deren Schmerz nun so unsagbar groß ist. Wie kann man blos mit sowas fertig werden?

    Robert hat für sich diesen Weg gewählt, leider hat seine Frau und der Zugführer die Möglichkeit der Wahl nicht gehabt.

  • XeonKing
    Profi
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    Beiträge
    964
    • 11. November 2009 um 13:31
    • #17

    Hallo, auch ich finde das natürlich sehr tragisch...Leider denken immer die wenigsten wie in diesem fall an den Lokführer, der hat damit sicherlich auch sehr zu kämpfen.


    MFG XeonKing©!!!

  • lolly
    Gast
    • 11. November 2009 um 17:13
    • #18

    Der Lokführer hat damit sicherlich zu kämpfen und das tut einem persönlich Leid.

    Da macht ein Mensch seinen Job und wird mit sowas Konfrontiert. Solche Erlebnisse wird man nie vergessen und das ist das traurige an der Geschichte.

    Zu Robert Enke, das er an Depressionen litt war teilweise schon zu sehen, aber er hat es sehr gut überdeckt.

    Ich möchte aus persönlichen Gründen zum Thema Depresionen was schreiben.

    Unterschätzt diese Krankheit nicht, egal ob Sie mild oder schwer verläuft. Anfangs denkt man das man alles allein schafft, dann fängt man an sich zu isolieren und alles scheint unwichtig. Irgendwann ist man an dem Punkt wie Robert Enke und sieht keinen Sinn mehr sich täglich aufs neue zu Quälen.

    Ich weiß sehr gut über diese Krankheit bescheid. Da ich mit meinen 28 Jahren auch schon so einiges Wegzustecken hatte, hat mich die Depresion auch schon mal erwischt.

    Mit 24 habe ich den ersten guten Kollegen durch ein Mottoradunfall verloren.
    Mit 25 dann den nächsten, dieser wurde auf den Weg nach hause von einer Landjugendparty von einem alkoholisierten Autofahrer überfahren und liegen gelassen.

    Dsas war alles zuviel und ich musste irgendwann in Behandlung weil ich selbst schon am überlegen war dem Leben ein ende zu setzen. Bei mir war es nicht 5 vor 12 sondern ein paar Sekunden vor 12.

    Ich habe mich also in Behandlung begeben und habe Medikamente bekommen, die ich bis heute nehmen muss, aber die mir helfen meinen Lebensstandart zu erhalten und meinen Alltag zu bewältigen.

    In diesem Jahr, im Mai, hat sich dann auch noch ein Freund erhangen. Auch wegen Depresionen. Er hat das mit unseren 2 Kollegen nicht ganz verkraftet und hatte auch noch andere Ängste. Dort hatte man es vorher leider auch nicht gemerkt.

    Das hatte mich auch wieder kurz zurück geworfen, aber ich konnte mich dank der Behandlung die ich vorher mitgemacht habe, wieder schnell fangen.
    Alle Freunde waren Freunde seit frühester Kindheit. Leider bin ich der letzte von den Quartett.

    Also Leute, solltet ihr der Meinung sein irgendwas stimmt nicht und könnt es euch evtl. nichtmal selbst erklären, geht lieber einmal mehr zum Arzt als zu spät.

    Depresionen sind nichts schlimmes mehr. Ganz im Gegenteil, Deutschlandweit sind die Psychologen und Therapieplätze knapp. Die kommen aus der Arbeit nichtmehr raus, da dies immer schlimmer wird. (So sagte es meine Psychologin). Menschen mit Depresionen sind also nicht allein. Mir viel der Schritt auch sehr schwer, weil man das Schamgefühl hat.

  • BigLion
    Admin
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    7.701
    • 11. November 2009 um 22:25
    • #19

    Mein Beileid geht natürlich an seiner Familie und Angehörigen.
    Natürlich sollte man bevor man was sagt erstmal wissen warum er das gemacht hat!?
    Wenige wissen über seinen Zustand bescheid und man sollte in jetzt in ruhe lassen.
    Es ist leider passiert,weil er mir als Mensch sehr sympatisch war und was seine sportlichen Aktivitäten angeht,einer der besten Torhüter überhaupt,ist es für mich immer noch unfassbar warum ein Mensch so sein Leben "wegwirft"?
    Er hätte an seiner Familie denken müssen!
    Was den Lockführer angeht,wird er sicherlich immer dran zu knabbern haben.Jetzt wird er wohl Psychologische behandlung in Anspruch nehmen und wer weis ob er das jemals verarbeiten wird!?
    Ich hoffe das er das schafft!Ich möchte nicht mit ihm getauscht haben!!!

  • bonzaii
    Meister
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    2.044
    • 12. November 2009 um 10:44
    • #20

    Durch seine Depressivität hatte er so viel mit sich und seinem Leben zu kämpfen, dass für die Familie leider nicht genug Platz da war ...
    Er war doch ein guter Mensch und sicher auch nicht egoistisch und wollte seiner Familie sicherlich auch nicht weh tun - nur er war so schrecklich verzweifelt ...
    ... das finde ich ja so tragischund das zeigt auch ein wenig Enkes Verfassung auf, dass ein Mensch nur noch diesen schrecklichen Ausweg sieht.

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